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Brühl | Politik & Wirtschaft

Symbol soll für die Dynamik der Marke stehen

Harald Zeyen

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Renault-Designdirektor Gilles Vidal präsentiert das neue Renault-Logo auf der Front des Renault 5 Prototype Showcars. Foto: Renault

Die Fahrzeuge von Renault erhalten 2021 ein neues Logo. Es ist eine moderne abgewandelte Form der bekannten Raute.

Das Markenemblem zierte erstmals 1925 die Kühlerhaube eines Modells der Marke. In Brühl ist es besonders präsent, seitdem sich die Deutschland-Zentrale von Renault hier angesiedelt hat. Jetzt führt Renault sukzessive eine neue Evolutionsstufe des Logos ein. Einen seiner ersten Auftritte hatte es bereits auf der Front des Renault 5 Prototype Showcars.

Zeichen für eine neue Zeit

Renault-Designdirektor Gilles Vidal verrät BRUEHL.report, warum und wie das neue Logo entstanden ist: „Die Raute ist eine der bekanntesten Formen in der Welt allgemein und in der Welt des Automobils. Es ist eine einfache geometrische Form mit einer starken, kraftvollen Identität.“

Die Herausforderung für Renault bestünde darin, erklärt Vidal, diese Form zu erneuern, indem man ihr neue, zeitgemäße Werte gebe, um die Marke in die Zukunft zu projizieren. Es sei ein Zeichen für eine neue Zeit.

Bereits achtmal erneuert

Mit ihren typischen Winkeln, die gut zu den abgeschrägten Renault-Motorhauben der 1920er-Jahre  passten, hatte sich die geometrische Figur der Raute 1925 bei Louis Renault als Markenemblem durchgesetzt. Seitdem hat der französische Automobilhersteller sein Logo nicht weniger als acht Mal erneuert. Zuletzt erhielt das Renault-Emblem 1992 ein neues Gewand, 2015 erfolgte eine diskrete Überarbeitung. Jetzt erlebt der berühmte Diamant seine neunte Evolutionsstufe.

Wahrung des Markenerbes

Um den Herausforderungen einer modernen internationalen Marke, aber auch der Vielfalt ihrer Ausdrucksmöglichkeiten, insbesondere auf digitaler Ebene, gerecht zu werden, arbeitete Renault seit 2019 an einer neuen Version, erklärt Vidal. „Der kürzlich enthüllte neue Rhombus symbolisiert die Balance zwischen der Wahrung des Markenerbes und dem Eintritt in eine neue Ära mit Blick in die Zukunft.“

Bis 2024 auf allen Modellen Die klare Formgebung des neuen Logos hat auch ganz praktische Vorteile in Bezug auf moderne mediale Darstellungsmöglichkeiten. Sie erleichtern seine Animation, zum Beispiel im Bewegtbild, in digitalen Medien, aber auch auf den Info-Monitoren in den Fahrzeugen. Das neue Emblem wird ab nächstem Jahr nach und nach auf allen Renault-Modellen zu sehen sein. „Bis 2024 wird die gesamte Renault-Palette das neue Emblem tragen“, sagt Vidal abschließend.

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Moderne Sportstätte 2022

Harald Zeyen

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Gregor Golland
Der Brühler Landtagsabgeordnete Gregor Golland bei einer Rede im nordrhein-westfälischen Landtag. Foto: CDU NRW

Der Brühler Turnverein darf sich über Förderbescheide aus dem Landesförderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ freuen. Das teilt der Brühler CDU-Landtagsabgeordnete Gregor Golland mit.  

