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Brühl | Leben & Menschen

Kunstauktion für Obdachlose

Brühler Künstlerin versteigert ihr Werk.

Harald Zeyen

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In der Stadtbücherei ist derzeit ein Acrylgemälde der Künstlerin Claudia Haskell mit einem Begleittext von Hannah Zwischenberger zu sehen. Das Werk wird auf Ebay zugunsten der Arbeit für obdachlose Menschen versteigert. 

Claudia Haskell ist 37 Jahre alt und wohnt mit ihrem Mann und einem fünfjährigen Sohn in der Schlossstadt Brühl. Die Autodidaktin arbeitet in der Verwaltung in der Pflegebranche. 

Wie kam die Idee zustande?
 

Haskell sah einen TV-Bericht über die negativen Folgen der Coronakrise für verschiedene Bevölkerungsgruppen, darunter auch Obdachlose. „Ihr Schicksal hat mich berührt und ich wollte lokal in meiner Stadt helfen“, sagt Haskell. Anstatt einen Geldbetrag zu spenden, kam ihr der Gedanke zu einem selbst gemalten Bild. Ihr Ziel: Mehr Erlös erzielen zu können für einen Verein, der obdachlose Menschen unterstützt.

Verschiedene Thematiken

Eine Woche dauerte es, bis das Bild fertig war. Es trägt den Titel „Was ist mit uns?“ und will mit den Passanten und Passantinnen in einen Dialog treten. In ihrem Atelier sind weitere Gemälde von Haskell mit verschiedenen Thematiken entstanden. Darunter auch das Leiden der Kinder in der Corona-Pandemie sowie die Einsamkeit und Isolation im Lockdown. „Diese Bilder befinden sich in meiner Galerie unter www.haskellart.com zur Ansicht. Eventuell wird es in Zukunft noch weitere Auktionen geben, welche auch andere Hilfsprojekte unterstützen“, kündigt die Künstlerin an.

Stadtbücherei wieder geöffnet

Übrigens: Ab Dienstag, 8. Juni ist die Stadtbücherei Brühl wieder geöffnet. Recherche, Arbeiten oder Lernen und Lesen sind aber noch nicht erlaubt. Ebenso können PCs und Kopierer aus Sicherheitsgründen nicht genutzt werden. Für alle Besucher:innen besteht in den Räumlichkeiten Maskenpflicht. Ebenso muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Der Zutritt ist auf zehn Personen in der Erwachsenenbibliothek und sechs in der Kinder- und Jugendbibliothek begrenzt. Aktuelle Informationen und Änderungen finden Interessierte unter bib.bruehl.de.

Brühl | Leben & Menschen

„Jugend musiziert 2021“ per Video

Konzerte der Preisträger am 26. Juni.

Harald Zeyen

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Julia Spehl, Kolja Arnold und Helene Caspar (v.l.) überzeugten die Jury beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ auf Bundesebene. Fotomontage: KuMS

„Jugend musiziert 2021“ fand in diesem Jahr unter ganz besonderen Umständen statt. Per Video wurde der Wettbewerb auf Landesebene und auch im Bundeswettbewerb ausgetragen.

Drei Teilnehmende der Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl waren in der Endrunde höchst erfolgreich. Julia Spehl (Blockflöte) mit 22 Punkten und Helene Caspar (Klarinette) mit 23 Punkten schafften auf Bundesebene einen herausragenden 2. Preis. Und Kolja Arnold erspielte sich auf der Klarinette mit der Höchstpunktzahl von 25 Punkten einen 1. Preis.

Erfolge auf Landesebene

In der Altersstufe II gab es im Mai die noch ausstehende Bewertung für die weitergeleiteten Schüler auf Landesebene. Hier konnte Gregor Thelen (Blockflöte) einen ausgezeichneten 2. Preis mit 20 Punkten erzielen. Caterin La Flata (Violine) und Nicola La Flata (Klavier) schafften sogar 21 Punkte und den 2. Platz. Die weiteren Preisträger sind Martje Pohl, Leonie Müller, Merle Koch, Paul Mölleken, Tim Bökamp, Sarah Mein, Helene Caspar, Ina Thierkopf, Rabea Mein, Tessa Bökamp und Sarah Moritz.

