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Mechernich | Freizeit & Kultur

Holzrücker bei der Arbeit

Waldarbeit und Holzverarbeitung waren am Wochenende Thema im LVR-Freilichtmuseum

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Der Star unter den Holzrückern im Freilichtmuseum Kommern war am Wochenende einmal mehr der Udenbrether Dirk Zöll mit seinem Belgier-Gespann. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Starke Pferde und alte Traktoren bestimmten am Wochenende einmal mehr die Szenerie im Rheinischen Freilichtmuseum in Kommern. Nur eine Woche nach dem „Tag nach der Ernte“ widmeten die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer des Museums ihr Tun und Schaffen der Forstwirtschaft.

„Von der Waldarbeit zur Holzkunst“ hatte das Provinzmanagement des LVR die Veranstaltung betitelt, die nicht ganz so groß wie früher die Reihe „Verrücktes Holz“ daher kam mit Oldtimerrallye und Traktorencorso. Ein halbes Dutzend Einer- und Zweierzüge demonstrierten diesmal Holrücken im Wald, auf der großen Wiese in der Baugruppe Niederrhein lief ein mobiles Sägewerk, über Transmissionsriemen angetrieben von einem Lanz Bulldog.

Bekanntester Holzrücker war der Udenbrether Dirk Zöll (46), der regelmäßig in den Medien von sich und seinem Brabanter-Gespann reden macht. Mit seinem Wallach „Wotan“ (17), eine knappe Tonne schwer und fast 170 Zentimeter Stockmaß groß, Deutscher Meister und Europameister im Holzrücken, hatte Zöll unlängst sogar eine Nebenrolle in einem Kinofilm über den vermutlich weltberühmtesten Försters Peter Wohlleben aus Hümmel.

Rechenmacher, Schmied und Hexenbesenbinder

Rückepferde, Schlepper, Oldtimer und MB-Trucks waren im ganzen LVR-Museum unterwegs. Der Museumsförderverein hatte allerorten Bewirtungs- und Verkaufs-Stände aufgebaut, unter anderem gab es Bratwürste und unverschämt leckere Apfelpfannkuchen. Rechenmacher und Besenbinder sowie Museumsschmied Dieter Knoll waren bei der Arbeit zu sehen und hielten ihre Produkte feil.

Auch ein kleiner Markt rund um das Thema Holz, viele tolle Mitmach-Angebote und die „Mobile Holz-Expo NRW“ des Landesbetriebes Wald und Holz NRW, warteten auf Besucher. Der Publikumsandrang hielt sich allerdings trotz Kaiserwetter in Grenzen. Bei den „Tagen nach der Ernte“ hatte das vor einer Woche noch anders ausgesehen.

Kreise & NRW

Weihnachten in Mechernich

Winterliche Events rund um den Bleiberg.

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Zu bestaunen gibt es am ersten Adventswochenende unter anderem ein mittelalterliches Krippenspiel auf Burg Satzvey mit einem Markt für Handwerk und mit allerhand Leckereien. Die Burgweihnacht findet auch den drei weiteren Adventswochenenden statt. Archivfoto: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress

Mit minus fünf Grad Celsius machte sich die kalte Jahreszeit in den vergangenen Vollmondnächten bereits im Mechernicher Stadtgebiet bemerkbar.

Kranich Schwärme als Vorbote für den Winter

Die V-förmigen Schwärme, die teils aus Skandinavien, teils von der südlichen Ostsee kommen, überqueren bereits seit Wochen die Eifel nach Südfrankreich, Spanien und Nordafrika. Alte Leute sagen, der frühe Vogelzug deute auf einen frühen und strengen Winter hin.

