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Mechernich | Freizeit & Kultur

Friedliche „Bannmühle“

Blühender Flieder und neugierige Rinder vor der 270 Jahre alten voll funktionsfähigen Vollemer Mühle.

Redaktion Euskirchen

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Zwei neugierige Rinder vor der alt-ehrwürdigen Vollemer Mühle (Stadt Mechernich). Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Zwei neugierige Rinder vor der alt-ehrwürdigen Vollemer Mühle an einem ganz normalen Werktagmorgen, Donnerstag, 28. Mai 2021. Der Fliederbusch auf der Brücke in den Innenhof blüht lilafarben, das Wasserrad der alten „Bannmühle“ für Urfey, Vollem, Kallmuth sowie Teile von Dottel und Keldenich an der Stirnseite des Mühlengebäudes steht schon seit langem still.

109 Einwohner hat das idyllische Dorf im Feybachtal, die Gastronomie Helene Kronenberg war im ganzen Stadtgebiet und darüber hinaus berühmt, nicht zuletzt wegen der hervorragenden Küche und den tollen Möglichkeiten für Familienfeiern. Zurzeit hat sie geschlossen.

Das Tal und die umgebenden Hügelketten bieten vielfältige Wandermöglichkeiten, die 270 Jahre alte, voll funktionsfähige Wassermühle ist das Schmuckstück innerhalb des überschaubaren Häuserensembles. „Bannmühle“ bedeutet übrigens, dass die Einwohner der genannten Dörfer früher ihr Mehl dort mahlen lassen mussten.

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Pünders Mühle am Glehner „Bösch“

Historisches Gebäude diente früher dem Betrieb eines Erzpochwerks und der Bleiverhüttung.

Redaktion Euskirchen

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Prächtig vor der Kulisse mächtiger Eichen erhebt sich die Pünders Mühle oder „Viermühle“ im Rotbachtal bei Bleibuir. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Prächtig vor der Kulisse mächtiger Eichen erhebt sich die Pünders Mühle am Glehner „Bösch“ oder „Viermühle“ im Rotbachtal bei Bleibuir. Das teils aus Bruchsteinen, teils auch Backsteinen und Fachwerk errichtete Wohnhaus und Mühlengebäude geht auf das 17. Jahrhundert zurück.

Ob es ursprünglich dem Getreidemahlen diente wie die etwas näher an Bleibuir liegende „Blenser Mühle“, ist unbekannt. Laut Nachforschungen des verstorbenen Bleibuirer Heimatforschers Franz-Josef Hahn erwarb der Zülpicher Bürgermeister Hermann Josef Hall die Mühle um 1800 und machte die „Glehnerbuschhütte“ daraus, einen Pochhammer zur Zerkleinerung des Bleierzes und Bleischmelze.

1802 erwarb der Wallenthaler Bergbauunternehmer Johann Reinartz die Poch- und Schmelzhütte und vergrößerte sie noch. Die Glehner Landwirte waren gegen den Betrieb – die ausgewaschenen Sande wurden vom Rotbach mitgenommen und verdarben weiter bachabwärts die Äcker. Vermutlich kam es auch zu Fällen von Bleivergiftung beim Vieh.

Später gelangte die Mühle in den Besitz der Lückerather Landwirts- und Unternehmerfamilie Pünder, die möglicherweise dort auch das Getreide für ihre Lückerather Vier Brauerei schroteten und mälzten.

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Mechernich | Freizeit & Kultur

Mechernich hat einen neuen hauptamtlichen Kirchenmusiker

Redaktion Euskirchen

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Der neue Mechernicher Kirchenmusiker Erik Arndt mit Rendantin Gerda Schilles und Pfarrer Erik Pühringer an der Kirchenorgel von St. Johannes Baptist. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Erik Arndt (42) aus Kommern ist neuer hauptamtlicher Kirchenmusiker in der GdG St. Barbara Mechernich. Er löst den jahrzehntelang in Roggendorf, Strempt, Mechernich und anderen Kirchen tätigen Rainer Pütz (66) ab, der nach zahllosen Operationen zum Jahreswechsel ausgeschieden ist.

