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Rhein-Erft-Kreis

Auftakt zu den jüdischen Kulturwochen

Auf den Spuren jüdischen Lebens im Rhein-Erft-Kreis

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Spektakuläre Leihgabe aus Rom: Kardinal Woelki, Abraham Lehrer vom Zentralrat der Juden in Deutschland und Ulrike Lubek vom Landschaftsverband Rheinland präsentierten mit dem Dekret Kaiser Konstantins ein Dokument von welthistorischer Bedeutung. Das an Köln adressierte Dekret aus dem Jahre 321 ist das Fundament für das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. (Foto: Brodüffel)

Der Rhein-Erft-Kreis präsentiert mit allen kreisangehörigen Städten vom 24. September bis 25. November 2021 die jüdischen Kulturwochen mit Ausstellungen, Vorträgen, Musik und Literatur. Drei Beispiele aus dem umfang- und facettenreichen Programm: Hürth, Löhrerhof, 24.9.,15 Uhr. Bei einem Rundgang durch Alt-Hürth stellt Archivleiter Michael Cöln geschichtsträchtige Orte vor und erzählt Episoden aus der Geschichte der jüdischen Bevölkerung Hürths. Wesseling, Rathaus, 30.9, 19.30 Uhr. Die Ausstellung „Shalom Chaferim“ thematisiert die vielfältigen Aspekte jüdischen Lebens und des Miteinanders sowie die Geschichte der jüdischen Gemeinden vom Mittelalter bis in die Gegenwart in der Region. Brühl, Museum für Alltagsgeschichte, 22.10. bis 9.11. Das Museum zeigt Einblicke in das Leben ehemaliger jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger in Brühl. Das komplette Programm unter www.juedische-kulturwochen-rhein-erft.de

Dekret Kaiser Konstantins in Köln

Seit dem 15. September ist das Dekret Kaiser Konstantins aus dem Jahre 321 im erzbischöflichen Museum Kolumba ausgestellt.  Das Dokument belegt die mindestens 1700-jährige Existenz von Jüdinnen und Juden nördlich der Alpen. Bis zum 11. Oktober wird die spektakuläre Leihgabe der Bibliotheca Vaticana  anlässlich der Ausstellung „In die Weite. Aspekte jüdischen Lebens in Deutschland“ noch zu sehen sein. Die einzigartige Ausstellung in Kolumba über jüdisches Leben dauert bis 15. August 2022. Im Dezember 321 erließ Kaiser Konstantin ein an Köln adressiertes, im ganzen Reich gültiges Gesetz. Es besagte, dass Juden Ämter in den Kurien, den römischen Stadträten, bekleiden durften. Es ist die früheste Quelle zur Existenz von Jüdinnen und Juden in den nördlichen Provinzen des Reiches und damit in den heutigen deutschsprachigen Räumen. Es begründet das diesjährige Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und ist Ursprung aller Überlegungen zu diesem Thema.

Brühl | Leben & Menschen

Hilfe für Pflegebedürftige nebenan

Qualifizierung in Brühl erfolgreich abgeschlossen

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Gut gerüstet in die Aufgaben der Nachbarschaftshilfe gehen die qualifizierten Teilnehmer des Kurses. Foto: Tanja van den Berghen

Erfolgreich beendet werden konnte eine Qualifizierung für Menschen, die Pflegebedürftige in der Nachbarschaft betreuen möchten. Der Kurs „Fit für die Nachbarschaftshilfe“ war speziell auf die Bedürfnisse von Pflegebedürftigen ausgerichtet. Damit können diese solange wie möglich in den eigenen vier Wänden verbleiben. Zudem kann die qualifizierte Unterstützung von Freunden, Bekannten und Nachbarn nebenan eine wichtige Ergänzung zur häuslichen Pflege durch Angehörige darstellen.

Mischung aus Online- und Präsenzseminaren

Mögliche Alltagshilfen sind die Unterstützung im Haushalt und beim Einkaufen, Begleitungen zum Arzt und bei Behördenangelegenheiten oder gemeinsame Freizeitaktivitäten. Der Qualifizierungskurs fand im sog. „blended learning-Format“ statt. Dabei eignen sich die Teilnehmer:innen die Kursinhalte in einer Mischung aus Selbststudium auf einer Online-Plattform über ein Online- und ein Präsenzseminar an. Das Kurskonzept wurde vom Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz entwickelt.

