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Finanzen & Versicherungen

In Gold investieren, aber wie?

Überblick: Die Vor- und Nachteile der drei wichtigsten Anlagemöglichkeiten

Themen-Redaktion

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Blick auf die Skyline von Frankfurt: Die Börse der Mainmetropole ist hierzulande der bedeutendste Platz für den Handel mit Gold. Foto: djd/Xetra-Gold/Umicore/PantherMedia/mysokol

Gold gilt nicht nur als Inflationsschutz und sicherer Hafen in Krisenzeiten. Eine Beimischung von bis zu fünf Prozent im Anlegerportfolio kann grundsätzlich eine sinnvolle Diversifikation darstellen. Der Goldmarkt bietet verschiedene Möglichkeiten zu investieren, Anleger können aus einer Vielzahl an Anlageformen wählen: Die wichtigsten Optionen sind Münzen und Barren, Wertpapiere in Form von Goldzertifikaten sowie mit Gold besicherte Wertpapiere (Gold-ETCs) wie Xetra-Gold. Wie man am besten in Gold investiert, hängt vom Anlegertyp ab. Hier eine Übersicht der drei Alternativen:

Goldbarren und -münzen: kostenintensive Flexibilität

Wer sein Gold jederzeit in der Hand halten möchte, kommt um Barren und Münzen nicht herum, erklärt Michael König, Geschäftsführer der Deutsche Börse Commodities. Auf physisches Gold könne man direkt zugreifen. So habe man jederzeit eine individuelle Liquiditätsreserve, was in extremen Krisenzeiten ein wichtiger Vorteil sei. Allerdings führen die im Vergleich zu anderen Investitionsformen in Gold höheren Preisspannen bei An- und Verkauf sowie die laufenden Aufbewahrungskosten – etwa im Safe oder Bankschließfach – zu einer Schmälerung des potenziellen Gewinns, so König.

Gold-ETCs sind zumeist mit physischem Gold abgesichert und verbriefen den Anspruch auf Auslieferung des Gegenwertes in Goldbarren.
Foto: djd/Xetra-Gold/Umicore/Jörg Baumann

Zertifikate: Kurzfristige Investitionsmöglichkeiten mit erhöhtem Anlagerisiko

Wer nach kurzfristigen Anlagemöglichkeiten etwa in Phasen steigender Goldpreise sucht, kann in Goldzertifikate investieren. Diese weisen ein sehr günstiges Kostenprofil auf. Goldzertifikate bilden den Handelspreis des Goldes ab, damit wird jedoch kein echtes Gold erworben. Anleger sind durch das Zertifikat zwar an der preislichen Entwicklung des Edelmetalls beteiligt, werden mit Goldzertifikaten aber nicht Eigentümer von physischem Gold. Zertifikate nutzen häufig Anleger, die Gold als Spekulationsobjekt nutzen möchten.

Gold-ETCs: der goldene Mittelweg

Gold-ETCs, die mit physischem Gold besichert sind, verbinden die Vorteile aus beiden Welten. Zudem lassen sich diese Anteilsscheine an der Börse genauso kosteneffizient und liquide handeln wie Aktien. Bei Xetra-Gold ist das Recht des Anlegers auf Auslieferung von Goldbarren in Höhe seines Investments verbrieft, damit schließt sich die Lücke zum physischen Gold noch weiter, erklärt Michael König. Dies habe für Anleger den großen Vorteil, dass sie sich unter bestimmten Bedingungen ihr Gold ausliefern lassen können. Weitere Informationen zu Xetra-Gold gibt es unter www.xetra-gold.com. Der Kauf von physisch hinterlegten ETCs ist mit Blick auf die Transaktionskosten eine günstige Alternative im Vergleich zum Kauf von Goldbarren oder -münzen, so König.

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Schnelle finanzielle Hilfe bei schlimmer Diagnose

Eine Dread-Disease-Versicherung leistet im Falle einer schweren Erkrankung

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Die Folgen einer schweren Krankheit können über einen erheblichen Zeitraum andauern und die Arbeitskraft der Betroffenen lange einschränken. Oft zu lange, um den gewohnten Lebensstandard halten zu können. Foto: djd/Nürnberger Versicherung/Jupiterimages/Goodshot

Schätzungen zufolge erkranken in Deutschland jährlich über eine Million Menschen schwer. Etwa 270.000 Menschen erleiden einen Schlaganfall, ungefähr 300.000 einen Herzinfarkt und circa 500.000 sind von Krebs betroffen. Die Folgen solch schwerer Krankheiten können über einen erheblichen Zeitraum andauern und die Arbeitskraft dieser Menschen lange einschränken. Oft zu lange, um den gewohnten Lebensstandard halten oder beispielsweise einen Immobilienkredit tilgen zu können.