Parallel zu diesem Naturschauspiel machen sich die Veranstalter vorweihnachtlicher Aktivitäten in der Stadt Mechernich trotz Corona an die Arbeit, berichtet Patrick Schmidder von der auch das Stadtgebiet betreuenden Nordeifel-Touristik GmbH: „Schon seit kurzem verleiht der erste Weihnachtsmarkt der Nordeifel auf dem Weihnachtshof des Krewelshofs in Mechernich-Obergartzem vorweihnachtliche Atmosphäre.“

„Weihnachtshof“ Krewelshof

Dieser „Weihnachtshof“ startete bereits Allerheiligen und findet noch bis zum 21. Dezember täglich von 12 bis 17 Uhr auf dem Krewelshof statt. Neben einem Besuch dieses Weihnachtsmarktes bietet sich von Obergartzem aus eine Runde auf dem Glühwein-Wanderweg an. Seit Mitte November ist von mittwochs bis sonntags zusätzlich die Eisbahn am Krewelshof geöffnet.

Die Eisbahn des Krewelshof ist mittwochs bis sonntags in Betrieb, der übrige „Weihnachtshof“ alle Wochentage von 12 bis 17 Uhr. Foto: Krewelshof/pp/Agentur ProfiPress

Am ersten Adventswochenende 27./28. November haben Besucher/innen die Qual der Wahl. Es gibt verschiedene Weihnachtsmärkte. Zu bestaunen gibt es unter anderem ein mittelalterliches Krippenspiel auf Burg Satzvey inklusive Handwerksmarkt und Leckereien. Zudem findet natürlich alljährliche Burgweihnacht an den weiteren drei Adventswochenenden statt.

Im rheinischen Freilichtmuseum Kommern findet am ersten Adventswochenende der traditionelle „Advent für alle Sinne“ statt. Die Museumsbacköfen sind in Betrieb, es gibt Glühwein und Mitmachaktionen zum Basteln, Singen und Weihnachtsgeschichten schreiben.

Das gesamte vorweihnachtliche Veranstaltungsprogramm ist unter anderem auch unter www.nordeifel-tourismus.de dargestellt. Allerdings ist weitgehend offen, wie sich die Dinge angesichts der Pandemie entwickeln. Der ebenfalls von der Nordeifel-Touristik noch beworbene Weihnachtsmarkt an der prähistorischen Kakushöhle bei Mechernich-Dreimühlen ist bereits abgesagt worden. 

Alle Angaben gelten folglich nur unter Vorbehalt. Patrick Schmidder: „Aufgrund der Corona-Pandemie kann es zu kurzfristigen Änderungen kommen.“

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Kreise & NRW

„Advent für alle Sinne“

Weihnachtliche Musik und leckere Bratäpfel für die Gäste

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Beim „Advent für alle Sinne“ im Rheinischen Freilichtmuseum Kommern werden den Gästen Bratäpfel serviert. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

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Das LVR-Freilichtmuseum Kommern lädt am 1. Adventswochenende, 27./28. November, jeweils von 10 bis 18 Uhr zu seinem vorweihnachtlichen „Advent für alle Sinne“ ein. Neben einem kleinen Adventsmarkt in und vor dem Tanzsaal aus Pingsdorf mit Spielzeug, Papeterie, Glaskunst und Patchwork gibt es auch Koch-, Back- und Mitmachaktionen im Museumsgelände.

In den Häusern wird musiziert, der Chor „Kreuz und Quer“ tritt in der Baugruppe Westerwald auf und Besenbinder, Schmied, Weber, Drechsler und Steinmetzin zeigen ihre Fertigkeiten. Es werden Bratäpfel, gebrannte Mandeln, Eierpunsch und Lebkuchen serviert.

Museumspressesprecher Daniel Manner schreibt: „Für die Veranstaltung wird der Kauf eines Online-Tickets dringend empfohlen, da die Anzahl der Museumsgäste auf dem Gelände begrenzt werden muss. Derzeit gilt die 3G Regelung. Es ist jedoch mit einer Umstellung auf 2G in den nächsten Tagen zu rechnen. Bitte informieren Sie sich auf der Homepage www.kommern.lvr.de

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Mechernich | Freizeit & Kultur

„Blöömche“ bringen Weyer zum Blühen

Örtliche Karnevalsgesellschaft startet in der neuen Session wieder voll durch.

