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Kreise & NRW

DIE SONNE EINFANGEN

Verbraucherzentrale NRW startet Solarstrom-Kampagne

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Foto: reimax16 – Fotolia

Solarstrom für den Eigenbedarf produzieren, die Energiekosten senken und aktiv zum Klimaschutz beitragen. Für Verbraucher:innen in NordrheinWestfalen bieten sich dazu vielfältige Möglichkeiten. Aktuell werden nur drei Prozent der Stromerzeugung im bevölkerungsreichsten Bundesland mit Solarstrom abgedeckt. Dabei entspricht das Sonnenpotenzial in NRW fast der Hälfte des heutigen Stromverbrauchs im Land. Eine gute Gelegenheit für Verbraucher:innen, Teil einer klimaschützenden Energiewende zu werden. Und das Charmante daran – jede:r kann mitmachen, ob auf dem Balkon, der Terrasse oder dem Hausdach.


SOLARTECHNIK FÜR JEDEN HAUSHALT


Aller Anfang ist leicht. Nicht alle Verbraucher:innen haben die Möglichkeit, sich direkt eine große Photovoltaikanlage auf ihr Eigenheimdach zu bauen. Mitmachen und die Sonne ins Haus holen kann aber jede:r. „Stecker-Solargeräte können im Regelfall mit wenig Aufwand aufgebaut und angeschlossen werden“, erklären Werner Reiner der Energieberater der Verbraucherzentrale in Euskirchen und Beratungsstellenleiter Monika Schiffer. „Das Sonnenkraftwerk für den Balkon besteht aus ein bis zwei Standard-Solarmodulen und einem Wechselrichter, der den Gleichstrom der Anlage in 230-Volt-Wechselstrom für den Haushalt umwandelt. Kostenpunkt pro Modul, Wechselrichter und Montagevorrichtung ab 500 Euro. Damit lassen sich jährlich, pro Modul und je nach Standort, 300 Kilowattstunden Strom erzeugen. Bei einem Zweipersonenhaushalt entspricht das ungefähr dem
Jahresverbrauch einer Spül- oder Waschmaschine“. Besitzer:innen von Eigenheimen können sich auf das Hausdach ihr Sonnenkraftwerk bauen lassen, ihr eigener ökologischer Stromversorger werden und das Energiemanagement im Haus optimieren. „Bei allen modernen Photovoltaikanlagen spielt der Eigenverbrauch und damit die Einsparung von Energiekosten eine zentrale Rolle. Das Stichwort ist hier die sogenannte Sektorkopplung mit den hausinternen Schnittstellen Strom, Wärme und Mobilität“, erläutert Energieexperte Werner Reiner. „Mit dem selbsterzeugten Solarstrom lassen sich Batteriespeicher, Wärmepumpe und Elektroheizstäbe für Heizung und Warmwasseraufbereitung speisen. Ebenso können über die hauseigene Ladestation das E-Auto und die E-Bikes mit der Sonnenenergie vom eigenen Dach geladen werden.“


FÖRDERMÖGLICHKEITEN RUND UM DIE SONNE


Der Gesetzgeber hat eine Vielzahl an Programmen aufgelegt, um den Erwerb, die Inbetriebnahme und Modernisierung von Photovoltaikanlagen durch Privathaushalte zu fördern. Die KfW-Bank und das Land NordrheinWestfalen, sowie Kommunen und Energieversorger vergeben unterschiedlichste Zuschüsse und Darlehen. Auch über die Einspeisevergütung für den erzeugten und ins Netz eingespeisten Strom werden Solaranlagen finanziell gefördert. Im Rahmen der Kampagne „Solarstrom@home“ bietet die Verbraucherzentrale NRW unter www.verbraucherzentrale.nrw/sonnenseite umfangreiche Informationen zur Planung, Inbetriebnahme und Förderung von Solarstromanlagen für private Verbraucher:innen.