„Der BTV plant die Modernisierung des Bewegungsbeckens im Sportzentrum und erhält dafür 100.000 Euro vom Land“, erklärt Golland. „Der größte Sportverein im Kreis bietet zahlreiche Sportarten. Mit dem Zuschuss vom Land kann er eine modernere und bedarfsgerechtere Sportstätte anbieten.“ 

Arbeiten können beginnen

Die Gesamtkosten der Maßnahme des Brühler TV betragen 153.335 Euro. Mit dem Bescheid können nun die Arbeiten beginnen. „Schön, dass wir den Sanierungsstau bei den Sportstätten effektiv reduzieren können“, betont Golland. „Nur wenn sie auf dem neuesten Stand sind, können die Vereine ihre wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft wahrnehmen.“ 

Programm „Moderne Sportstätte 2022“

Mit „Moderne Sportstätte 2022“ hat die NRW-Koalition das größte Sportförderprogramm aufgelegt, das es je in Nordrhein-Westfalen gegeben hat. Das Gesamtvolumen beträgt 300 Millionen Euro. Damit sollen die Vereine in NRW eine nachhaltige Modernisierung, Sanierung sowie Um- oder Ersatzneubau ihrer Sportstätten und Sportanlagen durchführen können.

Koordinierung durch Kreissportbund

Die Sportvereine im Rhein-Erft-Kreis werden bei der Projektierung und Antragstellung vom Kreissportbund unterstützt. Dieser übernimmt die Koordinierung und erstellt Vorschlagslisten für das jeweilige Gemeindegebiet. Dies geschieht stets im Benehmen mit den Kommunalverwaltungen. Mehr Informationen hierzu gibt es unter: https://www.ksb-rhein-erft.de/service/foerdermoeglichkeiten/sportstaettenfoerderprogramm-moderne-sportstaette-2022/.

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Brühl | Politik & Wirtschaft

Probleme in Brühl nehmen zu

Harald Zeyen

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E-Scooter
Mit dem größer werdenden Angebot an E-Scootern in der Stadt Brühl wachsen auch die Probleme. Foto: Cheyenne Reeves

Das Angebot an E-Scootern in Brühl ist durch 100 Roller der Firma BIRD erweitert worden. Damit wachsen die Probleme durch falsches Parken, unerlaubte Gehweg-Benutzung und vor allem fehlerhaftes Nutz- und Fahrverhalten.

Die Stadtverwaltung macht darauf aufmerksam machen, dass sie nicht für den Betrieb der E-Scooter verantwortlich ist. Nach aktueller Rechtslage benötigen die Betreiber, die in Brühl aktiv sind, keine Sondergenehmigung für ihre Aktivitäten. Allerdings läuft derzeit ein Verfahren dazu, dass dies langfristig ändern könnte.

Beschwerden an die Betreiber

Immer häufiger erreichen die Stadt Brühl Beschwerden bezüglich der E-Roller. Zwar räumt auch das Brühler Ordnungsamt im Innenstadtbereich falsch geparkte E-Scooter Fahrzeuge zur Seite. Doch dies gehört nicht zu seinem Verantwortungsbereich. Beschwerden über falsch geparkte E-Scootern sind direkt an die beiden Betreiber SPIN und BIRD zu richten. Die Telefonnummern sind auf den Fahrzeugen vermerkt.

Jugendliche Nutzer ein großes Problem

Ein viel größeres Problem zeigt sich aktuell aber im Nutzer- und Fahrverhalten von zumeist jungen Menschen. Augenscheinlich unter 18- oder sogar unter 14-jährige fahren oft verbotenerweise zu zweit auf einem E-Scooter durch die Stadt. Sicherheitsabstände zu Fußgängerinnen und Fußgängern, die verpflichtende Nutzung der Straße statt des Gehwegs oder die Richtung der Einbahnstraße werden nicht eingehalten. Auch Sachbeschädigungen und/oder Vandalismus nehmen zu.

Hier appelliert die Stadt Brühl besonders an die Eltern. Die E-Scooter dürfen zwar ab 14 Jahren gefahren werden, allerdings ist das Mieten erst für volljährige Menschen möglich. Wer gegen die Nutzerbedingungen verstößt, ist nicht versichert. Zudem werden die Nutzer je nach Fehlverhalten gesperrt.