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Der Elferrat der Weyer Blöömche bei der bislang letzten Sitzung „Anno Pief“ im Jahr 2019. Foto: Paul Düster/KG Weyer/pp/Agentur ProfiPress

„Mit den »Blöömche« blüht Weyer wieder auf“ lautet der Slogan, mit dem die örtliche Karnevalsgesellschaft in die jecke Jahreszeit aufbricht. Der von Björn Wassong geführte Verein hat mit finanzieller Unterstützung der Aktion „Heimatscheck NRW“ Blumen-Bänke angeschafft, mit winterharten Pflanzen versehen und im Dorf aufgestellt.

Sie stehen unmittelbar neben der Konditorei Arns und einige Meter weiter auf der Ecke Hauptstraße/Jülicherend – und damit am Zugweg des Tulpensonntagszuges, so Björn Wassong in einer Pressemitteilung. Der selbst als Büttenredner populäre „Jeck im Rähn“ wurde unlängst in der Mitgliederversammlung der „Weyerer Blöömche“ als Vorsitzender wiedergewählt und mit ihm das komplette Vorstandsteam. Nur Marcel Hansen stieß als neuer Beisitzer zur Führungsmannschaft.

Robert Schneider bleibt zweiter Vorsitzender, Ilona Seifert Finanzministerin und Michael Hochgürtel Schriftführer. Beisitzer/innen sind Michaela Kerwien, die sich zudem um die Tanzgarde kümmert, Gabriele Koch, Thomas Nöthen und Tobias Stolze. Alle Wahlergebnisse waren einstimmig.

Kartenvorverkauf am 31. Oktober

Den Vereinsmitgliedern Thomas Nöthen und Lothar Kerwien dankte Vorsitzender Björn Wassong im Jahresbericht ganz besonders: „In mehr als 311 Arbeitsstunden hat ein tolles Team um diese beiden Hauptakteure im Jahr 2019 den Wagen der »Blöömche« generalüberholt. Das hat sich gelohnt. Das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen!“ Öffentlich im eigenen Dorf zu sehen  war der Wagen allerdings noch nicht, denn am Tulpensonntag 2020 fiel der Zug nach einer Sturmwarnung aus und dann kam Corona.

Aber die „Blöömche“ blicken hoffnungsvoll in die Zukunft. Bereits am Samstag, 27. November, soll die nächste Sitzung „Anno Pief“ in der Weyerer Bürgerhalle über die Bühne gehen. Highlights bei der beliebten Nostalgiesitzung sollen J.P. Weber, „Et Rumpelstilzje“ Fritz Schopps, „Et Klimpermännche“ Thomas Cüpper, die Agrippinos, Knubbelefutz un Schmalbedaach sowie das Reiter-Korps „Jan von Werth“ aus Köln sein.

Fritz Schopps will am Samstag, 27. November, als „Et Rumpelstilzje“ in der Weyerer Nostalgiesitzung auftreten. Er beendet nach der Session seine lange und erfolgreiche Karriere. Foto: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress

Bei der Veranstaltung soll die „3G+-Regelung“ angewendet werden. Demnach erhalten nur geimpfte, genesene und PCR-getestete Zutritt. Der Kartenvorverkauf findet am Sonntag, 31. Oktober, ab 15 Uhr im Bürgerhaus am Kirchenweg statt. Auch für die geplante Kostümsitzung am 5. Februar konnten die „Blöömche“ bereits zwei Knaller engagieren: Die Gruppe „Eldorado“ und die „Funky Marys“. Björn Wassong: „2022 wird dann auch hoffentlich wieder ein Zug durch Weyer gehen, natürlich mit unserem neuen Wagen!“ Weitere Infos unter: www.bloemche.de

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Jugendbus und K.O.T auf Tournee

Personelle Veränderungen in der Kleinen Offenen Tür von Stadt und GdG Mechernich.

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Der Jugendbus im Einsatz vor St. Willibrord in Nöthen. Die Pfarrei gehört kirchlich zur GdG Mechernich, kommunal zur Stadt Bad Münstereifel. Foto: GdG St. Barbara/pp/Agentur ProfiPress

Die Kleine Offene Tür (K.O.T.) der Stadt und GdG Mechernich ist im September mit ihrem Jugendbus mobil im Stadtgebiet unterwegs. Alle Kinder ab ca. acht Jahren und Jugendliche sind zum Spielen, Lachen und Spaß haben eingeladen. Das Angebot findet jeweils grob von 15 bis 18 Uhr statt.