Frechen | Leben & Menschen

Boule-Kultur und Kulturen-Boule

Ein Nachmittag im Zeichen des kulturellen Miteinanders

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Die Boule Kugeln strahlten bei bestem Wetter an der Sportanlage Herbertskaul / Foto: Stadt Frechen

Bei strahlendem Sonnenschein glänzten nicht nur die silbernen Boule-Kugeln um die Wette. Sechzig Menschen kamen zum Semesterstart der VHS auf dem Sportplatz Herbertskaul zusammen, um gemeinsam Boule zu spielen. Die VHS hatte gemeinsam mit Frechener Boule-Begeisterten zu einem Boule- und Begegnungsfest eingeladen. Für Wissenshungrige gab es spannende Kurzvorträge: Jürgen Friedrich führte in die Geschichte des Spiels ein und sorgte für Orientierung im Regelwerk, Danièle Kroll-Legrand brachte den Anwesenden das Nachbarland Frankreich näher.

Austausch zwischen neulingen und alten Hasen

Im Mittelpunkt aber stand das gemeinsame Boule-Spiel sowie der interkulturelle und intergenerationelle Austausch zwischen Neulingen und „alten Hasen“, jungen und älteren Menschen, Personen aus Deutschland, Syrien, Belgien, Kanada, Peru, Frankreich und anderen Ländern.

Während die Erwachsenen konzentriert immer bessere Würfe hinlegten und die Boule-Regeln verinnerlichten, hatten auch die jüngeren Gäste ihren Spaß. Liebevoll begleitet von Ghislaine Dalla Costa und mit bunten Kugeln ausgestattet, wurden auch die kleinen Gäste schnell zu „Boule-Profis“.

Der französische Nationalsport Pétanque (Boule) erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Beim Boule-Spiel versuchen zwei Mannschaften eine bestimmte Anzahl von Kugeln so nahe wie möglich an eine vorher geworfene Zielkugel zu werfen. Es ist ein Sport, den Menschen jeden Alters spielen können. Er fördert Konzentration und Präzision. Wer das Boule-Spiel kennenlernen und regelmäßig in Frechen spielen möchte, kann sich den Frechener Boule-Begeisterten anschließen, die sich immer freitags um 15 Uhr auf der Anlage Herbertskaul treffen. Neue Mitspielerinnen und Mitspieler sind dort herzlich willkommen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich, Neugier genügt.

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Hochwasser

Wesseling baut Auffangbecken

Baumaßnahme am Hessenweg für Überflutungsschutz

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Um solche Bilder zu vermeiden baut die Stadt neue Auffangbecken / Foto: 4073527 (pixabay)

Die Entsorgungsbetriebe Wesseling (EBW) lassen im Bereich des Hessenwegs, des Württemberger Wegs und der Marie-Juchacz-Straße in Keldenich Auffanggräben und ein Absetzbecken für den Überflutungsschutz bei Starkregen anlegen. Nach den bisherigen Planungen ist der Baubeginn für Ende September terminiert. Die Bauzeit wird ca. 3 Monate betragen. Der Hessenweg wird in Höhe des Ortseingangs zeitweise vollgesperrt. Entsprechende Umleitungen werden eingerichtet.

Die EBW bitten bereits zum jetzigen Zeitpunkt um Verständnis für Behinderungen und Belästigungen in der Zeit der Umsetzung der Baumaßnahme und sagen zu, diese soweit möglich auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken. Für Fragen stehen die Mitarbeiter*innen der EBW unter der Rufnummer 02236 9442-0 zur Verfügung.

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Blankenheim | Freizeit & Kultur

Heimathäppchen locken nach Blankenheim

Eröffnet durch die Verleihung des Heimatpreises 2021

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Jennifer Meuren und Janina Rieder (v.l.) freuen sich auf Sie! / Foto: Gemeinde Blankenheim

Ein Streetfoodfestival in Blankenheim, unter ganz besonderem Motto: Heimathäppchen.
Denn inspiriert ist das kulinarische Angebot von dem, was die Heimat so zu bieten hat. Schätzen gelernt haben wir sie alle, die Heimat, und Urlaub zuhause klingt gar nicht mehr nach trauriger Alternative. Denn erleben kann man auch hier einiges, wenn man fern von den gewohnten Wegen offen ist, sie auf neue Weise zu erfahren. Mit allen Sinnen, auch dem Geschmackssinn.

