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Bornheim | Freizeit & Kultur

Charmante Zeitreise zum Karneval

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Literaten opjepass! In Rösberg hat sich ein vielversprechendes Trio gegründet. Mit Quetsch, Fitsch, Gitarre und Kontrabass huldigen die „Agrippinos“ dem kölschen Lebensgefühl der Fünfziger bis Siebziger Jahre. Hagen Fritzsche, Johannes Zink und Gunnar Fischer verbindet die Leidenschaft für handgemachte, leisere Klänge und die Liebe zur kölschen Sproch. Vom Walzer über den Rheinländer bis Bossa Nova oder Rock and Roll begibt sich die Bornheimer Formation mit nostalgischem Charme auf eine facettenreiche Zeitreise zum Karneval wie er früher einmal war. „Dabei sind wir unter anderem vom legendären Eilemann Trio, dem Steingass Terzett und den Vier Botze beeinflusst“, erzählt Hagen Fritzsche im Gespräch mit BORNHEIM.report.

Professionell und vielseitig

Alle drei sind erfahrene Berufsmusiker mit viel Herzblut für den Fasteleer. Viele Jahre lang haben sie im heimischen Karneval mit ihren Kapellen die Sitzungen bekannter Gesellschaften begleitet. Holger Anselm Fritzsche (Melodiegesang und Akkordeon) studierte Schulmusik an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Neben den Agrippinos leitet er verschiedene Chöre und Instrumentalensembles. Johannes Zink (Begleitgesang und Gitarre) studierte in Bonn Musikwissenschaft und ist heute als Autor und Moderator für den WDR 3 tätig. Gunnar Fischer (Begleitgesang und Kontrabass) lernte zunächst an der städtischen Musikschule Troisdorf das Bariton Horn spielen. Dann kamen Posaune, Kontrabass und eine langjähriges Engagement für Sitzungskapellen im Kölner Karneval hinzu.

Hoffen auf die nächste Session

Lockdown, Stillstand und Ausfall des Karnevals haben das kreative Trio hart getroffen. Fritzsche: „Wir hatten uns riesig gefreut, endlich auf der Bühne zu stehen und die Reaktionen des Publikums zu erfahren. Jetzt hoffen wir natürlich auf die nächste Session. Das Gute an der Situation ist, dass wir uns noch intensiver vorbereiten und unser Repertoire erweitern können.“ Neun Lieder haben die Agrippinos bisher geschrieben und komponiert, zu hören auf ihrer Homepage und YouTube. Sie handeln unter anderem vom Fastelovend in der Domstadt und dem ländlichen Milieu des „Vürjebirch“. Sehr gelungen ist das feine „Jeck em Rään“, in dem das Trio treffsicher die Gefühlswelt eines Narren in dieser tristen Zeit besingt – zwischen Witz und Wehmut: „Ich bin ene Jeck em Rään/Sin dä Rään vun fään/Kann nix ändere un doch stonn ich parat/Ich bin ene Jeck em Rään/Doch wöd ich widder jään fiere op echt kölsche Aat.“

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Alanus richtet ein Green Office ein

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Alanus Hochschule / Foto: Alanus

Dreh- und Angelpunkt der nachhaltigen Hochschulentwicklung. Das ist die Funktion des neuen Green Office der Alanus Hochschule in Alfter. Das Team des Nachhaltigkeitsbüros besteht aus vier Studierenden und zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern unterschiedlicher Fachbereiche. Das Green Office hat es sich zur Aufgabe gemacht, zukunftsweisende nachhaltige Initiativen und Projekte von allen Akteuren der Alanus Hochschule zu sammeln und zu vernetzen.