Schwere Krankheit: Geld aus der Versicherung steht zur freien Verfügung

Zur finanziellen Absicherung einer schweren Erkrankung gibt es sogenannte Dread-Disease-Versicherungen. „Dread Disease“ bedeutet übersetzt „gefürchtete Krankheit“. In Ländern wie England, Südafrika oder Australien ist diese Form der Versicherung weit verbreitet, in Deutschland ist sie noch vergleichsweise neu. Bei Diagnose einer versicherten Krankheit wird ein einmaliges Kapital ausgezahlt. Das Geld steht dann zur freien Verfügung. Mit dem Kapital kann man eine Auszeit im Beruf nehmen, spezielle Therapien – auch im Ausland – bezahlen oder Umbaumaßnahmen am und im Haus vornehmen. Die Dread-Disease-Versicherung der Nürnberger Versicherung beispielsweise wird unter dem Namen „Ernstfallschutz“ angeboten, sie leistet bei Diagnose einer von mehr als 50 schweren Erkrankungen. Leibliche Kinder sind automatisch mitversichert, für sie werden im Falle einer schweren Krankheit 50 Prozent der Versicherungssumme, bis zu 35.000 EUR, ausgezahlt. Eine Auflistung der Krankheiten und weitere Informationen bietet die Seite www.nuernberger.de. Eine Dread-Disease-Versicherung zahlt unabhängig davon, ob man seinen Beruf weiterhin ausüben kann. Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung dagegen wird eine monatliche Rente gezahlt, wenn der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf zu mindestens 50 Prozent auszuüben.

Höhe der Absicherung hängt vom persönlichen Sicherheitsbedürfnis ab

Stirbt die versicherte Person an einer der aufgelisteten Erkrankungen, erhalten die Hinterbliebenen die vereinbarte Todesfallleistung. Die Höhe der Absicherung durch eine Dread-Disease-Police hängt vom persönlichen Sicherheitsbedürfnis und den finanziellen Möglichkeiten des Einzelnen ab. Idealerweise ist die Einmalzahlung so festgelegt, dass damit finanzielle Einbußen für einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren überbrückt werden können. Auch eine bestehende Baufinanzierung sollte bei der Bedarfsermittlung berücksichtigt werden.

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Nach einem Lotteriegewinn sind ein kühler Kopf und Besonnenheit gefragt

Themen-Redaktion

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Nach dem ersten Jubel über den Geldsegen ist Gelassenheit gefragt: Lotteriegewinner sollten wichtige Entscheidungen nicht überstürzen. Foto: djd/EuroJackpot/thx

Einmal im Leben alle Zahlen richtig ankreuzen. Den Jackpot knacken, in einer staatlichen Lotterie mehrere Millionen Euro gewinnen, finanziell unabhängig sein und nie mehr arbeiten müssen. Davon hat wohl jeder schon einmal geträumt. Nur was tun, wenn aus dieser Wunschvorstellung plötzlich Realität wird? Sollte man sein Glück in die Welt hinausposaunen, als Erstes beim Chef den Job kündigen und danach Neuwagen für alle Familienmitglieder bestellen? Besser nicht. Experten empfehlen, gerade in dieser Ausnahmesituation einen kühlen Kopf zu bewahren und keine voreiligen Entscheidungen zu treffen, die man ein paar Tage später schon bereuen könnte.

Anonymität wahren und nichts überstürzen

Es ist leichter gesagt als getan, doch „Ruhe bewahren“ und „Erst einmal tief durchatmen“ dürften die wichtigsten Grundregeln für frisch gebackene Lotterie-Millionäre sein. So empfiehlt es sich, wenn überhaupt die gute Neuigkeit nur im allerengsten Familienkreis zu teilen und nicht gleich die halbe Nachbarschaft zu informieren. „Die staatlichen Lotterien stellen die Anonymität der Gewinner sicher. Wen man in sein Glück einweihen möchte, sollte jeder für sich in aller Ruhe überlegen, und auch die Familie um absolute Vertraulichkeit und Verschwiegenheit bitten“, empfiehlt Bodo Kemper von WestLotto in Münster. Hier laufen die Fäden für die europaweite Lotterie Eurojackpot zusammen, bei der Mitspieler aus 18 Ländern immer freitagabends ihr Glück wagen. Zu gewinnen sind bis zu 90 Millionen Euro. Genug Geld also, um nie mehr arbeiten zu müssen. Doch auch die Kündigung des Jobs sollten Gewinner eher nicht überstürzen. Schließlich bedeutet Arbeit für viele mehr als den reinen Broterwerb. Sie schafft Lebenssinn, auf den man selbst mit vielen Millionen auf dem Konto vielleicht nicht verzichten möchte.

Die neue finanzielle Freiheit genießen

Wer wichtige Entscheidungen zwei-, dreimal überschläft, fährt besser. Diese Empfehlung gilt nicht nur für den Arbeitsplatz, sondern auch für teure Anschaffungen. Wer die neue Situation mit Bedacht angeht, verfällt möglicherweise nicht in Protzerei, sondern überlegt sich jeden Kauf. Schließlich haben Sie dank der gewonnenen finanziellen Freiheit alle Zeit, sich zum Beispiel ein Wunschhaus für die Familie zu bauen. So mancher nutzt die neuen Möglichkeiten auch für ehrenamtliches Engagement oder für schon lange geplante Aktivitäten, für die vorher einfach keine Gelegenheit war. Dabei sind die Gewinner gleich doppelt im Glück: Denn selbst Millionengewinne aus Lotterien wie dem Eurojackpot sind in Deutschland komplett steuerfrei.