Dass das geht und Spaß macht, das zeigt sich an den 16 Ständen, die am 25.09.21 von 11 – 17 Uhr auf dem Curtius-Schulten-Platz in Blankenheim auffahren, was die Region hergibt und typisch für sie ist. Die Besucher:innen erwarten eifeltypische Gerichte, ebenso wie Leckereien, deren Zutaten aus dem Umland kommen und von Eifelern mit Liebe zubereitet werden.
Besondere Eissorten von den Cafés im Ort, Waffeln, und liebevoll gestaltete Törtchen aus Mülheim mit Zutaten aus Wald und Garten erfreuen u.a. den süßen Gaumen, und werden durch pikantere Angebote wie Käse, Fisch und Gegrilltes abgerundet. Auch Wein und Bier aus der Heimat stillen den Durst, und zeigen, dass Eifel und Ahrtal hier zusammenkommen. Schön ist es, dass man auch entdecken wird, dass mittlerweile viele hier ihre Heimat haben und die Heimathäppchen durch Speisen internationaler Herkunft bereichern.

Musikalische Unterhaltung für Groß und Klein ergänzt das Geschmackserlebnis zu einem ganzheitlichen Genuss. Um 12 und um 13 Uhr spielt Uwe Reetz insbesondere für die jungen Gäste und ab 14:30 Uhr erfreuen „Frau Wollenweber und ihre Männer“ zwei Stunden lang die Ohren.

Verleihung des Heimatpreises

Eine Veranstaltung, die ihre Heimat in neues Licht rückt, ist auch der ideale Rahmen um diejenigen zu ehren, die sich dafür einsetzen, die Aufenthalts- und Freizeitqualität in Blankenheim zu verbessern. Dies war nämlich der Schwerpunkt der Ausschreibung des diesjährigen Heimatpreises.

Teilnehmen durfte jede:r Bürger:in, Verein oder Initiative aus der Gemeinde. Als Preis wurden insgesamt 5.000 € ausgelobt, die vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert werden.

Neun sehr vielfältige Bewerbungen wurden eingereicht und durften von der Jury mithilfe ihrer zuvor genau festgelegten Kriterien unabhängig bewertet werden. Schnell stand fest, dass das Preisgeld aufgeteilt wird und an drei Gewinner geht.

„Als Bürgermeisterin möchte ich allen Teilnehmer:innen meinen Dank für das geleistete ehrenamtliche Engagement aussprechen. Die Gemeinde lebt von Menschen wie Ihnen. Sie machen die Orte zu dem, was sie sind: ein schönes Zuhause und ein kulturelles und aktives Miteinander. Bereits jetzt freue ich mich auf die vielfältigen Bewerbungen, wenn der nächste Heimatpreis ausgeschrieben wird!“

Mobiles Impfteam vor Ort

Ein besonderes Angebot gibt es schließlich begleitend zu der gesamten Veranstaltung im Gebäude des Eifelmuseums, direkt am Curtius-Schulten-Platz: ein mobiles Impfteam aus dem Impfzentrum bietet all jenen, die sich noch gegen Covid-19 impfen lassen wollen, schnell und unkompliziert die Möglichkeit dazu. Es gibt sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen und Impfungen für Kinder ab 12 Jahren. Auf diese Weise leistet auch die Gemeinde ihren zusätzlichen Beitrag zu der Impfkampagne.

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Bornheim | Freizeit & Kultur

Böll mit dem Rad und zu Fuß erleben

Geführte Radwanderung auf den Spuren von Heinrich Böll

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Den Heinrich Böll Wanderweg erkunden / Foto: Stadt Bornheim

Zu einer geführten Radwanderung von Bonn nach Bornheim-Merten laden die Stadt Bornheim, der ADFC und das Katholische Bildungswerk Rhein-Sieg-Kreis am Samstag, 2. Oktober 2021, ein. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Hauptgebäude der Universität (Hofgartenseite, Regina-Pacis-Weg 3). Von dort geht es mit dem Fahrrad zunächst am Rhein entlang und dann durch die reizvolle Landschaft des Vorgebirges.

