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Umwelt & Nachhaltigkeit

Ohne Wissen ist kein Handeln möglich

Schüler informieren sich über den Klimawandel

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In den kommenden Ferien können Kinder auch mal etwas anderes lernen als üblich, zum Beispiel über Ernährung und Klima. Foto: djd/Studienkreis

Die Diskussion über den Klimawandel ist allgegenwärtig. Erwachsene können aktuelle Beobachtungen mit konkreten Erinnerungen unterfüttern, beispielsweise mit dem Vergleich der Jahreszeiten früher und heute. Kinder, gerade die jüngeren, haben diese Erinnerungswerte jedoch nicht. Das abstrakte Thema ist für die meisten von ihnen schwer zu greifen. Trotzdem wird in der Schule der Klimawandel häufig noch immer nur am Rande beleuchtet. Schülerinnen und Schülern bietet sich jedoch die Möglichkeit, sich anderweitig darüber zu informieren.

Wissen zum Anlesen

Weltweit gibt es viele Akteure, die sich für das Klima einsetzen, darunter Bewegungen wie Fridays for Future, Extinction Rebellion und einige Nichtregierungsorganisationen. Sie stellen unter anderem auf ihren Webseiten viele kostenlose Informationen bereit. „Über den Klimawandel Bescheid zu wissen, ist wichtig“, sagt auch Thomas Momotow vom Studienkreis. „Schließlich müssen junge Menschen die Probleme erst einmal kennen, damit sie dagegen aktiv werden können.“ Das Nachhilfeinstitut hat ein kostenloses E-Book herausgegeben, indem sich Schüler und Schülerinnen mit diesem umfangreichen Thema befassen können. „Fakten zum Klimawandel – Wissen und Hintergründe für Schülerinnen und Schüler“ ist unter www.studienkreis.de/klimawandelfakten abrufbar. Darin wird beispielsweise erklärt, wie es zur Erderwärmung kommt – und welche Folgen es haben könnte, wenn die Durchschnittstemperatur um eineinhalb, zwei, drei oder sogar vier Grad steigen wird.

„Eine intakte Erde gibt es nun mal nicht zum Sonderpreis“, meinte die damals 16-jährige Anna Hörner, als sie beim Karikaturenwettbewerb „Umwelt? Natürlich! “ von Studienkreis und „Die Zeit“ mit diesem Bild den ersten Platz erringen konnte.
Foto: djd/Studienkreis/A. Hörner

Jeder kann mitmachen

Informierte Schüler und Schülerinnen können zudem ohne viel Aufwand selbst etwas für den Klimaschutz tun. So sollten sie gemeinsam mit ihren Familien etwa darauf achten, beim Kochen einen Deckel auf den Töpfen zu lassen. Das spart Energie. Wer weniger unnötige Dinge kauft, schmeißt auch weniger weg. Und zur Schule oder zur Freundin kann man meistens problemlos mit dem Fahrrad fahren, anstatt sich von den Eltern mit dem Auto kutschieren zu lassen. Das hält nicht nur fit, sondern vermeidet auch Abgase. Sich beim Thema Klimawandel auszukennen, kann nicht zuletzt für berufliche Perspektiven nach der Schule sorgen: In Wissenschaft und Technik werden laufend Mitarbeiter gesucht, die Ideen für ein klimafreundlicheres Leben umsetzen.

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Das sind Deutschlands „grüne Energiemeister“

Aktuelles Ranking: So viel wird vor Ort für eine erfolgreiche Energiewende getan

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Im Kreis-Ranking der „grünsten Region Deutschlands" belegt das bayerische Fürth den ersten Platz. Foto: djd/E.ON/Getty Images/scanrail

Der Erfolg der Energiewende hängt davon ab, dass sich vor Ort Kommunen, Bürgerinnen und Bürger engagieren und ihre jeweiligen Beiträge leisten. Welche Landkreise, kreisfreien Städte und Bundesländer sind dabei heute bereits besonders weit und setzen Maßstäbe in Sachen Erneuerbarer Energien? Hamburg ist der bundesweite Spitzenreiter unter den Bundesländern. Der Stadtstaat überzeugt im aktuellen E.ON Ranking „Grüne Energiemeister“ insbesondere mit einer hohen Quote an Ökostromnutzern und einem dichten Ladenetz für Elektroautos. Damit platziert sich die Freie und Hansestadt im Bundeslandvergleich vor den beiden Zweitplatzierten Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Auf Ebene der 401 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte liegen Fürth, Kassel und Ulm auf den vordersten Plätzen.

