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Brühl | Leben & Menschen

Fürsorge für Schwerstkranke daheim

Das Palliativteam Rhein-Erft-Bonn-Euskirchen

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Per Videoschalte sind die drei SAPV-Gruppen in Brühl, Euskichen und Bonn während der morgendlichen Besprechungen verbunden. Foto: Harald Zeyen

Vor elf Jahren wurde von engagierten Brühler Ärzten ein Palliativteam in Brühl gegründet. Es setzte sich zur Aufgabe, Schwerstkranke und sterbende Menschen im eigenen Zuhause medizinisch zu versorgen.

Noch vor einigen Jahren lag dies in den Händen der Brühler ärztlichen Praxen in einer sog. Ringvertretung. 2007 schlossen sich acht Gründungspraxen aus Brühl, Erftstadt und Meschenich zusammen, um eine allgemeine palliative Versorgung aufzubauen. Eine der Frauen der ersten Stunde war Dr. Astrid Lueg, die drei Jahre später ein Team zur spezialisierten ambulante Palliativ-Versorgung mit aufbaute. Zuerst arbeitete das Pallativteam SAPV in und um Brühl, später in Weilerswist und danach im Kreis Euskirchen und in Bonn. Geleitet wird es neben Dr. Lueg und Dr. Thomas Joist als Geschäftsführende von Dorothea Funke (stv. ärztliche Leiterin) und Anja Paschke (ärztliche Koordinatorin).

Lebensqualität verbessern

„Wir sind heute ein multiprofessionelles Team aus qualifizierten Palliativärzten und -pflegekräften“, sagt Dr. Lueg im Gespräch mit BRUEHL.report. „Wir kümmern uns um Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art. Diese begleiten wir in Kooperation mit ambulanten Hospizdiensten, Seelsorgern, Sozialarbeitern, Psychoonkologen, Apotheken, Pflegediensten und vielen anderen in diesem Bereich engagierten Berufsgruppen. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität von Patienten und Angehörigen durch spezialisierte Betreuung bei schwerer, unheilbarer Krankheit zu verbessern. In Ihrer gewohnten und vertrauten Umgebung setzen wir dieses mit ihnen um und begleiten sie“, so Dr. Lueg. Hierfür arbeitet das 50-köpfige SAPV-Team in drei Gruppen im 24-Stunden-Bereitschaftsdienst. Eine Schwester betreut im Schnitt zehn Patienten, immer in Rufbereitschaft zu einem Arzt im Radius.

Wichtig zu wissen: Patienten mit einer nicht mehr heilbaren, fortgeschrittenen und weiter fortschreitenden Erkrankung und einem besonders hohen Versorgungsaufwand in der letzten Lebensphase haben einen gesetzlichen Anspruch auf SAPV. Alle SAPV-Leistungen sind für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen kostenfrei. Die üblichen Zuzahlungen für Medikamente und Heil- und Hilfsmittel sind wie gewohnt zu leisten.

Spenden sind erwünscht

Das Pallitivteam SAPV Rhein-Erft-Bonn-Euskirchen freut sich jede finanzielle Unterstützung. Das Palliativnetz südlicher Rhein-Erft-Kreis fördert und koordiniert die ambulante und stationäre palliativmedizinische Versorgung von Patienten und deren Angehörigen. Es berät über Betreuungs- und Behandlungsmöglichkeiten und koordiniert u.a. psychosoziale und spirituelle Betreuungsangebote. Darüber hinaus werden multiprofessionelle Qualitätszirkel und Fortbildungen durchgeführt. Spenden kann man auf das Konto bei der Kreissparkasse Köln, BLZ 370 50 299, IBAN: DE 78 3705 0299 0184 2728 19. Diese Kontonummer wird zunehmend auch anstelle von Kranzspenden für die verstorbenen SAPV-Patienten für Spenden angegeben. „Dies zeigt uns die Dankbarkeit der zuvor Betreuten und der Angehörigen für unsere wichtige Arbeit“, sagt Dr. Lueg abschließend.