Vierzig Personen erhielten im ersten Modul eine Einführung in Notfallmaßnahmen im Rahmen von Erste-Hilfe-Situationen. Behandelt wurden Hilfe beim Schlaganfall, Anzeichen eines Herzinfarktes und Verhalten bei Atemnot.

Die Brühler Pflegeberaterin Ute Palmersheim gab den Teilnehmer*innen aus Brühl eine Einführung in ihre Beratungstätigkeit. Zudem vermittelte sie tiefergehendes Wissen zur Rolle und Situation der pflegenden An- und Zugehörigen. Außerdem erhielten alle eine Einführung in die lokalen Beratungs- und Unterstützungsstrukturen und -angebote in Brühl. „Jetzt können sie gut gerüstet die Aufgaben der Nachbarschaftshilfe übernehmen und bei Bedarf an Unterstützungsangebote vor Ort vermitteln“, so Palmersheim.

Weitere Inhalte des Qualifizierungskurses waren unter anderem eine Einführung in die Themengebiete Inklusion und Pflegebedürftigkeit, die Klärung, was unter dem Begriff der Nachbarschaftshilfe zu verstehen ist, die Rolle, Einsatzfelder, Rechte und Pflichten der Nachbarschaftshelferinnen und -helfer sowie die Kommunikation mit Pflegebedürftigen und pflegenden An- und Zugehörigen.

Viel Sicherheit gewonnen

Die Teilnehmer*innen lobten am Ende die Möglichkeit, sich Wissen im Selbststudium anzueignen als auch die praktischen Informationen und Hilfestellungen. „Ich habe Sicherheit gewonnen. Zum einen im Umgang mit Pflegedürftigen und ihren pflegenden An- und Zugehörigen und durch die Vermittlung von Wissen zu wichtigen Verhaltensweisen in einer Erste-Hilfe-Situation. Zum anderen Sicherheit auch bezüglich der rechtlichen Aspekte der Nachbarschaftshilfe“, so ein abschließendes Feedback einer Brühler Teilnehmerin.

Einige unterstützen bereits Nachbarn, andere machen sich nun auf die Suche nach Personen mit einem Unterstützungsbedarf in ihrer Nachbarschaft oder ihrem Stadtteil.

Mit erfolgreicher Absolvierung des Qualifizierungskurses erhalten alle eine Teilnahmebescheinigung. Sie gilt als Voraussetzung zur Erstattung einer Aufwandsentschädigung im Rahmen des monatlichen Entlastungsbetrages von 125 Euro. Er steht allen Pflegebedürftigen ab einem Pflegegrad Eins zu. Weitere Informationen hierzu findet man bei der Abteilung „Älterwerden in Brühl und Inklusion“ unter aelterwerden@bruehl.de oder inklusion@bruehl.de.

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Brühl | Freizeit & Kultur

„Der undogmatische Hund“

Präsentation des neuen Buchs in der Galerie am Schloss

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Scheck, Schenk und Stubbs / Foto: Stadt Brühl

Ihre Liebe hat einen Namen: Stubbs, im Ruhrpott geborener Jack- Russell-Terrier. Jahrelang haben Scheck und Schenk ihrer Sehnsucht nach einem Hund widerstanden. Zu eng die Etagenwohnung, zu reisefreudig ihr Lebensstil. Bis ein befreundeter Koch ihnen einen Hundewelpen zeigt und sie dahinschmelzen wie Eis in der Sahara. Das neue Familienmitglied verändert nicht nur die Beziehungsdynamik. Sondern auch ihren Blick auf die Welt: Sie wird reicher, kurioser, überraschender.

Höchst amüsant und originell erzählt. Was, glauben Sie, passiert, wenn Sie die Literaturgeschichte mit den Augen eines Hundes betrachten? Sie werden Stubbs nie mehr vergessen, soviel sei versprochen…

Karten sind im Vorverkauf ab 20,70 € / ermäßigt 14,10 € im brühl-info, Uhlstraße 1, 50321 Brühl, Tel. 02232 79-345, online im Veranstaltungskalender der Stadt oder im Webshop und in allen Vorverkaufsstellen von kölnticket erhältlich. Mögliche Restkarten werden an der Abendkasse verkauft. Zusätzliche Informationen zu der Veranstaltung sind in der HIERO-Brühl App einsehbar. Bei der Veranstaltung herrscht freie Platzwahl.

