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Brühl | Leben & Menschen

Wildblumenwiese neu eingesäht

Ausschussmitglieder aktiv für Artenvielfalt

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Der Umweltausschuss säht die Wiese vor dem BTV-Sportzentrum neu ein. Links Beigeordneter Gerd Schiffer und rechts Ausschussvorsitzende Dr. Katja Brennan. Foto: Harald Zeyen

Mitglieder des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Klimaschutz haben das Wiesengelände am BTV-Sportzentrum neu eingesäht. Hierfür erhielten sie Eimer mit einer heimischen Kräuter- und Grasmischung. Dabei ließen sie sich auch nicht durch ein kurzfristiges heftiges Gewitter aufhalten.

Brühls Technischer Beigeordneter Gerd Schiffer ist auch Vorstandsvorsitzender des StadtServiceBetriebes Brühl AöR. Gemeinsam mit der Stadt Brühl und der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft will die AöR artenreiche Wildblumenwiesen entwickeln. Faktoren wie zunehmender Freiflächenverlust, intensive Landwirtschaft und die Folgen der Klimaerwärmung tragen zu einem dramatischen Artensterben und Biodiversitätsverlust bei. „Umso wichtiger ist es, die vorhandenen Freiflächen im Sinne der Artenvielfalt zu entwickeln. Die Extensivierung der Wiesenpflege hat vielfältige positive ökologische Effekte. Sie fördert nicht nur Artenvielfalt, sondern steigert die Wasserspeicherkapazität des Bodens und erhöht die Aufnahmekapazität von CO2“, sagte Schiffer.

Mit gutem Beispiel voran

Ausschussvorsitzende Dr. Katja Brennan dankte für die rege Beteiligung der Mitglieder, die vier lange Streifen der Wiese mit einer Dreijahresmischung und einer weiteren Samenmischung versorgten. „Wir wollen nicht nur über den örtlichen Umweltschutz diskutieren, sondern auch mit gutem Beispiel vorangehen und aktiv werden“, sagte sie. Bereits vor zwölf Jahren war die Grünfläche nach dem Bau des Sportzentrums nach amtlicher Vorgabe ökologisch eingesäht worden. Doch immer wieder wurde die Fläche komplett abgemäht.

Viele Maßnahmen umgesetzt

Nichtsdestotrotz wurden über den Ratsbeschluss zum ökologischen Grünflächenmanagement bereits viele Maßnahmen umgesetzt. Zwei Beispiele sind die extensive Mahd der Bachläufe des Palmersdorfer Bachverbandes oder die Überhangfläche am Nordfriedhof. Extensiv heißt vor allem, dass die Wiesen nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden und das auf Entfernung des Schnittgutes geachtet wird.

Anfang 2021 wurde ein weiteres Wiesenprojekt von der Stadt Brühl ins Leben gerufen. Der StadtServiceBetrieb Brühl AöR, die Stadt Brühl, Abteilung Planung und Umwelt, und die Biologische Station Bonn Rhein-Erft entwickeln einen gemeinsamen Pflegeplan für eine Freifläche auf dem Nordfriedhof. Auch dort heißt das Ziel, standortgerechte artenreiche Blühwiesen zu entwickeln.

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Hilfe für Pflegebedürftige nebenan

Qualifizierung in Brühl erfolgreich abgeschlossen

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Gut gerüstet in die Aufgaben der Nachbarschaftshilfe gehen die qualifizierten Teilnehmer des Kurses. Foto: Tanja van den Berghen

Erfolgreich beendet werden konnte eine Qualifizierung für Menschen, die Pflegebedürftige in der Nachbarschaft betreuen möchten. Der Kurs „Fit für die Nachbarschaftshilfe“ war speziell auf die Bedürfnisse von Pflegebedürftigen ausgerichtet. Damit können diese solange wie möglich in den eigenen vier Wänden verbleiben. Zudem kann die qualifizierte Unterstützung von Freunden, Bekannten und Nachbarn nebenan eine wichtige Ergänzung zur häuslichen Pflege durch Angehörige darstellen.