Brühl | Leben & Menschen

Sicher über die Brühler Schulwege

Leuchtende Warnwesten für Brühler Erstklässler

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Bürgermeister Dieter Freytag (3.v.r.), Stefan Grathwohl (2.v.r.) von der Kreissparkasse Köln und den Polizeivertretern mit Schulleiterin Doris Münch (3.v.l.) und den I-Dötzchen der Martin-Luther-Schule. Foto: Harald Zeyen

Rechtzeitig vor dem Beginn der dunklen Jahreszeit erhielten alle Erstklässler der Martin-Luther-Schule Badorf erhielten aus den Händen von Bürgermeister Dieter Freytag leuchtend gelbe Warnwesten. Diese haben nicht nur reflektierende Sicherheitsstreifen, sondern auch kindgerechte reflektierende Motive sowie Kapuzen.

„Die Leuchtwesten sollen dazu beitragen, dass ihr bei Dunkelheit auf Euren Wegen zur Schule, zum Sport oder zu Euren Freunden früher gesehen werdet. Und so für Euch die Sicherheit im Straßenverkehr verbessert wird,“ erklärte Freytag. Gemeinsam mit Vertretern der Kreispolizei zeigte er den Kindern, wie man die Westen optimal überzieht.

Frühzeitig gesehen werden

In den dunklen Morgenstunden, aber auch in der Dämmerung am späten Nachmittag, nimmt die Unfallgefahr stark zu. Gerade dann kommt es darauf an, Kinder so zu kleiden, dass sie frühzeitig von allen Verkehrsteilnehmern gesehen werden. Schulleiterin Doris Münch freute sich, dass die reflektierenden Leuchtwesten mit geringem Aufwand die Sichtbarkeit und damit die Verkehrssicherheit der Kinder verbessern.

Gefahrenstellen besprechen

Eltern können die Verkehrssicherheit ihrer Kinder zusätzlich noch durch eine großzügige Zeitplanung für den Schulweg erhöhen. Besonders wichtig ist, dass Eltern mit ihren Kindern den Schulweg auch im Dunkeln abgehen und Gefahrenstellen besprechen.

Bürgermeister Freytag dankte allen Beteiligten, insbesondere der Kreissparkasse Köln, vertreten durch Stefan Grathwohl, für die Unterstützung. Die Kreissparkasse Köln hat als Sponsor über die Hälfte der Kosten der Warnwesten für alle Erstklässler der städtischen Schulen übernommen. Den Schülerinnen und Schülern wünschte Freytag ein stets sicheres und gutes Ankommen auf allen Wegen.

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Brühl | Leben & Menschen

Rathaus wird zum Adventskalender

Junge Kunstschaffende kreieren die Motive

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Ein Stern kündet von der Geburt Christi: Vielfältig sind die Motive für die Adventskalenderbilder in den Rathausfenstern. Foto: Pixabay

Die Fenster des Rathauses Uhlstraße werden vom 1. Dezember bis zum 6. Januar mit weihnachtlichen Motiven gestaltet sein. Nach Einbruch der Dunkelheit erstrahlen die Fenster dann in hellem Licht.

Die Aktion war im vergangenen Jahr bei der Brühler Bürgerschaft sehr gut angekommen. Gemeinsam mit zahlreichen Brühler Kindertagesstätten, der Bücherei St. Heinrich und der Kunst- und Musikschule der Stadt Brühl wurde der große Adventskalender entworfen. 

Zahlreiche Kitas beteiligt

Um die Werke der kleinen Kunstschaffenden so lang wie möglich zu präsentieren, werden 24 Fenster erstrahlen. Das Fenster des jeweiligen Tages wird heller erleuchtet sein als die übrigen Fenster. Dabei sind dieses Jahr zahlreiche Tageseinrichtungen beteiligt, so die Kitas Mühlenbach, Clemens-August, Im alten Forsthaus, An der Eckdorfer Mühle, Wilhelmstraße und  An der alten Zuckerfabrik. Zudem sind die Familienzentren Vochem, Brühl Süd-Auf der Pehle und Brühl Süd-Lessingstraße kreativ gewesen. Weitere Fenstergestaltungen stammen vom Waldkindergarten „Salamander“, vom Kiku-Kinderland Brühl, von der Kunst- und Musikschule sowie der Bücherei St. Heinrich. Wer welches Fenster genau gestaltet hat, ist an der im Eingangsbereich des Rathauses ausgehängten Liste zu erkennen.