Jeder kann zur Energiewende beitragen

Der Regionalvergleich zeigt, wie viel von den Kommunen, Bürgerinnen und Bürgern vor Ort für eine erfolgreiche Energiewende getan wird. „Wenn alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang ziehen, kann die Energiewende in Deutschland gelingen“, unterstreicht Filip Thon, CEO der E.ON Energie Deutschland GmbH. „Das Ranking verstehen wir daher als Auszeichnung und Ansporn zugleich, dieses Ziel konsequent weiterzuverfolgen.“ Der Blick in die Einzelkategorien zeigt: Hamburg punktet vor allem mit einer hohen Quote an Ökostromnutzern (44,5 Prozent, erster Platz), auch die Dichte des E-Auto-Ladenetzes sticht hervor (Platz zwei). Das insgesamt zweitplatzierte Bundesland Baden-Württemberg schneidet in der Kategorie „Erfinder/Patente“ sogar stärker ab (Platz zwei mit 9,67 Erfindern/Patenten pro 100.000 Einwohnern), Nordrhein-Westfalen liegt bei den E-Auto-Ladestationen pro 100 Quadratkilometer ebenfalls auf den vorderen Plätzen (Platz vier mit einem Wert von 13,31). Im Kreis-Ranking verdankt die erstplatzierte Stadt Fürth ihre Spitzenposition soliden Platzierungen über alle Kategorien hinweg.

So wird das Ranking berechnet

Der bundesweite Index „Grüne Energiemeister“ setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen: der installierten Leistung von Ökostromanlagen pro Quadratkilometer, der Anzahl der Erfinder und deren grüne Patente pro 100.000 Einwohner, der Ökostromnutzung und den öffentlichen E-Auto-Ladestationen pro 100 Quadratkilometer. Für die Ermittlung wurden Daten aus öffentlichen Quellen sowie repräsentative Umfrage-Ergebnisse herangezogen. Unter www.energieatlas.eon.de gibt es weitere aufschlussreiche Details. So lassen sich mithilfe des Online-Tools nicht nur regionale, sondern auch überregionale Trends analysieren, die Plattform wird kontinuierlich mit neuen Datensätzen erweitert.

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Klimapositive Produkte fördern den Umweltschutz

Verbraucher können auf vielfältige Weise den Klimaschutz unterstützen

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Die Klimabilanz kann durch klimapositive Produkte verbessert werden. Foto: djd/HIPP

Der Klimaschutz ist eine wichtige Sache: So sind laut einer Untersuchung der Internationalen Hochschule IUBH knapp 83 Prozent aller Befragten der Meinung, dass jeder einzelne Mensch eine persönliche Verantwortung hat, sich klimafreundlich zu verhalten. Und das schafft jeder mit seinen eigenen Möglichkeiten: Öfter mit dem Fahrrad zu fahren und das Auto dafür stehenzulassen, ist zum Beispiel gerade im Sommer oft ohne Probleme möglich. Beim Einkaufen können Verbraucher in jedem Supermarkt auf umweltfreundlich produzierte Waren achten. Es gibt sogar Produkte, die klimapositiv hergestellt werden.

Mehr ausgleichen als verursachen

Gleicht ein Unternehmen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg genauso viel schädliches CO2 aus, wie durch Rohwaren, Verpackungen und Transporte entstehen, so spricht man von Klimaneutralität. Neben CO2-Einsparungen und dem Einsatz erneuerbarer Energien kann der Ausgleich auch durch die Unterstützung weltweiter Klimaschutzprojekte stattfinden. Einige Unternehmen gehen jedoch deutlich weiter. Der Hersteller für Babynahrung Hipp beispielsweise gleicht für jedes seiner klimapositiven Bio-Gläschen durchschnittlich 350 Gramm schädliches CO2 aus. Das ist mehr, als insgesamt für ein Gläschen bei der Produktion vom Acker bis zum Handel anfällt. Dabei spielen auch eigene Klimaschutzprojekte eine Rolle. Diese haben das Ziel, durch verstärkten Humusaufbau langfristig mehrere Tausend Tonnen Kohlenstoffdioxid in landwirtschaftlichen Böden zu binden. Bei jährlich rund 108 Millionen klimapositiv produzierten Gläschen für Deutschland, Österreich und die Schweiz hält das Pfaffenhofener Unternehmen nach eigenen Angaben so 37.984 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre fern.