Mischung aus Online- und Präsenzseminaren

Mögliche Alltagshilfen sind die Unterstützung im Haushalt und beim Einkaufen, Begleitungen zum Arzt und bei Behördenangelegenheiten oder gemeinsame Freizeitaktivitäten. Der Qualifizierungskurs fand im sog. „blended learning-Format“ statt. Dabei eignen sich die Teilnehmer:innen die Kursinhalte in einer Mischung aus Selbststudium auf einer Online-Plattform über ein Online- und ein Präsenzseminar an. Das Kurskonzept wurde vom Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz entwickelt.

Vierzig Personen erhielten im ersten Modul eine Einführung in Notfallmaßnahmen im Rahmen von Erste-Hilfe-Situationen. Behandelt wurden Hilfe beim Schlaganfall, Anzeichen eines Herzinfarktes und Verhalten bei Atemnot.

Die Brühler Pflegeberaterin Ute Palmersheim gab den Teilnehmer*innen aus Brühl eine Einführung in ihre Beratungstätigkeit. Zudem vermittelte sie tiefergehendes Wissen zur Rolle und Situation der pflegenden An- und Zugehörigen. Außerdem erhielten alle eine Einführung in die lokalen Beratungs- und Unterstützungsstrukturen und -angebote in Brühl. „Jetzt können sie gut gerüstet die Aufgaben der Nachbarschaftshilfe übernehmen und bei Bedarf an Unterstützungsangebote vor Ort vermitteln“, so Palmersheim.

Weitere Inhalte des Qualifizierungskurses waren unter anderem eine Einführung in die Themengebiete Inklusion und Pflegebedürftigkeit, die Klärung, was unter dem Begriff der Nachbarschaftshilfe zu verstehen ist, die Rolle, Einsatzfelder, Rechte und Pflichten der Nachbarschaftshelferinnen und -helfer sowie die Kommunikation mit Pflegebedürftigen und pflegenden An- und Zugehörigen.

Viel Sicherheit gewonnen

Die Teilnehmer*innen lobten am Ende die Möglichkeit, sich Wissen im Selbststudium anzueignen als auch die praktischen Informationen und Hilfestellungen. „Ich habe Sicherheit gewonnen. Zum einen im Umgang mit Pflegedürftigen und ihren pflegenden An- und Zugehörigen und durch die Vermittlung von Wissen zu wichtigen Verhaltensweisen in einer Erste-Hilfe-Situation. Zum anderen Sicherheit auch bezüglich der rechtlichen Aspekte der Nachbarschaftshilfe“, so ein abschließendes Feedback einer Brühler Teilnehmerin.

Einige unterstützen bereits Nachbarn, andere machen sich nun auf die Suche nach Personen mit einem Unterstützungsbedarf in ihrer Nachbarschaft oder ihrem Stadtteil.

Mit erfolgreicher Absolvierung des Qualifizierungskurses erhalten alle eine Teilnahmebescheinigung. Sie gilt als Voraussetzung zur Erstattung einer Aufwandsentschädigung im Rahmen des monatlichen Entlastungsbetrages von 125 Euro. Er steht allen Pflegebedürftigen ab einem Pflegegrad Eins zu. Weitere Informationen hierzu findet man bei der Abteilung „Älterwerden in Brühl und Inklusion“ unter aelterwerden@bruehl.de oder inklusion@bruehl.de.

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Fürsorge für Schwerstkranke daheim

Das Palliativteam Rhein-Erft-Bonn-Euskirchen

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Per Videoschalte sind die drei SAPV-Gruppen in Brühl, Euskichen und Bonn während der morgendlichen Besprechungen verbunden. Foto: Harald Zeyen

Vor elf Jahren wurde von engagierten Brühler Ärzten ein Palliativteam in Brühl gegründet. Es setzte sich zur Aufgabe, Schwerstkranke und sterbende Menschen im eigenen Zuhause medizinisch zu versorgen.

Noch vor einigen Jahren lag dies in den Händen der Brühler ärztlichen Praxen in einer sog. Ringvertretung. 2007 schlossen sich acht Gründungspraxen aus Brühl, Erftstadt und Meschenich zusammen, um eine allgemeine palliative Versorgung aufzubauen. Eine der Frauen der ersten Stunde war Dr. Astrid Lueg, die drei Jahre später ein Team zur spezialisierten ambulante Palliativ-Versorgung mit aufbaute. Zuerst arbeitete das Pallativteam SAPV in und um Brühl, später in Weilerswist und danach im Kreis Euskirchen und in Bonn. Geleitet wird es neben Dr. Lueg und Dr. Thomas Joist als Geschäftsführende von Dorothea Funke (stv. ärztliche Leiterin) und Anja Paschke (ärztliche Koordinatorin).