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Brühl | Leben & Menschen

Fürsorge für Schwerstkranke daheim

Das Palliativteam Rhein-Erft-Bonn-Euskirchen

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Per Videoschalte sind die drei SAPV-Gruppen in Brühl, Euskichen und Bonn während der morgendlichen Besprechungen verbunden. Foto: Harald Zeyen

Vor elf Jahren wurde von engagierten Brühler Ärzten ein Palliativteam in Brühl gegründet. Es setzte sich zur Aufgabe, Schwerstkranke und sterbende Menschen im eigenen Zuhause medizinisch zu versorgen.

Noch vor einigen Jahren lag dies in den Händen der Brühler ärztlichen Praxen in einer sog. Ringvertretung. 2007 schlossen sich acht Gründungspraxen aus Brühl, Erftstadt und Meschenich zusammen, um eine allgemeine palliative Versorgung aufzubauen. Eine der Frauen der ersten Stunde war Dr. Astrid Lueg, die drei Jahre später ein Team zur spezialisierten ambulante Palliativ-Versorgung mit aufbaute. Zuerst arbeitete das Pallativteam SAPV in und um Brühl, später in Weilerswist und danach im Kreis Euskirchen und in Bonn. Geleitet wird es neben Dr. Lueg und Dr. Thomas Joist als Geschäftsführende von Dorothea Funke (stv. ärztliche Leiterin) und Anja Paschke (ärztliche Koordinatorin).

Lebensqualität verbessern

„Wir sind heute ein multiprofessionelles Team aus qualifizierten Palliativärzten und -pflegekräften“, sagt Dr. Lueg im Gespräch mit BRUEHL.report. „Wir kümmern uns um Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art. Diese begleiten wir in Kooperation mit ambulanten Hospizdiensten, Seelsorgern, Sozialarbeitern, Psychoonkologen, Apotheken, Pflegediensten und vielen anderen in diesem Bereich engagierten Berufsgruppen. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität von Patienten und Angehörigen durch spezialisierte Betreuung bei schwerer, unheilbarer Krankheit zu verbessern. In Ihrer gewohnten und vertrauten Umgebung setzen wir dieses mit ihnen um und begleiten sie“, so Dr. Lueg. Hierfür arbeitet das 50-köpfige SAPV-Team in drei Gruppen im 24-Stunden-Bereitschaftsdienst. Eine Schwester betreut im Schnitt zehn Patienten, immer in Rufbereitschaft zu einem Arzt im Radius.

Wichtig zu wissen: Patienten mit einer nicht mehr heilbaren, fortgeschrittenen und weiter fortschreitenden Erkrankung und einem besonders hohen Versorgungsaufwand in der letzten Lebensphase haben einen gesetzlichen Anspruch auf SAPV. Alle SAPV-Leistungen sind für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen kostenfrei. Die üblichen Zuzahlungen für Medikamente und Heil- und Hilfsmittel sind wie gewohnt zu leisten.

Spenden sind erwünscht

Das Pallitivteam SAPV Rhein-Erft-Bonn-Euskirchen freut sich jede finanzielle Unterstützung. Das Palliativnetz südlicher Rhein-Erft-Kreis fördert und koordiniert die ambulante und stationäre palliativmedizinische Versorgung von Patienten und deren Angehörigen. Es berät über Betreuungs- und Behandlungsmöglichkeiten und koordiniert u.a. psychosoziale und spirituelle Betreuungsangebote. Darüber hinaus werden multiprofessionelle Qualitätszirkel und Fortbildungen durchgeführt. Spenden kann man auf das Konto bei der Kreissparkasse Köln, BLZ 370 50 299, IBAN: DE 78 3705 0299 0184 2728 19. Diese Kontonummer wird zunehmend auch anstelle von Kranzspenden für die verstorbenen SAPV-Patienten für Spenden angegeben. „Dies zeigt uns die Dankbarkeit der zuvor Betreuten und der Angehörigen für unsere wichtige Arbeit“, sagt Dr. Lueg abschließend.