Selbst zum Klimaschützer werden

Zum Thema Bodenverbesserung und Umweltschutz können auch Verbraucher abseits des Supermarktes aktiv beitragen. Mit einer Wurmkiste im eigenen Keller oder Garten beispielsweise produzieren sie eigenen Dünger aus Küchenabfällen. Mit der Zeit wandeln Kompostwürmer in der Kiste Bananenschalen, Kartoffelpellen oder Salatstrünke in fruchtbaren Humus um, der wiederum den Pflanzen im eigenen Garten zugutekommt – und gekauften Dünger in vielen Fällen überflüssig macht. Unter www.hipp-klimapositiv.de gibt es ein Gewinnspiel, bei dem man mit solchen und anderen umweltfreundlichen Ideen punkten kann. Wer bei dieser Aktion erzählt, wie er persönlich zum Klimaschutz beiträgt, kann mit etwas Glück einen Besuch auf einem Bio-Bauernhof gewinnen. Wer noch weitere zündende Ideen braucht, findet Tipps auf den Webseiten etwa vom Nabu und anderen Umweltorganisationen.

83 Prozent aller Befragten sind der Meinung, dass jeder einzelne Mensch eine persönliche Verantwortung hat, sich klimafreundlich zu verhalten.
Foto: djd/HIPP/Statista

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Stoffhaube statt Plastikfolie

Lebensmittel umweltfreundlich und natürlich frisch halten

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Warme Sonnenstrahlen und Blumenduft: Jetzt gibt es nichts Schöneres, als im Freien zu schlemmen. Egal ob Picknick im Grünen, Frühstück auf der Terrasse oder rauschende Grillparty, an der frischen Luft schmeckt es noch mal so gut. Bunte Salate, würzige Dips und sahnige Desserts werden liebevoll für das Outdoor-Event in Schüsseln zubereitet. Doch wie so oft findet sich kein passender Deckel für den Transport. Endet die erfolglose Suche nun mit dem Griff zur Frischhaltefolie, belastet dies die Umwelt. Laut Statista liegt der Plastikverpackungsabfall je Einwohner pro Jahr in Deutschland bei 38,5 Kilogramm. Mehr als die Hälfte der Kunststoffverpackungen landet in der Müllverbrennung, verpestet die Luft und winzige Mikroplastikteilchen gelangen über die Nahrungskette früher oder später sogar auf unsere Teller.

Alles frisch mit der Hood

Immer mehr Menschen wollen dem Plastikwahn unserer Zeit entgegenwirken, so auch Kristina Parr Günther, Gründerin des Frankfurter Labels ever&again. „Ich habe es mir mit meinem Unternehmen zur Aufgabe gemacht, Wegwerfbares und Einwegartikel durch praktikable und gleichzeitig schöne Alternativen zu ersetzen“, erklärt die Unternehmerin. Zum Frischhalten von Lebensmitteln kommen beispielsweise farbenfrohe Food Hoods aus Unikat-Stoffen mit Innenfutter zum Einsatz. Die bunten Hingucker werden einfach über gefüllte Schüsseln gezogen. Für guten Halt auf dem zu „behütenden“ Gefäß sorgt ein eingenähtes Gummiband. Mit den verschiedenen Größen und Formen lassen sich quadratische, ovale oder eckige Behälter abdecken. Die geruchsneutralen und kühlschranktauglichen Schüsselhauben kann man auswischen oder in die Waschmaschine geben – schon sind sie wieder einsatzbereit.

Die bunten Hauben sind immer wieder verwendbar und im Gegensatz zu Bienenwachstüchern vegan.
Foto: djd/ever&again

Bitte ohne Folie

Mit den in Handarbeit in einer Reha-Werkstatt in Frankfurt gefertigten Alltagshelfern erschafft das Label Accessoires, die das Leben schöner und nachhaltiger gestalten. „Jedes unserer Produkte ist ein Unikat und wurde mit viel Hingabe entworfen“, so Kristina Parr Günther, die unter www.everandagain.com weitere nützliche und praktische Produkte anbietet, die dabei helfen, Plastik und Einwegartikel im täglichen Leben zu vermeiden. Nicht zuletzt fängt Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein beim Einkauf an. So sollte man unverpacktem Obst und Gemüse den Vorzug geben. Eventuell findet sich ein Wochenmarkt mit regionalen Waren oder ein Unverpackt-Laden, wo mitgebrachte Behälter aufgefüllt werden. Naturkosmetik wiederum kommt ganz ohne erdölbasierte Bestandteile aus. Außerdem können feste Seife und Shampoo in Seifenform für die Körperhygiene eine gute Alternative sein. Für natürliche Peelings eignen sich Kaffeesatz, Zucker oder Meersalz.