Erik Arndt wird zum 1. Mai Organist und Leiter der Kirchenchöre und des Kinder- und Jugendchors in der Gemeinschaft der Gemeinden. Er bleibt auch Leiter des Chores an der Eifelbasilika Steinfeld, eine Aufgabe, die ihm 2019 von Chorgründer Hans-Peter Göttgens und Pfarrer P. Wieslaw Kaczor SDS übertragen worden war. Er ist auch Intendant des Eifeler Musikfestes.

Erik Arndt besuchte in Mechernich Katholische Grundschule und Gymnasium am Turmhof, von wo aus er bereits parallel zur Oberstufe am Aachener Gregoriushaus Kirchenmusik studierte und sein C-Examen machte. Dort belegte er nach dem Abitur die Fächer Orgel, Improvisation und Chorleitung bis zum B-Examen. Seinen Ernährungsberuf als Pharmazeutisch-Technischer Assistent (PTA) erlernte Erik Arndt in Bonn.

Mitbewerber aus Venezuela

Er hat ihn zugunsten einer Profikarriere als Musiker inzwischen aufgegeben. Arndt arbeitet mit der Opernsängerin Anna-Maria Kaufmann zusammen, mit der er 2020 eine Tournee durch ganz Deutschland plante („Classic Proms“) mit Auftritten unter anderem in Aachen, Düsseldorf Berlin, Leipzig, Vogelsang, Trier, Bern, Innsbruck und München, die aber wegen Corona abgesagt wurde.

Auf die Nachfolge von Rainer Pütz, der über 40 Jahre im Kirchendienst war und seit 20 Jahren Chefmusiker, bewarben sich eine ganze Reihe anderer Organisten, darunter ein Venezuelaner, der sich aus der equadorianischen Hauptstadt Quito via Internet um die Organistenstelle in der Eifel bewarb.

Erik Arndt soll sich neben der musikalischen Gestaltung der Heiligen Messen und Gottesdienste sowie der Chorarbeit auch um die Fortbildung seiner C-Musiker-Kollegen kümmern, die weiterhin in den Kirchen der mehr als ein Dutzend Pfarrgemeinden umfassenden GdG Orgel spielen und Chöre leiten. Dabei handelt es sich um Willibald Marek, Stefan Weingartz, Dominik Bützler, Axel Wilberg (A-Examen für katholische Kirchenmusik) und Josef Bierth.

Erik Arndt, der vor dem Chor an der Basilika Steinfeld unter anderem Kirchenchor Kreuzweingarten, MGV Hürth, Sängerkreis Euskirchen und den Chor der evangelischen Christuskirche Zülpich leitete, übernimmt am Bleiberg die Kirchenchöre Mechernich, Vussem/Breitenbenden und Holzheim sowie den Kinder- und Jugendchor Mechernich. Wenige Tage vor seinem Dienstantritt am 1. Mai unterzeichnete Erik Arndt, der Vater eines Sohnes, jetzt seinen unbefristeten Vollzeit-Anstellungsvertrag gemeinsam mit seinem Chef, Pfarrer Erik Pühringer, und der Rendantin Gerda Schilles. Seine erste Messe soll er am 1. Mai in Vussem spielen – sofern Corona ihm keinen Strich durch die Rechnung macht.

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Traditionelles Georgsfest soll 2021 wieder begangen werden

Redaktion Euskirchen

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Altabt Albert Altenähr OSB von Kornelimünster als Festprediger, rechts neben ihm Pfarrer Erik Pühringer

Der St. Georgsritt am 1. Mai hat in Kallmuth eine lange Tradition. Nachweislich zog bereits 1666 eine Prozession zum Freiluft-Gottesdienst am Georgspütz zwischen Vollem und Urfey, seit 1953 auf Initiative von Pfarrer Eugen Kranz in Form einer Reiterprozession.

Nach einjähriger Corona-Zwangspause soll das Georgsfest am 1. Mai 2021 wieder begangen werden, aber einstweilen noch ohne Prozession und die anschließend übliche Beköstigung mit Platzkonzert auf der Festwiese in Kallmuth. Das entschied der Sachausschuss „Sankt-Georgs-Ritt“ Ende März in seiner Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Kallmuth. Bestritten werden soll die Eucharistiefeier mit eigenem Mechernicher Seelsorgepersonal.