Gegen 14:30 Uhr werden die Radfahrer den Heinrich-Böll-Platz erreichen. Von hier geht es zu Fuß weiter entlang des Heinrich-Böll-Wegs, der 2017 eröffnet wurde. Wer möchte, kann sich der Wanderung also auch vor Ort ohne Rad anschließen.

Entlang des Wegs lassen Stadtarchivar Jens Löffler und Kunsthistorikerin Christel Diesler die Mertener Jahre und Lieblingsplätze des Nobelpreisträgers Revue passieren und beleuchten das Verhältnis des seinerzeit umstrittenen Literaten zu den Menschen vor Ort. Die Veranstaltung dauert bis ca. 16:30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.

Von 1982 bis 1985 lebte Heinrich Böll bei seinem Sohn René Böll in Bornheim-Merten. Dort verbrachte der gesundheitlich angeschlagene Autor und gebürtige Kölner seine letzten Jahre und mischte sich in die politischen und gesellschaftlichen Debatten der 1980er-Jahre ein. Nach seinem Tod am 16. Juli 1985 fand er auf dem Alten Mertener Friedhof seine letzte Ruhe. Das gemeinsame Grab von Böll und seiner Frau Annemarie, die 2004 verstarb, hat Sohn René Böll gestaltet.

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Euskirchen | Aktuelles

Großbüllesheim: Feldgartenstraße im Herbst zu

Versorgungsleitungen müssen wiederhergestellt werden.

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In den Herbstferien muss die Feldgartenstraße in Großbüllesheim gesperrt werden / Foto: EM80 (pixabay)

Zur Wiederherstellung der Versorgungsleitungen und des Kanalanschlusses muss die Feldgartenstraße in Großbüllesheim im Abschnitt zwischen Merianstraße und Kita „Großbüllesheim“ in den Herbstferien vom 11.10. bis 22.10.2021 voll gesperrt werden. Umleitungen sind ausgeschildert!

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Rhein-Erft-Kreis

Auftakt zu den jüdischen Kulturwochen

Auf den Spuren jüdischen Lebens im Rhein-Erft-Kreis

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Spektakuläre Leihgabe aus Rom: Kardinal Woelki, Abraham Lehrer vom Zentralrat der Juden in Deutschland und Ulrike Lubek vom Landschaftsverband Rheinland präsentierten mit dem Dekret Kaiser Konstantins ein Dokument von welthistorischer Bedeutung. Das an Köln adressierte Dekret aus dem Jahre 321 ist das Fundament für das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. (Foto: Brodüffel)

Der Rhein-Erft-Kreis präsentiert mit allen kreisangehörigen Städten vom 24. September bis 25. November 2021 die jüdischen Kulturwochen mit Ausstellungen, Vorträgen, Musik und Literatur. Drei Beispiele aus dem umfang- und facettenreichen Programm: Hürth, Löhrerhof, 24.9.,15 Uhr. Bei einem Rundgang durch Alt-Hürth stellt Archivleiter Michael Cöln geschichtsträchtige Orte vor und erzählt Episoden aus der Geschichte der jüdischen Bevölkerung Hürths. Wesseling, Rathaus, 30.9, 19.30 Uhr. Die Ausstellung „Shalom Chaferim“ thematisiert die vielfältigen Aspekte jüdischen Lebens und des Miteinanders sowie die Geschichte der jüdischen Gemeinden vom Mittelalter bis in die Gegenwart in der Region. Brühl, Museum für Alltagsgeschichte, 22.10. bis 9.11. Das Museum zeigt Einblicke in das Leben ehemaliger jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger in Brühl. Das komplette Programm unter www.juedische-kulturwochen-rhein-erft.de