Damit konnte die Kunst- und Musikschule (KuMS) mit insgesamt 20 Preisträgerinnen und Preisträgern den Wettbewerb sehr erfolgreich beenden. 18 davon im Landeswettbewerb und drei sogar auf Bundesebene.

Konzert im kleineren Kreis

Aufgrund der sich günstig entwickelnden Inzidenzen für den Rhein-Erft-Kreis finden zwei Preisträgerkonzerte im kleineren Kreis statt. Und zwar im Konzertsaal der KuMS am Samstag, 26. Juni um 12:00 und um 14:00 Uhr. Die geladenen Jugend-musiziert-Teilnehmenden werden jeweils mit einer Begleitperson dabei live auftreten. Sie präsentieren jeweils einen Beitrag aus ihren Wettbewerbsprogrammen mit Werken des Barocks bis zur Moderne.

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Brühl | Leben & Menschen

Löw-Elf nur Außenseiter

Eine EM-Euphorie ist aktuell auch in Brühl noch nicht zu spüren.

Harald Zeyen

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Der Brühler Jozsef Farkas, Trainer mit A-Lizenz bei Wesseling-Urfeld, gibt sich nicht sehr optimistisch zum Abschneiden der deutschen Mannschaft bei der EM. Foto: Petra Grau

Die 16. Fußball-Europameisterschaft wird vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 in zehn europäischen Städten und einer asiatischen Stadt (Baku) stattfinden. Wie schon 2016 werden 24 Nationalmannschaften an der Endrunde teilnehmen.

Turnier kann endlich stattfinden

Das Turnier sollte eigentlich im Sommer 2020 stattfinden, wurde aufgrund der Corona-Pandemie aber um ein Jahr verschoben. Die beiden Halbfinale und das Finale werden im Wembley-Stadion in London ausgetragen. In Deutschland finden drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale in der Münchner Allianz-Arena statt.

Pub Viewing statt Public Viewing

Nach dem Lockdown erwartet die Brühler Gastronomie wegen der EM-Übertragungen einen größeren Zulauf. Diverse Gaststätten stellen große TV-Bildschirme auf, auf denen die Spiele im „Pub-Viewing“ erlebt werden können. Ein „Public Viewing“ wird es in Brühl wegen den (noch) geltenden Corona-Einschränkungen nicht geben.

Die deutsche Nationalelf – auf Platz 12 der Weltrangliste – erwischte die wohl schwerste Gruppe. In der Gruppe F trifft sie auf Frankreich (Rang 2), Portugal (5) und Ungarn (37). Auf dem Papier ist die Löw-Truppe damit nur Außenseiter. Zum Auftakt geht es gegen Weltmeister und Turnierfavorit Frankreich (15.6., 21 Uhr, ZDF). Anschließend trifft Deutschland auf Titelverteidiger Portugal (19.6., 18 Uhr, ARD). Im letzten Gruppenspiel wartet Ungarn (23.6., 21 Uhr, ZDF).

Der Brühler Fußballtrainer Jozsef „Jupp“ Farkas hat BRUEHL.report seine Expertenmeinung gesagt. Für den ehemaligen Spieler, u.a. bei Bayer Leverkusen, SC Brühl und Wesseling, gilt es, die Vorrunde zu überstehen. „Wenn dies klappt, sehe ich gute Chancen“, sagt er. Trotzdem ahnt er nichts Gutes. „Wir haben keinen vernünftigen Stürmer, sind nur in der Mitte groß. Ich glaube, dass die hohe Niederlage gegen Spanien noch sehr in den Köpfen steckt“, fügt er an. Spanien sei auch sein persönlicher Favorit für den Titel.

Auch eine kleine Umfrage von BRUEHL.report in der Brühler Innenstadt ergab ähnliche Meinungen. Eine Euphorie wie bei früheren Fußball-Großereignissen war bei keinem bzw. keiner zu spüren. Für alle Befragten ist die Vorrunden-Gruppe der Deutschen die größte Herausforderung. Ein schnelles Ausscheiden wie noch bei der WM 2018 halten jedoch alle für nicht wahrscheinlich.

Wie sieht die Wunschelf aus?