Maßnahmen der Unternehmen

Die Stadt Brühl hat beide Anbieter auf die Probleme hingewiesen und Maßnahmen eingefordert. Die Unternehmen zeigen sich kooperativ. Während BIRD etwa eine Altersverifizierung einführen wird, hat SPIN u.a. die Flatrate verteuert, um Spaßfahrten von Jugendlichen weniger attraktiv zu machen. Außerdem sind dann Fotos zur Abstellsituation des Rollers bei Mietende verpflichtend. Etliche Nutzerkonten, die wegen Fehlverhaltens gemeldet worden waren, sind bereits gesperrt worden. Übrigens: Mit der Nennung von Uhrzeit und Nummernschild des E-Scooters kann Fehlverhalten direkt an die Unternehmen gemeldet werden. Es kann dann seitens SPIN oder BIRD die verantwortliche Person ermittelt und sanktioniert werden.

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Brühl | Politik & Wirtschaft

Geld aus dem NRW-Städtebauförderprogramm

Harald Zeyen

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Mit den Mitteln aus dem Städtebauförderungsprogramm können die Planungen für den Umbau des Janshofs konkretisiert werden. Foto: Stadt Brühl

Brühl ist 2021ins Städtebauförderprogramm des Landes NRW aufgenommen worden. Die Stadt erhält rund 1,9 Millionen Euro an Fördermitteln. Das Geld fließt insbesondere in die geplante Umgestaltung des Janshofs.

Im Rahmen des Städtebauförderprogramms werden neben Brühl noch weitere 293 Projekte der Stadtentwicklung gefördert. Insgesamt erhalten die Städte und Gemeinden rund 368 Millionen Euro.

2020 geht Brühl leer aus

Noch im vergangenen Jahr war die Stadt Brühl leer ausgegangen. „Ich freue mich daher sehr über die aktuelle Bewilligung unserer Projekte. Nun können wir unsere städtebaulichen Planungen weiter konkretisieren“, sagt Bürgermeister Dieter Freytag.

Weitere Projekte, die in Zukunft umgesetzt werden sollen, sind die Umgestaltungen von Clemens-August Campus und Kölnstraße sowie die Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes.

Beteiligungen von Bund und EU

Das Städtebauförderprogramm NRW besteht aus den drei neuen Regelprogrammen „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Außerdem gehört das Investitionspakt „Sportstätten“ dazu. Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben belaufen sich auf knapp 512 Millionen Euro. Der kommunale Eigenanteil beläuft sich auf rund 143 Millionen Euro. An der Finanzierung beteiligen sich das Land mit 195 Millionen, der Bund mit 171 Millionen und die Europäische Union mit zwei Millionen Euro. Eine Einzelübersicht über alle geförderten Initiativen auch im Bereich Schwimmbäder und Freizeit-, Sportstätten finden Interessierte unter: www.mhkbg.nrw.de.

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Autobauer bietet Vielzahl an Karosseriefarben

Harald Zeyen

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Bringt Farbe auf die Straßen: François Farion, Director of Colour and Trim Design bei Renault. Foto: Renault

Fast schon traditionell führen Weiß, Schwarz und Grau die Hitliste der Lackierungen beim Neuwagenkauf an. Diesem Trend stemmt sich Renault seit jeher entgegen und treibt es stattdessen lieber bunt. Kaum eine andere Marke bringt eine größere Vielzahl an unterschiedlichen Karosseriefarben auf die Straßen.

Renault sticht aus dieser Tristesse positiv heraus, wie François Farion, hauptverantwortlich für Farb- und Innenausstattungs-Design bei Renault, erklärt: „Mit einem deutlich umfangreicheren Farbangebot als der Durchschnitt unserer Wettbewerber heben wir uns positiv ab. Die Kunden honorieren das, denn wir verkaufen deutlich mehr bunte Außenfarben als der Rest der Branche.“

Initialzündung in den 1950ern

Als die europäische Automobilindustrie nach 1945 die Produktion wieder aufnahm, spielte die Autofarbe eine untergeordnete bis gar keine Rolle. Schnell etablierte sich jedoch Renault durch den Ausbau der angebotenen Farbpalette als ein Trendsetter in diesem Bereich.