Lebensqualität verbessern

„Wir sind heute ein multiprofessionelles Team aus qualifizierten Palliativärzten und -pflegekräften“, sagt Dr. Lueg im Gespräch mit BRUEHL.report. „Wir kümmern uns um Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art. Diese begleiten wir in Kooperation mit ambulanten Hospizdiensten, Seelsorgern, Sozialarbeitern, Psychoonkologen, Apotheken, Pflegediensten und vielen anderen in diesem Bereich engagierten Berufsgruppen. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität von Patienten und Angehörigen durch spezialisierte Betreuung bei schwerer, unheilbarer Krankheit zu verbessern. In Ihrer gewohnten und vertrauten Umgebung setzen wir dieses mit ihnen um und begleiten sie“, so Dr. Lueg. Hierfür arbeitet das 50-köpfige SAPV-Team in drei Gruppen im 24-Stunden-Bereitschaftsdienst. Eine Schwester betreut im Schnitt zehn Patienten, immer in Rufbereitschaft zu einem Arzt im Radius.

Wichtig zu wissen: Patienten mit einer nicht mehr heilbaren, fortgeschrittenen und weiter fortschreitenden Erkrankung und einem besonders hohen Versorgungsaufwand in der letzten Lebensphase haben einen gesetzlichen Anspruch auf SAPV. Alle SAPV-Leistungen sind für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen kostenfrei. Die üblichen Zuzahlungen für Medikamente und Heil- und Hilfsmittel sind wie gewohnt zu leisten.

Spenden sind erwünscht

Das Pallitivteam SAPV Rhein-Erft-Bonn-Euskirchen freut sich jede finanzielle Unterstützung. Das Palliativnetz südlicher Rhein-Erft-Kreis fördert und koordiniert die ambulante und stationäre palliativmedizinische Versorgung von Patienten und deren Angehörigen. Es berät über Betreuungs- und Behandlungsmöglichkeiten und koordiniert u.a. psychosoziale und spirituelle Betreuungsangebote. Darüber hinaus werden multiprofessionelle Qualitätszirkel und Fortbildungen durchgeführt. Spenden kann man auf das Konto bei der Kreissparkasse Köln, BLZ 370 50 299, IBAN: DE 78 3705 0299 0184 2728 19. Diese Kontonummer wird zunehmend auch anstelle von Kranzspenden für die verstorbenen SAPV-Patienten für Spenden angegeben. „Dies zeigt uns die Dankbarkeit der zuvor Betreuten und der Angehörigen für unsere wichtige Arbeit“, sagt Dr. Lueg abschließend.

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Projekt „Stolpersteine NRW“

Neue App erzählt Schicksale der Menschen

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Ab Herbst wird eine spezielle App zu den 71 Stolpersteinen in Brühl führen. Der Lebens- und Leidensweg der jeweiligen Menschen soll dabei erlebbar werden. Foto: Harald Zeyen

Die rund 14.000 Stolpersteine in NRW stehen im Mittelpunkt einer neuen App, die im Herbst vom WDR veröffentlicht werden soll. Hinter jedem einzelnen dieser Steine des Künstlers Gunter Demnig verbirgt sich ein Leben, ein Schicksal. Mit Hilfe der App sollen der Lebens- und der Leidensweg dieser Menschen erlebbar gemacht werden.

„Wir dürfen die Menschen, an deren furchtbares Schicksal mit den Stolpersteinen erinnert wird, niemals vergessen. Das Projekt ist einzigartig. Es wird zum ersten Mal möglich sein, zu jedem in NRW verlegten Stolperstein Informationen abzurufen. Auch jüngere Menschen, vor allem Schülerinnen und Schüler, werden sich mit der WDR-App auf ganz neue Weise mit den Opfern des Nationalsozialismus beschäftigen könne“, sagt WDR-Intendant Tom Buhrow.