In Strempt hält der Jugendbus mittwochs vor dem Pfarrheim, Poststraße, und zwar am 8., 22. und 29. September. In Harzheim nutzen Dorfjugend und K.O.T.-Begleiter Hof und Garten des Pfarrheims, Pfarrer-Fredloh-Straße, am 2., 9., 23. und 30. September.

Aktuelle Corona-Regelungen werden eingehalten, die Kids sollen Masken mitbringen für Situationen, bei denen der Abstand nicht gewahrt werden kann. Die Kleine Offene Tür ist über Mail zu erreichen unter KOT.Mechernich@t-online.de, ebenso auf Facebook und Instagram sowie im Verbund mehrerer Einrichtungen in den Bistumsregionen Düren und Eifel.

Am 15. September endet das Freiwillige Soziale Jahr von Jan Günter in der K.O.T., die stationär in der Alten Schule im Sande in Mechernich residiert. Seit Mitte August verstärkt Daniel Ottersbach das Team mit einer halben Stelle.

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Sie sind wieder da!

Sonntag, 18. Juli, ab 14 Uhr: „Eifel-Gäng“ Open Air an der Kakushöhle

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Wehe, denn sie sind wieder losgelassen: Die „Eifel-Gäng“ fährt am Sonntag, 18. Juli, um 14 Uhr zum Open-Air-Gig vor der Kakushöhle in Dreimühlen (Stadt Mechernich) vor. Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress

Sie sind wieder auf freiem Fuß: Vor der malerischen Kulisse der prähistorischen Kakushöhle in Mechernich-Dreimühlen feiert die berühmt-berüchtigte „Eifel-Gäng“ ihre Haftentlassung nach anderthalb Jahren Knast und pandemiebedingtem Auftrittsverbot.

Los geht der „Spass an de Freud“ mit den frechen Kleinkriminellen um 14 Uhr, für die Bewirtung ist gesorgt, Karten im Vorverkauf gibt es für 14 Euro in Gaby Breuers „Café Landgenuss“ direkt an der B 477 vor der Höhle, Tel. 0160/99 15 77 88.

Neues Programm der Kleinkriminellen

Die Gängster Günter Hochgürtel, Ralf Kramp und Manni Lang versprechen Lachtränen und extreme Zwerchfellerschütterung. Am Rande signieren die aus Vollem, Bleibuir und Mechernich stammenden Verbrecher ihre Bücher/CDs, auch den frisch erschienenen Prachtbildband „Hände hoch – es wird lustig“.

Gaby Breuer: „Da die improvisationsfreudigen Unterhaltungsakrobaten noch nie zweimal dasselbe Programm aufgeführt haben, handelt es sich auch diesmal um eine Welturaufführung.“ Komplizen der „Eifel-Gäng“ sind Marcel Hembach und das Vereinskartell Mechernich sowie der Bauhof der Stadt Mechernich.

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Idyll mit Tücken

Baltesbendener Weiher ein Teil der „Eifelschleifen“

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Idyll und Biotop für Amphibien: der Baltesbendener Weiher am Bergbaukundlichen Wanderweg, einem zehn Kilometer langen Teil der „Eifelschleifen“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der Baltesbendener Weiher, ein ehemaliges Wasserreservoir für die Aufbereitung der in Mechernich gewonnenen Bleierze, ist heute eines der vielen lohnenswerten Ziele auf dem Bergbaukundlichen Wanderweg ab Bergwerksmuseum Mechernich.

Zeitgeschichte beim wandern erleben

Wie auch der Buchholzer Weiher ist der See ein Naturidyll mit Tücken. Schwäne, die man dort ausgesetzt hat, sind regelmäßig verendet, weil sie mit dem Gründeln am Boden der Gewässer toxische Mengen Blei zu sich genommen haben.