Dekret Kaiser Konstantins in Köln

Seit dem 15. September ist das Dekret Kaiser Konstantins aus dem Jahre 321 im erzbischöflichen Museum Kolumba ausgestellt.  Das Dokument belegt die mindestens 1700-jährige Existenz von Jüdinnen und Juden nördlich der Alpen. Bis zum 11. Oktober wird die spektakuläre Leihgabe der Bibliotheca Vaticana  anlässlich der Ausstellung „In die Weite. Aspekte jüdischen Lebens in Deutschland“ noch zu sehen sein. Die einzigartige Ausstellung in Kolumba über jüdisches Leben dauert bis 15. August 2022. Im Dezember 321 erließ Kaiser Konstantin ein an Köln adressiertes, im ganzen Reich gültiges Gesetz. Es besagte, dass Juden Ämter in den Kurien, den römischen Stadträten, bekleiden durften. Es ist die früheste Quelle zur Existenz von Jüdinnen und Juden in den nördlichen Provinzen des Reiches und damit in den heutigen deutschsprachigen Räumen. Es begründet das diesjährige Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und ist Ursprung aller Überlegungen zu diesem Thema.

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Kreise & NRW

Update zu A1 und A61

Anschlussstelle Erftstadt bleibt noch bis Ende Oktober gesperrt

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Foto: Wikipedia

Zur gestern verkündeten vollständigen Öffnung der A61 zwischen den Autobahnkreuzen Kerpen und Meckenheim in Fahrtrichtung Koblenz gibt es eine Ergänzung. Die Anschlussstelle Erftstadt bleibt bis voraussichtlich Ende Oktober gesperrt. Aufgrund der massiven Schäden an der B265 kann hier aktuell kein Verkehr auf- und abfahren.

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Bergheim | Leben & Menschen

Auftanken in der Yoga-Oase

Die Glessenerin Jutta Nett bietet auf dem Berghof Yogakurse und Koch-Events

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Jutta Nett vor Ihrer Yoga Oase am Glessner Berghof / Foto: Andrea Floss

Vor dem Lächeln kommt der süße Schmerz. In Jutta Netts idyllischer Yoga-Oase auf dem Berghof in Bergheim-Glessen gibt es vor der verdienten Endentspannung auch sanft fordernde Übungen, die Gesundheit, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit fördern. Jede Yoga-Stunde ist abwechslungsreich konzipiert mit wechselnden Flows, Lockerungs- und Atemübungen, einem kleinen Sonnengruß und aufeinander aufbauenden Hauptthemen. „Ich liebe es, neue Konzepte auszuprobieren,“ so die aktive Glessener Neu-Unternehmerin.

Nach fast 40 Jahren bei Ford weiß die 58-jährige Betriebswirtin und Qualitätsmanagerin aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, neben Beruf und Familie einen Ausgleich zu finden. „Yoga hat mir dabei geholfen, trotz meines kopflastigen Jobs meine Balance zu finden“, sagt Jutta Nett. Nur den Hund, die Krähe und das Om zu machen, war der gebürtigen Stommelnerin nicht genug: Sie meldete sich gleich für die Ausbildung zur Yogalehrerin am Kölner Institut für Yoga und Gesundheit an. Nach diversen Weiterbildungen sind mittlerweile fast 1.000 Schulungs-Stunden in diversen Yoga-Stilen zusammengekommen. „Das Schöne am Unterrichten ist für mich auch, dass ich anderen Menschen helfen kann, ihre Ziele zu erreichen und jeden persönlichen Erfolg mitfeiern darf,“ so Jutta Nett. 

Vom “Sanft Yoga“ bis zum „After Work Yoga”

2020 eröffnete die Mutter von drei – inzwischen großen Kindern – ihr mit viel Liebe zum Detail eingerichteten Yogastudio im frisch renovierten Berghof am Ortsrand von Glessen – „ein schöner Ort zum Auftanken mitten im Grünen, an dem man Strapazen und Kummer vergessen, aus dem Alltag fliehen und sich ganz mit sich selbst beschäftigen kann.“ Kleingruppen bis zu 11 Teilnehmern finden Platz in dem rund 100 m2 großen lichtdurchfluteten Raum mit Fußbodenheizung und Luftreinigungsanlage. Neu im Programm ist neben Senioren-Yoga, „Sanft Yoga“ oder „After Work Yoga“ das „Management-Yoga“ – perfekt für Unternehmer*innen, die zu Hause oder in der Firma eine kleine Weile abschalten wollen.