Mit den Wortführern Neuer, Hummels, Rüdiger, Kimmich und Müller steht das Gerüst der EM-Startelf. Offen ist noch die Besetzung der Außenverteidiger-Positionen, wo sich Robin Gosens und Marcel Halstenberg auf links und Lukas Klostermann und Matthias Ginter auf rechts duellieren. Im Mittelfeld-Zentrum dürften neben Kimmich – je nach Gesundheitszustand – Leon Goretzka oder Toni Kroos gesetzt sein. Im Angriff wirbelt Müller als Zehner hinter der falschen Neun Serge Gnabry. Auf den Außenbahnen sollen Leroy Sané und Kai Havertz für geniale Momente sorgen. Und so sieht die Wunschelf von BRUEHL.report aus: Neuer, Ginter (Klostermann), Rüdiger, Hummels, Halstenberg (Gosens), Kimmich, Kroos, Havertz, Müller, Sané, Gnabry.

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Beruflich neu durchstarten

Zoom-Coaching mit Barbara Voss zur Neuorientierung.

Harald Zeyen

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Brühlerinnen, die sich nach Corona beruflich neu orientieren möchten, erhalten demnächst wieder Hilfe und wichtige Impulse. Foto: Pixabay

Barbara Voss bietet demnächst ein kostenfreies Zoom-Coaching für Frauen an, die nach Corona beruflich neu durchstarten wollen. Dabei sollen entscheidende Impulse gewonnen werden, um Barrieren bei der beruflichen Orientierung zu überwinden.

Zu dem Vormittag lädt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Brühl, Antje Cibura, ein. Barbara Voss ist seit vielen Jahren erfolgreich als Coach zu Themen wie Berufsrückkehr, Mobbing, Selbstwert, Burnout und Zeitmanagement. Die Informationsveranstaltung findet am Mittwoch 16. Juni von 9 bis 12 Uhr via Zoom statt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einem kostenlosen Einzelberatungstermin, ebenfalls via Zoom (Voranmeldung erwünscht; Anmeldungen: bvoss@bv-communication.de. Rückfragen werden unter 02232 792250 beantwortet.

Entscheidender Impuls

Welche Frau kennt das Gefühl nicht? Ich will, muss oder möchte nach einer Familienphase, persönlichen Auszeit oder einer Corona bedingten Kündigung beruflich wieder durchstarten. Oder ich möchte mich beruflich neu aufstellen und weiß noch gar nicht so genau, wie das funktionieren soll. Oftmals fehlt der Mut oder man benötigt einfach nur noch den entscheidenden Impuls.

Unter dem Motto „Richtig informieren – ausreichend motivieren – erfolgreich zurück in den Beruf“, können Frauen ihre berufliche Entwicklung voranzutreiben. „Immer wieder eine runde Sache“, so Antje Cibura. „Wir wollen am Ball bleiben und gerade in diesen Zeiten den Frauen helfen, im Erwerbsleben wieder Fuß zu fassen“, freut sich auch Bürgermeister Dieter Freytag.

Netzwerke knüpfen

Übrigens: Wöchentlich treffen sich die Frauen zum Zoom-Meeting, um Neues auszuprobieren, sich auszutauschen und Netzwerke zu knüpfen. Das für die Teilnehmerinnen entwickelte Programm besteht aus insgesamt sechs Terminen mit vielfältigen Informationen.

Los geht es am 23. Juni mit der Auftaktveranstaltung mit Barbara Voss. Es folgt am 30. Juni das Thema „Wie beuge ich vor und wie sichere ich mich ab?“. Referentin ist  Gabriela Schulze-Hürter, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht.

Die weiteren Termine: 7. Juli, „Wie bewerbe ich mich richtig?“ mit Referentin Barbara Voss; 18. August, „Gewappnet und rechtssicher! Was muss ich bei der Berufsrückkehr wissen?“, Referentin Nushin Rajabi, Fachanwältin für Arbeitsrecht; 25. August, „Weiterbildungschancen ergreifen oder nicht? Welche Unterstützung kann mir die Arbeitsagentur geben?“, Referentin: Sandra Schmitz, Agentur für Arbeit; 1. September, „Wie setze ich mich ins richtige Licht und wie überzeuge ich?“, Fotografin: Katrin Lübeck (15 Euro).

Da die Plätze begrenzt sind, wird um verbindliche Anmeldung per Email: bvoss@bv-communication.de oder unter: 02232 792250 gebeten.

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Brühl | Leben & Menschen

Führerscheine bis 2033 umtauschen

Sechs Jahrgänge sollten bald tätig werden.