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Schwellenländer im Kampf gegen die Klimakrise unterstützen

So können deutsche Anleger einen Beitrag zum Ausbau der Solarenergie leisten

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Martin Baart und der Ingenieur Ali Pirbhai bei der schwimmenden Solaranlage für die Blumenfarm Rift Valley Roses in Kenia. Foto: djd/ecoligo.investments/Yves Didier

Nach Eindämmung der Corona-Pandemie wird der weltweite Kampf gegen den Klimawandel wieder in den Fokus rücken. Laut einer aktuellen Studie kann Deutschland das Ziel Klimaneutralität 2045 und damit fünf Jahre früher als geplant erreichen. So hoffnungsvoll die Bemühungen hierzulande sind: Der Kampf gegen die Klimakrise wird vor allem auch in Schwellenländern entschieden. Wie kann man gerade in sonnenreichen Ländern wie Vietnam, Costa Rica oder Kenia den Ausbau erneuerbarer Energien wie der Solarenergie vorantreiben? Und wie können Deutsche ihren Beitrag dazu leisten?

Deutsche Firma betreibt Solarprojekte in Schwellenländern

Das Berliner Unternehmen Ecoligo etwa setzt auf ein Modell, das beitragen kann, die Energiewende voranzutreiben: Die Firma plant, finanziert und betreibt Solaranlagen zur Versorgung von Unternehmen in Schwellenländern. Aufgrund mangelnder Finanzierungsmöglichkeiten vor Ort bringt Ecoligo die Finanzierung mit. Die Firma verantwortet Installation und Wartung und finanziert Projekte über Investments von Privatanlegerinnen aus Deutschland über die online Plattform www.ecoligo.investments. Die Unternehmen vor Ort, die Strom aus den Solaranlagen beziehen, zahlen eine monatliche Gebühr – günstiger als die oft sehr hohen lokalen Strompreise – an die jeweilige lokale Tochtergesellschaft des deutschen Unternehmens. Somit kommt es zu einer Win-win-Situation. Die Solaranlagen werden bis zu 20 Jahre betrieben und gehen anschließend in den Besitz des lokalen Kunden über. Seit 2016 wurden 66 Solarprojekte finanziert, viele weitere sind in Planung. Derzeit wird das größte Finanzierungsvorhaben der Firmengeschichte mit der vietnamesischen Firma Kim Duc, Hersteller wiederverwendbarer Einkaufstaschen, umgesetzt. Die Anlage wird dem vietnamesischen Unternehmen zur Umstellung auf Ökostrom sowie zur Einsparung von über 2.400 Tonnen CO2 im Jahr verhelfen. Ein weiteres Solarprojekt ist die erste schwimmende Solaranlage Kenias, die die Blumenfarm Rift Valley Roses mit sauberer und bezahlbarer Energie versorgt und von 125 Investorinnen finanziert wurde.

Ein Ingenieur bereitet sich auf die Installation von Kenias erster schwimmender Solaranlage vor.
Foto: djd/ecoligo.investments/Paul Kidero

Deutsche Anleger können Geld nachhaltig und gewinnbringend investieren

Über die grüne Stromerzeugung in den Schwellenländern erwirtschaftet das Berliner Unternehmen jährliche Zinsen für Investoren in Höhe von fünf bis acht Prozent. Über www.ecoligo.investments kann investiert werden und können auch weitere Infos eingeholt werden. Deutsche Anleger können ihr Geld gewinnbringend in nachhaltigen Strom investieren und sich an der globalen Energiewende beteiligen. Das Geld der Investor*innen wird auf ein Treuhandkonto eingezahlt und darf ausschließlich für das jeweils konkrete Projekt verwendet werden.

Die schwimmenden Solarmodule für die Blumenfarm Rift Valley Roses in Kenia.
Foto: djd/ecoligo.investments

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Hochwasser-Check gibt Sicherheit

Bayerische Wasserwirtschaft und Landesamt für Umwelt starten Onlineaktion

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Hochwasser kann fast jeden treffen. Ein neuer Onlinecheck hilft jetzt bei der Planung vorbeugender Maßnahmen. Foto: djd/Bayer. Landesamt für Umwelt/Getty Images/FooTToo

Ob Flusshochwasser, Überflutungen durch Starkregen oder hohe Grundwasserstände: Hochwasser kann fast alle Menschen treffen. Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben erneut bestätigt, dass es keinen hundertprozentigen Schutz geben kann. Trotzdem hilft eine gründliche Vorbereitung dabei, die Gefahren für Leib und Leben zu reduzieren sowie dem Verlust von ideellen Gegenständen und materiellen Schäden effektiv vorzubeugen. Dabei können alle einen Beitrag leisten: der Freistaat durch Steuerung und Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen, Städte und Gemeinden durch regelmäßige Übungen mit den Einsatzkräften und eine hochwasserangepasste Planung neuer Baugebiete. Unternehmer könnten sich beteiligen durch die sichere Lagerung gefährlicher Stoffe, Landwirte durch den Rückhalt in der Flur, Planer und Architekten durch bauliche Schutzmaßnahmen sowie Bürgerinnen und Bürger durch eine gute Vorbereitung für den Ernstfall.