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Elsdorf | Leben & Menschen

Sichtbare Zeichen gegen das Vergessen

Vier Stolpersteine erinnern an Familie Hausmann

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Vier neue Stolpersteine als Zeichen gegen das Vergessen / Foto: Stadt Elsdorf

An der Mittelstraße wurden vier Stolpersteine in Erinnerung an Familie Hausmann, die einst dort lebte, verlegt. Else Hausmann und ihre Kinder Kurt, Gerda und Ruth flüchteten 1936 mit Hilfe des Elsdorfers Albert Schlang vor den Nationalsozialisten nach Amsterdam und konnten so den Holocaust überleben.

Christa Schlang stiftet Stolpersteine


Christa Schlang, die Tochter von Albert Schlang, lebt heute in München und hat die Stolpersteine gestiftet. Ihre Familie hatte die Hausmanns nach dem Krieg wieder aufgespürt, woraufhin eine enge Freundschaft zu Ruth Hausmann entstand, die vor sieben Jahren knapp 100-jährig verstarb. So konnte Christa Schlang aus erster Hand von dem Schicksal der Familie Hausmann berichten. „Die Geschichte darf sich nicht wiederholen!“, mahnte Josi Schlang eindringlich. Seit 2011 setzt sich die pensionierte Lehrerin für die Verlegung von Stolpersteinen in Elsdorf ein. 20 Stück sind es mittlerweile. 20 Schicksale, 20 Geschichten, 20 Elsdorferinnen und Elsdorfer, die plötzlich die in ihrem eigenen Zuhause nicht mehr sicher waren und nun geächtet, verraten und verfolgt wurden. Die Stolpersteine sind eine sichtbare Erinnerung an ihr Schicksal und Mahnung zugleich.

Schüler gedenken Familie Hausmann


Schüler der zehnten Klasse der Gesamtschule Elsdorf waren bei der Verlegung dabei, trugen ein Gedicht vor, legten Blumen nieder und entzündeten eine Kerze. „Es ist wichtig, dass ihr hier seid!“, wurden sie von Bürgermeister Andreas Heller begrüßt. „Denn das, was passiert ist, was Menschen sich gegenseitig antaten, auch hier in Elsdorf, darf nicht in Vergessenheit geraten. Wir müssen alle jeden Tag achtsam miteinander sein. Diese Steine zeigen, was passieren kann, wenn schleichende Prozesse nicht aufgehalten werden und Hass, Rassismus und Ideologie unser Zusammenleben dominieren.“

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Brühl | Leben & Menschen

Projekt „Stolpersteine NRW“

Neue App erzählt Schicksale der Menschen

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Ab Herbst wird eine spezielle App zu den 71 Stolpersteinen in Brühl führen. Der Lebens- und Leidensweg der jeweiligen Menschen soll dabei erlebbar werden. Foto: Harald Zeyen

Die rund 14.000 Stolpersteine in NRW stehen im Mittelpunkt einer neuen App, die im Herbst vom WDR veröffentlicht werden soll. Hinter jedem einzelnen dieser Steine des Künstlers Gunter Demnig verbirgt sich ein Leben, ein Schicksal. Mit Hilfe der App sollen der Lebens- und der Leidensweg dieser Menschen erlebbar gemacht werden.

„Wir dürfen die Menschen, an deren furchtbares Schicksal mit den Stolpersteinen erinnert wird, niemals vergessen. Das Projekt ist einzigartig. Es wird zum ersten Mal möglich sein, zu jedem in NRW verlegten Stolperstein Informationen abzurufen. Auch jüngere Menschen, vor allem Schülerinnen und Schüler, werden sich mit der WDR-App auf ganz neue Weise mit den Opfern des Nationalsozialismus beschäftigen könne“, sagt WDR-Intendant Tom Buhrow.

Kooperation mit den Kommunen

Brühl und weitere über 150 nordrhein-westfälische Kommunen unterstützen mittlerweile das Projekt. Anfang 2020 hatte der WDR zu allen NRW-Kommunen mit Stolpersteinen Kontakt aufgenommen und zur Kooperation aufgerufen. Nun soll historisches Datenmaterial zu den Themen „Deportation und Verfolgung“ das Projekt ergänzen. Der WDR startete jetzt eine entsprechende Abfrage bei den Städten und Gemeinden.

