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Brühl | Politik & Wirtschaft

Haushaltentwurf für 2021 im Stadtrat eingebracht

Harald Zeyen

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Unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen tagte der Stadtrat in der Aula des Max Ernst-Gymnasiums. Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Einbringung des Haushaltes für 2021. Foto: Harald Zeyen

Im Rahmen der Stadtratssitzung am 1. März in der Max-Ernst-Aula hat Bürgermeister Dieter Freytag den Haushaltsentwurf für 2021 eingebracht. Darin veranschlagt sind Erträge von knapp 132 Millionen Euro. Die Aufwendungen beziffern sich auf rund 146 Millionen Euro. Damit ergibt sich ein Defizit von etwas über 14 Millionen Euro.

Keine Steuererhöhungen

Die Hebesätze für die Gewerbesteuer von 460%-Punkten und für die Grundsteuer B von 600%-Punkten bleiben unverändert. Gründe für die negative Finanzentwicklung sehen Bürgermeister und sein Kämmerer Rolf Radermacher in vielen Bereichen. So sei die Kreisumlage auf 31,5 % gesenkt worden, die Umlage für die Kreisbusse in kaum noch verantwortbare Dimensionen gewachsen und deutliche Einbußen beim Steueraufkommen aufgrund der Corona-Pandemie. Im Vergleich zu 2020 rechnet man mit sieben Millionen weniger an Gewerbesteuer-Einnahmen.

Millionenausgaben für Hochbauprojekte

Trotzdem wird die Stadt weiter in Klimaschutzmaßnahmen, im Bereich Abwasser und Tiefbau oder im Hochbau investieren. Allein in letzterem Bereich sind rund 31,5 Millionen Euro eingeplant. Davon entfällt der größte Anteil an die Brühler Großprojekte Rathaus B, Erich Kästner-Realschule, Clemens-August-Forum und Neubau der Feuerwache.

Nahezu verdoppelt haben sich die Ausgaben für die Schulreinigungen. In den Ausbau der Barbara-Schule und der Pingsdorfer Schule investiert die Stadt rund 12,6 Millionen Euro. Weitere Gelder fließen zudem u.a. in die Bereiche Sport, Soziales, Kinder- und Jugendhilfe, den Brühler Ordnungsdienst, die Digitalisierung und die Wirtschaftsförderung.

In erster Linie durch die Bewältigung der Coronakrise entstehen zusätzliche Ausgaben. So werden für die Gesamtpersonalaufwendungen knapp 44 Millionen Euro veranschlagt, mehr als zwei Millionen Euro mehr als vergangenes Jahr. Davon entfallen allein auf die Tarif- und Besoldungserhöhungen rund 415.000 Euro.

Bürgerantrag „Städte Sicherer Häfen“

Vor der Haushaltseinbringung diskutierte der Rat über einen Bürgerantrag, dem kommunalen Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ beizutreten. Es handelt sich um eine Willenserklärung der Kommune, die sich gegen die restriktive europäische Flüchtlingspolitik richtet. Sie beruht auf der ethischen Verpflichtung zur Aufnahme aus Seenot geretteter Flüchtlinge. U.a. mit der Ratsmehrheit von SPD und Grünen wurde der Antrag angenommen, allerdings ohne den Zusatz einer Patenschaftsübernahme für ein ziviles Seenotrettungsschiff. Dies ist voraussichtlich mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Die Zahlen und umfassenden Informationen zur Einbringung der Haushaltssatzung für 2021 findet man unter: ratsinfo.bruehl.de.

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Symbol soll für die Dynamik der Marke stehen

Harald Zeyen

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Renault-Designdirektor Gilles Vidal präsentiert das neue Renault-Logo auf der Front des Renault 5 Prototype Showcars. Foto: Renault

Die Fahrzeuge von Renault erhalten 2021 ein neues Logo. Es ist eine moderne abgewandelte Form der bekannten Raute.

Das Markenemblem zierte erstmals 1925 die Kühlerhaube eines Modells der Marke. In Brühl ist es besonders präsent, seitdem sich die Deutschland-Zentrale von Renault hier angesiedelt hat. Jetzt führt Renault sukzessive eine neue Evolutionsstufe des Logos ein. Einen seiner ersten Auftritte hatte es bereits auf der Front des Renault 5 Prototype Showcars.