Weitere Adventsaktionen sind in Planung. Auch das Kinderbild-Illuminationsprojekt am Seitentraktes des Schlosses geht aufgrund der letztjährigen großen Nachfrage in die Wiederholung. Fragen zu diesem Projekt und weiteren Weihnachtsaktionen beantwortet das Citymanagement unter 02232-794015 (citymanagement@bruehl.de).

Die schönste Zeit des Jahres

Bereits im letzten Jahr und auch aktuell noch muss ein jeder aufgrund von Corona mit Einschränkungen im Alltag leben. Insbesondere Kinder waren und sind immer noch besonders betroffen. Mit dem Start der Weihnachtszeit beginnt für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres.

Häuser werden mit bunter Beleuchtung geschmückt, überall duftet es nach leckeren Weihnachtsplätzchen, nach Christstollen und Mandeln. Nachdem im letzten Jahr viel Liebgewonnenes abgesagt werden musste, darf der vierwöchige große und schöne Weihnachtsmarkt in der Brühler Innenstadt – wenn auch mit Einschränkungen – in diesem Jahr wieder stattfinden.

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Brühl | Leben & Menschen

Herzenswünsche erfüllen

Weihnachtswunschbaumaktion für bedürftige Kinder in Brühl

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Freuen sich auf einen guten Zuspruch zur Weihnachtswunschbaumaktion: (v.l.) Marcel Härtel (Stadtwerke Brühl), Marcel Drack, Bürgermeister Dieter Freytag, Andrea Frede, Uwe Schäfges, Kundencenterleiterin Joanna Lutz und Andreas Zimmermann. Foto Harald Zeyen

Auch in diesem Jahr findet die beliebte Weihnachtswunschbaumaktion statt. Sie sorgt dafür, dass Herzenswünsche bedürftiger Kinder in Erfüllung gehen. Seit 2006 gibt es die Aktion, zuerst als Charitybaum des Kaufhofes. Später stößt die Stadt Brühl hinzu.

Nachdem 2020 der Kaufhof in Brühl schließen musste, wurde nun die Aktion neu aufgesetzt. Bürgermeister Dieter Freytag stellte das neue Format vor und eröffnete die Weihnachtswunschbaumaktion im Stadtwerke-Kundencenter am Janshof offiziell.

Wunschzettel am Weihnachtsbaum

Bei der Wunschbaum-Aktion können Bürger:innen bis einschließlich 10. Dezember Weihnachtswünsche erfüllen. Marcel Drack (Volksbank Rhein-Erft-Köln) bezeichnete sie als „wichtige Aktion der kleinen Wünsche“. Mitmachen ist ganz einfach: Jedes Kind füllt einen Wunschzettel im Wert von bis zu 15,- Euro in einem der teilnehmenden Geschäfte aus.

Die Wunschzettel werden an Weihnachtsbäumchen aufgehängt, die in der Volksbank am Steinweg, im Stadtwerke-Kundencenter, Janshof 19, und bei Thalia am Markt 15, stehen. Diese können dort vom Baum gepflückt werden. Im genannten Geschäft kann man das Geschenk bezahlen und so die Herzenswünsche der Kinder erfüllen. Die Stadt Brühl informiert anschließend die Eltern, sobald die Weihnachtsgeschenke in den Geschäften abgeholt werden können. Angesprochen wurden über das Sozialamt bis zu 600 Brühler Familien mit rund 1200 Kindern. „Rund die Hälfte nutzt das Angebot auch“, so Andreas Zimmermann, Fachbereichsleiter Soziales.

Die beteiligten Geschäfte sind die Papierinsel (Kölnstraße 15), Thalia (Markt 15), dm-drogerie markt (Markt 9-11), Hingucker (Uhlstraße 64), die Buchhandlung Brockmann (Uhlstraße 82) sowie der Rewe-Markt, H&M und C&A in der Giesler-Galerie.