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Zusatzversicherung übernimmt Kosten für medizinische und ästhetische Maßnahmen

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Selbst die beste Zahnpflege kann nicht verhindern, dass im Laufe der Zeit kleinere oder größere Reparaturmaßnahmen erforderlich sind. Foto: djd/Nürnberger Versicherung/Getty Images/stockfour

Ein schönes und gesundes Gebiss benötigt eine kontinuierliche und intensive Pflege. Bei der Zahnreinigung sollten neben der Zahnbürste auch Zahnseide und Interdentalbürsten zum Einsatz kommen. Zweimal jährlich wird zusätzlich eine professionelle Zahnreinigung empfohlen. Dafür sind heute schnell 100 bis 200 Euro pro Sitzung fällig. Doch selbst bei bester Zahnpflege sind gelegentlich Reparaturmaßnahmen am Gebiss erforderlich. Diese können bei gesetzlich Versicherten ebenso richtig ins Geld gehen.

Zahnzusatzversicherung deckt bis zu 100 Prozent des Eigenanteils ab

Für Zahnersatz wie Brücken, Prothesen oder Kronen zahlen die Krankenkassen gesetzlich Versicherten einen Zuschuss von 60 Prozent der Kosten für die Regel- bzw. Standardversorgung. Den Rest muss der Patient selbst tragen. Wer sein Bonusheft mehrere Jahre lang gewissenhaft geführt hat, bekommt 70 bzw. 75 Prozent ersetzt. Aber: Diese Versorgung reicht vielen nicht aus. Für zahlreiche qualitativ höherwertige Behandlungen und ästhetischen Zahnersatz müssen sie selbst aufkommen, für Maßnahmen wie Bleaching oder eine professionelle Zahnreinigung sowieso. Der Eigenanteil kann dann schnell bei mehreren Hundert Euro liegen, bei Implantaten sogar bei mehreren Tausend Euro. Mit einer Zahnzusatzversicherung lässt sich der Eigenanteil bis auf null reduzieren.

Ein Beispiel: Eine Frau lässt sich zweimal im Jahr die Zähne professionell reinigen, Kosten 200 Euro. Fürs Bleaching werden weitere 200 Euro fällig. Der Zahnzusatztarif Komfort 100 der Nürnberger Versicherung beispielsweise würde diese Kosten komplett übernehmen. Dabei gibt es keine Wartezeiten, keine Gesundheitsprüfung und keine Bindung an das Bonusheft. Mehr Informationen sind unter www.nuernberger.de zu finden. Hochwertige Aufbiss- und Knirscherschienen werden ebenfalls teilweise oder komplett erstattet – schließlich knirscht fast jeder Fünfte nachts mit den Zähnen. Noch ein Tipp für Eltern: Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt auch die Mehrkosten für eine kieferorthopädische Behandlung bei Kindern und Jugendlichen. Denn das Tragen einer Zahnspange kann durch hochwertige Materialen, wie flexible Bögen statt Stahlbögen, erträglicher werden und Kunststoffbrackets sind optisch dezenter.

Versicherung frühzeitig abschließen

Je früher eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen wird, desto günstiger fallen die Monatsbeiträge aus. Wer die Police in jungen Jahren mit noch gesunden Zähnen abschließt, verfährt zudem am sichersten. Denn sobald der Zahnarzt eine Diagnose gestellt hat, kommen die meisten Zahnzusatzversicherungen für die bevorstehende Behandlung nicht mehr auf.

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YouGov-Umfrage: Private Anleger wissen wenig über Null- oder Negativzinsen

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Roboter als Helfer bei der privaten Geldanlage: Bei jüngeren Leuten ist das Interesse dafür einer Umfrage zufolge bereits vorhanden. Foto: djd/www.openbank.de/Getty Images/Westend61

Immer häufiger kündigen Banken in Deutschland an, Negativzinsen auf das Kontoguthaben ihrer Kunden zu erheben oder sie tun dies bereits. In manchen Fällen schon ab dem ersten Euro. Vielen Kunden ist dies nicht bewusst. 53 Prozent der Deutschen wissen nicht, ob ihre Bank Negativzinsen erhebt. Dies ergab eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Digitalbank Openbank. Weiteren 10 Prozent ist nicht einmal bekannt, was es mit Negativzinsen auf sich hat. Knapp ein Viertel waren sich sicher, dass ihre Bank keine erhebt. Wenn es darum geht, Alternativen zum Null-oder-Negativzins zu finden, tun sich die Befragten schwer. 19 Prozent wollen ihr Geld trotzdem auf ihrem Girokonto liegen lassen. 23 Prozent gaben an, keine Alternativen zu kennen.