Harald Zeyen

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Der bisherige Scheckkarten-Führerschein muss in den kommenden Jahren umgetauscht werden. Foto: Wilfried Pohnke

Rund 43 Millionen Führerscheine müssen ab 2022 in fälschungssichere Exemplare umgetauscht werden. Als erste sind die Geburtsjahrgänge von 1953 bis 1958 dran. Unser BRUEHL.report-Mitarbeiter Harald Zeyen hat sich auf die Reise in die geltenden Regeln und behördlichen Vorgaben begeben. Er ist als 1954er-Jahrgang selbst betroffen.

Wann genau man umtauschen muss, ist in Fristen-Tabellen geregelt. Geburtsjahrgänge vor 1953 können sich noch lange Zeit nehmen, denn ihre Umtauschfrist endet am 19. Januar 2033.

Noch 2021 tätig werden

Die Geburtsjahrgänge von 1953 bis 1958 sollten noch in diesem Jahr tätig werden (Frist bis 19.1.2022). Die weiteren Jahrgänge staffeln sich dann in drei Jahre: 1959 bis 1964 – 19.1.2023, 1965 bis 1970 – 19.1.2024 und 1971 und später – 19.1.2025.

Alle Führerscheindokumente mit Ausstellungsjahr ab 1. Januar 1999 müssen jeweils bis zum 19. Januar wie folgt umgetauscht werden: 1999 bis 2001 (2026), 20002 bis 2004 (2027), 2005 bis 2007 (2028), 2008 (2029), 2009 (2030), 2010 (2031), 2011 (2032) und 2021 bis 2013 (2033).

Fälschungssicherheit und Einheitlichkeit

Es geht um gewaltige Zahlen. Etwa 15 Millionen Papier-Führerscheine sowie rund 28 Millionen Scheckkartenführerscheine müssen umgetauscht werden. Dieser Prozess muss bis zum 19. Januar 2033 abgeschlossen sein.

Der Hintergrund der Umtauschaktion: Führerscheine sollen künftig EU-weit fälschungssicher und einheitlich sein. Außerdem sollen alle Führerscheine in einer Datenbank erfasst werden, um Missbrauch zu vermeiden.

Bei vielen älteren Autofahrern noch im Besitz: Der gute alte Papierführerschein / Foto: Steffen L.

In Deutschland regelt ein Gesetz, in welcher Reihenfolge Autofahrer ihren Führerschein umtauschen müssen. Wer wann dran ist, regelt ein zeitlicher Stufenplan. So sollen eine Überlastung der Behörden und lange Wartezeiten vermieden werden.

Umtausch erfolgt ohne Prüfung

So funktioniert es: Sie gehen zu Ihrer Führerscheinstelle und stellen dort einen Antrag auf Umtausch Ihrer Fahrerlaubnis für Motorrad- und Pkw-Klassen. Ohne Prüfung oder Gesundheitsuntersuchung. Übrigens: Der Umtausch ist verpflichtend. Wer weiter mit seinem alten Pkw- oder Motorrad-Führerschein fährt und die Frist verstreichen lässt, riskiert ein Verwarnungsgeld von zehn Euro. Wichtig: Man begeht jedoch keine Straftat – anders ist das bei Lkw- und Bus-Führerscheinen. Aber im Ausland kann man große Probleme bekommen, wenn man nach Ablauf der Umtauschfrist weiter mit seinem alten „Lappen“ unterwegs ist.

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Brühl | Leben & Menschen

Menschen genießen neue Freiheit

Außengastronomie in Brühl hat wieder geöffnet

Harald Zeyen

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Bei schönem Wetter nutzten viele Menschen die Öffnung der Außengastronomie in Brühl. Foto: Harald Zeyen

Seit wenigen Tagen dürfen die Brühler Gastwirte:innen wieder Gäste in ihrem Außenbereich empfangen. Die Freude darüber ist in der ganzen Stadt zu spüren. Auch Petrus hat seinen „Lockdown“ beendet und schickte rechtzeitig heiteres Frühsommer-Wetter zu.

Möglich machte die Lockerung, dass der Inzidenzwert im Kreis dauerhaft über mehrere Tage unter 100 gefallen ist. Allerdings müssen die Gäste einen aktuellen Negativtest vorlegen. Zudem gilt laut Stufe 3 der Schutzverordnung eine Platzpflicht. Dies haben viele Brühlerinnen und Brühler in Kauf genommen und die neu gewonnene Freiheit genutzt.