Hochschulweiter Nachhaltigkeitstags

Das Green Office-Team ist, entsprechend dem Alanus Selbstverständnis, agil, divers und partizipativ besetzt und arbeitet mit Projektschwerpunkten. Das Büro ist unmittelbar mit der Schirmherrscahft des Rektors Hans-Joachim Pieper verbunden. An zentraler Stelle unterstützt das Green Office die Organisation des ersten hochschulweiten Nachhaltigkeitstages. Am 28. Mai heißt es: „Gesellschaft aktiv zukunftsfähig gestalten – Wie kann eine Hochschule dazu beitragen?“

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Bornheimer Archiv erhält Buch zur Stadtgeschichte

Redaktion Bornheim

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Peter Nettekoven (links) überreicht Stadtarchivar Jens Löffler ein Buch zur Stadtgeschichte. Foto: Stadt Bornheim

Über eine besondere Schenkung freut sich das Bornheimer Stadtarchiv: Ein Büchersammler aus Zülpich überlässt der Stadt ein 136 Jahre altes, über 400 Seiten starkes Buch, das sich mit der Geschichte der Pfarreien des ehemaligen Dekanats Hersel befasst.

Verfasser des umfangreichen heimatgeschichtlichen Werks ist der damalige Hemmericher Pfarrer German Hubert Christian Maaßen. Der Theologe und Althistoriker beschreibt die Geschichte des Dekanats Hersel und somit auch die Geschichte der Ortschaften der heutigen Stadt Bornheim sowie der Orte Alfter, Witterschlick, Urfeld, Wesseling und Duisdorf. Damit schuf Maaßen ein echtes Standardwerk für alle, die sich für Bornheimer Ortsgeschichte interessieren.

Kein Wunder also, dass der Musiker und begeisterte Büchersammler Wolfgang Mirbach aus Zülpich sofort an seine frühere Heimat im Vorgebirge dachte, als er das Buch in Händen hielt. Als Schenkung ließ er das gut erhaltene Werk von 1885 über seinen Freund, den Bornheimer Peter Nettekoven, dem Stadtarchiv zukommen. Neu gebunden steht es nun allen Interessierten zur Verfügung, die sich im Lesesaal des Archivs in die Lektüre vertiefen möchten.

Übrigens verfügt die Präsenzbibliothek des Stadtarchivs über mehr als 2000 weitere Veröffentlichungen zur Heimatgeschichte, die teils nur noch antiquarisch zu bekommen sind. Aufgrund der aktuellen Corona-Regeln ist das Archiv zurzeit allerdings nur für dringende Fälle und nach Terminvereinbarung unter 02222 945-110 geöffnet. Die Hygiene- und Abstandsregeln sind einzuhalten.

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Bornheim schreibt dritten Heimatpreis aus

Redaktion Bornheim

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Bornheimer Vereine, Organisationen und Initiativen von ehrenamtlich Engagierten können sich ab sofort wieder für den Heimatpreis bewerben. Das Motto lautet: „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet.“

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW fördert den Preis mit insgesamt 5.000 Euro. Der erste Platz erhält 2.500 Euro, der zweite 1.500 Euro und der dritte 1.000 Euro. Unterstützt werden Aktivitäten, Projekte oder Vorhaben, die einen Beitrag zur Förderung von Integration und gesellschaftlichem Zusammenhalt leisten.

Zusätzlich zu diesem Grundsatz hat der Rat der Stadt Bornheim folgende Entscheidungskriterien festgelegt: Das Projekt soll Informationen über die Geschichte und das kulturelle Erbe erhalten und sichtbar machen, die Attraktivität öffentlicher Orte und Plätze steigern, die Aus- und Weiterbildung insbesondere von Kindern und Jugendlichen fördern oder sich innovativ mit dem Thema „Heimat“ und der Erlebbarkeit eines modernen Heimat-Begriffs befassen.

Schriftliche Bewerbungen nimmt die Stadtverwaltung bis zum 25. Juni 2021 entgegen, entweder schriftlich an: Rathaus Bornheim, Amt 11.2, Rathausstraße 2, 53332 Bornheim, oder per E-Mail an HeimatPreis@Stadt-Bornheim.de. Der Antragsteller sollte mindestens das grundsätzliche Auswahlkriterium erfüllen. Den originalen Ausschreibungstext, Ansprechpartnerin und weitere Infos findet man unter: www.bornheim.de/rathaus-aktuell/heimat-preis/

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Malaktion für Kinder wird verlängert

Redaktion Bornheim

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Die Stoff-Faultiere Max und Pax suchen ein neues Zuhause – und die Bornheimer Kinder sind aufgerufen, es zu malen. 30 Bilder wurden bereits eingereicht. Damit noch mehr Kids mitmachen können, wird die Aktion des Bornheimer KinderTreffs in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt bis zum 1. April 2021 verlängert.