Zeichen für eine neue Zeit

Renault-Designdirektor Gilles Vidal verrät BRUEHL.report, warum und wie das neue Logo entstanden ist: „Die Raute ist eine der bekanntesten Formen in der Welt allgemein und in der Welt des Automobils. Es ist eine einfache geometrische Form mit einer starken, kraftvollen Identität.“

Die Herausforderung für Renault bestünde darin, erklärt Vidal, diese Form zu erneuern, indem man ihr neue, zeitgemäße Werte gebe, um die Marke in die Zukunft zu projizieren. Es sei ein Zeichen für eine neue Zeit.

Bereits achtmal erneuert

Mit ihren typischen Winkeln, die gut zu den abgeschrägten Renault-Motorhauben der 1920er-Jahre  passten, hatte sich die geometrische Figur der Raute 1925 bei Louis Renault als Markenemblem durchgesetzt. Seitdem hat der französische Automobilhersteller sein Logo nicht weniger als acht Mal erneuert. Zuletzt erhielt das Renault-Emblem 1992 ein neues Gewand, 2015 erfolgte eine diskrete Überarbeitung. Jetzt erlebt der berühmte Diamant seine neunte Evolutionsstufe.

Wahrung des Markenerbes

Um den Herausforderungen einer modernen internationalen Marke, aber auch der Vielfalt ihrer Ausdrucksmöglichkeiten, insbesondere auf digitaler Ebene, gerecht zu werden, arbeitete Renault seit 2019 an einer neuen Version, erklärt Vidal. „Der kürzlich enthüllte neue Rhombus symbolisiert die Balance zwischen der Wahrung des Markenerbes und dem Eintritt in eine neue Ära mit Blick in die Zukunft.“

Bis 2024 auf allen Modellen Die klare Formgebung des neuen Logos hat auch ganz praktische Vorteile in Bezug auf moderne mediale Darstellungsmöglichkeiten. Sie erleichtern seine Animation, zum Beispiel im Bewegtbild, in digitalen Medien, aber auch auf den Info-Monitoren in den Fahrzeugen. Das neue Emblem wird ab nächstem Jahr nach und nach auf allen Renault-Modellen zu sehen sein. „Bis 2024 wird die gesamte Renault-Palette das neue Emblem tragen“, sagt Vidal abschließend.

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Brühl | Politik & Wirtschaft

Lärmsanierung an der Brühler Autobahn?

Neue Richtlinie lässt Anwohner der A 553 hoffen.

Harald Zeyen

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Durch Neuregelungen und Richtlinien besteht die Hoffnung auf eine Lärmsanierung an der durch den Brühler Süden führenden A 553. / Foto: Harald Zeyen

Neue staatliche Regelungen betreffen den Lärmschutz für Anwohner von Autobahnen. Danach besteht Hoffnung, dass die Lärmbelästigung an der A 553 bald der Vergangenheit angehört.

„Immer mehr klagen über ständigen Lärmbelästigung durch den zunehmenden Verkehr auf der im Brühler Süden hochliegend gebauten und teilweise über Häuser hinwegführenden Autobahn“, sagt Schwadorfer CDU-Ratsfrau Pia Regh.

Auslösewert gesenkt

Lärmschutzmaßnahmen wurden bisher auf der Grundlage der geltenden „Richtlinie zur lärmtechnischen Berechnung“ erarbeitet. Danach gab es keine Überschreitungen der Lärmgrenzen, die neue Lärmschutzanlagen gerechtfertigt hätten. Seit August 2020 sind jedoch wesentliche Änderungen bei den Regeln zur Lärmsanierung von Bundesfernstraßen in Kraft getreten. Für Wohn-, Dorf-, Misch- und Kerngebiete wurde der „lärmtechnische Auslösewert“ um 3 dB(A) gesenkt. Darüber hinaus greift seit 1. März 2021 die neue Richtlinie zur Berechnung des Lärmschutzes an Straßen (RLS 19). Seit dem 1.1.2021 liegt die Zuständigkeit bei der Autobahngesellschaft des Bundes, die das deutsche Fernstraßennetz komplett übernommen hat.

Brühler Abschnitte kommen in Betracht

Aufgrund der geänderten Regelungen könnten für Brühl insbesondere die Abschnitte in Schwadorf, Geildorf und Badorf-Eckdorf in Betracht kommen. „Auch wenn im Brühler Osten überwiegend die gewerblichen Bereiche betroffen sind, sollte dieser Abschnitt aber nicht außen vor bleiben“, meint Regh.

Die CDU Brühl hat deshalb beantragt, Verbesserungsmöglichkeiten zum Lärmschutz für die A 553 in Brühl zu prüfen und zu veranlassen. Auch der den Brühler Ostern betreffende Autobahnabschnitt soll diesbezüglich untersucht werden. „Die Ergebnisse könnten die Möglichkeit eröffnen, einen neuen Fahrbahnbelag oder neue Lärmschutzwände in diesen Ortsteilen zu realisieren,“ so Holger Köllejan, Fraktionsvorsitzender der CDU.