Kooperation mit den Kommunen

Brühl und weitere über 150 nordrhein-westfälische Kommunen unterstützen mittlerweile das Projekt. Anfang 2020 hatte der WDR zu allen NRW-Kommunen mit Stolpersteinen Kontakt aufgenommen und zur Kooperation aufgerufen. Nun soll historisches Datenmaterial zu den Themen „Deportation und Verfolgung“ das Projekt ergänzen. Der WDR startete jetzt eine entsprechende Abfrage bei den Städten und Gemeinden.

Stefan Domke, Projektleiter im WDR: „Ohne das vielfältige Wissen und die jahrelange Vorrecherche der Expert:innen vor Ort wäre ein Projekt dieser Größenordnung gar nicht möglich. Zusammen mit Initiativen, Archiven und Aktionsbündnissen sammeln wir erstmals das Material an einem Ort und bereiten es multimedial auf.“

Texte teilweise auch in Audio

Mit der App sollen Smartphone-Nutzende direkt zu jedem Stein, vor dem sie stehen, erfahren können, welche Geschichte sich dahinter verbirgt. Zum anderen lassen sich Stolpersteine gezielt finden – auf der Basis von Namen oder Adressen. Außerdem soll es eine Internetseite mit einer umfangreichen Datenbank und verschiedenen Filtereinstellungen möglich machen, sich die Geschichte der Opfer des Nationalsozialismus auch am PC zu erschließen.

Neben biographischen Texten, teilweise auch als Audiodatei, gibt es historische Fotos, Tonaufnahmen und Videos dazu. Sie machen die Geschichten der Opfer, ihrer Wohnorte und ihrer Zeit so gut wie möglich nachvollziehbar. An ausgewählten Orten werden mit Hilfe von Augmented Reality alte Aufnahmen in die heutige Umgebung eingebettet.

Fortlaufende Aktualisierung

Darüber hinaus enthält die WDR-App rund 200 gezeichnete Kurzgeschichten, die sich mit dem Schicksal der Menschen auseinandersetzen. Diese werden in Zusammenarbeit mit jungen Illustrator:innen der Kunsthochschule Kassel produziert. Das WDR-Projekt „Stolpersteine NRW“ soll fortlaufend aktualisiert werden in Zusammenarbeit mit den beteiligten Kommunen, Initiativen und Archiven vor Ort.

„Die Stadt Brühl unterstützt das großartige Projekt des WDR sehr gerne, profitiert sie doch davon, ihre zurzeit 71 verlegten Stolpersteine mit der dahinterstehenden Geschichte der Opfer allen Interessierten auf diese anschauliche Weise zu präsentieren“, so Bürgermeister Dieter Freytag.

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Brühler Döppe- un Buuremaat

Am 2. und 3. Oktober 2021 wird in Brühl wieder getöpfert, gesponnen und geschlemmt.

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Auf dem Döppe und Buuremaat gibt es nicht nur Leckereien / Foto: wepag Brühl

Der „Döppe- un Buuremaat“, eine der beliebtesten und ältesten Wepag – Veranstaltungen, die alljährlich tausende Besucher in die Schlossstadt zieht, kann in diesem Jahr endlich wieder in der Brühler Innenstadt stattfinden.

Die Vielfalt der angebotenen Waren steht dabei wie in allen Jahren zuvor im Vordergrund der Veranstaltung. Der Markt und die Fußgängerzone verwandeln sich in einen bunten Marktplatz mit vielseitigen Angeboten für Jung und Alt. Kunsthandwerker und Keramiker bieten ihre hochwertigen Produkte an, außerdem erwartet die Besucher Produkte aus verschiedenen Materialien wie Holz, Wolle oder Metall sowie Kräuter, Blumen und Schmuck.

Von Alpakas bis Monschauer Senf

Wolle von ihren Alpakas verarbeitet Corinna Bartsch aus dem Westerwald direkt an dem Spinnrad vor Ihrem Stand am Markt. Ludmilla Kanonenberg lässt sich beim „Kränze flechten“ über die Schulter schauen. Petra Weerts aus Odernheim verbreitet mit Ihren zahlreichen Dufthölzern eine besondere Duft-Atmosphäre. Frank Justenhoven aus Hürth zeigt handgefertigte Holzunikate rund um das Thema Dom und Köln. Würzig –scharf schmecken die zahlreichen verschiedenen Sorten der „Monschauer-Senfmühle“ von 1882, die wieder mit Ihrem Stand auf dem Markt vertreten ist. Zum „Döppe- un Buuremaat“ gehören natürlich auch wieder zahlreiche Keramiker, die am Stand arbeiten und Ihre ausgefallenen und handgefertigten Kunstwerke anbieten. Darunter in diesem Jahr handgemalte Keramik aus Italien sowie Bunzlauer Keramik. Für französisches Flair werden Händler aus Frankreich beziehungsweise dem Elsass sorgen, die ihre typisch französische Ware und ausgefallene Weine anbieten.