Auch die Corona-Zwangspause konnte die resolute „Stehauf-Frau“ nicht ausbremsen: Sie schickte ihre Yogis weiter online auf die Matte. Nachdem im Sommer die Kurse endlich wieder in Präsenz stattfinden konnten, starten jetzt im September die neuen Samstags-Workshops – mit so unterschiedlichen Themen wie Hormon- und Chakra- bis zum Herz- und Hüftöffner-Yoga. Zur Einstimmung gibt es Tee mit Kräutern aus dem eigenen Garten, manchmal auch selbstgebackene Kekse und Smoothies nach Saison.

Alltagstaugliche Ratz-Fatz-Menüs zaubern

Neben Yoga und Malerei findet Jutta Nett auch im Kochen Entspannung. Was anderen Menschen Stress bereitet, macht die Powerfrau mit viel Liebe und frischen Zutaten „Ratz-Fatz“.  In der frisch eingerichteten Lehrküche lernen Teilnehmer ihrer Koch-Events in drei Stunden, alltagstaugliche Fünf-Gänge-Menüs zu zaubern und mit kleinem Aufwand große Wirkung zu erzielen. „Gerade jetzt, wo geselliges Zusammensein mit Freunden wieder möglich ist, kann so jeder seine Lust am Kochen wiederentdecken.“ Typisch Nett – es bleibt natürlich auch noch Zeit zum Genießen – bestens geeignet auch für Weihnachtsfeiern und kleinere Firmenevents.

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Blankenheim | Leben & Menschen

Blankenheim: Neue Schilder gegen Motorradlärm

Blankenheim wird seit Neuestem durch zwei neue Schilder ergänzt: Sie ermutigen Motoradfahrer:innen zum leiseren Fahren.

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Schilder sollen die Motorradfahrer*innen in Zukunft zügeln / Foto: Santa3 (pixabay)

Lärm durch Motorräder ist kein neues Problem, aber eines, das sich auch nicht von selbst reguliert. Initiativen wie Silent Rider setzten hier bereits an und versuchen über die gesetzliche Schiene Regelungen zu erwirken. Auch das Land NRW sieht Handlungsbedarf und hat in einer eigenen Aktion Material für #leiserbiker verteilt, um den einzelnen schwarzen Schafen ins Gewissen zu reden.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt man nun mit den neuen Schildern. „Motorradfahrer sind weiterhin willkommen! Wir möchten nur Verständnis dafür wecken, dass es insbesondere für Anwohner:innen eine erhebliche Belastung ist, wenn zu viel Lärm entsteht. Auch die Aufenthaltsqualität bspw. in der Gastronomie sinkt“, teilt Ferdi Hoss, Mitarbeiter der Gemeinde Blankenheim, mit. „Entsprechende Beschwerden gehen immer wieder ein.“

Im Ortskern von Blankenheim sammelt sich der Verkehr, weil hier für viele Menschen aus dem Aachener Raum oder den BeNeLux-Ländern die Einfahrtsschneise zum Nürburgring liegt, einem sehr beliebten Ausflugsziel. In den engen Straßen des historischen Ortes schallt es dann erheblich.

Die neuen Schilder des ADAC und der Gemeinde Blankenheim / Foto: Gemeinde Blankenheim