Selbstcheck machen und als Hochwasserschützer sichtbar werden

Als vorsorgende Maßnahme hat „Hochwasser.Info.Bayern“, eine Initiative der Bayerischen Wasserwirtschaft, daher jetzt den Hochwasser-Check ins Leben gerufen. Wer online genügend Fragen der Checkliste positiv beantworten kann, erhält mit dem Ergebnis die Bestätigung, bereits gut auf den Fall der Fälle vorbereitet zu sein. Auf diese Weise kann jeder ein Teil der Hochwasserschützer-Community werden und seinen Beitrag auf der interaktiven Bayernkarte teilen. Hier werden beispielhafte Projekte vorgestellt, um praxisnahe Tipps zu geben und zum eigenen Handeln zu motivieren. Schließlich ist Hochwasserschutz eine Gemeinschaftsaufgabe, die von vielen Institutionen und Personen gemeinsam getragen wird. Unter www.hochwasser-check.de kann jeder den Fragenkatalog bearbeiten, zudem gibt es hier viele nützliche Informationen.

„Hochwasser.Info.Bayern“, eine Initiative der Bayerischen Wasserwirtschaft, hat den Hochwasser-Check ins Leben gerufen.
Foto: djd/Bayer. Landesamt für Umwelt

Verlosung unter allen Teilnehmenden

Bürgerinnen und Bürger wie auch die weiteren Akteure und Zielgruppen sichern sich mit der Teilnahme am Hochwasser-Check zudem die Chance auf eine von insgesamt 30 Profi-Funkwetterstationen, die unter allen Teilnehmenden verlost werden. Städte und Gemeinden haben die Möglichkeit, ein zu 100 Prozent gefördertes Audit „Hochwasser – Überflutung und Starkregen“ durchführen zu lassen. Die Ergebnisse und Stärken-Schwächen-Analysen dienen dabei beispielsweise der Verbesserung der Regional- und Städteplanung. So lassen sich geeignete Maßnahmen besser priorisieren und die vorhandenen Ressourcen gezielter einsetzen. Weitere Informationen, Vorhersagen und aktuelle Warnungen gibt es unter www.hochwasserinfo.bayern.de sowie über den Twitter-Kanal @Hochwasser_Info.

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Nachhaltiger Trinkgenuss

Ökologische Alternativen für Plastikstrohhalme

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Durstlöscher für unterwegs: Der Trinkhalm, mit dem der Trinkbeutel aufgepikst wird, ist aus FSC-zertifiziertem Papier gefertigt. Foto: djd/Capri Sun

Die Themen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein spielen in unserem Alltag inzwischen eine große Rolle. Unternehmen modernisieren Verpackungen, um sie umweltverträglicher zu machen. Und Konsumenten suchen oft nach nachhaltigen Alternativen für Produkte, die sie gerne nutzen. Wie zum Beispiel Plastikstrohhalme. Allein in Deutschland werden pro Jahr 40 Milliarden Einweg-Plastikstrohhalme verbraucht. Pro Kopf sind das 1,3 Plastikhalme täglich. Laut EU-Verordnung dürfen ab Juli dieses Jahres Einweg-Plastikutensilien wie Trinkhalme, Besteck oder Kaffeebecher nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. Wer auf den Trinkhalm nicht verzichten möchte, findet für jede Gelegenheit ökologische Varianten.

Trinkhalme aus Glas und Metall

Ob für Smoothies, Softdrinks oder den Eiskaffee: Als plastikfreie und wiederverwendbare Strohhalmalternative für den Trinkgenuss zu Hause bieten sich unter anderem Trinkhalme aus Glas an. Sie sind etwas dicker und dadurch leicht zu reinigen – einige Modelle sogar in der Spülmaschine. Empfehlenswert sind auch Metallstrohhalme aus Edelstahl, die den Vorteil haben, dass sie bruchfest sind. Besonders praktisch für den Eiskaffee oder eine Sommerbowle sind Varianten mit integriertem Löffel.