Die Faultiere Max und Pax sind die Maskottchen des Bornheimer KinderTreffs und möchten gerne virtuell einmal umziehen. Konkrete Vorstellungen haben die Faultiere nicht. Daher gibt es auch keine Vorgaben. Kids können also malen, was ihnen in den Sinn kommt: ein Haus oder ein Zimmer, aber auch ein Tipi oder ein Schloss – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Max und Pax freuen sich über möglichst viele Vorschläge und Ideen.

Die Kunstwerke können per E-Mail eingeschickt oder im KinderTreff der Stadt Bornheim, Königstraße 31, abgegeben werden. Vom 14. April bis zum 7. Mai 2021 werden die Bilder in der Bürgerhalle im Rathaus ausgestellt und können zeitgleich auch virtuell bewundert werden. Weitere Informationen gibt es auf: www.bornheim.de/maxundpax

Ansprechpartner ist Andreas Hein vom Bornheimer KinderTreff, Telefon: 0162 1397259, E-Mail: jugendtreff@extranet.stadt-bornheim.de

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Spaß trotz Lockdown für Bornheimer Kids

Redaktion Bornheim

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Unter dem Motto „Mit Spaß und Spannung durch den Lockdown“ hat sich die Jugendförderung der Stadt Bornheim erneut eine schöne Aktion für Kinder ausgedacht. In den nächsten vier Wochen wird auf dem Facebook-Account des Bornheimer JugendTreffs und der Internetseite www.jugendarbeit-bornheim.de jeweils freitags eine Herausforderung veröffentlicht, der sich Kinder stellen können.

Wurde die Aufgabe gemeistert, können die kleinen Helden ein Foto, zumindest aber ein kleines Feedback dazu per E-Mail an Tatjana.Pocher@Stadt-Bornheim.de einreichen. Dort erhalten die Kinder eine zusätzliche Aufgabe. Ist ein Kind also flink, kann es sich sogar täglich an einer neuen Aufgabe versuchen. Die Aktion läuft vom 12. Februar bis zum 12. März 2021.

Die Kinder, die sich den meisten Herausforderungen stellen, dürfen an einer ebenso spannenden wie lustigen Ostersuche teilnehmen. Dort gibt es auch ganz sicher etwas zu gewinnen, sodass niemand mit leeren Händen nach Hause gehen muss. Auch wenn mal eine Aufgabe nicht erfüllt werden kann, müssen die Kinder übrigens nicht bis zum nächsten Freitag auf die nächste Veröffentlichung warten. Wenn sie per E-Mail eine kleine Begründung schreiben, warum sie die Aufgabe nicht geschafft haben, erhalten auch sie direkt eine neue Aufgabe.

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Vorfreude auf das 55-jährige Bestehen

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In der nächsten Session feiert der verdienstvolle Garde- und Showtanzverein „TSC Rot-Weiß Waldorf sein stolzes 55-jährige Bestehen. In der Jubiläumssession stellt die rut-wieße Familich mit Carla Backhausen auch ihre sechzehnte Prinzessin. Das glanzvolle Ziel fest im Visier trotzen die jungen Tänzerinnen und Tänzer und ihre Trainerinnen dem Coronafrust und halten sich weiter in Form. „Wir trainieren jeden Mittwoch online von 16.30 Uhr bis 19 Uhr“, sagte Silvia Fußwinkel, die den Waldorfer Verein seit vier Jahren mit viel Herzblut führt. „Wir“ das sind die nach ihrem Alter eingruppierten kleinen, mittleren und große Funken und die Junioren. Der bodenständige Verein bereichert nicht nur Sitzungen und Saalveranstaltungen. „Wir gehen auch jedes in fünf Zügen des Vorgebirges mit“, betonte Vorsitzende Fußwinkel. Gelebte Heimatliebe.