Der zehn Kilometer lange bergbaukundliche Wanderweg ist heute Teil der „Eifelschleifen“. Die Nordeifel-Touristik GmbH gibt die Gehzeit mit zweieinhalb Stunden an, der Höhenunterschied beträgt 138 Meter. Im Text der Tourenbeschreibung heißt es: „Tauchen Sie ein in die Geschichte des Bergbaus in der Eifel! Auf diesem Weg können Sie die Geschichte einer der einstmals größten Bleiminen der Welt erwandern.“

Weitere Industriedenkmäler auf dem Bergbaukundlichen Wanderpfad sind der „Große Eindicker“, der Tagebau Kallmuther Berg, der Fuß des „Langen Emil“ genannten, einst höchsten Industrieschornsteins Europas, und der Malakowturm über einem früheren Abraum-Förderschacht.

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Pünders Mühle am Glehner „Bösch“

Historisches Gebäude diente früher dem Betrieb eines Erzpochwerks und der Bleiverhüttung.

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Prächtig vor der Kulisse mächtiger Eichen erhebt sich die Pünders Mühle oder „Viermühle“ im Rotbachtal bei Bleibuir. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Prächtig vor der Kulisse mächtiger Eichen erhebt sich die Pünders Mühle am Glehner „Bösch“ oder „Viermühle“ im Rotbachtal bei Bleibuir. Das teils aus Bruchsteinen, teils auch Backsteinen und Fachwerk errichtete Wohnhaus und Mühlengebäude geht auf das 17. Jahrhundert zurück.

Ob es ursprünglich dem Getreidemahlen diente wie die etwas näher an Bleibuir liegende „Blenser Mühle“, ist unbekannt. Laut Nachforschungen des verstorbenen Bleibuirer Heimatforschers Franz-Josef Hahn erwarb der Zülpicher Bürgermeister Hermann Josef Hall die Mühle um 1800 und machte die „Glehnerbuschhütte“ daraus, einen Pochhammer zur Zerkleinerung des Bleierzes und Bleischmelze.

1802 erwarb der Wallenthaler Bergbauunternehmer Johann Reinartz die Poch- und Schmelzhütte und vergrößerte sie noch. Die Glehner Landwirte waren gegen den Betrieb – die ausgewaschenen Sande wurden vom Rotbach mitgenommen und verdarben weiter bachabwärts die Äcker. Vermutlich kam es auch zu Fällen von Bleivergiftung beim Vieh.

Später gelangte die Mühle in den Besitz der Lückerather Landwirts- und Unternehmerfamilie Pünder, die möglicherweise dort auch das Getreide für ihre Lückerather Vier Brauerei schroteten und mälzten.

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Friedliche „Bannmühle“

Blühender Flieder und neugierige Rinder vor der 270 Jahre alten voll funktionsfähigen Vollemer Mühle.

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Zwei neugierige Rinder vor der alt-ehrwürdigen Vollemer Mühle (Stadt Mechernich). Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Zwei neugierige Rinder vor der alt-ehrwürdigen Vollemer Mühle an einem ganz normalen Werktagmorgen, Donnerstag, 28. Mai 2021. Der Fliederbusch auf der Brücke in den Innenhof blüht lilafarben, das Wasserrad der alten „Bannmühle“ für Urfey, Vollem, Kallmuth sowie Teile von Dottel und Keldenich an der Stirnseite des Mühlengebäudes steht schon seit langem still.

109 Einwohner hat das idyllische Dorf im Feybachtal, die Gastronomie Helene Kronenberg war im ganzen Stadtgebiet und darüber hinaus berühmt, nicht zuletzt wegen der hervorragenden Küche und den tollen Möglichkeiten für Familienfeiern. Zurzeit hat sie geschlossen.

Das Tal und die umgebenden Hügelketten bieten vielfältige Wandermöglichkeiten, die 270 Jahre alte, voll funktionsfähige Wassermühle ist das Schmuckstück innerhalb des überschaubaren Häuserensembles. „Bannmühle“ bedeutet übrigens, dass die Einwohner der genannten Dörfer früher ihr Mehl dort mahlen lassen mussten.