Papiertrinkhalm fürs Lieblingsgetränk unterwegs

Beim Ausflug, Picknick oder Sport sind vor allem Durstlöscher gefragt, die leicht und stabil verpackt sind und sich gut mitnehmen lassen, wie Capri-Sun. Der Trinkhalm, mit dem der Trinkbeutel aufgepikst wird, ist seit Neuestem aus FSC-zertifiziertem Papier gefertigt. Da er geschmacksneutral ist und beim Trinken keine Fasern abgibt, lässt sich das beliebte Kindergetränk wie gewohnt genießen. Der Papierhalm ist ein weiterer Schritt zu mehr Nachhaltigkeit und Natürlichkeit bei der Verpackung. An einem vollständig recycelbaren Trinkbeutel arbeitet die Getränkemarke bereits, spätestens bis 2025 soll er realisiert sein. Die Entwicklung des neuen Trinkbeutels ist komplex, da er mehrere entscheidende Eigenschaften auf einmal erfüllen sollte. Er muss das Getränk zuverlässig vor Temperatur- und Lichteinflüssen schützen, gleichzeitig reißfest und strapazierfähig sein.

Auch der Trinkbeutel soll in der Zukunft komplett recycelbar sein.
Foto: djd/Capri Sun

Essbare Trinkhalme

Auch auf Partys schlürfen Gäste ihren Cocktail gerne durch einen Trinkhalm. Wie wäre es dafür mit einem essbaren Halm? Inzwischen stellen einige Hersteller solche essbaren Trinkhalme aus Maisstärke her, die in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten werden. Und nicht zu vergessen: Trinkhalme aus Pasta, etwa lange Makkaroni. Beide Varianten eignen sich für Kaltgetränke. Feuchtigkeit plus hohe Temperaturen tun ihnen allerdings – wie man sich leicht vorstellen kann – nicht so gut.

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Deutschlands Dächer und Fassaden sollen grün werden

Marktreport: Die Förderungen für Dach- und Fassadenbepflanzungen steigen

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In luftiger Höhe entstehen grüne Gärten. Foto: djd/BuGG

Begrünte Dächer und Fassaden sind nicht nur schön anzusehen, sondern sie tragen auch zum Klimaschutz bei. Die Pflanzen verbessern zum einen das Mikroklima rund um das Haus, denn sie kühlen und befeuchten die Luft, mindern unter anderem Lärm und filtern Feinstaub. Zum anderen dienen sie als Zufluchtsort für Schmetterlinge, Wildbienen und weitere Nützlinge. Mit dem „BuGG-Marktreport Gebäudegrün 2020” des Bundesverbandes GebäudeGrün e.V. liegt nun erstmals eine offizielle Übersicht der wichtigsten Zahlen zu diesem Thema vor.

Städte fördern lebendige Dächer

Aus dem Marktreport ist ersichtlich, dass es momentan in Deutschland rund 120 Millionen Quadratmeter begrünte Dachflächen gibt, die über die letzten Jahre hinweg entstanden sind; allein in 2019 sind 7,2 Millionen Quadratmeter Gründach dazugekommen. Zudem wurden im Jahr 2019 etwa 90.000 Quadratmeter Fassadenfläche bepflanzt. Für viele Hausbesitzer ist die Gebäudebegrünung nicht nur ökologisch attraktiv. Rund 25 Prozent der deutschen Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern fördern Dach- oder Fassadenbegrünungen auch finanziell. Viele Kommunen mindern zudem die Niederschlagswassergebühr beim Vorhandensein von Gründächern. Welche Städte das sind, können Interessierte auf www.gebaeudegruen.info nachlesen. Dort stehen eine Übersicht sowie der genannte Marktreport zum Download bereit. Insgesamt ist der Anteil an Städten, die direkte Zuschüsse anbieten, gestiegen. Waren es 2010 nur sechs Prozent, bewilligten in 2019 bereits 19 Prozent der deutschen Städte eine finanzielle Förderung von Gründächern. Ein ähnlicher Anstieg ist für die direkte Bezuschussung von Fassadenbegrünungen erkennbar.

Mit dieser bepflanzten Fassade fühlen sich auch Schmetterlinge und kleine Vögel wohl. Die Menschen profitieren von einem guten Mikroklima rund ums Haus.
Foto: djd/BuGG

Branche in Bewegung

„Der Markt für Dach-, Fassaden- und auch Innenraumbegrünungen wächst und ist ein Zukunftsmarkt mit großem Potenzial“, stellt auch Dr. Gunter Mann, Präsident des Bundesverbands, fest. „Die Grundlagen für die Begrünung von Gebäuden, also die Gesetze, Richtlinien und Techniken, sind vorhanden, ebenso jahrzehntelange Erfahrungen, viele Praxisbeispiele und spezialisierte Unternehmen.“ Die Branche blickt optimistisch in die Zukunft. Im November 2021 ist der Bundeskongress Gebäudegrün geplant, der passende Weltkongress steht bereits für 2022 im Kalender. Hausbesitzer, die sich für ein bepflanztes Dach auf ihrem Grundstück interessieren, finden im Marktreport ein Branchenverzeichnis, in dem über 50 professionelle Unternehmen und Verbände aufgeführt werden.