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Brühl | Politik & Wirtschaft

Brühl lebt seit einem Vierteljahrhundert globale Verantwortung

Harald Zeyen

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Mit über 1800 Kommunen aus 27 Ländern weltweit repräsentiert das „Klima-Bündnis“ das größte Städtenetzwerk für den Klimaschutz. Foto: Pixabay

Die Stadt Brühl feiert in diesem Jahr ihren Beitritt zur internationalen Organisation „Klima-Bündnis“ im Jahr 1996. Für die 25-jährige Mitgliedschaft ist sie mit einer Jubiläumsurkunde ausgezeichnet worden.

Antwort auf den Klimawandel

Gewürdigt wird das Engagements Brühls für den Klimaschutz und Klimagerechtigkeit als europäische Kommune in Partnerschaft mit indigenen Völkern – für lokale Antworten auf den globalen Klimawandel“. Mit mittlerweile über 1800 Kommunen aus 27 Ländern weltweit repräsentiert es das größte Städtenetzwerk für den Klimaschutz. Es wurde 1990 von Delegierten der indigenen Bevölkerung Amazoniens und Vertretern aus Städten und Organisationen Deutschlands, Österreich und der Schweiz gegründet.

Motto vielfältig umgesetzt

Seit 1996 hat sich die Stadt dazu verpflichtet, konkrete Ziele zur Emissionsreduktion mit lokalem Handeln und globaler Verantwortung zu verknüpfen. Ob der Verkauf des eigenen fairen „Brühl Kaffee“ (seit 2002), die Unterstützung der Kampagne für fair gehandeltes Wurfmaterial im Karneval, die „Jecke Fairsuchung“, oder der seit dem Jahr 2000 alljährlich stattfindende „Agendamarkt der Möglichkeiten“ – Brühl hat das Motto des Klima-Bündnises auf vielfältige Weise umgesetzt.

Energie- und Klimaschutzgemeinde

Darüber hinaus ist die Stadt in Form verschiedenster Projekte aktiv. Beispielsweise befindet sie sich aktuell im Zertifizierungsverfahren zur „Fairtrade-Town“. Mit der Erfüllung der Kriterien wird das Angebot an fair gehandelten Produkten erhöht und gleichzeitig die erfolgreiche Vernetzung von lokalen Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft für nachhaltiges Engagement weiter gefördert. Im Bereich „Klimaschutz“ nimmt die Stadt Brühl seit 2012 am European Energy Award (eea) teil und wurde 2016 für ihre erfolgreichen Bemühungen, Energiesparpotentiale systematisch zu erfassen und zu steuern, mit dem Titel „Europäische Energie- und Klimaschutzgemeinde“ ausgezeichnet. Aktuell sind für die Stadt drei Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanager für die Umsetzung von Maßnahmen zum Thema „Klimaschutz“ tätig.

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Brühl | Politik & Wirtschaft

Brühl bleibt attraktiv

Harald Zeyen

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Laut der Studie „Vitale Innenstädte 2020“ wird Brühl als ein Ort zum Einkaufen, Wohlfühlen und Leute treffen wahrgenommen. Foto: Markus Spiske

Schlossstadt im Spiegel der Besuchermeinung

Die Corona-Pandemie und der Lockdown des Einzelhandels hat auch Brühl schwer getroffen. Vor diesem Hintergrund hat sich die Stadt Brühl wieder an der Städtebefragung „Vitale Innenstädte 2020“ beteiligt. Die Studie untersucht den Status quo deutscher Innenstädte. Im Fokus der Untersuchung liegt die Innenstadt im Spiegel der Besuchermeinung.

Brühl besser als der Durchschnitt

Die Ergebnisse zeigen, dass die Attraktivität der Brühler Innenstadt in der Gesamtbewertung besser als der Durchschnitt aller Teilnehmerstädte bewertet wird. Die Besucherinnen und Besucher kommen vor allem zum Einkaufen, Bummeln und wegen der Gastronomie in die Stadt. Sie empfehlen die Innenstadt häufig im Freundes-  und Bekanntenkreis weiter. Brühl wird als ein Ort zum Wohlfühlen und Leute treffen wahrgenommen.