Am Anfang wirbelten die Fünkchen

Die erste Waldofer Kindertanzgruppe wirbelte bereits 1967 über die Bühnen der fünften Jahreszeit. Die Fünkchen begleiteten in den folgenden Jahren das Waldorfer Prinzenpaar bei seinen Auftritten in den Dörfern des Vorgebirges. Zehn Jahre nach der Gründung wurde der erste Schautanz einstudiert. 1988 und 1989 tanzten sich die Großen Funken bis zu den Europameisterschaften in Belgien und Aachen. Seit 1999 ist der gemütliche Nachmittag für die Pänz, Eltern und Großeltern fester Bestandteil des familiären Vereinslebens.

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Erster digitaler Tollitätentreff brachte Karnevalsstimmung in die Wohnzimmer

Redaktion Bornheim

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Das gab es in 53 Jahren noch nie: Der Tollitätentreff der Stadt Bornheim ging am Mittwochabend, 10. Februar 2021, erstmals digital über die Bühne der Herseler Rheinhalle. Der kostenlose Livestream wurde rund 1.000-mal aufgerufen; während des virtuellen „ Tollis“ griffen mehr als 300 Geräte gleichzeitig auf den Livestream zu. Die Bornheimer Jecken an den Bildschirmen begrüßte Bürgermeister Christoph Becker, der als Elvis verkleidet mit seinen Stellvertreterinnen Gabriele Kretschmer und Dr. Linda Taft die Sitzung eröffnete.

Das Programm stand den 52 vorangegangenen Veranstaltungen in nichts nach: Höhepunkte waren die Auftritte des Jazztrompeters Michael Kuhl und des Lokalmatadors Bernd Stelter. Als Moderatoren führten Ursula und Christian Köhl mit Humor und karnevalistischem Frohsinn durchs bunte Programm. Beim großen Finale zeigte auch die Kölsche Kultband HÖHNER, wie man digital für Karnevalsstimmung sorgt. Für ein „Huhn“ war es sogar ein Heimspiel. Schließlich kommt Multiinstrumentalist Jens Streifling aus Bornheim-Brenig.

Die HÖHNER marschierten mit der Musik von „Viva Colonia“ auf die Bühne der Herseler Rheinhalle. Deren Bretter wurden nur kurze Zeit später mit „Wo mir sin is Kölle“ einer echten Belastungsprobe unterzogen. Was zugleich vom Alleinunterhalter Stefan Linden, der den gesamten Livestream über für musikalische Untermalung sorgte, mit einem Tusch belohnt wurde. Begeistert zeigte sich davon HÖHNER-Frontmann Henning Krautmacher: „Das geht uns runter wie Öl, dass man hier live einen Tusch gespielt kriegt“. Kurzerhand folgte ein Karnevalsmedley mit weiteren Klassikern wie „Jetzt geht’s los“, „Echte Fründe“ und „Schenk mir dein Herz“. Zum Mittanzen aufgefordert wurden die Zuschauer dann mit „Steh auf, mach laut!“ Die HÖHNER waren bestens aufgelegt und ihnen gefiel es in der Herseler Rheinhalle sogar so gut, dass die Kölsche Kultband nicht von der Bühne runter wollte und mit „Viva Colonia“, „Et letzte Jlas“ und „Hey Kölle du bes e Jeföhl“ gleich mehrere Zugaben spielte.

Neben den HÖHNERn mit dem Breniger Jens Streifling in ihren Reihen war das Tolli-Programm mit weiteren lokalen Größen gespickt – etwa mit dem Waldorfer Jazztrompeter Michael Kuhl und dem Herseler Komiker Bernd Stelter. Michael Kuhl, bekannt als die „Tröt“, war bis 2017 Frontmann von „Kuhl un de Gäng“. Mittlerweile steht er gemeinsam mit dem Bornheimer Pianisten Frank Buohler auf der Bühne. Mit dem Karnevalsklassiker von Willi Ostermann „Och wat wor dat fröher schön en Colonia“ sowie „Ich han de Millowitsch jesinn“ und „Der kleine Trötemann“ aus seiner eigenen Feder sendete Michael Kuhl sentimentale Töne in die Wohnzimmer der Bornheimer Jecken. Heimische Töne stimmte Kuhl mit „Trecker-Trucker“ von Die Zwei usem Vürjebirch an.