Einfach und günstig Geld anlegen per Robo-Advisor

Folgerichtig legen nur 11 Prozent der Befragten ihr Geld in Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen an, 8 Prozent setzen auf passive Fonds, sogenannte ETFs (Exchanged Traded Funds) und 7 Prozent auf aktiv verwaltete Investmentfonds. „Zu viele Menschen lassen ihr Geld auf Konten und Sparbüchern liegen, anstatt über Sparpläne auf Aktien, ETFs und Fonds fürs Alter vorzusorgen und Vermögen aufzubauen“, erklärt Steve Langer von der Openbank in Deutschland. Damit sich mehr Sparer für die private Geldanlage begeistern, sollte diese einfacher und kostengünstiger sein. In Deutschland noch wenig bekannt sind sogenannte Robo-Advisors, die das Aktien-, ETF- oder Fondsportfolio des Kunden regelmäßig und oftmals automatisiert anpassen – bei nur geringen Verwaltungsgebühren. Dazu stimmt der Kunde die grundsätzliche Aufteilung seines Vermögens auf verschiedene Anlageklassen ab, kann diese aber jederzeit wieder anpassen. Unter www.openbank.de und unter http://www.rgz24.de/Robo-Advisor gibt es mehr Informationen. „Die digitale Vermögensverwaltung über Robo-Advisor für die private Geldanlage dürfte künftig weiter an Zuspruch gewinnen“, sagt Langer. Das zeige auch die Umfrage: Bei den 18- bis 24-Jährigen und den 25- bis 34-Jährigen würde sich bereits jeder Vierte dafür interessieren.

One-Stop-Shop: alles aus einer Hand

Viele Menschen in Deutschland haben ihr Girokonto oder Sparbuch nach wie vor bei der Hausbank. Aktien, Anleihen, Fonds und ETFs dagegen handeln sie auch über Onlinebroker. Inzwischen ermöglichen Digital- oder Onlinebanken ihren Kunden die Kombination über eine einzige Bankverbindung. Der Vorteil etwa des sogenannten digitalen One-Stop-Shop: „Kunden können zu jeder Zeit von jedem Ort der Welt aus Zahlungsverkehr und Geldanlage tätigen und haben alles übersichtlich unter einem Dach“, so Langer.

Wie lege ich mein Geld am besten an? Der Roboter als Helfer dürfte dabei künftig weiter an Zuspruch gewinnen.
Foto: djd/www.openbank.de/Getty Images/Gary Burchell

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Eine Grundfähigkeitsversicherung als Alternative zum Berufsunfähigkeitsschutz

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Ein zeitgemäßes Beispiel für eine existenzielle Grundfähigkeit ist die Nutzung eines Computers. Geht diese Fertigkeit verloren, springt unter Umständen eine sogenannte Grundfähigkeitsversicherung ein. Foto: djd/Swiss Life/Getty Images/ozgurdonmaz

Sehen, sprechen, hören, Hände und Finger gebrauchen und Treppensteigen können: Auf viele Fähigkeiten können sich gesunde Menschen verlassen. Was aber, wenn eine oder mehrere dieser Fertigkeiten plötzlich nicht mehr funktionieren? Sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich können solche Verluste gravierende Konsequenzen haben. Finanziellen Schutz für den Fall der Fälle kann beispielsweise eine sogenannte Grundfähigkeitsversicherung bieten. Sie zahlt eine vereinbarte Rente, wenn man bestimmte elementare körperliche oder geistige Fähigkeiten über einen gewissen Zeitraum verliert. Die notwendigen Voraussetzungen für die Zahlung der Rente sind von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Die Ursachen für den Verlust der Grundfähigkeiten spielen bei der Rentenzahlung keine Rolle, ebenso wenig die Frage, ob man weiter arbeiten kann.

Versicherung zahlt bei Verlust einer einzigen Grundfähigkeit

Die Grundfähigkeitsversicherung ist oft die kostengünstigere Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung und insbesondere für Menschen sinnvoll, die beruflich überwiegend körperlich oder handwerklich arbeiten, künstlerisch tätig sind oder professionell Sport treiben. Sie kann auch dann eine interessante Option sein, wenn man etwa aufgrund einer Tätigkeit in einem riskanten Beruf keine Berufsunfähigkeitsversicherung erhält Bei der Grundfähigkeitsversicherung „Vitalschutz“ von Swiss Life etwa sind im Basisschutz 22 Grundfähigkeiten inkludiert, optional kann man sich gegen den Verlust weiteren geistigen und psychischen Fähigkeiten versichern. Die vereinbarte Rente wird bereits gezahlt, wenn man nur eine der versicherten Grundfähigkeiten verliert. Je früher der Abschluss erfolgt, desto günstiger sind die Beiträge. Mehr Infos gibt es unter www.swisslife.de. Bei Ereignissen wie Hochzeit oder Geburt eines Kindes lässt sich die vereinbarte Rente ohne erneute Gesundheitsfragen erhöhen.