Wünsche auch online erfüllen

Wer den Weg in die Innenstadt nicht persönlich schafft, kann auch online Wünsche erfüllen. Dazu einfach die kostenlose Hiero Brühl-App unter der Rubrik „Wunschbaum-Aktion 2021“ nutzen und das Geschäft seiner Wahl aussuchen. Auf diese Möglichkeit wies Andrea Frede vom Citymanagement der Stadt Brühl hin. Seit sechs Jahren unterstützt auch der Betriebsrat der Renault Deutschland AG die gute Sache. Dessen stellvertretender Vorsitzender Uwe Schäfges betonte, dass man bereitstehe, nicht eingelöste Wunschzettel zu übernehmen. „Dies ist aber bisher nie vorgekommen“, ergänzte er. Zudem unterstützt Renault das Projekt auch finanziell.

Bürgermeister Dieter Freytag betonte den hohen Wert des gemeinnützigen Projektes. Er appellierte: „Es wäre schön, wenn die Spendenbereitschaft wie in den letzten Jahren wächst und jeder Wunsch erfüllt wird. Helfen Sie daher mit und lassen Sie Kinderträume wahr werden!“. Die Gruppe der bedürftigen Kinder umfasst alle Kinder, die Leistungen aus Hartz IV, der Sozialhilfe oder nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten.

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Brühl | Leben & Menschen

Mobile Luftfilteranlagen in allen Klassenräumen

Erfolgreicher Spendenaufruf der Barbaraschule

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Seit einigen Tagen können die durch Spenden finanzierten mobilen Luftfilteranlagen in allen Klassenräumen der Barbaraschule in Brühl-Kierberg genutzt werden. (Foto: Privat)

Der Rat der Stadt Brühl hat bei seiner letzten Sitzung knapp 70.000 Euro für den Einsatz von Luftfilteranlagen in der GGS Martin-Luther, der Erich-Kästner-Realschule und der Förderschule Pestalozzi beschlossen. Die Barbaraschule wurde wegen genügend Lüftungsmöglichkeiten nicht berücksichtigt, so die Stadt.

Über 8.000 Euro

Damit wollten sich die Eltern der Grundschulkinder in Kierberg nicht zufrieden geben. Als Ergänzung zum sinnvollen Stoßlüften hat die Schulpflegschaft der katholischen Grundschule  einen Spendenaufruf zur Anschaffung von mobilen Luftfilteranlagen gestartet. Mit bemerkenswertem Erfolg: In nur wenigen Wochen kamen über 8.000 Euro zusammen. Jetzt helfen acht mobile Luftfilteranlagen in allen acht Klassenräumen die Virenlast zu reduzieren.

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Brühl | Leben & Menschen

„Demenz – genau hinsehen!“

Beratung und Anlaufstellen zum Welt-Alzheimertag

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Bis 2040 wird die Zahl der Menschen mit einer Demenz in Brühl voraussichtlich um 43 Prozent steigen. Foto: Adriano Gadini

Der Welt-Alzheimertag 2021 fand in diesem Jahr unter dem Motto „Demenz – genau hinsehen!“ statt. Brühler:innen wurden über die Beratungsangebote und Anlaufstellen für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden An- und Zugehörigen informiert.

Die Alzheimer-Gesellschaft „Aufwind“ ist in Brühl seit nunmehr 25 Jahren aktiv. Sie bietet Hilfen und Unterstützung für Menschen mit einer Demenz und deren An- und Zugehörige.

Ehren- und hauptamtliches Team

Zu ihrem Angebot zählen u.a. die psychosoziale Demenz-Beratung, Einzelbetreuung im häuslichen Umfeld sowie Gruppenbetreuung. Zudem gibt es eine Selbsthilfegruppe für Angehörige und ein Musik-Café. Die Beratungs- und Unterstützungsangebote werden durch ein Team aus ehren- und hauptamtlichen Kräften ermöglicht. Eine telefonische Auskunft wird erteilt unter 02232-1502191. Weitere Informationen zum Angebot findet man unter: https://www.aufwind-bruehl.de/.