Die Initialzündung dafür war ein Besuch des damaligen Chefs von General Motors in den 1950ern. Bei einem Rundgang durch die Produktionsanlagen äußerte der Besuch aus Amerika gegenüber Renault-Boss Pierre Lefauchaux Unverständnis über die fehlende Fröhlichkeit der Fahrzeuge. Immerhin erstrahlten zu jener Zeit die amerikanischen Autos bereits in zum Teil schrillen Tönen wie Apfelgrün oder Pink. Die Worte zeigten Wirkung, die Saat war gelegt.

Renault bringt Farbe in den automobilen Alltag

Seitdem bietet Renault regelmäßig eine umfangreichere Farbpalette als der Durchschnitt der Mitbewerber. Die erste Generation des Twingo beispielsweise wurde nie in Weiß angeboten, sorgte dafür bei seiner Markteinführung im März 1993 mit knalligen Farben für Aufsehen. Und zum Erfolg des Renault Captur tragen nicht zuletzt auch seine Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung erheblich bei. Immerhin 80 Prozent der Kunden entscheiden sich für eine Zweifarb-Lackierung, um ein optisches Highlight zu setzen. „Wir dürfen nicht vergessen, dass die Farbe für viele Menschen das zweitwichtigste Detail an einem Auto ist“, so Farion. „Achten Sie mal drauf: Wenn jemand ein neues Auto gekauft hat, wird er zuerst gefragt: Was für ein Modell?. Und gleich danach: Welche Farbe?.“

Die Zukunft der Autofarben

Renault will sich in Zukunft sogar noch mehr mit dem Thema Außenfarben beschäftigen. „Wir haben immer nach Farben gesucht, die das Leben bereichern. Und wir sind weiterhin fest entschlossen, die Straßen etwas bunter zu machen.“

Um dies zu erreichen, werden François Farion. und sein Team schon bald von zusätzlichen Möglichkeiten profitieren können: „In Zukunft werden wir neben der eigentlichen Farbe auch an und mit weiteren Elementen arbeiten. Wir werden subtilere und gleichzeitig noch wirkungsvollere Effekte erzielen können. Wir werden mit Assoziationen, Texturen und Interferenztönen spielen.“ Ermöglicht wird dies durch Fortschritte in der Technik, die sich wie die Mode und Trends stetig verändert.

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Brühl | Politik & Wirtschaft

Lokaler Lieferdienst „HIERO liefert!“ startet in Brühl

REGIONAL.report Redaktion

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v.l.n.r. A.Frede, M. Zimmermann,N. Weiler, Bürgermeister Dieter Freytag / Foto: Stadt Brühl

Die Corona-Pandemie und der damit verbundene Lockdown des Einzelhandels hat die Brühler Innenstadt schwer getroffen. Doch nicht nur Corona, sondern oft auch ein vermeintlich günstigerer Preis und die Bequemlichkeit der Haustürlieferung, schwächen den stationären Handel zugunsten des Online-Geschäfts.

Vor diesem Hintergrund hat der Verein Brühl digital e.V. mit Unterstützung des Citymanagements der Stadt Brühl und der HIERO Brühl App einen lokalen Lieferdienst für und innerhalb von Brühl initiiert. Der Hauptausschuss des Rates der Stadt Brühl hatte dafür auf Vorschlag der Verwaltung kurzfristig Mittel bereitgestellt.

So funktioniert der Lieferdienst

So einfach funktioniert es: Die Kunden bestellen per Mail, Telefon oder HIERO Brühl App die gewünschten Produkte beim Händler. Der Händler beauftragt dann über ein Onlineformular die Fahrer von HIERO liefert!“. Erfolgt dies bis 14.00 Uhr, findet die Auslieferung – wenn gewünscht – noch am selben Tag statt; das stellt einen klaren Vorteil gegenüber großen Online-Händlern dar. Interessant ist dabei auch die Möglichkeit, Waren vor Ort in der Stadt zu kaufen und sie nicht weiter transportieren zu müssen; das Auto kann also zuhause bleiben.