Schutz gegen den Verlust der „Fingerfertigkeit“

Ein zeitgemäßes Beispiel für eine existenzielle Grundfähigkeit ist die Nutzung eines Tablets oder Smartphones. Dabei werden Handgelenke und Finger durch ständiges Tippen und Wischen stark beansprucht. „Sollte man das Endgerät nicht mehr richtig bedienen können, und zwar egal ob mit der linken oder rechten Hand, führt dies zur Auszahlung der vereinbarten Leistung“, erklärt Stefan Holzer, Mitglied der Geschäftsleitung bei Swiss Life. Bei Verlust von einer der fünf Grundfähigkeiten Gehen, Treppensteigen, Autofahren, Fahrradfahren und Nutzung des ÖPNV ist zudem eine Einmalauszahlung von bis zu zwölf versicherten Grundfähigkeitsrenten zu Leistungsbeginn möglich. Damit lässt sich etwa der Einbau eines Treppenlifts im Haus finanzieren.

Handgelenke und Finger werden durch ständige Nutzung der Tastatur stark beansprucht. Eine Grundfähigkeitsversicherung zahlt unter bestimmten Voraussetzungen eine Rente, wenn die entsprechende Fähigkeit dauerhaft verloren geht.
Foto: djd/Swiss Life/Getty Images/MuratDenizPhotoImage

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Geld

Auch mit Abstand sicher spielen

Bei Lotterieanbietern auf hohe Qualitätsstandards und Datensicherheit achten

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Mit Abstand sicher spielen: Das ist über die Webseiten der staatlichen Lotteriegesellschaften oder per App möglich. Foto: djd/Eurojackpot/MünsterView/Tronquet

Eine Nachricht kündigt einen vermeintlichen Lottogewinn an – obwohl der Empfänger noch nicht einmal mitgespielt hat. Bei fragwürdigen Glückwünschen per Anruf oder E-Mail sollten stets alle Alarmglocken schrillen. Häufig verbinden Kriminelle mit dem angeblichen Gewinn vorab die Forderung nach Geld, um eine Überweisung oder einen Transport des Bargeldes zu bezahlen. Immer wieder fallen Verbraucher auf derartige Tricks herein. Bei staatlichen Lotterien hingegen steht Sicherheit an erster Stelle, in den Annahmestellen vor Ort ebenso wie bei Onlineangeboten.

Foto: djd/Eurojackpot

Auf Qualitätssiegel achten

Wie können Laien auf den ersten Blick seriöse Anbieter von unseriösen unterscheiden? Hilfreich sind unabhängige Qualitätssiegel, ähnlich wie die Hauptuntersuchung beim Auto. So müssen staatliche Lotteriegesellschaften unter anderem Zertifizierungen nach ISO-Norm und die hohen Standards der World Lottery Association erfüllen. Über alle Schritte hinweg, vom Spiel über die Benachrichtigungen bis hin zu Gewinnzahlungen, ist etwa beim Eurojackpot garantiert, dass die Daten und Gewinne der Spieler sicher sind. Mitspieler aus 18 europäischen Ländern tippen bei diesem Angebot jede Woche. In den örtlichen Annahmestellen stehen den Kunden geschulte Mitarbeiter zur Seite. Wer mit Abstand spielen möchte, kann dafür die offiziellen Webseiten der staatlichen Lotteriegesellschaften nutzen, unter www.eurojackpot.de gibt es mehr Informationen dazu. Die Datensicherheit unterliegt ebenfalls der Zertifizierung. So ist gewährleistet, dass die persönlichen Daten nur für die Gewinnabwicklung verwendet werden und ausschließlich bei den staatlichen Lotteriegesellschaften verbleiben. In den beiden Kontrollzentren für die Gewinnermittlung und Quotenberechnung in Münster und Kopenhagen erfolgt die Auswertung stets anonym.

Die Ziehung der Gewinnzahlen für die europaweite Lotterie findet unter strengen Kontrollen in Helsinki statt. Foto: djd/Eurojackpot

Sichere Gewinnausschüttung

Ebenso wird bei der Ziehung darauf geachtet, dass alles mit rechten Dingen zugeht – bis zur polizeilichen Aufsicht im Ziehungsstudio in Helsinki. Im Falle eines Gewinns bekommt der oder die Glückliche keine dubiosen Anrufe oder Mails von Fremden. Der weitere Kontakt erfolgt in Deutschland über die Lotteriegesellschaft des jeweiligen Bundeslandes. Selbstverständlich werden keine zusätzlichen Zahlungen oder Bearbeitungsgebühren fällig. Zudem ist die Auszahlung des Gewinns in jedem Fall garantiert. Anders verhält es sich mit manchen Onlineanbietern: Hier tippt der Mitspieler nur per Wette auf den Ausgang der Ziehung. Somit besteht auch kein Anspruch auf eine Ausschüttung, und der Spielteilnehmer muss seinen Gewinn gegenüber dem privaten, oftmals ausländischen Wettanbieter einfordern.