Kommunale Pflegeberatung

In Deutschland leben etwa 1,6 Millionen Menschen mit einer Demenz. Eine Demenz hat viele Formen – am häufigsten ist die Alzheimer-Demenz. Im höheren Alter steigt die Wahrscheinlichkeit an einer dieser Demenzformen zu erkranken.

Die kommunale Pflegeberatung der Stadt Brühl ist darüber hinaus eine wichtige Anlauf- und Beratungsstelle. Sie berät unter anderem zu Leistungen der Pflegeversicherung, die Beantragung eines Pflegegrades oder über mögliche Wohn- und Unterstützungsangebote. Weitere Informationen erhalten Angehörige unter: https://www.bruehl.de/aelterwerden-in-bruehl.aspx unter dem Reiter „Kommunale Pflegeberatung“. Zudem informiert die kommunale Pflegeberaterin Ute Palmersheim unter 02232-794340 (E-Mail: aelterwerden@bruehl.de).

Bis 2050 soll sich die Zahl der Menschen mit einer Demenz voraussichtlich verdoppeln. Auch für Brühl gehen Prognosen von einem kontinuierlichen Anstieg aus. Bis 2040 wird die Zahl der Menschen mit einer Demenz in Brühl voraussichtlich um 43 Prozent steigen. Es wird ein Zuwachs auf rund 1599 Personen im Jahr 2040 angenommen (Quelle: Pflegeplanung des Rhein-Erft-Kreis 2020). Übrigens: Im Frühjahr 2022 findet im Rhein-Erft-Kreis die 6. Demenzwoche mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm im gesamten Kreisgebiet statt. Auch in Brühl sind verschiedene Angebote geplant. Weitere Informationen zur 6. Demenzwoche werden demnächst in einem eigenen gedruckten und online verfügbaren Programmheft veröffentlicht.

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Brühl | Leben & Menschen

Lotsendienst für Familien

Zehn Jahre Netzwerk Kinderzukunft südlicher Rhein-Erft-Kreis

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Das Netzwerk Kinderzukunft südlicher Rhein-Erft-Kreis gab einen Einblick in seine zehnjährige Arbeit. Bürgermeister Dieter Freytag (vorne, 2.v.l.) gratulierte. Foto: Harald Zeyen

Im Marienhospital Brühl feierte das Netzwerk Kinderzukunft südlicher Rhein-Erft-Kreis ein kleines Jubiläum. Seit zehn Jahren engagiert es sich für benachteiligte Kinder und Familien. Beteiligte gaben eine intensiven Einblick in die Arbeit des Lotsendienstes, der die Startbedingungen für Kinder und Eltern erleichtern hilft.

Das Netzwerk wird getragen von den Kommunen Brühl, Hürth, Erftstadt und Wesseling. Das Unterstützungssystem erfasst die jeweiligen familialen Strukturen, identifiziert Risiken für das Kind und klärt den Unterstützungsbedarf. Zudem organisiert es die Hilfsangebote aus dem Regelsystem, etwa der kommunalen Jugendämter.

Koordinierung auch vor der Geburt

In seinem Grußwort gratulierte Brühls Bürgermeister Dieter Freytag zur Erfolgsgeschichte des Netzwerks Kinderzukunft. Es habe sich im letzten Jahrzehnt gezeigt, wie wertvoll die Vorbeugung vor etwaigen Entwicklungsstörungen sei. Gerne fördere die Schloßstadt die Arbeit, die sich hauptsächlich aus Spenden finanziert, mit jährlich 16.000 Euro.

Jan-Patrick Glöckner, Geschäftsführer des Brühler Krankenhauses, sagte: „Das Netzwerk entspricht genau dem Ideal unseres Hauses.“ Das Marienhospital Brühl unterstützt im Bereich der Früherkennung nicht nur nach der Geburt, sondern auch in der Schwangerschaft. Koordiniert wird dies seit zehn Jahren von Kinderkrankenschwester Heike Schmitz. „Sie ist das Herzstück der Unterstützungsarbeit bei uns“, lobte Glöckner und überreichte ihr einen Blumenstrauß. Mittlerweile sei die Arbeit schon zur Normalität in unserer Geburtshilfe geworden, fügte Oberärztin Anika Birkenfeld an.