Echtes Hadnwerk! Die Verarbeitung von Wolle am Spinnrad / Foto: wepag Brühl

Kölsche Tapas und vieles mehr

Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Unter anderem bietet Elli’s Kölsche Küche Kölsche Tapas an, es gibt italienisches Mandelgebäck, original holländische Käsespezialitäten und die Almburschen bringen traditionell hergestellte Käse, Schinken und Wurst Variationen aus Österreich mit. Darüber hinaus ist mit zahlreichen kulinarischen Genüssen sowie Wein- & Bierständen für jeden Geschmack etwas dabei.

Geöffnet unter 3G-Regeln

Der Döppe- un Buuremaat ist am Samstag und Sonntag täglich von 11.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Wer am Sonntag, 03. Oktober 2021 den Döppe- un Buuremaat besucht, hat auch die Möglichkeit zu einem ausgedehnten Einkaufsbummel. Abweichend von den üblichen Ladenschlusszeiten sind die Geschäfte in der Brühler Innenstadt von 13.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Zutritt zur Veranstaltung ist nur für vollständig geimpfte, genesene oder getestete Personen zulässig (sogenannte „3G“ Regel). Kinder unter 12 Jahre sind hiervon nicht betroffen. Es werden stichprobenartige Kontrollen durchgeführt.

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Ehrenplakette für zwei verdiente Schwadorferinnen

Auszeichnung im Rahmen von „Kunst vor der Haustür“ für Renate Siemann und Margarete Fuchs

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Zwei sehr verdiente Schwadorferinnen: Renate Siemann (l.) und Margarete Fuchs. Foto: Elisabeth Schroeder

Mit der Schwadorfer Ehrenplakette sind in diesem Jahr Renate Siemann und Margarete Fuchs ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand im Rahmen der Veranstaltung „Kunst vor der Haustür“ statt.

2013 war von der Dorfgemeinschaft Schwadorf die Ehrenplakettenverleihung an verdiente Schwadorfer Bürgerinnen und Bürger wiederbelebt worden. In diesem Jahr fand sie nach der Corona-Pause in familiär-fröhlicher Runde auf dem alten Schulhof statt.

Begegnung im sicheren Umfeld

Sie war eines der zahlreichen Highlights im Rahmen der Veranstaltung „Kunst vor der Haustür“. Diese fand zum zweiten Mal statt. Sie war 2020 ins Leben gerufen worden, um während der Pandemie eine Begegnung im gesicherten Umfeld zu ermöglichen. Gleichzeitig hatte man die Möglichkeit, die künstlerischen Fähigkeiten der Dorfbewohner kennenzulernen.

„Die Veranstaltung war mit Begeisterung aufgenommen worden, und es gab viele schöne Überraschungen“, sagt Elisabeth Schroeder von der Schwadorfer Dorfgemeinschaft. Daher hatte diese auch in diesem Jahr wieder zum Mitmachen aufgerufen. Die Teilnehmerzahl hatte sich nochmals erhöht, und es gab einige interessante Neuzugänge“, so Schroeder.

Engagement im sozial-kirchlichen Bereich

Mit Renate Siemann und Margarete Fuchs wurden zwei Schwadorferinnen ausgezeichnet, die sich über Jahrzehnte im sozial-kirchlichen Bereich eingebracht haben. Beide Frauen verbindet ihr Engagement in der katholischen Frauengemeinschaf (kfd). Insbesondere bei den legendären kfd-Karnevalssitzungen im eng besetzten Schwadorfer Pfarrheim schlüpften beide in unterschiedliche Charakterrollen. Dabei brillierten sie mit Witz, ob als vornehme Bürgerin oder als bodenständige Bäuerin. Sei es die Organisation von Seniorennachmittagen, Lektorenaufgaben bei Gottesdiensten oder ehrenamtliche Küsterdienste, beide waren und sind stets zur Stelle. „Wertvoll war auch ihre Mitarbeit bei den Kambodscha-Festen oder bei der jährlichen Sternsingeraktion“, so der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Lars Berger. Er hob besonders das Engagement der kfd bei den Dorffesten hervor. „Auf die selbst gebackenen Kuchen und frisch gebackene Waffeln freuten sich die Dorffestbesucher jedes Jahr auf neue.“