Lokale Anbieter unterstützt

Aber gerade dieser Aspekt ist durch Corona stark eingeschränkt. Es zeigt sich, dass die Besucherinnen und Besucher in Brühl ihr Einkaufsverhalten verändert haben. Sie  kaufen mehr online und bei großen Online-Marktplätzen oder -Händlern ein. Trotzdem wird die Brühler Innenstadt weiterhin gut besucht, häufiger als in anderen teilnehmenden Städten. Über die Hälfte der Befragten gab an, dass sie jetzt bewusst mehr in der Innenstadt einkaufen, um die lokalen Anbieter zu unterstützen.

Angebot wird als mittelmäßig bewertet

Als wichtigen Besuchsgrund der Innenstadt gaben die Befragten den Einzelhandel an. Hier besteht allerdings Handlungsbedarf, da das Angebot in Brühl insgesamt als mittelmäßig bewertet wird. Die Ergebnisse der Studie werden derzeit analysiert. Im Rahmen der Auswertung der Ergebnisse aus 2016 wurden in Brühl bereits zahlreiche Initiativen ergriffen. Das Ziel lautete, die Attraktivität der Stadt für die Zukunft zu erhalten bzw. zu steigern.

Brühl hebt sich ab

So wurden Bürgermeister und Wirtschaftsförderung bestärkt, die Digitalisierung der Innenstadt zu fördern und den Einzelhandel durch eine öffentlichkeitswirksame Präsentation der vielfältigen Angebote zu unterstützen. Diese Bemühungen führten auch zur Gründung des Vereins „Brühl digital“ und zur Entwicklung der Hiero Brühl App, mit der Brühl sich von anderen Städten im weiten Umkreis abhebt. Die App stellt gerade in der Pandemie ein überaus erfolgreiches digitales Medium dar, um die Präsenz des innerstädtischen Waren- und Gastronomieangebots zu demonstrieren. Die Ergebnisse der Innenstadtstudie sind auf der Website der Stadt Brühl unter https://www.bruehl.de/vitale-innenstaedte-2020,-ergebnis.pdfx?forced=true  hinterlegt. Informationen über das aktuelle Projekt gibt es unter: https://www.ifhkoeln.de/referenzen/eigene-studien/vitale-innenstaedte-was-besucherinnen-erwarten/ oder https://www.ifhkoeln.de/vitale-innenstaedte-nach-corona-wo-citys-anpacken-muessen/.

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Brühl | Politik & Wirtschaft

Beide Fraktionen vereinbaren Zusammenarbeit

Harald Zeyen

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Besiegelten ihre Zusammenarbeit im Stadtrat bis 2025: Grünen-Fraktionsvorsitzende Simone Holderried und SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Weitz. Foto: Katja Brennan

SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben vor dem Rathaus einen Koalitionsvertrag für die laufende Ratsperiode unterzeichnet. Damit enden die seit den Wahlen im September laufenden Sondierungen und Verhandlungen. Zuletzt gab es ein rot-grünes Bündnis im Rat von 1994 bis 1999. Zu den Unterzeichnern des Koalitionsvertrags gehört auf Wunsch der Grünen auch Bürgermeister Dieter Freytag.

Vorangegangen sind hunderte Videokonferenzen, Mitgliederversammlungen und Ausschusssitzungen. Schließlich tagten Mitglieder beider Parteien gleichzeitig, um den finalen Vertragstext zu beschließen. Anschließend stimmten die Mitglieder beider Parteien mit großer Mehrheit für das Vertragswerk.

Klare Linie, viele Gemeinsamkeiten

Grünen-Vorsitzender Robert Saß betont im Rahmen einer Video-Pressekonferenz, das anfangs ergebnisoffen mit den möglichen Partnern CDU und SPD gesprochen worden sei. Bei dieser Sondierung war schnell klar, dass es auf ein rot-grünes Bündnis hinauslaufen wird. Michael Weitz, Fraktionsvorsitzender der SPD im Brühler Rat, blickt zurück: „Für mich war es wichtig, dass wir mit einem Partner in die Koalitionsverhandlungen gehen können, der wie wir eine klare Idee davon hat, wie sich die Herausforderungen angehen lassen.“ Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Simone Holderried schließt sich dem an: „Auch für uns war schnell klar, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben und zusammen viel für Brühl bewirken können.“ Der gesellschaftlichen Spaltung und der Klimakatastrophe auch auf lokaler Ebene entgegenzutreten, sei der Geist des Ganzen, so Weitz.