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Geld

Einfach, transparent, flexibel

Ein Korb mit Aktien: ETFs sind auch für Börseneinsteiger interessant

Themen-Redaktion

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ETFs sind nicht zuletzt für Börseneinsteiger eine geeignete Anlageform. Die Abkürzung steht zwar für Exchange Traded Funds - man könnte es aber auch als "einfach, transparent und flexibel" verstehen. Foto: djd/Deutsche Börse/Getty Images/Geber86

Warum ist in Deutschland die Anzahl an Aktionären im internationalen Vergleich dennoch besonders niedrig? Mit dieser Frage hat sich die Frankfurt School of Finance & Management in einer Studie befasst. Eines der Ergebnisse: Die Mehrheit der Nicht-Aktionäre scheint falsche Vorstellungen davon zu haben, welches Wissen für eine Teilnahme am Aktienmarkt erforderlich ist. Tatsächlich sind für eine kostengünstige, breit gestreute und langfristige Investition keine tiefgehenden ökonomischen Kenntnisse nötig. Mehr zur Umfrage gibt es unter www.boerse-frankfurt.de/studie.

Der DAX bringt seit 1988 im Durchschnitt acht Prozent Rendite pro Jahr

Blick in den Börsensaal der Frankfurter Wertpapierbörse. Hier werden mittlerweile mehr als 1.500 ETFs gehandelt. Foto: djd/Deutsche Börse/Thorsten Jansen

Auch der Begriff ETF – die englische Abkürzung für „Exchange Traded Funds“ – dürfte vielen Menschen in Deutschland nicht geläufig sein. Ein solcher börsengehandelter Indexfonds besteht aus einem Korb mit Wertpapieren, die in einem Index zusammengefasst sind. Der DAX etwa umfasst die größten und wichtigsten deutschen Unternehmen an der Börse. Dieser Aktienkorb kann über einen entsprechenden ETF täglich gekauft oder verkauft werden. Bei einem DAX-ETF entspricht die Wertentwicklung dem Verlauf des Index. Der Vorteil: Wer mit einem Schlag in 30 große deutsche Unternehmen investiert, verringert durch Diversifizierung sein Risiko. Wenn der Kurs eines Papiers sinkt, kann das mit der Kurssteigerung eines anderen kompensiert werden – denn in einem Index sind Unternehmen zusammengefasst, die aus ganz unterschiedlichen Branchen kommen. Seit der Einführung des DAX im Jahr 1988 hat er den Anlegern jährlich durchschnittlich rund acht Prozent Rendite beschert.

ETFs eignen sich für die private Vermögensbildung

In Deutschland gibt es ETFs seit 20 Jahren. Inzwischen ist das Angebot auf Xetra, dem größten deutschen Handelsplatz, auf über 1.500 ETFs angewachsen. Die meisten Anleger schätzen Indexfonds auch deshalb, weil der zugrunde liegende Index offen liegt und stets nachverfolgt werden kann – wie eben der DAX. Mit ETFs ist man zudem flexibel, da die Produkte äußerst einfach an der Börse zu handeln sind. Daher eignen sie sich für die private Vermögensbildung – auch in Form eines Sparplans. Ihn gibt es bei den meisten Anbietern schon ab 25 Euro Sparsumme pro Monat. Monatlich werden für diesen Sparbetrag neue Anteile des ausgewählten ETFs gekauft. Unter www.boerse-frankfurt.de/etfs gibt es weitere Informationen zu Indexfonds. Webinare für Einsteiger zu diesem Thema runden das Angebot ab.

Meistens gewinnt der Bulle: Seit der Einführung des Dax im Jahr 1988 hat der Index den Anlegern jährlich rund acht Prozent Rendite beschert. Per ETFs kann man am Dax partizipieren. Foto: djd/Deutsche Börse

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Vorsorge

Viele Wege führen zur Bank

Digitalisierung schafft neue Optionen, doch persönliche Beratung bleibt wichtig

Themen-Redaktion

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Per Onlinebanking können alle Bankgeschäfte von zu Hause oder von jedem anderen Ort der Welt aus rund um die Uhr getätigt werden. Foto: djd/BVR/Getty Images/FG Trade

Schnell eine Überweisung tätigen, online einkaufen und direkt bezahlen oder bequem von unterwegs Kontostand und Finanzstatus checken: Die Digitalisierung ermöglicht immer mehr Bankgeschäfte einfach per PC und Smartphone. Aber auch das „Banking per Telefon“ wird ausgiebig genutzt: „Mit der durch Corona erzwungenen Reduzierung von Kundenkontakten rückt das Kundenservicecenter immer stärker ins Zentrum der Kundenbetreuung. Viele Menschen schätzen das persönliche Gespräch mit einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter am Telefon“, erklärt Steffen Steudel vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) die unveränderte Beliebtheit dieses Kommunikationsweges.