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Mechernich hat einen neuen hauptamtlichen Kirchenmusiker

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Der neue Mechernicher Kirchenmusiker Erik Arndt mit Rendantin Gerda Schilles und Pfarrer Erik Pühringer an der Kirchenorgel von St. Johannes Baptist. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Erik Arndt (42) aus Kommern ist neuer hauptamtlicher Kirchenmusiker in der GdG St. Barbara Mechernich. Er löst den jahrzehntelang in Roggendorf, Strempt, Mechernich und anderen Kirchen tätigen Rainer Pütz (66) ab, der nach zahllosen Operationen zum Jahreswechsel ausgeschieden ist.

Erik Arndt wird zum 1. Mai Organist und Leiter der Kirchenchöre und des Kinder- und Jugendchors in der Gemeinschaft der Gemeinden. Er bleibt auch Leiter des Chores an der Eifelbasilika Steinfeld, eine Aufgabe, die ihm 2019 von Chorgründer Hans-Peter Göttgens und Pfarrer P. Wieslaw Kaczor SDS übertragen worden war. Er ist auch Intendant des Eifeler Musikfestes.

Erik Arndt besuchte in Mechernich Katholische Grundschule und Gymnasium am Turmhof, von wo aus er bereits parallel zur Oberstufe am Aachener Gregoriushaus Kirchenmusik studierte und sein C-Examen machte. Dort belegte er nach dem Abitur die Fächer Orgel, Improvisation und Chorleitung bis zum B-Examen. Seinen Ernährungsberuf als Pharmazeutisch-Technischer Assistent (PTA) erlernte Erik Arndt in Bonn.

Mitbewerber aus Venezuela

Er hat ihn zugunsten einer Profikarriere als Musiker inzwischen aufgegeben. Arndt arbeitet mit der Opernsängerin Anna-Maria Kaufmann zusammen, mit der er 2020 eine Tournee durch ganz Deutschland plante („Classic Proms“) mit Auftritten unter anderem in Aachen, Düsseldorf Berlin, Leipzig, Vogelsang, Trier, Bern, Innsbruck und München, die aber wegen Corona abgesagt wurde.

Auf die Nachfolge von Rainer Pütz, der über 40 Jahre im Kirchendienst war und seit 20 Jahren Chefmusiker, bewarben sich eine ganze Reihe anderer Organisten, darunter ein Venezuelaner, der sich aus der equadorianischen Hauptstadt Quito via Internet um die Organistenstelle in der Eifel bewarb.

Erik Arndt soll sich neben der musikalischen Gestaltung der Heiligen Messen und Gottesdienste sowie der Chorarbeit auch um die Fortbildung seiner C-Musiker-Kollegen kümmern, die weiterhin in den Kirchen der mehr als ein Dutzend Pfarrgemeinden umfassenden GdG Orgel spielen und Chöre leiten. Dabei handelt es sich um Willibald Marek, Stefan Weingartz, Dominik Bützler, Axel Wilberg (A-Examen für katholische Kirchenmusik) und Josef Bierth.

Erik Arndt, der vor dem Chor an der Basilika Steinfeld unter anderem Kirchenchor Kreuzweingarten, MGV Hürth, Sängerkreis Euskirchen und den Chor der evangelischen Christuskirche Zülpich leitete, übernimmt am Bleiberg die Kirchenchöre Mechernich, Vussem/Breitenbenden und Holzheim sowie den Kinder- und Jugendchor Mechernich. Wenige Tage vor seinem Dienstantritt am 1. Mai unterzeichnete Erik Arndt, der Vater eines Sohnes, jetzt seinen unbefristeten Vollzeit-Anstellungsvertrag gemeinsam mit seinem Chef, Pfarrer Erik Pühringer, und der Rendantin Gerda Schilles. Seine erste Messe soll er am 1. Mai in Vussem spielen – sofern Corona ihm keinen Strich durch die Rechnung macht.

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Traditionelles Georgsfest soll 2021 wieder begangen werden

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Altabt Albert Altenähr OSB von Kornelimünster als Festprediger, rechts neben ihm Pfarrer Erik Pühringer

Der St. Georgsritt am 1. Mai hat in Kallmuth eine lange Tradition. Nachweislich zog bereits 1666 eine Prozession zum Freiluft-Gottesdienst am Georgspütz zwischen Vollem und Urfey, seit 1953 auf Initiative von Pfarrer Eugen Kranz in Form einer Reiterprozession.