Ansturm in den ersten Tagen

Maria Petridou, Chefin des Brauhauses „Brühler Hof“, ist glücklich: „Wir sind überwältigt von dem Ansturm in den ersten Tagen. Alle haben Verständnis, dass sie einen Negativtest vorlegen müssen. Wer keinen hatte, den haben wir in die nahe gelegenen Testzentren geschickt. Und alle sind wiedergekommen.“

Es sei ein ganz besonderes Gefühl, endlich wieder bei einem Glas Kölsch und leckerem Essen die Zeit zu genießen, meinte ein Gast. „Darauf haben wir nun über sechs Monate gewartet“.

„Fußball ohne Tore“

Auf die Frage, wie sie die Zeit „gastronomisch“ überbrückt haben, sagen viele, man habe sich das Essen in seinem Lieblingslokal bestellt und anschließend abgeholt. „Aber das war wie Fußball ohne Tore“, meint ein Besucher lächelnd. Einige nutzten auch die neue Hiero Brühl App, die es ermöglicht, über den Button „Brühl liefert: Gastro“ sein Essen zu bekommen. Entweder durch Selbstabholung oder einen Lieferservice.

Inzidenz unter 50

Aktuell, genauer gesagt seit dem 3. Juni, gilt im Rhein-Erft-Kreis sogar die Stufe 2 der Corona-Schutzverordnung. Inzwischen liegt der Wert dauerhaft zwischen 50 und 35,1. Tendenz fallend. Nicht relevant ist der Wert in Brühl von rund 68 (Stand 4. Juni), der die Spitzenposition im Kreis bedeutet. Das heißt für die Gastronomie, dass kein Test für den Außenbereich mehr nötig ist. Für das Innere der Lokale und Restaurants gilt weiterhin ein negatives Testergebnis und Platzpflicht.

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Parents for Future

Danja Seidel-Beilmann und Andreas Fertig beginnen ihr Amt.

REGIONAL.report Redaktion

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v.l.n.r.: Bürgermeister Dieter Freytag, Danja Seidel-Beilmann, Andreas Fertig / Foto: Stadt Hürth

Unter Einhaltung aller Corona Schutzbedingungen starteten Danja Seidel-Beilmann und Andreas Fertig ihren Antrittsbesuch als Verantwortliche der neu gegründeten Brühler Initiative „Parents for Future“ bei Bürgermeister Dieter Freytag.

Hierbei wurden aktuelle Bauprojekte auf ihre Auswirkungen auf das Brühler Klima diskutiert und Möglichkeiten der Klimaneutralität vertieft. Die Perspektiven des Phantasialandes wurden dabei ebenfalls besprochen.

Das Brühler Klima steht ganz weit oben

Den Parents for Future ist sehr daran gelegen, selbst in Sachen Klimaschutz aktiv zu werden. Hierzu gibt es konkrete Vorstellungen zur Anlage von Hochbeeten, für welche Parents for Future bereit wäre, die Bepflanzung und regelmäßige Pflege zu übernehmen, aber auch Patenschaften Brühler Bürger Gruppen oder Schulklassen denkbar wäre. Bürgermeister Freytag ist über die Aktivitäten der „Parents“ sehr erfreut und weist darauf hin, dass derartiges bürgerschaftliches Engagement auch in dem neu zu bildenden Klimarat eingebunden werden soll.

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Gedankengänge eines Pädogogen

Erstes Buch von Johannes Schmitz-Sauermann

Harald Zeyen

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Der "Neuautor" Johannes Schmitz-Sauermann / Foto: privat

Der Brühler und langjährige Pädagoge am Max Ernst-Gymnasium Johannes Schmitz-Sauermann hat sein erstes Buch veröffentlicht. Sein Titel lautet „Von allen Dingen das Maß ist der Mensch“.

Das Erstlingswerk ist ab sofort in der Buchhandlung Brockmann erhältlich. In deren Reihe „Brühler Autoren“ sowie beim Brühler Autorenfestival 2022 sind Lesungen mit dem Autor geplant.