Blankenheim als Vorreiter in NRW

Angebracht wurden die Schilder nun an zwei markanten Stellen: am südlichen Ortseingang auf Höhe der Apotheke, und aus der anderen Richtung kommend auf Höhe des Georgstors. Um hier die Balance zwischen nötiger Auffälligkeit und Vermeidung eines zu unübersichtlichen Schilderwaldes zu wahren, musste zuvor sehr genau abgewägt werden, wo und in welcher Größe die Schilder sinnvoll hängen.
In NRW ist Blankenheim nun die erste Kommune, die die Schilder des ADAC gegen Motorradlärm aufgestellt hat. Der Mobilitätsclub setzt sich für eine Reduzierung von Verkehrslärm ein, ohne dabei die Mobilität einzuschränken. „Mit unserer Schilderaktion wollen wir Motorradfahrer gezielt ansprechen und das Problembewusstsein schärfen, damit ihr Hobby nicht zu einer Belastung für andere wird. Biker können durch ihren Fahrstil die Lautstärke ihrer Maschine stark beeinflussen. Die Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, ist von entscheidender Bedeutung“, erklärt ADAC Verkehrssicherheitsberater Frank Höher. Keine nachhaltige Lösung bei Motorradlärm wären aus Sicht des ADAC pauschale Verbote wie lokale Streckensperrungen und Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen oder auch willkürlich eingeführte Grenzwerte für bestimmte Regionen. Das Problem würde sich, so der ADAC, vermutlich auf andere Strecken verlagern. Die Mehrheit der Motorradfahrer sei ordnungsgemäß und akustisch vernünftig unterwegs und sollte nicht aufgrund einzelner Ausreißer und schwarzer Schafe benachteiligt werden.

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Brühl | Leben & Menschen

Wildblumenwiese neu eingesäht

Ausschussmitglieder aktiv für Artenvielfalt

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Der Umweltausschuss säht die Wiese vor dem BTV-Sportzentrum neu ein. Links Beigeordneter Gerd Schiffer und rechts Ausschussvorsitzende Dr. Katja Brennan. Foto: Harald Zeyen

Mitglieder des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Klimaschutz haben das Wiesengelände am BTV-Sportzentrum neu eingesäht. Hierfür erhielten sie Eimer mit einer heimischen Kräuter- und Grasmischung. Dabei ließen sie sich auch nicht durch ein kurzfristiges heftiges Gewitter aufhalten.

Brühls Technischer Beigeordneter Gerd Schiffer ist auch Vorstandsvorsitzender des StadtServiceBetriebes Brühl AöR. Gemeinsam mit der Stadt Brühl und der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft will die AöR artenreiche Wildblumenwiesen entwickeln. Faktoren wie zunehmender Freiflächenverlust, intensive Landwirtschaft und die Folgen der Klimaerwärmung tragen zu einem dramatischen Artensterben und Biodiversitätsverlust bei. „Umso wichtiger ist es, die vorhandenen Freiflächen im Sinne der Artenvielfalt zu entwickeln. Die Extensivierung der Wiesenpflege hat vielfältige positive ökologische Effekte. Sie fördert nicht nur Artenvielfalt, sondern steigert die Wasserspeicherkapazität des Bodens und erhöht die Aufnahmekapazität von CO2“, sagte Schiffer.

Mit gutem Beispiel voran

Ausschussvorsitzende Dr. Katja Brennan dankte für die rege Beteiligung der Mitglieder, die vier lange Streifen der Wiese mit einer Dreijahresmischung und einer weiteren Samenmischung versorgten. „Wir wollen nicht nur über den örtlichen Umweltschutz diskutieren, sondern auch mit gutem Beispiel vorangehen und aktiv werden“, sagte sie. Bereits vor zwölf Jahren war die Grünfläche nach dem Bau des Sportzentrums nach amtlicher Vorgabe ökologisch eingesäht worden. Doch immer wieder wurde die Fläche komplett abgemäht.

Viele Maßnahmen umgesetzt

Nichtsdestotrotz wurden über den Ratsbeschluss zum ökologischen Grünflächenmanagement bereits viele Maßnahmen umgesetzt. Zwei Beispiele sind die extensive Mahd der Bachläufe des Palmersdorfer Bachverbandes oder die Überhangfläche am Nordfriedhof. Extensiv heißt vor allem, dass die Wiesen nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden und das auf Entfernung des Schnittgutes geachtet wird.

Anfang 2021 wurde ein weiteres Wiesenprojekt von der Stadt Brühl ins Leben gerufen. Der StadtServiceBetrieb Brühl AöR, die Stadt Brühl, Abteilung Planung und Umwelt, und die Biologische Station Bonn Rhein-Erft entwickeln einen gemeinsamen Pflegeplan für eine Freifläche auf dem Nordfriedhof. Auch dort heißt das Ziel, standortgerechte artenreiche Blühwiesen zu entwickeln.

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