Landesweit 84.000 rund Teilnahmen

Landeskoordinater Ingolf Rascher betonte: „Wir stehen bereit, wenn Kinder und Familien Unterstützung bei gesundheitlichen und/oder sozialen Problemen brauchen.“ Neben den Familien gehörten natürlich auch Alleinstehende zur Zielgruppe. Im südlichen Rhein-Erft-Kreis seien jährlich rund 470 Familien in das Programm aufgenommen worden. Landesweit habe es seit 2011 etwa 84.000 Teilnehmende gegeben.

Karolin Königsfeld, Netzwerk-Koordinatorin aus Hürth, beschrieb die Anfänge des Lotsendienstes. „Für uns war die Zusammenarbeit zwischen Jugendamt und Kliniken neu. Es galt eine Anleitung für die diversen Angebote zu geben und Hürden zu überwinden helfen“, sagte die Jugendamtsleiterin. Seit 2015 seien auch verstärkt Flüchtlinge betreut worden.

Wer mehr über das Netzwerk Kinderzukunft erfahren möchte, informiert sich unter: https://www.netzwerk-kinderzukunft.de.

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Brühl | Aktuelles

40. Brühler Weihnachtsmarkt

Lichterglanz und Einkaufsvergnügen in der Innenstadt

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Weihnachtsschmuck und Geschenkideen aus den Werkstätten des Kunsthandwerks gehören zu jedem Weihnachtsmarkt. Foto: Pixabay

Der 40. Brühler Weihnachtsmarkt öffnet am Montag, 22. November seine Tore. Bis Heiligabend verwandelt sich die Innenstadt rund um den Markt in ein stimmungsvolles Weihnachtsdorf. Es wird von Tausenden Lichtern angestrahlt und von einem großen geschmückten Tannenbaum überragt.

„In diesem Jahr ist die Vorfreude auf den Weihnachtsmarkt wahrscheinlich noch größer. Im vergangenen Jahr ist er leider den Corona-Einschränkungen zum Opfer gefallen“, sagt Wepag-Vorsitzender Frank Pohl.

Doch in diesem Jahr prägen bis Heiligabend wieder phantasie- und liebevoll gestaltete Stände das Bild der Brühler Innenstadt. Den Besucher:innen aus nah und fern bietet der Markt ein reichhaltiges Angebot. Es reicht von nützlichen Gebrauchsartikeln über nostalgischen Weihnachtsschmuck bis hin zu Geschenkideen aus den Werkstätten des Kunsthandwerks.

Eine ausgesuchte Gastronomie mit deftigen und süßen Speisen, heißem Glühwein oder auch Kinderpunsch runden das Angebot ab. Die Eröffnung des Weihnachtsmarktes durch Bürgermeister Dieter Freytag und den Wepag-Vorstand findet am 23. November um 17.00 Uhr auf den Rathausstufen statt. Eingebunden in den Weihnachtsmarkt ist der verkaufsoffene Sonntag am 19. Dezember von 13.00 bis 18.00 Uhr. „Ein wie aus den vergangenen Jahren bekanntes Rahmenprogramm wird es leider nicht geben, um gezielte Menschenansammlungen zu vermeiden“, so Pohl.

Auch in diesem Jahr stellt die Wepag karitativen Vereinen zwei Hütten auf dem Weihnachtsmarkt zur Verfügung, um ihre Arbeit vorzustellen und für den guten Zweck zu sammeln.

Die beliebte Schweinchenbahn steht in diesem Jahr an einem neuen Standort mitten auf dem Markt. Ebenfalls auf dem Markt steht ein Kinderkarussell. Ein weiteres Highlight ist Jakob Luxems Puppenbühne, hier wird eine Vielzahl bekannter und spannender Märchen zum Nulltarif geboten.  Die Vorstellungen finden samstags und sonntags jeweils um 14, 15 und 16 Uhr statt.

Weihnachtlich beleuchtete Straßen

Brühler Geschäftsleute haben wieder die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt, um die Innenstadt weihnachtlich zu beleuchten. Aber nicht alle Ladenbesitzer:innen in der Fußgängerzone waren mit einem Geldbetrag einverstanden. Deshalb hat die Wepag für diejenigen, die mitgemacht haben, Türschilder gefertigt. Damit soll Kunden gezeigt werden, welcher Einzelhandel und welches Dienstleistungsgewerbe die schöne Weihnachtsbeleuchtung finanziert.