Margarete Fuchs sei auch im Verborgenen für die Sorgen und Nöte eine aufmerksame Ansprechpartnerin. Sie habe sich mehrfach für Familien in Not und für das Frauenhaus Bonn engagiert. Als Altistin und Archivarin des Kirchenchores St. Severin habe Renate Siemann vielfach zur festlichen Gottesdienstgestaltung beigetragen. Zudem habe sie mit weiteren Ehrenamtlerinnen den Brauch der Kräuterweihe wiederbelebt, so Berger.

Stellenwert des Ehrenamtes

In ihrem Grußwort betonte Brühls erste stellvertretende Bürgermeisterin Pia Regh den Stellenwert des Ehrenamtes für eine lebendige und Heimat bietende Gemeinschaft. Dieses sei gerade in Zeiten des Wandels und der bevorstehenden Veränderungen durch Zuzug wichtig. Regh dankte Renate Siemann, für ihre die Durchführung der Projektbefragung „Besitzbare Stadt“ und die Vertretung der Belange Schwadorfer Senioren bei der Stadt Brühl. Als ein Symbol des Weitertragens von Tradition wurde die Übergabe der beiden Ehrenplaketten durch zwei Schwadorfer Kinder gewertet.

Die Schwadorfer Ehrenplakette überreicht: (v.l.) Vizebürgermeisterin Pia Regh, Margarete Fuchs, Renate Siemann und Dorfgemeinschaftsvorsitzender Lars Berger. Foto: Elisabeth Schroeder

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Verdienstorden für Wolfgang Drösser

Laschet würdigte Lebenswerk des pensionierten Lehrers und Heimatforschers

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Bürgermeister Erwin Esser gratulierte Wolfgang Drösser zum Verdienstorden des Landes NRW. (Foto: Kanonenberg)

„Wir können uns glücklich schätzen, einen solchen Experten für die Geschichte der Stadt Wesseling zu haben“. Bürgermeister Erwin Esser gratulierte Heimatforscher Wolfgang Drösser zur Auszeichnung mit dem Verdienstorden des Landes NRW. Ministerpräsident Armin Laschet hatte Drösser für sein Lebenswerk mit dem Verdienstorden in Düsseldorf gewürdigt.

Gesamtdarstellung der Geschichte Wesselings

Wolfgang Drösser übernahm von 1983 bis 1995 den Vorsitz des Vereins für Orts- und Heimatkunde, heute der größte Kulturverein Wesseling. Bis heute ist Drösser für bisher alle 76 Hefte der zweimal jährlich erscheinenden „Wesselinger Heimat- und Geschichtsblätter“ verantwortlich. Vor 30 Jahren wurde die Zeitschrift vom Deutschen Heimatbund als beste lokale Heimatzeitschrift Deutschlands ausgezeichnet. „Vom bleibenden Wert für Generationen wird Ihre Gesamtdarstellung der Wesselinger Geschichte sein“, sagte Esser. Am 5. Oktober hält Wolfgang Drösser im Rahmen der jüdischen Kulturwochen einen Vortrag über die Geschichte der Juden in Wesseling (18 Uhr, Rathaus).

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Defibrillatoren bieten schnelle Hilfe

Städtische Gewähr nur bei zwei AED-Geräten

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Ein AED-Gerät eines Privatanbieters hängt in der Giesler-Galerie in der Nähe des Eingangs Clemens-August-Straße. Foto: Harald Zeyen

Kaum einer kennt die Standorte der automatisierten externen Defibrillatoren im Stadtgebiet. Diese Defibrillatoren, sogenannte AED-Geräte, werden bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt und können im Notfall Leben retten.