Vertrag trägt beide Handschriften

Der nun geschlossene Vertrag lässt sowohl rote als auch grüne Handschrift erkennen. Wenn auch beide Fraktionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten an die Ratsarbeit gehen: Der Wille, Brühl als Stadt aufblühen zu lassen und deren Lebensqualität weiter zu steigern, war für beide Seiten leitend und die Übereinstimmungen insgesamt von Beginn an groß. So betont auch Saß die Gemeinsamkeiten, die trotz unterschiedlicher Schwerpunkte und kleinerer Konfliktpunkte bestünden: „Zentrale Themen für uns sind und bleiben Umwelt- und Klimaschutz. Für Brühl bedeutet dies vor allem ein naturnahes Grünflächenmanagement, ökologisch verträgliches Baulandmanagement und nicht zuletzt eine echte Verkehrswende!“. Weitere Ziele seien eine dringend benötigte Modernisierung und Digitalisierung der Brühler Schulen und sozial gerechter Wohnungsbau. 

Zeitdruck bei Suche nach Hochschulgrundstück

Für die SPD gehören die Verkehrswende, der Wohnungsbau und die Familienorientierung mit Themen wie z.B. der Ausbau der Spielplätze und der Kinderbetreuung zu den Herzensangelegenheiten. Die Offene Ganztagsschule soll in die Trägerschaft der Stadt überführt werden, um gleichmäßig hohe pädagogische Standards zu gewährleisten. Auch dem Anliegen der Hochschule des Bundes nach Erweiterung soll Rechnung getragen werden, nachdem die Planung eines Bauprojektes neben der Hochschule mit rot-grüner Mehrheit abgelehnt worden war. „Hierfür suchen wir mit hohem Zeitdruck ein neues Grundstück. Anbieten würde sich das frühere RWE-Gelände an der Auguste-Viktoria-Straße, wenn die ausgelagerten Teile der Erich-Kästner-Realschule wieder an ihren früheren Standort zurückkehren“, sagt Grünen-Fraktionsvize Daniel Buncic.

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Brühl | Politik & Wirtschaft

Bürgerbeteiligung in der Corona-Zeit

Stadt arbeitet Konzept für alternative Wege aus

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Engagement in den Orts- und Dorfgemeinschaften ist wichtig. Foto: Pixabay

Nicht nur Freizeit- und Kulturveranstaltungen, sondern auch etliche öffentliche Informationsveranstaltungen mussten in der Corona-Krise abgesagt werden. Aktuell sind persönliche Treffen nur im Ausnahmefall und in kleinen Gruppen möglich. Aber die Arbeit der Verwaltung und der politischen Gremien steht während der Pandemie nicht still. Um den Ausfall der Präsenzveranstaltungen aufzufangen, ist die Stadt Brühl dabei, ein Konzept für alternative Wege der Bürgerbeteiligung auszuarbeiten, insbesondere auf digitaler Ebene.

Wertvolle Rolle der Dorf- und Ortsgemeinschaften

Umso wichtiger ist daher der Kontakt zu den Dorf-, Orts- und Bürgergemeinschaften, die sich bekanntlich ehrenamtlich sehr in ihren jeweiligen Stadtteilen engagieren, dabei häufig die Rolle des „Sprachrohrs“ für die dortigen Einwohnerinnen und Einwohner einnehmen und durch den bestehenden engen Kontakt zur Verwaltung wertvolle Informationen in beide Richtungen transportieren.

Fördermöglichkeit durch den Rhein-Erft-Kreis

Dabei haben es auch die Dorfgemeinschaften nicht leicht: Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen sind ihnen viele Einnahmen weggebrochen, mit denen sich diese Vereine finanzieren. Die Stadt Brühl hat daher kürzlich sämtliche Dorfgemeinschaften auf eine aktuelle Fördermöglichkeit durch den Rhein-Erft-Kreis hingewiesen. Dort können ehrenamtliche Hilfsaktionen zur Bewältigung der Corona-Krise vor allem für Ältere, Erkrankte und Menschen in Quarantäne (wie z.B. Einkaufsdienste oder das Nähen von Masken) finanziell gefördert werden. Dass dies gut und unbürokratisch funktioniert, darüber durfte sich beispielsweise die Dorfgemeinschaft Heide freuen, die aus den Fördermitteln des Kreises bereits innerhalb weniger Tage einen Betrag zugesprochen bekam.

Das Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, miteinander in Kontakt zu bleiben. Geplant ist eine Videokonferenz mit den Vertretern aller Dorfgemeinschaften zum Thema „Brühl-App“, der Einkaufs- und Erlebnis-App, bei der sich demnächst auch die Brühler Vereine und eben auch alle Dorfgemeinschaften präsentieren können. Nähere Informationen zu dieser App finden Sie auf der Website der Stadt Brühl.

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