Alles ging Hand in Hand für schnelle Umsetzung

Da die Hilfe jetzt gebraucht wird, hat man schnell reagiert und innerhalb von drei Wochen einen Lieferdienst-Prototypen entwickelt. Dies war nur möglich, indem verschiedene Akteure und Akteurinnen aus Brühl Hand in Hand zusammengearbeitet haben. So hat Renault kurzerhand ein E-Auto gestellt, die Stadtwerke einen Stellplatz mit Lademöglichkeit zur Verfügung gestellt und in der HIERO Brühl App wurde die Integration eines Flottenmanagements realisiert. So kann „HIERO liefert!“ ab sofort genutzt werden.

Alle teilnehmenden Unternehmen sind in der HIERO Brühl App und auf der Website www.hieroliefert.de zu finden. Neun Händler nehmen bereits Teil – weitere werden zeitnah dazu kommen und können auf diese Weise ihrer Kundschaft kurzfristig einen attraktiven, neuen Service anbieten.

Bürgermeister Dieter Freytag ruft zur Zusammenarbeit auf: „Ihre Branche ist von den wiederholten Einschränkungen zum Schutze aller stark betroffen. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir uns dieser Herausforderung stellen und dazu beitragen, dass die lokale Anbieterschaft in Brühl unterstützt und die Vielfalt unserer Stadt auch in Zeiten der Pandemie erhalten bleibt.“

Ziel ist es, den Lieferdienst bei Erfolg weiter auszubauen und zu verstetigen. Zum Einsatz sollen dann auch Lasten-E-Bikes kommen.

Nähere Informationen finden Sie unter www.hieroliefert.de

Interessierte Händlerinnen und Händler werden gebeten, sich bei einer geplanten Teilnahme kurzfristig an den Projektverantwortlichen Niklas Weiler unter dabei@hieroliefert.de zu wenden. Auskunft erteilt auch das städtische Citymanagement unter citymanagement@bruehl.de und unter 02232 79-4015.

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Brühl | Politik & Wirtschaft

Die Geschichte der Stadtwerke Brühl

Harald Zeyen

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Wo sich heute der ehemalige Kaufhof-Komplex befindet, stand früher das Gaswerk der Stadtwerke Brühl. Es wurde 1961 abgerissen. Foto: Stadtwerke Brühl

Seit über eineinhalb Jahrhunderten versorgen die Stadtwerke Brühl die Schlossstadt mit Gas, Wasser und Strom. Heute sind sie auch Dienstleister, Verkehrsunternehmen und Wärmeversorger.

Alles begann im Jahr 1867. Am 17. Mai beschloss der Stadtrat den Bau einer Leuchtgasfabrik. Das Gaswerk befand sich an der Mühlenstraße und wurde erst 1961 abgerissen. Das aus Reinkohle erzeugte Gas, mit dem die bis dahin dunklen Brühler Straßen und Plätze erleuchtet wurden. Damit war der Grundstein für die heutigen Stadtwerke Brühl gelegt. Bereits Anfang der 1880er-Jahre erreichte der Jahresverbrauch der Brühler die stattliche Zahl von über 200.000 Kubikmeter Gas. Bis heute wuchs das Gasrohrnetz auf rund 160 Kilometer erweitert.

Kommunale Wasserversorgung seit 1893

Die Wasserversorgung begann 1893 mit dem Beschluss des Stadtrates zum Bau eines Wasserwerks. Ab 1894 holte eine durch zwei Dampfmaschinen betriebene Pumpanlage holte das Wasser aus einem 16 Meter tiefen Brunnen. Ab 1896 wurden auch die Ortsteile Pingsdorf, Kierberg, Heide und Badorf mit Wasser versorgt. Schon bei Inbetriebnahme hatte das Rohrnetz eine Länge von 12,5 Kilometern und versorgte 600 Anschlüsse. Heute beziehen die Stadtwerke Brühl ihr Wasser von der RheinEnergie AG und versorgen fast 10.500 Hausanschlüsse.