Bis Heiligabend prägen wieder phantasie- und liebevoll gestaltete Stände das Bild der Brühler Innenstadt. Foto: Pixabay

Der Markt ist zum 23. Dezember täglich von 11.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Am 24. Dezember schließt der Weihnachtsmarkt um 14.00 Uhr. Der Zutritt ist nur für vollständig geimpfte, genesene oder getestete Personen zulässig (3G). Kinder unter 12 Jahre sind hiervon nicht betroffen. Es werden stichprobenartige Kontrollen durchgeführt.

Attraktives Weihnachtsgewinnspiel

Wie in den vergangenen Jahren führt die Wepag ein Weihnachtsgewinnspiel durch. In den Schaufenstern der Aktionsgeschäfte am Markt, Uhlstraße, Kölnstraße, Steinweg und Bahnhofsstraße sind ab dem 1. Dezember Wepag-Glückssterne platziert. Die Teilnehmer:innen benötigen die Gesamtanzahl aller in der Brühler Innenstadt verteilten Glückssterne. Die Antwort kann unter www.wepag.de/gewinnspiel eingereicht werden. Zur Auslosung kommen als Hauptgewinne Wepag-Einkaufsgutscheine im Wert von 1000,-, 500,- und 250 Euro sowie weitere Wepag-Geschenkekarten im Wert von 20,- und 50,- Euro. Teilnahmeschluss ist der 19. Dezember 2021.

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Brühl | Leben & Menschen

Brühler Feuerwehr zieht Bilanz

Fast 7000 Einsätze im vergangenen Jahr

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Die Geehrten und Beförderten der Freiwilligen Feuerwehr mit Bürgermeister Dieter Freytag (3.v.r.) und Stadtbrandmeister Peter Berg (r.). Foto: mk

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Brühler Feuerwehr zog Stadtbrandinspektor Peter Berg die Bilanz des vergangenen Jahres. 2020 war die Feuerwehr zu insgesamt 6883 Einsätzen gerufen worden. 6365 Einsätze entfielen hierbei allein auf den Rettungsdienst.

Die Feuerwehr rückte zu 74 Bränden aus und musste bei 344 Einsätzen technische Hilfe leisten. 100 Fehleinsätze gab es im Jahr 2020 zu verzeichnen. Die meisten davon wurden durch Brandmeldeanlagen verursacht. 

Ausblick auf neue Wache

Bürgermeister Dieter Freytag dankte den Angehörigen der Feuerwehr für ihre geleistete ehrenamtliche Arbeit. Insbesondere in der Flutkatastrophe habe die Feuerwehr ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Außerdem gab er einen Ausblick auf den Neubau der Feuerwache. Das Projekt habe in den letzten Wochen entscheidende Phasen durchlaufen, sodass nach Abschluss der Tragwerksplanung der Bebauungsplan aufgestellt werden könne, berichtete Freytag.

Im Rahmen der Versammlung wurden mehrere Floriansjünger für langjährige Mitgliedschaft geehrt. So gehören Markus Froebes 30 Jahre, Karl-Heinz Dreymüller und Ralf Heckermann je 25 Jahre und Hans Pomberger 20 Jahre der Freiwilligen Feuerwehr an. Darüber hinaus wurden Sebastian Gorissen, Michael Couturiaux und Detlev Junker für 15 bis fünf Jahre Wehrmitgliedschaft ausgezeichnet.

Beförderungen und Ernennungen

Befördert wurden Levin Chatterjee und Stephan Decher zu Hauptfeuerwehrmännern, Lukas Segschneider und Krasimir Petrov zu Unterbrandmeistern sowie Frank Mühlchen und Sebastian Gorissen  zu Brandinspektoren.