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Intimhygiene: Feuchtes und reißfestes Toilettenpapier selbst „herstellen“

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Feuchttücher selbst herstellen – mit einem besonderen Toilettenpapierhalter. Foto: djd/popobello.de

Jeder muss es regelmäßig tun, aber gesprochen wird darüber nicht: die Analhygiene nach dem Toilettengang. In manchen asiatischen Ländern gehört das Dusch-WC bereits zum Standard, in Deutschland dagegen wird meist noch mit normalem trockenen Toilettenpapier „abgewischt“.

Feuchttücher sind schlecht für die Umwelt

Tatsächlich ist die Reinigung mit Wasser eine viel gründlichere und für den Intimbereich schonendere Methode. Aber: Feuchttücher sollte man dafür nicht verwenden. Zum einen enthalten sie oftmals bedenkliche Stoffe, die etwa bei Allergikern zu Hautirritationen führen können. Zum anderen sind viele von ihnen äußerst umweltschädlich, weil sie sich nicht komplett zersetzen und deshalb Rohre verstopfen, in die Abwässer gelangen und damit die Umwelt belasten. Auf eine gründliche Reinigung des Analbereichs mit Wasser muss deshalb aber niemand verzichten. Reißfestes und feuchtes Toilettenpapier kann man mit wenig Aufwand selbst herstellen.

Ideal auch für den Babypopo

Der Anbieter bideo hat einen Toilettenpapierhalter entwickelt, mit dem man handelsübliches Toilettenpapier ausreichend mit Wasser befeuchten kann, ohne dass es seine Reißfestigkeit einbüßt. Zieht man es nach oben, bleibt es trocken. Zieht man das Papier nach unten, wird es befeuchtet, auch diese Option ist also möglich. Das neuartige Verfahren ist besonders für Allergiker und Babypopos am Wickeltisch geeignet. Die Zugabe von Pflegeprodukten oder medizinischen Tinkturen ist möglich. Nach Angaben des Herstellers können Haushalte im Vergleich zur Verwendung von Feuchttüchern bis zu 200 Euro und bis zu 2 Kilogramm Plastik pro Jahr sparen. Das Verfahren verursacht keine Verstopfungen von Rohren, Pumpen und Kläranlagen. Den Toilettenpapierhalter kann man im Online-Shop unter www.bideo.one bestellen, auf der Seite gibt es zudem weitere Informationen. Auch im Wohnmobil oder auf einem Boot ermöglicht er eine leichte Intimhygiene.

Das „feuchte“ Verfahren mit dem Toilettenpapierhalter ist auch sehr gut für die Reinigung des Babypopos geeignet.
Foto: djd/popobello.de

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Von Fotovoltaik bis Begrünung: Nutzdächer werden immer wichtiger

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Solarstrom frei Haus: Immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich für eine Fotovoltaikanlage. Foto: djd/Paul Bauder

Dächer sollen die darunter liegende Bausubstanz vor Wind und Wetter schützen. So weit, so klar. Doch zusätzlich schlummern in den großen Flächen verborgene Talente, die sich mit einer cleveren Nutzung aktivieren lassen. Die Rede ist vom sogenannten Nutzdach, das Mehrwerte für die Bewohner ebenso wie für die Umwelt schafft. Möglichkeiten dazu gibt es gleich mehrere: von einer Fotovoltaikanlage über eine extensive Begrünung des Flachdachs bis hin zu einem ausgewachsenen Biotop.

Ein Solarkraftwerk oder Biotop fürs Dach?

Das private Ökokraftwerk gehört bei Neubauten schon fast zum Standard. Aber auch viele Eigentümer älterer Gebäude rüsten Fotovoltaikelemente nach. Diese Form des Nutzdaches liefert grünen Strom frei Haus, der sowohl die Umwelt als auch die Haushaltskasse schont. Zusätzlich macht die eigene Energiegewinnung unabhängiger von öffentlichen Netzen und zukünftigen Preissteigerungen. Daneben werden ebenso die verschiedenen Formen der Dachbegrünung immer beliebter. „Ein Nutzdach mit Begrünung holt ein Stück Natur zurück in dicht bebaute Bereiche, wirkt sich positiv auf das lokale Mikroklima aus und kann zusätzlich neuen Lebensraum für bedrohte Insektenarten schaffen“, erläutert Wolfgang Holfelder vom Dämmstoffhersteller Bauder. Eine sogenannte extensive Begrünung ist vergleichsweise einfach möglich. Realisierbar, insbesondere auf Flachdächern, sind aber auch Biotope, die Wildbienen und andere bedrohte Insekten anlocken. Selbst ein ausgewachsener Teich oder ein Liegebereich zum Sonnen lässt sich auf entsprechend großen Dachflächen einrichten. Unter www.ratgeberdach.de findet man Beispiele und Ansprechpartner aus der Region. Ein Dachfachbetrieb sollte frühzeitig in die Planungen einbezogen werden.