Bernd Stelter erkannte bei seinem Einzug sofort, dass es in der Rheinhalle in diesem Jahr ein wenig anders aussah, als sonst – leerer natürlich. Schließlich ist das Herseler Multitalent, das als Werbefachmann bundesweite Bekanntheit erlangte, längst Stammgast beim „Tolli“. Sein Programm begann er traditionell mit einem Jahresrückblick. Diesmal fand er scharfe Worte und entschuldigte sich dafür vorab bereits: „Bitte entschuldigen Sie die Wortwahl, das klingt jetzt ziemlich harsch, aber das Jahr 2020 war doch einfach nur für’n Arsch: Dieser Virus COVID-19 der hat uns fertig gemacht, wär der Wendler nicht gewesen, hätten wir überhaupt nicht gelacht“. Sonderbar fand Stelter, dass die Menschen 2020 in Deutschland Klopapier gehortet hatten, während die Italiener auf Rotwein und die Engländer auf Whiskey und Bier setzten, die Kapelle neuerdings auf YouTube spielt und Bundestrainer Jogi Löw noch ins Stadion durfte. Mut macht Stelter aber auch und mahnt: „Jetzt wird geimpft, wir fangen endlich an, und wer jetzt noch darauf schimpft, der kommt als Allerletzter dran.“

Lokalkolorit vermittelten Gerhard Fehn und Cécile Kott. Die beiden Bornheimer Schauspieler sind über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Während Cécile Kott als Margot von der VHS überzeugte, begab sich Gerhard Fehn als Professor Hans-Dieter mit Schnupfen auf eine Reise im ÖPNV. Aus Leverkusen angereist war Gabi Elabor, die die Zuschauer als „Annegret vom Wochenmarkt“ vor den heimischen Bildschirmen mit ihrem „Kölsch jeschwaad“ zum Lachen brachte. Einen besonderen Videogruß gab es von der Kölner Top-Band Kasalla, die dem Publikum vor den Mattscheiben zu Hause liebe Grüße ins Wohnzimmer schickte. Die Musiker von Kasalla hoffen, dass man sich im nächsten Jahr wieder in Echt ohne Scheibe sieht.

Natürlich fehlen durften beim „Tolli“ auch 2021 nicht die Bornheimer Tollitäten. Musikalisch unterlegt mit „Bye bye my love“ wurde ein Foto der Tollitäten der vergangenen Session eingespielt, die im letzten Jahr gemeinsam auf der Bühne der Herseler Rheinhalle standen. Die neuen Tollitäten, deren Amtszeit von 2021 auf 2022 verschoben wurde, meldeten sich danach in einem Videobeitrag zu Wort, um Vorfreude auf die kommende Session zu schüren.

Der digitale Tollitätentreff der Stadt Bornheim fand in diesem Jahr unter dem Motto des diesjährigen Sessionsordens statt: „Corona määt oss net bang – mer trecke all an enem Strang!“ Der Orden wurde unter Mitarbeit zahlreicher Ortsausschüsse, Dorfgemeinschaften und Karnevalsgesellschaften aus vielen Bornheimer Ortsteilen entworfen. Der digitale „Tolli“ konnte nur stattfinden, weil viele Menschen, Vereine und Firmen ihn unterstützt hatten. Da diesmal ja keine Eintrittskarten verkauft werden konnten, waren die Ausrichter – also die Stadt Bornheim und erstmalig auch das Kulturforum – noch mehr als sonst darauf angewiesen.

„Ich bedanke mich ganz herzlich bei den Sponsoren und Spendern, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre“, sagt Bürgermeister Christoph Becker. Sponsoren des digitalen „Tollis“ sind Auto Thomas aus Bornheim, die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft dhpg, die Energieunternehmen e-regio und RheinEnergie, die Volksbank Köln Bonn eG und Blumen Sieghart aus Roisdorf. Spenden ans Kulturforum zur Durchführung der Veranstaltung kamen von der Kreissparkasse Köln, dem Verein Senat Förderkreis Roisdorfer Karneval und privaten Spendern. Die Druckerei und Kreativagentur Germanus aus Roisdorf sponserte die Moderationskarten, auf denen der Corona-Orden abgebildet war.