Freude herrschte bei Brandmeisteranwärterin Beatrice Herzberg. Sie wurde zur Stadtkinderfeuerwehrwartin und damit zur Leiterin der Kinderfeuerwehr ernannt. Neuer Leiter der Jugendfeuerwehr wurde Brandmeister Sebastian Bürger nach seiner Ernennung zum Stadtjugendfeuerwehrwart. Sein Stellvertreter wurde Unterbrandmeister Kevin Kox.

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Brühl | Leben & Menschen

Brühler Ansichten 2022

Neuer Kunstkalender von Günther Frerker

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Zum 21. Mal wurde in der Buchhandlung Brockmann von Konstantina Lazaridou-Spitz (r.) im Beisein von Bürgermeister Dieter Freytag (m.) der Kunstkalender von Günther Frerker (l.) vorgestellt. Foto: Harald Zeyen

Zum 21. Mal hat der Brühler Künstler Günther Frerker seinen Kunstkalender „Brühler Ansichten“ vorgestellt. Er ist für 15,90 Euro ab sofort in der Buchhandlung Brockmann erhältlich.

Bürgermeister Dieter Freytag würdigte die Arbeiten, die innerhalb der Pandemie entstanden sind. „Günther Frerker hat gewissermaßen die Kultur gegen Corona verteidigt“, meinte er.

Bilder unter Einfluss der Pandemie

„Der Kalender ist als Post-Pandemie-Ausgabe gedacht“, erläutert Frerker seine diesmalige Intention. Ausdruck hierfür ist das Juli-Blatt, das das Marienhospital Brühl als Fels in der „Corona-Brandung“ darstellt. Ein weiteres Indiz ist im September das Bild der Kunst- und Musikschule. Frerker heißt sie auf dem September-Blatt nach der erzwungenen Pause wieder willkommen. Weitere Motive sind u.a. der Rathausbau, die Villa Kaufmann und auch Kloster Benden. Der Kalender ist zum Preis von 15,90 Euro exklusiv in der Buchhandlung von Konstantina Lazaridou-Spitz erhältlich. Die Auflage beträgt wieder 500 Exemplare. Anfragen und Bestellungen aus dem Ausland liegen bereits vor.

Originale sind zu erwerben

Günther Frerker hatte als ehemaliger Architekt bei der Lufthansa von seinem Bürofenster aus stets den Blick auf den Domblick gehabt. Darin erinnert er in seinem Dezember-Blatt seines 2022er-Kalenders. Er verwendet unterschiedliche Aquarelltechniken, die er mit Zeichnungen oder Collagen ergänzt. Die Originale der Kalenderbilder sind wie in den Vorjahren in der Buchhandlung ausgestellt und können auch dort erworben werden.

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Brühl | Leben & Menschen

Ehrenring an Hanns-Henning Hosmann

Auszeichnung für 20-jährige Ratstätigkeit

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Bürgermeister Dieter Freytag verlieh den Ehrenring der Stadt Brühl an den langjährigen Stadtrat und Kulturausschussvorsitzenden Hanns-Henning Hosmann (l.). Foto: Stadt Brühl

In diesen Tagen ist der Ehrenring der Stadt Brühl an den früheren CDU-Stadtrat Hanns-Hennig Hosmann verliehen worden. Die Zeremonie fand im Dorothea Tanning-Saal des Brühler Max Ernst-Museums statt.

Nach gut einjähriger coronabedingter Verspätung konnte Hosmann den Ehrenring für seine 20-jährige Ratsmitgliedschaft von Bürgermeister Dieter Freytag entgegennehmen.

Viel Energie investiert

Von 1999 bis 2020 hat sich Hosmann für die bürgerlichen Interessen in Brühl eingesetzt und viel Zeit und Energie investiert. Er war u.a. Mitglied im Hauptausschuss und im Rechnungsprüfungsausschuss. Zudem fungierte er  als stellvertretendes Mitglied im Schulausschuss sowie im Ausschuss für Bauen und Umwelt.

Engagierter Politiker

Seit 2004 war er Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Partnerschaften und Tourismus. Bürgermeister Dieter Freytag bezeichnete Hosmann als engagierten, beharrlichen und sehr umfassenden Politiker. Er habe sich mit Nachdruck in die Arbeit eingebracht und vor allem für den Erhalt der Kunst- und Musikschule gekämpft.

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