Strom kommt nach Brühl

Als dritter Versorgungszweig kam 1907 die Stromversorgung hinzu. Die Versorgung erfolgte anfangs mit Gleichstrom in einer Spannung von 110 V. Er wurde durch mit Gasmotoren getriebene Generatoren erzeugt. Diese Eigenerzeugung wurde aber nach fünf Jahren eingestellt. Die elektrische Energie wurde danach als Drehstrom vom Elektrizitätswerk Berggeist bezogen. Die Zahl der Kunden erhöhte sich ständig, sodass 1929 bereits 2105 Zähler installiert waren. Der Verbrauch war in dieser Zeit auf über 700.000 kWh angewachsen. Heute werden jedes Jahr gut 114 Millionen kWh an 10.700 Anschlüsse geliefert.

Alter Wasserspeicher auf der Gabjei, der 1884 in Betrieb ging und 1936 um zwölf Meter erhöht wurde. Er wurde 1952 durch den heutigen Wasserturm ersetzt. Foto: Stadtwerke Brühl

Vom Versorger zum Dienstleister

Der Betrieb des Schwimm- und Freizeitbades „KarlsBad“ gehört seit 1988 zum Leistungsspektrum der Stadtwerke. Schon ein Jahr später wurde an das bestehende Hallensportbad ein Freizeitbad mit großzügiger Saunaanlage angebaut. Brühler Schulen und Vereine profitieren vom KarlsBad als Unterrichts- bzw. Trainingsstätte.

Das Dienstleistungsangebot wird seit 2003 kontinuierlich ausgebaut. Hinzu kamen die Bewirtschaftung der Parkflächen, die Müllentsorgung sowie die Gründung des StadtServiceBetriebs im Jahr 2009.

Wärmeversorgung kommt hinzu

1996 nahmen die Stadtwerke Brühl die Wärmeversorgung als weiteren Betriebszweig auf, zunächst in Form des „Wärmedirektservice“. Zunächst versorgten Wärmeerzeugungsanlagen in Mehrfamilienhäusern die Wohneinheiten mit Heizwärme und Warmwasser. 1997 wurde ein Blockheizkraftwerk für die Fernwärmeversorgung des Baugebietes „Alte Zuckerfabrik“ errichtet.

Stadtwerke werden Verkehrsunternehmen

Ein zentrales Element der Mobilität in Brühl sind die sieben Stadtbuslinien 702 bis 707 und 709. Sie werden seit 1998 in Kooperation mit der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) betrieben. 18 neue Haltestellen wurden zum Start eingerichtet. Die Linienführung wurde so geändert, dass sich alle Stadtbusse zentral in Brühl-Mitte treffen.

Auch beim Thema ÖPNV nehmen die Stadtwerke eine Vorbildfunktion ein: Alle Fahrzeuge erfüllen die neuesten Umweltstandards. Zudem sind vier emissionsfreie Wasserstoffbusse in den Brühler Linienverkehr integriert worden. Künftig sollen mehr derartige Busse in die Flotte integriert werden, um in Brühl künftig einen komplett grünen ÖPNV zu haben.

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Händlernetz und Renault-Bank sind eingebunden

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Ab Mai kann man sich bei Renault ein Modell zu einer festen Monatsrate abonnieren. Foto: Renault

Renault bietet ab Mai die Möglichkeit, ein Renault-Modell zu einer festen Monatsrate zu abonnieren. Kunden können ein Auto-Abo auf der Plattform abo.renault.de abschließen. Das Angebot erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Renault-Händlernetz und der Renault Bank.

Handel eingebunden

Das neue Angebot erklären Lars Bialkowski und Ralf Benecke, beide im Vorstand der Renault Deutschland AG in Brühl: „Mit dem künftigen Renault-Abo-Modell setzen wir angesichts sich verändernder Mobilitätsbedürfnisse ein starkes Zeichen und verbreitern unser Angebot auf dem deutschen Automobilmarkt. Die Kunden erhalten eine weitere Möglichkeit, mit einem Fahrzeug von Renault mobil zu sein. Wir sind von dieser Lösung überzeugt, da diese Plattform eine vollständige Einbindung des Handels ermöglicht und mit den Händlern gemeinsam an den Start gehen wird.“