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„M’r trecke all aan enem Strang“

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„Corona määt oss net bang – m’r trecke all aan enem Strang“. So lautet das trotzige Motto des gemeinsamen Sessionsordens der Bornheimer Karnevalsortschaften, mit dem die Dorfgemeinschaften, Vereine und Gesellschaften der Pandemie Paroli bieten. Das selbstbewusste Solidaritätsmotto der Karnevalisten im Vorgebirge umkreist ein rotes Corona-Virus, das durch ein blau-weißes „Schnüssgardinchen“ zum augenzwinkernden „Krönchen-Virus“ mutiert. Die Auflage war ursprünglich limitiert, doch der bunte Orden mit dem pfiffigen Design wird nun zum närrischen Renner. „Wir mussten schon kräftig nachbestellen“, freute sich Wolfgang Mertgen, langjähriger engagierter Vorsitzender des Ortsausschusses Roisdorf.

Demonstrative Solidarität

„Nur zesamme sin mir Fastelovend“ wissen die Karnevalisten in den Ortsteilen, in denen Züge gehen und Sitzungen veranstaltet werden. „In den vergangenen Jahren hat sich eine feste schöne Gemeinschaft der Bornheimer Karnevalsortschaften entwickelt. Diesen Zusammenhalt wollen wir gerade in dieser belastenden Zeit mit einem gemeinsamen Sessionsorden auch nach außen demonstrieren. In Roisdorf verteilen wir den Orden als Dankeschön an die fleißigen Helferinnen und Helfern des Ortsausschusses“, erzählte Mertgen im Gespräch mit dem BORNHEIM.report. Der originelle Orden nach einer Idee des noch amtierenden Waldorfer Trifoliums kann auch bei den jeweiligen Dorfgemeinschaften und Ortsauschüssen erworben werden.

Tollitäten in Lauerstellung

Alle designierten Regentinnen und Regenten der Corona-Session sollen im nächsten Jahr mit den Insignien der närrischen Macht ausgestattet werden. Tollitäten wird es also in Roisdorf, Merten, Waldorf und’ Hemmerich/Rösberg geben. Die zünftigen Majestäten sind am Mittwoch, den 10. Februar, beim ersten digitalen Bornheimer Tollitätentreff zu sehen. Das Video wurde bereits letzte Woche im Rathaus produziert.

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Bilderrätsel für Kids

„Ich sehe was, was du nicht siehst“

Redaktion Bornheim

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Jeden Dienstag werden auf der städtischen Homepage neue Bilderrätsel eingestellt. Bild: Redaktion Bornheim

Nach dem großen Erfolg der Weihnachtswichteljagd startete die Stadt Bornheim eine weitere knifflige Suchaktion. So gibt es seit dem 5. Januar jeden Dienstag auf der städtischen Homepage Bilderrätsel zu lösen. Detailaufnahmen deuten auf Orte im Stadtgebiet hin, die es zu erkennen gilt. Auch bei dieser Aktion gibt es eine wöchentliche Tombola mit tollen Sachpreisen. Wer alle Bilder richtig zuordnen kann, nimmt daran teil.

Für Scharfseher und Sonntagsspaziergänger

Die Bilderrätsel – 5 Fotos pro Woche – sind immer dienstags ab 12 Uhr auf der Webseite der Stadt Bornheim zu sehen. Es gibt Hinweise und Rätsel, die zur Lösung führen. Wer die richtigen Antworten bis zum jeweils folgenden Dienstag, 11 Uhr, einreicht, nimmt an der Wochenverlosung teil. Die Vornamen der Gewinnerinnen und Gewinner werden auf der Homepage der Stadt Bornheim, der Webseite der Jugendarbeit Bornheim und der Facebook-Seite des Bornheimer JugendTreffs bekannt gegeben und per Mail benachrichtigt. Viel Spaß allen Kombinierern, Scharfsehern und Sonntagsspaziergängern beim Rätseln!

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