Hier ist ein Überblick über die drei wichtigsten Optionen des digitalen Bankings:

  1. Onlinebanking

Per Onlinebanking können alle Bankgeschäfte von zu Hause oder von jedem anderen Ort der Welt aus rund um die Uhr getätigt werden. Der Zugang erfolgt per Computer, Laptop, Tablet oder Smartphone. Kunden erhalten dafür einmalig per Post persönliche Zugangsdaten zur Onlinebanking-Plattform. Zusammen mit dem Kennwort (PIN) erhält man damit Zugriff auf alle Konten, für die man verfügungsberechtigt ist. Über das elektronische Postfach ist es zudem möglich, jederzeit sicher mit der Bank zu kommunizieren. Eine persönliche Mitteilung wird direkt an die jeweilige Beraterin oder den Berater verschickt. „Auch hier zeigt sich, dass die Beratung – ob persönlich oder digital – das wichtigste Versprechen unserer Banken ist und bleibt“, so Steudel weiter.

Die zeitgemäße Ergänzung zum Online-Banking sind Banking-Apps auf dem Smartphone. Auch damit können viele Bankgeschäfte bequem und schnell erledigt werden. Foto: djd/BVR/Getty Images/SeventyFour
  1. Banking-Apps

Kontostände, -umsätze und Depots einsehen, Überweisungen beauftragen oder Kontakt zur Bank und zum Berater aufnehmen: Das alles ist sicher, komfortabel und schnell auch per installierter Banking-App auf dem Smartphone möglich. Mit einer Zusatzfunktion kann Bargeld am Geldautomaten bezogen werden, ohne Girocard oder Kreditkarte dabeizuhaben. Vorab werden dafür die Kartendaten der Girocard oder der Kreditkarte sicher in der App hinterlegt.

  1. Kontaktlos bezahlen

Die Bedeutung kontaktlosen Zahlens ist weiter gestiegen. Mit der Near-Field-Communication-Technologie (NFC) können Kartenzahlungen bis zu einem Betrag von 50 Euro sogar ohne PIN-Eingabe erfolgen. Dazu hält man die persönliche Bank- oder Kreditkarte für einige Sekunden in die unmittelbare Nähe des Lesegeräts an der Kasse. Der Bezahlvorgang wird durch ein kurzes akustisches Signal bestätigt. Wer beim Bezahlen auf sein Portemonnaie oder Kartenetui verzichten will, kann auch per Handy an der Kasse bezahlen. Dazu muss das Smartphone lediglich NFC-tauglich sein.

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Vorsorge

Senioren im Visier von Betrügern

Mit persönlichen Informationen sollte man sehr zurückhaltend sein

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Senioren sollten besonders vorsichtig sein, wenn vermeintliche Bankmitarbeiter oder Polizisten anrufen. Oftmals handelt es sich dabei um Betrüger. Foto: djd/Targobank/Evrymmnt - stock.adobe.com

In der Lokalzeitung tauchen die Fälle in unschöner Regelmäßigkeit auf: Berichte über ältere Menschen, die Opfer von Dieben oder angeblichen Enkeln geworden sind. Besonders „beliebt“ sind die Maschen „Falscher Bankmitarbeiter“ und „Falscher Polizist“.

Gespräch sofort beenden

Falsche Bankmitarbeiter geben bei einem Anruf vor, dass „Sicherheitseinstellungen“ vorgenommen werden müssten. Die angezeigte Telefonnummer entspricht oft der Rufnummer des Bankinstituts, sie wurde von den Betrügern manipuliert. Der oder die Angerufene werden gebeten, PINs, TANs oder andere Zugangsdaten zu nennen, damit die entsprechende „Sicherheitsstufe“ eingestellt werden könne. „Das Gespräch sollte man sofort beenden und auf keinen Fall Geheimzahlen oder Zugangsdaten durchgeben“, rät Dirk Böck, Leiter der Betrugsabteilung bei der Targobank, man habe mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Betrüger am Telefon.

Auf das Geld von älteren Menschen haben es Betrüger abgesehen. Mit unterschiedlichen Tricks versuchen sie, die Senioren zu verunsichern und an deren Erspartes zu gelangen. Foto: djd/Targobank/bilderstoeckchen – stock.adobe.com

Andere Kriminelle geben sich am Telefon als Polizisten aus und erkundigen sich unter Vorwänden nach den finanziellen Verhältnissen ihrer Opfer. Dann behaupten sie, dass Geld- und Wertsachen zu Hause nicht sicher seien. Deshalb werde ein Polizist in Zivil vorbeikommen, um alles „in Sicherheit“ zu bringen. Bei einer Variante des Tricks fordern die falschen Polizisten ihre Opfer dazu auf, umgehend Bankkonto und -depot zu räumen und das Geld nach Hause zu holen, denn beim Kreditinstitut sei es nicht mehr sicher. Zu Hause solle man das Geld dann einem vermeintlichen Polizisten übergeben. „Die Betrüger haben es besonders häufig auf alleinstehende, ältere und hilfsbedürftige Menschen abgesehen“, warnt Dirk Böck. Seine Abteilung ist nicht nur für die Aufklärung von Verbrechen, sondern insbesondere auch für die Prävention zuständig. Dabei geht es zum einen um die Überwachung verdächtiger Finanztransaktionen, zum anderen sind alle Bankmitarbeiter aufgerufen, vermeintliche Betrugsversuche dort zu melden.