Wunschmodell all inclusive

Das neue Renault-Abo bietet Kunden künftig die Möglichkeit, ihr Renault-Wunschmodell schnell, einfach und flexibel für eine monatliche All-inclusive-Rate (außer Tanken/Laden) zu nutzen. Die Abo-Raten unterscheiden sich je nach Modell und Kilometerpaket. Somit haben Abonnenten die volle Kostenkontrolle. Die Buchung erfolgt einfach und digital. Gleichzeitig sind die persönliche Beratung und der Service beim Händler fester Bestandteil. Geplant ist eine große Auswahl an sofort verfügbaren Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Sechs verschiedene Kilometerpakete von 200 bis 2.500 Kilometer sollen angeboten werden, diese sind monatlich kostenlos wechselbar. Eine Startgebühr wird nicht erhoben. Der Vertrag ist für den Abonnenten jederzeit kündbar mit drei Monaten Kündigungsfrist.

Das Renault-Abo ist eine Online-Plattform, auf der die teilnehmenden Renault-Vertragshändler ihre Renault-Fahrzeuge anbieten. Angeboten werden z.B. Vorführwagen, Tageszulassungen oder Neuwagen, die seit Erstzulassung maximal 12 Monate alt sind und eine maximale Laufleistung von 20.000 Kilometer aufweisen. Kunden schließen den Abo-Vertrag online mit ViveLaCar ab. Im Anschluss erfolgt die Terminvereinbarung zur Fahrzeugübergabe in Brühl beim Autohaus Renault Barthel.

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Brühl | Politik & Wirtschaft

Bürgermeister hofft auf hundertprozentige Beteiligung

Harald Zeyen

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Vor den Sitzungen des Rates und der Ausschüsse werden alle Teilnehmenden ab sofort zum Corona-Selbsttest gebeten. Foto: Alexandra Koch

Ab sofort können sich Teilnehmer an öffentlichen Sitzungen auf Corona testen lassen.  Dies betrifft sowohl Rats- und Ausschussmitglieder als auch Verwaltungsmitarbeitende sowie zuschauende Personen.

Die Entscheidung hat Bürgermeister Dieter Freytag bekanntgegeben. Trotz strenger Hygienemaßnahmen bieten solche Zusammenkünfte dennoch immer Risiken für die Gesundheit. Um das Infektionsrisiko höchstmöglich zu minimieren, werden vor jeder Sitzung die freiwilligen Selbsttests angeboten. Die Corona-Testungen werden durch fachkundiges Personal durchgeführt. „Ich hoffe, dass die Bereitschaft zur Testung zum Schutze aller bei 100 Prozent liegen wird“, sagt Freytag.

Frühzeitiges Erscheinen nötig

Alle Teilnehmenden und Zuschauenden sind gebeten, zu den kommenden Sitzungen des Rates und der Ausschüsse mindestens 30 Minuten vor Beginn am jeweiligen Tagungsort zu erscheinen. Die Verwaltung weist darauf hin, dass die Sitzungen grundsätzlich öffentlich sind, aber eine persönliche Anmeldung unbedingt erforderlich ist. Alle Daten der Sitzungsteilnehmenden werden natürlich wie bisher zur Kontaktpersonennachverfolgung erfasst.

Termine online abrufbar

Tagesaktuelle Informationen zu allen Sitzungen wie Tagungsort, Tagesordnungen und öffentliche Niederschriften sind im Ratsinformationssystem unter: https://ratsinfo.bruehl.de/ abrufbar. Wer teilnehmen möchte, muss sich entweder unter 02232 792410 oder 02232 792411 oder per Mail: ratsbuero@bruehl.de anmelden.

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Brühl | Politik & Wirtschaft

Renault feiert 60 Jahre R4

Harald Zeyen

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Der R4 von Renault wurde zwischen 1961 und 1992 gebaut und erlebt 2021 eine Wiederauferstehung. Foto: Renault

Vor 60 Jahren rollte der Renault 4 ins Rampenlicht und startete seine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte. Über acht Millionen Mal verkaufte sich das Kult-Modell in über 100 Ländern während seiner über 30-jährigen Produktionszeit. Seitdem gilt der R4 als Ikone.