Die Dachbegrünung ist eine beliebte Möglichkeit, um mehr Natur in dicht bebaute Bereiche zurückzubringen.
Foto: djd/Paul Bauder

Auf solide Abdichtung und Dämmung achten

Eine wesentliche Voraussetzung für das Nutzdach ist ein solider und dauerhaft dichter Aufbau. Flachdächer stellen ohnehin hohe Anforderungen an Abdichtung und Dämmung. Bei einer Gestaltung als Nutzdach kommt es noch mehr auf dessen Robustheit an. Die ökologische Gestaltung als Nutzdach ist heute mit nachhaltigen Dämmmaterialien möglich, die unter anderem aus Biomasse und Recyclingstoffen hergestellt werden. Entsprechende Materialien wie „BauderECO“ sind sowohl für Schräg- als auch Flachdächer erhältlich. Wichtig dabei: Dachaufbau sowie Dämmung sollten stets passend zur geplanten Verwendungsart ausgewählt und fachgerecht montiert werden.

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Saubere Zähne, saubere Umwelt

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Auf dem Weg zum plastikfreien Badezimmer spielt auch das Zähneputzen eine Rolle – mit nachhaltiger Zahnpasta und Holzzahnbürsten. Foto: djd/BEN&ANNA/FOTOSandSTYLE/Torben Siebert

Die Menschen achten beim Einkaufen immer mehr auf Nachhaltigkeit. Laut der Umfrage „Global Consumer Insights Survey“ von PwC bevorzugen europäische Verbraucher Produkte mit weniger Verpackung (41 Prozent), dabei vermeiden sie Plastik, wo immer es geht (42 Prozent). Eine gute Möglichkeit, Kunststoff einzusparen, bieten zum Beispiel plastikfreie Zahnpasten im Glas.

Glas ist wiederverwendbar

Zahncremes aus dem Glas werden mithilfe eines Spatels auf die Zahnbürste aufgetragen. Dann putzt man wie mit einem herkömmlichen Produkt etwa drei Minuten lang die Zähne. Der Verbraucher profitiert hier von mehreren Vorteilen: Durch die Rezepturen ohne Mikroplastik und dem ebenfalls umweltbelastenden Wirkstoff Triclosan gelangen weniger Schadstoffe ins Abwasser als bei herkömmlichen Pasten. Auf dem Markt gibt es mehrere Zahncremes in der Glasverpackung. Ben&Anna beispielsweise bietet fünf verschiedene vegane Sorten für unterschiedliche Pflegebedürfnisse und in diversen Geschmacksrichtungen an. Zwei enthalten etwa Fluorid, drei nicht. Unter www.ben-anna.com kann man sich über die unterschiedlichen Pasten und deren Wirkung informieren. Die Glasverpackung lässt sich nach kompletter Entleerung wiederverwenden, zum Beispiel als Gewürzaufbewahrung oder als Teelichthalter. Wer das nicht möchte, gibt die Verpackung in den Altglascontainer. So kann sie zu 100 Prozent recycelt und wiederverwendet werden. Nicht zuletzt ist es einfacher, die komplette Zahnpasta aus dem Glas zu entnehmen – anders als bei mancher Plastiktube, in der oft ein Rest zurückbleibt.

Auf verantwortungsvolle Unternehmen achten

Immer mehr umweltbewusste Konsumenten möchten auch wissen, ob die produzierenden Unternehmen verantwortungsvoll handeln und wirtschaften. Informationen dazu sind in der Regel auf den offiziellen Webseiten nachzulesen. Ben&Anna etwa unterstützt die Initiative Project Wings mit dem Ziel, die Umwelt sauber zu halten. Ein weiterer Indikator für ein Unternehmen mit nachhaltigen Produkten ist das Natrue-Siegel. Dieses wird vergeben von der Non-Profit-Organisation „The International Natural and Organic Cosmetics Association“ und zeichnet Kosmetikprodukte mit biologisch natürlichen Inhaltsstoffen aus.

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