Der für 2020 beim ausgefallenen Georgsritt vorgesehene Festprediger Pater Wieslaw Kaczor vom Kloster Steinfeld hat bereits für den 1. Mai 2022 zugesagt, wenn der Georgsritt im Wallfahrtsort Kallmuth hoffentlich wieder auf althergebrachte Weise als großes Fest Eifeler Volksfrömmigkeit begangen werden kann.

Internationales Flair auch in diesem Jahr

Pfarrer Erik Pühringer wird am 1. Mai 2021 der Hauptzelebrant sein, Diakon Manni Lang der Festprediger. Für internationales Flair am Altar sorgen außerdem Pfarrer Dr. Innocent Dim aus Nigeria von der GdG St. Barbara und Father Mathew Varughese aus Indien von der Communio in Mechernich.

Die Gottesdienstteilnehmer und Reiter kommen jeder auf eigenen Fuß- oder Reitwegen in einer Art unorganisierter Sternwallfahrt zum Georgspütz, eine Prozession wie sonst vom Kirchdorf Kallmuth zum Georgspütz und zurück findet nicht statt.

Auch eine Bewirtung der Pilger auf der Festwiese am Ortseingang Kallmuth entfällt wegen der Pandemie. Eine Segnung der Pilger, Reiter und Pferde ist aber vorgesehen.

Auf dem weitläufigen Wiesen- und Weidengelände gelten alle am 1. Mai gültigen Abstandsregeln, Sicherheitsvorschriften und Hygienemaßnahmen, über die Ordner wachen. Für die Pferde wird ein separater Sektor mit einem aufgespannten Seil markiert, wie das auch in normalen Jahren der Fall ist.

Pfarrer Pühringer: „Da uns die am 1. Mai geltenden Corona-Bestimmungen heute noch nicht bekannt sind, könnten diese eventuell zu einer kurzfristigen Absage der Festmesse führen. In jedem Fall ist das für diesen Gottesdienst erstelle Hygienekonzept einzuhalten, das heißt FFP 2 oder medizinische Masken tragen, Einhalten des Abstands auf der Wiese und Angabe der Adresse zur Rückverfolgung im Falle einer Coronaerkrankung eines Gottesdienstbesuchers.“

Damit sich die Leute auf eventuell aufgestellten Bänken und Stühlen nicht zu nahe kommen, muss jeder Gottesdienstteilnehmer seine eigene Sitzgelegenheit mitbringen und in ausreichender Entfernung zu seinen Nachbarn aufstellen. Erik Pühringer: „Bei gutem Wetter kann man ja auch einfach eine Decke aufschlagen wie beim Familienpicknick“.

Mitstreiter schon jetzt für 2022 melden

Der „Sachausschuss St. Georgsritt“ sucht Frauen und Männer, die den jährlich stattfindenden St. Georgsritt in Zukunft mit planen und unterstützen. Das gilt auch für Leitungsfunktionen. Bei der Einarbeitung und auch darüber hinaus stehen der langjährige Vorsitzende Robert Ohlerth und der kommissarische Vorsitzende Gerhard Mayr-Reineke auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Ebenfalls werden für die Zukunft Mitstreiter und Helfer gesucht, die am Veranstaltungstag oder davor und danach helfen und eine der vielen anfallenden Aufgaben übernehmen. Wer sich, wie auch immer, engagieren möchte, soll sich bereits jetzt im Mechernicher Pfarrbüro der GdG St. Barbara telefonisch unter 02443/8640 melden. Sie werden dann zu einem Planungsgespräch für 2022 im Spätsommer 2021 eingeladen.

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Traditionelles Osterkonzert des Musikvereins Bleibuir fällt aus

Redaktion Euskirchen

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Musikverein Bleibuir vor seinem Probenlokal. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Das traditionsreiche Osterkonzert des Musikvereins Bleibuir muss aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Das teilte der Vorsitzende Michael Kesternich mit. Das Konzert, das seit der Nachkriegszeit traditionell am Ostersonntagabend aufgeführt wird, hätte 2021 zum 66. Mal stattgefunden. Die Musiker konzertieren seit Schließung des Eifeler Hofs mit Dorfsaal in Bleibuir seit mehr als 20 Jahren in der Jugendhalle Bergbuir.

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