Stefan Domke, Projektleiter im WDR: „Ohne das vielfältige Wissen und die jahrelange Vorrecherche der Expert:innen vor Ort wäre ein Projekt dieser Größenordnung gar nicht möglich. Zusammen mit Initiativen, Archiven und Aktionsbündnissen sammeln wir erstmals das Material an einem Ort und bereiten es multimedial auf.“

Texte teilweise auch in Audio

Mit der App sollen Smartphone-Nutzende direkt zu jedem Stein, vor dem sie stehen, erfahren können, welche Geschichte sich dahinter verbirgt. Zum anderen lassen sich Stolpersteine gezielt finden – auf der Basis von Namen oder Adressen. Außerdem soll es eine Internetseite mit einer umfangreichen Datenbank und verschiedenen Filtereinstellungen möglich machen, sich die Geschichte der Opfer des Nationalsozialismus auch am PC zu erschließen.

Neben biographischen Texten, teilweise auch als Audiodatei, gibt es historische Fotos, Tonaufnahmen und Videos dazu. Sie machen die Geschichten der Opfer, ihrer Wohnorte und ihrer Zeit so gut wie möglich nachvollziehbar. An ausgewählten Orten werden mit Hilfe von Augmented Reality alte Aufnahmen in die heutige Umgebung eingebettet.

Fortlaufende Aktualisierung

Darüber hinaus enthält die WDR-App rund 200 gezeichnete Kurzgeschichten, die sich mit dem Schicksal der Menschen auseinandersetzen. Diese werden in Zusammenarbeit mit jungen Illustrator:innen der Kunsthochschule Kassel produziert. Das WDR-Projekt „Stolpersteine NRW“ soll fortlaufend aktualisiert werden in Zusammenarbeit mit den beteiligten Kommunen, Initiativen und Archiven vor Ort.

„Die Stadt Brühl unterstützt das großartige Projekt des WDR sehr gerne, profitiert sie doch davon, ihre zurzeit 71 verlegten Stolpersteine mit der dahinterstehenden Geschichte der Opfer allen Interessierten auf diese anschauliche Weise zu präsentieren“, so Bürgermeister Dieter Freytag.

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Kreis Euskirchen

Hendrik Wüst soll neuer Ministerpräsident werden

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Hendrik Wüst soll NRW-Ministerpräsident werden. (Foto: Verkehrsministerium NRW)

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst soll Nachfolger von Armin Laschet werden – als Ministerpräsident und als Chef der Landes-CDU. Das hat Armin Laschet nach einem Treffen des CDU-Landesvorstandes und der Landtagsfraktion bekanntgegeben. Laschet hatte vor der Bundestagswahl angekündigt, in jedem Fall nach Berlin zu wechseln – auch wenn er nicht Bundeskanzler wird.

Landtag wählt

Der neue Ministertpräsident muss vom Düsseldorfer Landtag gewählt werden. Der 46-jährige Jurist wäre einer der jüngsten Regierungschefs in der Geschichte von NRW. Wüst, der auch über ein Landtagsmandat verfügt, rief die CDU zuletzt auf, mehr eigenes Profil zu entwickeln. Die CDU dürfe dem Zeitgeist nicht hinterherlaufen, sondern müsse ihn prägen.

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Brühl | Freizeit & Kultur

„Memento Mori – Ne kölsche Dudedanz “

Wie man den Tod mit Humor nimmt

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Das Plakat der Veranstaltung lässt erahnen das der Tod auf die Schüppe genommen wird / Foto: Stadt Brühl

Im Kapitelsaal wird es am 10.10. um 17 Uhr spannend, wenn Rolly und Benjamin Brings ihr Programm Memento Mori –ne kölsche Dudedanz – Ein kölscher Totentanz präsentieren.

Das Wort „Totentanz“ klingt hart und unnachgiebig – spricht man es jedoch in Kölsch – „Dudedanz“ – aus, wird der schroffe Begriff plötzlich ganz weich und harmlos. Rolly und Benjamin Brings‘ Programm beschäftigt sich nicht nur mit einem oft verdrängten Thema, dem Tod, sondern ist gleichzeitig auch ein Exkurs über die Wirkung der Sprache.

Verblüffend, was für einen Unterschied es macht, einen hochdeutschen Text im Kölschen „Singsang“ zu hören. Verblüffend auch, wie Musiker Rolly Brings das Thema „Tod“ von zwei sehr unterschiedlichen Seiten beleuchtet: Hier das schwere, bedrückende Abschiednehmen von einem geliebten Menschen, dort ein augenzwinkernder, lockerer Umgang mit dem Tod als Alltagsphänomen.