Der falsche „Generalbevollmächtigte“

Böck berichtet von einem Fall: „Wir bekamen die Info von einer Filiale, dass ein angeblicher Generalbevollmächtigter vom Konto einer 80-jährigen Kundin 120.000 Euro abholen möchte. Auf dem Konto befand sich ein Guthaben von 500.000 Euro. Unsere internen Recherchen ergaben, dass die ‚Generalvollmacht‘ erst vor Kurzem bei einem Notar eingerichtet worden war.“ Böcks Team wurde stutzig und kontaktierte das Betrugsdezernat der Polizei. „Dort war der ‚Generalbevollmächtigte‘ bereits als Betrüger bekannt.“ Für die Auszahlung der 120.000 Euro wurde ein Termin in der Filiale vereinbart. Dabei konnte der Täter von der Polizei festgenommen werden. Er war Taxifahrer und hatte die Vermögenssituation der Seniorin bei einer Tour in Erfahrung gebracht.

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Finanzen & Versicherungen

Kleine Tricks mit großem Spareffekt

So behalten Ruheständler den Überblick über ihre Finanzen

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Entspannt den Ruhestand genießen: Eine solide finanzielle Basis gehört dazu. Foto: djd/Deutscher Sparkassenverlag

Mit dem Eintritt in den Ruhestand beginnt nicht einfach nur ein neuer Lebensabschnitt. Verbunden damit sind grundlegende Veränderungen, die einen oft unvorbereitet treffen. Was möchte man beispielsweise tun mit der freien Zeit? Wie gibt man dem Tag ohne Arbeitszeiten dennoch eine neue, feste Struktur? Und wie kommt man finanziell klar, wenn monatlich weniger in der Haushaltskasse zur Verfügung steht? So mancher wundert sich, wenn plötzlich das Konto wie leer gefegt wirkt. Umso wichtiger ist es, für die richtige Balance bei den Ausgaben zu sorgen. Der erste Schritt dazu ist es, sich einen besseren Überblick über die eigenen Finanzen zu verschaffen und bewusster zu konsumieren. Bereits einige kleine Tricks helfen dabei.

Niemals hungrig einkaufen gehen und statt eines großen Einkaufswagens lieber einen kleinen Korb nehmen: Schon derart kleine Tricks helfen beim Sparen.
Foto: djd/Geld und Haushalt

Budgets festlegen und anonym mit anderen vergleichen

Wie viel Geld steht jeden Monat zur Verfügung, was kann und möchte man wofür ausgeben? Ein Haushaltsbuch, das man schriftlich oder online (etwa mit dem kostenlosen Web-Budgetplaner unter www.web-budgetplaner.de) führen kann, sorgt für mehr Durchblick. „Setzen Sie sich Limits für die einzelnen Ausgabenbereiche und bewegen Sie sich nur in diesem Rahmen“, empfiehlt Korina Dörr vom Beratungsdienst Geld und Haushalt. Dabei hilft die „Briefumschlag-Methode“. Dazu wird das Geld am Monatsanfang auf verschiedene Briefumschläge verteilt, diese werden mit den einzelnen Positionen wie „Auto“, „Kleidung“ oder „Haushalt“ beschriftet. Ist der Umschlag leer, ist auch das Monatsbudget für diesen Lebensbereich aufgebraucht. Solche Teilbudgets kann man auch mit einem klassischen oder digitalen Haushaltsbuch leicht erstellen. Nützlich ist es zudem, die eigenen Ausgaben mit anderen zu vergleichen, etwa unter www.referenzbudgets.de. Kostenfrei und anonym erfährt man hier, welche Ausgaben andere Haushalte haben, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation befinden.

Verborgene Einsparmöglichkeiten finden: Wer sich einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben verschafft, sorgt so für mehr finanziellen Spielraum.
Foto: djd/Geld und Haushalt

Psychologie beim Einkaufen

Schon kleine Tricks beim Einkaufen können große Wirkung auf die Ausgaben haben. „Man sollte vermeiden, müde in den Supermarkt zu gehen, und lieber morgens und am Anfang der Woche einkaufen“, sagt Dörr weiter. Denn laut Einkaufsforschern sind dann die Chancen am größten, das Budget einzuhalten. Vorsicht sei zudem angebracht bei Angeboten, die in den Gängen stehen – oft sind die vermeintlichen Schnäppchen gar nicht preisgünstig. Ein weiterer Tipp lautet, alle Ausgaben in drei Gruppen einzuteilen: notwendig, angenehm und überflüssig. So macht man sich unnötige Posten bewusst, kann Prioritäten setzen und Einsparungen leichter umsetzen. Hilfreich ist es auch, bei größeren Anschaffungen noch einmal eine Nacht darüber zu schlafen, statt spontan aus einer Laune heraus viel Geld auszugeben.

Mit einigen Alltagstricks beim Einkaufen und Konsumieren lässt sich so mancher Euro sparen.
Foto: djd/geld-und-haushalt.de

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