Nach einjähriger Corona-Zwangspause soll das Georgsfest am 1. Mai 2021 wieder begangen werden, aber einstweilen noch ohne Prozession und die anschließend übliche Beköstigung mit Platzkonzert auf der Festwiese in Kallmuth. Das entschied der Sachausschuss „Sankt-Georgs-Ritt“ Ende März in seiner Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Kallmuth. Bestritten werden soll die Eucharistiefeier mit eigenem Mechernicher Seelsorgepersonal.

Der für 2020 beim ausgefallenen Georgsritt vorgesehene Festprediger Pater Wieslaw Kaczor vom Kloster Steinfeld hat bereits für den 1. Mai 2022 zugesagt, wenn der Georgsritt im Wallfahrtsort Kallmuth hoffentlich wieder auf althergebrachte Weise als großes Fest Eifeler Volksfrömmigkeit begangen werden kann.

Internationales Flair auch in diesem Jahr

Pfarrer Erik Pühringer wird am 1. Mai 2021 der Hauptzelebrant sein, Diakon Manni Lang der Festprediger. Für internationales Flair am Altar sorgen außerdem Pfarrer Dr. Innocent Dim aus Nigeria von der GdG St. Barbara und Father Mathew Varughese aus Indien von der Communio in Mechernich.

Die Gottesdienstteilnehmer und Reiter kommen jeder auf eigenen Fuß- oder Reitwegen in einer Art unorganisierter Sternwallfahrt zum Georgspütz, eine Prozession wie sonst vom Kirchdorf Kallmuth zum Georgspütz und zurück findet nicht statt.

Auch eine Bewirtung der Pilger auf der Festwiese am Ortseingang Kallmuth entfällt wegen der Pandemie. Eine Segnung der Pilger, Reiter und Pferde ist aber vorgesehen.

Auf dem weitläufigen Wiesen- und Weidengelände gelten alle am 1. Mai gültigen Abstandsregeln, Sicherheitsvorschriften und Hygienemaßnahmen, über die Ordner wachen. Für die Pferde wird ein separater Sektor mit einem aufgespannten Seil markiert, wie das auch in normalen Jahren der Fall ist.

Pfarrer Pühringer: „Da uns die am 1. Mai geltenden Corona-Bestimmungen heute noch nicht bekannt sind, könnten diese eventuell zu einer kurzfristigen Absage der Festmesse führen. In jedem Fall ist das für diesen Gottesdienst erstelle Hygienekonzept einzuhalten, das heißt FFP 2 oder medizinische Masken tragen, Einhalten des Abstands auf der Wiese und Angabe der Adresse zur Rückverfolgung im Falle einer Coronaerkrankung eines Gottesdienstbesuchers.“

Damit sich die Leute auf eventuell aufgestellten Bänken und Stühlen nicht zu nahe kommen, muss jeder Gottesdienstteilnehmer seine eigene Sitzgelegenheit mitbringen und in ausreichender Entfernung zu seinen Nachbarn aufstellen. Erik Pühringer: „Bei gutem Wetter kann man ja auch einfach eine Decke aufschlagen wie beim Familienpicknick“.

Mitstreiter schon jetzt für 2022 melden

Der „Sachausschuss St. Georgsritt“ sucht Frauen und Männer, die den jährlich stattfindenden St. Georgsritt in Zukunft mit planen und unterstützen. Das gilt auch für Leitungsfunktionen. Bei der Einarbeitung und auch darüber hinaus stehen der langjährige Vorsitzende Robert Ohlerth und der kommissarische Vorsitzende Gerhard Mayr-Reineke auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Ebenfalls werden für die Zukunft Mitstreiter und Helfer gesucht, die am Veranstaltungstag oder davor und danach helfen und eine der vielen anfallenden Aufgaben übernehmen. Wer sich, wie auch immer, engagieren möchte, soll sich bereits jetzt im Mechernicher Pfarrbüro der GdG St. Barbara telefonisch unter 02443/8640 melden. Sie werden dann zu einem Planungsgespräch für 2022 im Spätsommer 2021 eingeladen.

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