Genussvoll zeigen Rolly und Benjamin Brings auf, dass man auch den Tod mit (schwarzem) Humor nehmen kann.

Karten sind im Vorverkauf ab 18,50 € / ermäßigt 11,90 € im brühl-info, Uhlstraße 1, 50321 Brühl, Tel. 02232 79-345, online im Veranstaltungskalender der Stadt Brühl und in allen Vorverkaufsstellen von kölnticket erhältlich. Mögliche Restkarten werden an der Abendkasse verkauft. Zusätzliche Informationen zu der Veranstaltung sind in der HIERO-Brühl App einsehbar.

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Brühl | Freizeit & Kultur

Eva Eiselt im Rathausinnenhof

Kabarett für Frauen im ausverkauften Rathausinnenhof.

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Einen großen Erfolg feierte die Kabarettistin Eva Eiselt bei ihrem Auftritt im Rathausinnenhof. Foto: Cibura

Mit ihrem Programm „Wenn Schubladen denken könnten“ gastierte Eva Eiselt im ausverkauften Rathausinnenhof. Neben einem Feuerwerk an Kabarett gelang es der Künstlerin, die Brühler Frauen auch nachdenklich zu stimmen.

Laute Lacher, aber auch leise Gedanken zum Klimawandel, zu Corona und zur gendergerechten Sprache waren wie immer tiefgründig und unterhaltsam. Erst nach mehrmaliger Zugabe wurde Eiselt mit tosendem Applaus von der Bühne verabschiedet wurde.

2022 wieder richtige Frauenwoche

„Endlich wieder geselliges Beisammensein in tollem Ambiente“, war die Meinung vieler weiblicher Gäste. Sie spendeten großen Beifall, als die städtische Gleichstellungsbeauftragte Antje Cibura ihnen für 2022 wieder eine richtige Frauenwoche versprach.

„Wir haben uns am 8. März diesen Jahres erstmalig digital erprobt und hoffen auf eine weitere Frauenwoche in Präsenz, scheuen aber andere Formate auch nicht mehr, sodass wir uns sicher im März 2022 wiedersehen werden“, so Cibura.

Vorschläge zur Mitgestaltung einer weiteren spannenden Frauenwoche mit interessanten Workshops, politischen Diskussionen oder ernsten Frauenthemen können ab sofort bis Ende Oktober eingereicht werden unter ddiniro@bruehl.de. Alle Rückfragen werden unter 02232-793061 oder -792250 beantwortet.

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Wesseling | Leben & Menschen

Tanzwerk Wesseling wieder erfolgreich

11. Deutsche Meisterschaft bei den German Open gewonnen

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Die Mädels des Tanzwerk bei der Siegerehrung / Foto: Angel Kolorz

Nach über einem Jahr Pause war es am letzten Wochenende wieder soweit. Das Tanzwerk Wesseling nahm mit 40 Tänzerinnen und 16 Choreographien an den German Open des A.S.D.U. Verbandes teil.  Die Deutschen Meisterschaften in den Kategorien Ballett, Folklore sowie Jazz fanden in Castrop-Rauxel statt. Das Tanzwerk Wesseling trat gegen 1226 Tänzer und Tänzerinnen1 mit insgesamt 370 Choreographien, aus 12 Bundesländern und an 4 Tagen an.

Die seit Juli neuformierten Gruppen erzielten in der Altersklasse 6-9 Jahre (Mini-Kategorie), Deutsche Meister Titel in den Kategorien große Gruppe Ballett, große Gruppe Folklore, Solo Ballett, Solo Charaktertanz, Duett Jazz sowie Trio Ballett, einen zweiten Platz in der Kategorie Solo Ballett ertanzte sich ebenfalls unsere Schülerin Romy Tschöpe. Besondere Auszeichnungen für die höchste Punktzahl und somit ein Diamant Pokal gingen an Anna Krings für ihren Solotanz „Annozka“ in der Kategorie Mini Solo Ballett, sowie an Marta Jansen, Anna Krings und Julia Walter für den Tanz „Tarantella“ in der Kategorie Mini Trio Ballett.