Im Stadtgebiet gibt es zwei AED-Geräte, für die die Stadt Brühl gewährleistet, dass sie regelmäßig gewartet werden. Diese befinden sich im Rathaus C, Container A, in der Poststelle (Hedwig-Gries-Straße 100a) und im Rathaus Uhlstraße, Raum 024-Poststelle.

Darüber hinaus befinden sich sowohl in den Einsatzfahrzeugen der Rettungswache am Krankenhaus als auch in denen der Feuer- und Rettungswache in der Rheinstraße Geräte. Diese sind jedoch nicht frei verfügbar und natürlich nicht vor Ort, wenn die Fahrzeuge im Einsatz sind.

Verzeichnis im Internet

Unter dem Link: http://definetz.online/defikataster-hp befindet sich ein umfangreiches Kataster, in dem die Standorte der städtischen Geräte und die von Privatanbietern verzeichnet sind.„Für alle Angaben nicht-städtischer AED-Geräte kann die Stadt Brühl jedoch weder hinsichtlich der Aktualität des Standorts noch hinsichtlich der Funktionalität der Geräte oder der regelmäßigen Wartung Verantwortung übernehmen. Die Angaben sind daher ohne Gewähr“, sagt Bürgermeister Dieter Freytag.

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Brühl – vom Sumpfland zur Landeshauptstadt

Eckdaten der Stadtgeschichte bis zum 15. Jahrhundert

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Das Franziskanerkloster wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut und beherbergt heute das Rathaus der Stadt Brühl. Foto: Harald Zeyen

Im Jahr 1285 wird Brühl durch Erzbischof Siegfried von Westerburg zur Stadt erhoben. Er überträgt gleichzeitig dem Schöffenrat die Rechtsprechung und die Selbstverwaltung. Unter dem Kölner Bischof Kunibert werden über 600 Jahre zuvor die beiden Fronhöfe Pingsdorf und Merreche (Kierberg) aus fränkischem Königsgut der kölnischen Kirche geschenkt

Bevorzugt von Bischöfen und Kurfürsten

Erzbischof Philipp von Heinsberg faßt um 1180 die beiden Höfe zum Burghof „an dem Brule“ zusammen. Seinen Namen erhält dieser Burghof durch die Lage am Rande eines sumpfigen Niederungswaldes. Von diesem ist heute noch ein Teil im Schlosspark erhalten. Der Brühler Burghof in Brühl wird bevorzugter Aufenthaltsort der Kölner Erzbischöfe und Kurfürsten. Diese waren als Landesherren lange Zeit hindurch mit ihrer Hauptstadt Köln verfeindet.

Brühl wird Landeshauptstadt

Nach der Stadtrechteverleihung wurden eine Stadtmauer und eine mittelalterliche Wasserburg errichtet. Sie wurde zu einer der stärksten Landesfesten im Rheinland ausgebaut. Ihr Befehlshaber war gleichzeitig Amtmann über das Amt Brühl mit zahlreichen Unterherrschaften im Vorgebirge und in der Kölner Bucht. Von den ansässigen Handwerkern hatte die Töpferei überörtliche Bedeutung.

Im Jahr 1308 bezeugt das Schöffenkollegium ein Siegel, das den Schutzpatron Kurkölns zeigt, umgeben von den Häuptern der sieben Schöffen.

Kurfürst Ruprecht erhebt 1469 Brühl zur Landeshauptstadt von Kurköln. Während die Regierungsgeschäfte ab 1597 von Bonn aus erledigt werden, residieren die Kurfürsten vor allem in den Sommermonaten in Brühl.

Vom Franziskanerkloster zum Rathaus

Die Grundsteinlegung des Franziskanerklosters erfolgte 1491 durch seinen Stifter, Erzbischof Hermann IV., Landgraf von Hessen. Drei Jahre später wurde es eingeweiht. In seiner weiteren Geschichte wurde es zu Beginn des 18. Jahrhunderts um- bzw. neu gebaut. 1783 wurde in den Räumen des Klosters eine Lateinschule eingerichtet. Während der napoleonischen Besetzung wurde es 1802 säkularisiert und 1811 der Gemeinde Brühl als „Schule“ geschenkt. Von 1823 bis 1925 war dort ein Lehrerseminar sowie ab 1854 20 Jahre lang auch eine Taubstummenschule. Letztere zog danach um an den heutigen Standort der Volkshochschule, wo der Vater von Max Ernst unterrichtete. Viele ältere Brühler kennen das Franziskanerkloster als Berufsschule, die sich bis 1985 an der Uhlstraße befand. Innerhalb dieser Zeit war auch die Knabenschule „St. Franziskus“ (1930 bis 1968) und die Mädchenschule „St. Marien“ (1955 bis 1968) dort untergebracht. Seit 1987 ist das historische Gebäude das Rathaus der Stadt Brühl. Zur Klosterkirche: Grundsteinlegung 1491, geweiht 1493. 1735 zur Hofkirche des Schlosses umgebaut. Der Hochaltar wurde 1745 von Balthasar Neumann geschaffen.