Soziale Netzwerke im Auge behalten

Trotz Corona wird Renault das Jubiläum auch in seiner Brühler Renault Deutschland-Niederlassung gebührend feiern: Fans dürfen sich das ganze Jahr über ein volles Programm mit vielen Terminen freuen. So sollten R4-Fans am vierten und 14. jeden Monats die sozialen Netzwerke im Auge behalten. Es warten exklusive Inhalte, von Fans für Fans gemacht, darunter Interviews mit Sammlern und Prominenten. Je nach aktuellen Ereignissen kann sich das offizielle Programm noch weiterentwickeln und wird durch Aktionen auf lokaler Ebene ergänzt.

R 4 rollt in Cannes den roten Teppich aus

Renault Classic zeigt im März 30 Modelle des Renault 4, darunter zwölf ikonische Versionen in einer eigens für diesen Anlass geschaffenen Umgebung. Im April werden Influencer mit Hilfe der Renault Miniaturen-Sammlung ihre eigenen Geschichten über den R4 in kurzen, in Stop-Motion gedrehten Filmen erzählen.

Eine ausgewählte und speziell für den 60. Geburtstag entworfene Kollektion von R4-Objekten wird in der Boutique des Atelier Renault in Paris und im Online-Shop erhältlich sein. Im Mai startet Renault zudem eine Reihe von Videos, die die Geheimnisse des R4 anhand verschiedener Modelle enthüllen. Als wahre Ikone des Kinos, die durch zahlreiche Auftritte auf der Leinwand berühmt wurde, rollt der R4 bei den 74. internationalen Filmfestspielen von Cannes den roten Teppich aus.

Im September empfängt der Carsharing-Dienst Zity den R4 zu einem Elektro-Treffen.  Und im November hält der R4 „Forgonette“ eine weitere Überraschung bereit.

Weitere Aktionen sind in der Planung und werden im Laufe des Jahres angekündigt.

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Brühl | Politik & Wirtschaft

Ralf Bauer zum ersten Vorsitzenden gewählt

Harald Zeyen

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Der neugewählte Inklusionsbeirat bei seiner konstituierenden Sitzung. Foto: Stadt Brühl

Der neue Inklusionsbeirat der Stadt Brühl hat sich konstituiert. In der Sitzung wurde Ralf Bauer zum ersten Vorsitzenden gewählt. Seine Stellvertreterin ist Silke Katzfuß, die ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Der neue Beirat besteht aus sieben Privatpersonen und vier Vertretern von Organisationen, die jeweils Stimmrecht haben. Hinzu kommen beratende Mitglieder der Ratsfraktionen und der Stadtverwaltung.

Sachkundige werden entsandt

Auch wurde bestimmt, welche sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohner aus dem Inklusionsbeirat in die Ausschüsse entsandt werden. Die Vorschläge müssen noch vom Stadtrat bestätigt werden. Dieter Freytag bedankte sich bei allen Beteiligten, die sich mit hohem Engagement eingebracht haben, um dieses Gremium zu etablieren. Die nächste Sitzung des Inklusionsbeirates findet am 30. Juni statt.

Brühl inklusiver gestalten Der Beirat will die Belange aller Menschen mit Handicap aufgreifen, um Brühl inklusiver zu gestalten. „Der Weg zu mehr Teilhabe aller Menschen in Brühl ist geebnet“, ist sich Bürgermeister Dieter Freytag sicher. Wer ein Anliegen rund um dieses Thema hat, kann sich an den Beirat wenden. Eine entsprechende Emailadresse kann unter https://www.bruehl.de/inklusion.aspx eingesehen werden. Fragen beantwortet auch die städtische Behindertenbeauftragte Ute Palmersheim (02232 794340, upalmersheim@bruehl.de).

Bürgermeister Dieter Freytag (stehend) gratuliert dem neuen Vorsitzenden Ralf Bauer (5.v.r.) und seiner Stellvertreterin Silke Katzfuß (3.v.r.) zu ihrer Wahl. Foto: Stadt Brühl

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