In allen Altersklassen erfolgreich

In der Altersklasse 10-14 Jahre (Kinder-Kategorie) haben unsere Schülerinnen ebenfalls hervorragende Leistungen gezeigt. Sie gewannen in den Kategorien große Gruppe Ballett, kleine Gruppe Ballett (Quartett) und große Gruppe Folklore sowie Duett Folklore den deutschen Meister Titel. Der zweite und dritte Platz in der Kategorie Duo/Trio Folklore ging ebenfalls an unsere Schülerinnen.

Ein weiteres Highlight war die Einladung der Jury zur Gala. Drei unserer Choreographien durften bei der Gala, der 20 besten Choreographien des Wettbewerbes, tanzen. 

Dabei war ein Training während des Lockdowns nicht einfach. Aber Not macht erfinderisch! So wurde das letzte Jahr immer wieder über Zoom in Videocalls trainiert und geprobt. Eine ziemliche Belastung für Kinder, Eltern und Trainer*innen.

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Brühl | Freizeit & Kultur

SURREALE TIERWESEN

Ausstellung im Max Ernst Museum Brühl des LVR ab 3. Oktober

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Ein Bild von Leonora-Carrington welches in der Ausstellung zu sehen ist / Foto: LVR Max-Ernst-Museum

Die Ausstellung „Surreale Tierwesen“ mit rund 140 Werken von 74 internationalen Künstler:innen widmet sich der Welt der (erdachten) Tiere. Sie lädt vom 3. Oktober bis zum 6. Februar 2022 zu einem ungewöhnlichen Zoobesuch im Max Ernst-Museum ein. 

Sei es der Vogel bei Max Ernst, der Hund bei Dorothea Tanning oder die Sphinx bei Léonor Fini: Das Bestiarium, das die Bildwelten des Surrealismus beherrscht, hat bisher wenig Aufmerksamkeit erfahren. Obwohl sich zahlreiche Künstlerinnen und Künstler Mischwesen, oft halb Mensch, halb Tier, teilweise als Alter Ego, erschaffen haben.

Von Breton bis Varo

Die Werke, darunter Gemälde, Skulpturen, Arbeiten auf Papier, illustrierte Bücher und Zeitschriften sowie Filme, werden zusammen mit literarischen Texten präsentiert. Damit wird der Bogen von den Anfängen der surrealistischen Bewegung in der Literatur und bildenden Kunst der frühen 1920er Jahre bis zur Jahrtausendwende gespannt. Die Ausstellung versammelt Werke u.a. von André Breton, Luis Buñuel, Leonora Carrington, Salvador Dalí, Marcel Duchamp, Max Ernst, Meret Oppenheim, Man Ray und Pablo Picasso sowie weniger bekannte bzw. wiederzuentdeckende Arbeiten von Jean Benoît, Greta Knutson, Edith Rimmington, Friedrich Schröder-Sonnenstern oder Remidios Varo. 

Bereits aufgebaut ist eine Interpretation der Installation „Coin Sale“ von Marcel Duchamp von 1960/61. Sie befindet sich aktuell im Zwischengeschoss des Museums. Anders als in der originalen Installation sind ausgestopfte anstatt lebender Hühner in einem grün beleuchteten, mit einem Gitter und 77 One-Cent-Münzen ausgestatteten Raum zu sehen.

Öffentliche Führungen

Begleitet wird die neue Ausstellung von öffentlichen Führungen immer sonntags von 11.30 bis 12.30 Uhr und von 15 bis 16 Uhr. Am 9. Oktober finden samstägliche Führungen zwischen 15.30 und 16.30 Uhr statt (5,-/ermäßigt 3,- Euro; zzgl. Museumseintritt, max 12 Teilnehmer).

Zudem findet am Freitag, 15. Oktober um 16.30 Uhr eine Kuratorenführung unter dem Titel „Bretons Tierwesen“ statt. Dr. Jürgen Pech erläutert anhand ausgewählter Beispiele, welche Aspekte und Methoden den Surrealismus maßgeblich geprägt haben. Höchstens zwölf Teilnehmer sind zugelassen. Der Anmeldeschluss ist am 12. Oktober (5,- Euro zzgl. Eintritt). Alle Infos und Anmeldung beim kulturinfo rheinland, Tel.: 02234-9921555 (Mail: info@kulturinfo-rheinland.de).

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