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Fidele spenden Babyschlafsäcke

Karnevalsgesellschaft unterstützt Säuglingsinitiative im Marienhospital

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Fidele-Präsident Andreas Granrath (m.) überreicht Dr. Carl-Michael Schmidt (r.) und Geschäftsführer Jan Patrick Glöckner Babyschlafsäcke für neugeborene Kinder im Brühler Krankenhaus. Foto: Ellerkamp

Andreas Granrath, Präsident der Fidele Bröhler Falkenjäger, überreichte dem Marienhospital Brühl wieder eine Babyschlafsäcke-Spende. Bereits seit Jahren engagiert sich das Krankenhaus für die Babyschlafsack-Kampagne NRW. Diese Initiative macht sich stark für die Prävention gegen den plötzlichen Kindstod.

Unterstützung für die Kampagne

Seit vielen Jahren wird das Krankenhaus dabei von den Brühler Karnevalisten unterstützt. Die Karnevalsgesellschaft beweist damit, dass ihr Herz nicht nur für die jecke Zeit schlägt. Das Marienhospital Brühl und der Traditionsverein pflegen schon seit rund zehn Jahren einen freundschaftlichen Kontakt. Nicht nur, weil ein großer Teil des Nachwuchses der KG auf der dortigen Geburtshilfestadion geboren wurde.

Granrath: „Wir setzen uns gerne für die Babyschlafsack-Kampagne ein und spenden seit etlichen Jahren innerhalb der Session. Üblicherweise kommen wir dabei mit einer ganzen Hundertschaft und spielen für die Kranken auf.“

Babyschlafsack als Geschenk

Jedes neugeborene Kind erhält als Geschenk einen Schlafsack, der vor dem plötzlichen Kindstod schützen soll. „Helfen ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Deswegen engagieren wir uns dort, wo Unterstützung gebraucht wird“, sagt Granrath. Gesagt, getan. Der Fidele-Präsident überreicht Geschäftsführer Jan Patrick Glöckner und Chefarzt Dr. Carl-Michael Schmidt die modernen Babyschlafsäcke.

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Mobiles Impfen für Kinder ab 16 Jahren

Impfangebot für Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren auf Platz vor dem Rathaus.

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Am 16.09. steht vor dem Rathaus ein mobiles Impfteam für Jugendliche ab 15 Jahren bereit / Foto: whitesession (pixabay)

Für Schülerinnen und Schüler, die das 15. Lebensjahr vollendet haben und in Brühl zur Schule gehen, bietet das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises am Donnerstag, den 16.09.2021 eine Corona-Schutzimpfung an. Die Mobilimpfung findet in der Zeit von 10:00 – 15:00 Uhr auf dem Platz vor dem Rathaus statt.

Das mobile Impfteam des Rhein-Erft-Kreises wird Erst- und Zweitimpfungen vornehmen. Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 – 17 Jahren werden mit BioNTech geimpft. Für volljährige Schülerinnen und Schüler ist grundsätzlich der Impfstoff Johnson & Johnson vorgesehen.

Wer eine Zweitimpfung vornehmen lassen möchte, muss die Erstimpfung durch Vorlage des Impfausweises nachweisen. Impfwillige, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind darüber hinaus aufgefordert, eine Einverständniserklärung eines Elternteils und einen Ausweis, mit dem die eigene Identität nachgewiesen werden kann, zur Impfung mitzubringen.

Die Einwilligungserklärung steht unter folgendem Link zum Download bereit.:https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/Downloads-COVID-19-Vektorimpfstoff/Einwilligung-de.pdf?__blob=publicationFile

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