Über die Intention zu seinem Buch schreibt der Autor: „Was tun im Ruhestand? Da gibt es doch viele Möglichkeiten: vom Ehrenamt und bürgerschaftlichem Engagement über Sport, Reisen, Kunst, Kultur, Familie bis hin zu dem, was man immer schon mal vorhatte zu tun.“

Gedächtnis auf Urlaub

Manchmal entdeckte er auch völlig neue Facetten an sich, die zu unerwarteten Liebhabereien führen. Bei ihm war es auf einmal das Wiederlesen von Büchern aus dem Studium und neue Lektüren vor allem zur Philosophie. Da sein Gedächtnis, seit er denken kann, gerne mal Urlaub macht, habe er angefangen, Zusammenfassungen und Kommentare niederzuschreiben. Daraus entwickelten sich immer mehr verästelte Gedankengänge, die dann doch irgendwie wieder zusammen gebracht werden mussten.

Essay als Form

„Jedenfalls war es nicht mein Ehrgeiz, eine Art Zettelkasten mit lose nebeneinander liegenden Quellen und Notizblättern aufzubauen. Vielmehr wollte ich eine zusammenhängende Darstellung finden“, so Schmitz-Sauermann. „Als Form bot sich ein Essay an, der keinen strengen Aufbau verlangt und dem Schreiber Gestaltungsspielraum lässt.“

Nachdem er schon mehrere hundert Seiten beisammen hatte, eröffnete sich unverhofft eine Chance über die wbg (Wissenschaftliche Buchgemeinschaft). Diese bewarb ein neues Publikationsformat und ermunterte hierfür Schreiblustige, Dozenten oder Doktoranden. Schmitz-Sauermann: „Also fasste ich Mut und legte das Inhalts- und Literaturverzeichnis mit einer kleinen beruflichen Biografie bei. Wenige Tage später wurde ich um eine Leseprobe gebeten, und dann ging alles recht flott.“ 

Der aktuelle Buchtitel von Johannes Schmitz-Sauermann / Foto: privat

Trotz Fachlichkeit gut lesbar

Innerhalb eines halben Jahres kürzte der Autor das bisher Geschriebene auf die Hälfte. Das Buch sollte nicht zu umfangreich und trotz seiner Fachlichkeit noch gut lesbar bleiben. „Die weitere Arbeit, die nun viel konzentrierter erfolgen musste, war ausgesprochen kurzweilig und befriedigend. Man lernt eben auch aus Büchern vieles über sich und die Welt“, so Johannes Schmitz-Sauermann abschließend.

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Viel Grün für die Brühler Innenstadt

Pflanzpyramiden bieten Heimat für Insekten

Harald Zeyen

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Pyramiden aus Pflanzen stehen jetzt während des Sommers an verschiedenen Standorten der Brühler Innenstadt. Foto: Harald Zeyen

Seit einigen Tagen präsentiert sich die Brühler Innenstadt mit mehr Grün. An verschiedenen Standorten wurden Pflanzpyramiden aufgestellt.

Die farbenfrohen Blickfänger stehen von Anfang bis zum Ende der Sommersaison Mitte Oktober in prächtiger Blüte und bringen somit ein einzigartiges Stück Naturpracht in die Einkaufsstraßen.

Insektenfreundlich bepflanzt

Die Pflanzpyramiden wurden punktuell an 13 Standorten auf der Kölnstraße, auf dem Markt, dem Steinweg, der Uhlstraße und auf dem Franziskanerhof platziert. Die blühenden Arrangements sind insektenfreundlich bepflanzt und bieten Bienen und anderen nützlichen Helfern Nahrung und einen Lebensraum. Bürgermeister Dieter Freytag meint: „Gleichzeitig wird das Stadtbild optisch aufgewertet und heißt die Bürger:innen sowie Besucher:innen von außerhalb herzlich willkommen. Nachhaltigkeit und Erscheinung gehen hier also Hand in Hand.“

Aspekt „Lebendigkeit“

Die Maßnahme ist Teil des Konzepts  für eine „zukunftsfähige Brühler Innenstadt“ des städtischen Citymanagements der Wirtschaftsförderung. Im Zentrum des Konzepts steht der Aspekt „Lebendigkeit“, der künftig in alle Maßnahmen einfließen und erlebbar gemacht werden soll. Zielgerichtet sollen dafür unter anderem Maßnahmen zur Steigerung des Erlebniswert angestoßen werden, immer in Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren der Brühler Innenstadt. Rückfragen zum Thema beantwortet das Citymanagement der Stadt Brühl unter 02232 794015 (Mail: citymanagement@bruehl.de).

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Brühl | Leben & Menschen

Kierberger Turnhalle kann saniert werden

Bund stellt über 500.000 Euro zur Verfügung

Harald Zeyen

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In den kommenden Tagen erhält die Stadt Brühl den Förderbescheid für die Sanierung der Turnhalle in Kierberg. Foto: Harald Zeyen

Die Sanierung und Modernisierung der Turnhalle der Regenbogenschule in Kierberg wird mit 504.900 Euro aus dem Bundeshaushalt gefördert. Das Geld stammt aus dem Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“.

Diese gute Nachricht überbrachte der Bundestagsabgeordnete Detlef Seif der Stadt Brühl. Seif: „Das Förderprogramm ist sehr gefragt und die Anträge übersteigen die zur Verfügung stehenden Mittel um ein Vielfaches. Umso mehr freut es mich, dass Brühl mit seinem Antrag den Zuschlag bekommen hat und mein Werben für das Projekt erfolgreich war. Die Stadt wird in Kürze einen Förderbescheid erhalten.“ 

Dringlichkeit deutlich gemacht

Seif hatte die Dringlichkeit der Maßnahme gegenüber seinen Bundestagskollegen im Vorfeld deutlich gemacht. Die Gesamtkosten sind mit 1,122 Millionen veranschlagt. Der Bund fördert die Baumaßnahmen nun mit 45 Prozent.

Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ existiert seit 2015. Das Bundesprogramm unterstützt bundesweit Städte und Gemeinden beim Erhalt ihrer sozialen Infrastruktur. Es trägt dazu bei, dem hohen Sanierungsstau in den kommunalen Einrichtungen zu begegnen und dient so dem sozialen Miteinander und Klimaschutz zugleich.

Investive Maßnahmen

Die Umsetzung des Programms erfolgt durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI). Gefördert werden investive Maßnahmen mit besonderer regionaler und überregionaler Bedeutung und sehr hoher Qualität. Im Blickpunkt dabei sind die Wirkungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Integration in der Kommune. Die Förderquote des Bundes beträgt in der Regel 45 Prozent der Projektkosten.

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wellcome-Brühl sucht neue Ehrenamtler

Engel unterstützen Familien

Harald Zeyen

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Symbolbild / Foto: pixabay

Wenn Eltern keine Unterstützung von Familie oder Freunden haben, springen die Ehrenamtlichen von wellcome ein. In Brühl werden dafür dringend neue Helferinnen und Helfer als „wellcome-Engel“ gesucht.

Unbürokratische Hilfe

Mit der Geburt eines Babys wird der familiäre Alltag auf den Kopf gestellt. wellcome bietet moderne Nachbarschaftshilfe für Eltern: Im ersten Jahr nach der Geburt helfen die Ehrenamtlichen für einige Monate ganz unbürokratisch im Familienalltag. So wie es Familie, Freunde oder Nachbarn tun würden. Die Engel gehen mit dem Baby spazieren, damit die Mutter Schlaf nachholen kann. Sie begleiten die Zwillingsmutter zu Arztbesuchen oder spielen mit den Geschwisterkindern. Sie stehen mit Rat und Tat zur Seite oder hören einfach zu. Eine scheinbar kleine Unterstützung – mit großer Wirkung: „Nur zwei Stunden die Woche – für mich waren sie Welt!“, berichtet eine Mutter.

Ehrenamtliches Engagement

Der Ansatz von wellcome verbindet dabei ehrenamtliches Engagement und professionelle Hilfesysteme: Koordiniert wird die Arbeit der Ehrenamtlichen in den Familien von Christine Zurawski. Als Fachkraft begleitet sie die Einsätze und berät zu Angeboten für Eltern, Babys und Familien. Wer gern ein „wellcome-Engel“ werden möchte, meldet sich bei „wellcome Brühl“. Als wellcome-Koordinatorin ist Christine Zurawski erreichbar unter 02232-798000 oder -5044228 (Mail: czurawski@bruehl.de; bruehl@wellcome-online.de).

Die ehrenamtlichen „wellcome-Engel“ bieten wertvolle Hilfe und Unterstützung für Eltern an, die keine Unterstützung haben. Foto: wellcome/Niemann

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