Kontaktieren Sie uns

Mechernich | Politik & Wirtschaft

Erste Milch in Obergartzem angeliefert

Modernste Molkerei Europas – Anlage soll jährlich rund 800 Millionen Liter Milch verarbeiten

Veröffentlicht vor

am

Thorsten Oberschmidt, Detlef Latka, Stefan Klebert und Johannes Giloth stießen am 27. Oktober auf die erste Milchanlieferung in Obergartzem an. Bild: Hochwald Foods GmbH/pp/Agentur ProfiPress

GEA Group AG und Hochwald Foods GmbH haben diese Woche die erste Milch in ihrem neuen Werk in Mechernich-Obergartzem angenommen. Das teilte die Pressestelle des Unternehmens dem Mechernicher „Bürgerbrief“ mit. „Die neue Fabrik in Mechernich wird die modernste Molkerei Europas sein und die kommerzielle Produktion bereits Januar 2022 aufnehmen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Stefan Klebert, CEO GEA, ist vom bisherigen Projektverlauf in enger Kooperation mit der Stadt Mechernich beeindruckt: „GEA hat in Mechernich den Herausforderungen getrotzt. Wir haben das Neubauprojekt durch die Covid-19-Zeit und die Flut im Sommer 2021 auf Kurs gehalten: im Zeitplan und in außergewöhnlich konstruktiver Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Kunden.“

Inzwischen laufen die Inbetriebnahmen der verschiedenen Verfahrensschritte. „Hochwalds neue Wirkungsstätte ist ein Leuchtturmprojekt für eine nachhaltige Produktion, auf das wir alle stolz sein können“, so Klebert.

Die neue Hochwald-Molkerei in Mechernich-Obergartzem soll ab Januar 2022 rund 800 Millionen Liter Milch per anno zu hochwertigen H-Produkten verarbeiten. Das sind pro Tag zirka zwei Millionen Liter oder 86 Tanksammelwagen, die in der Milchannahme ankommen. Jetzt wurde die erste Milch angeliefert. Bild: Hochwald Foods GmbH/pp/Agentur ProfiPress

Teamleistung unter Mitwirkung der Stadt

„GEAs hocheffiziente Prozesstechnologie legt für Hochwald dafür die Basis“, schreibt Pressesprecherin Kathrin Lorenz: „Die besonders langen Laufzeiten der GEA-Anlage sorgen für einen ressourcenschonenden Betrieb. Zudem spart das ausgeklügelte Cleaning-in-Place-(CIP-) Konzept Wasser. Energieeffiziente Wärmetauscher führen die sonst verschwendete Abwärme aus dem Prozess in einen Energiekreislauf zurück, um sie an anderer Stelle wieder zu nutzen.“

Hochwald will in der neuen Anlage 800 Millionen Liter Milch pro Jahr zu hochwertigen Milchprodukten wie H-Milch, H-Sahne, H-Mischmilchprodukte sowie Kondensmilch und H-Trinkjoghurt verarbeiten. Detlef Latka, CEO Hochwald Foods, nahm die erste Milchannahme zum Anlass, allen Projektbeteiligten für die herausragende Termintreue und Qualität im bisherigen Projektverlauf zu danken: „Vor vier Jahren haben die Mitglieder unserer Genossenschaft mit ihrem Beschluss den Weg für den Bau einer neuen Molkerei frei gemacht.“ Von der Grundstückssuche über die Stadtverwaltung Mechernich über die Planung bis hin zu den Bauarbeiten sei das Projekt das Ergebnis einer großartigen Teamleistung.

Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der sich selbst für die Ansiedlung und für eine ausreichende Wasserversorgung starkgemacht hatte, sagte 2019 beim Ersten Spatenstich: „Hochwald bedeutet Fortschritt für unsere Stadt und für die ganze Region. Als Bürgermeister mit landwirtschaftlichem Hintergrund bin ich besonders glücklich, dass es uns gelungen ist, einen großen genossenschaftlichen Betrieb, der den Bauern selbst gehört, hier anzusiedeln.“

 „Als Generalausrüster umfasst der GEA-Auftrag die Ausführungsplanung, Herstellung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme sowie Abnahme aller prozesstechnischen Be- und Verarbeitungsanlagen zur Herstellung der unterschiedlichen Milchprodukte.“

Schwerpunkt in Mechernich sei die Herstellung besonders lang haltbarer H-Produkte. Diese mache es möglich, dass Qualität und Geschmack von Nahrungsmitteln sechs Monate und länger halten – sogar ohne Kühlung und Konservierungsstoffe, was wiederum die Umweltbilanz der Produkte verbessere.

Weiterlesen
Schreiben Sie einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mechernich | Politik & Wirtschaft

Keine Konkurrenz für Hellweg

Mobau stellt Pläne für eine Baustoffzentrale im Kommerner Gewerbegebiet Monzenbend vor

Veröffentlicht vor

am

Die geschäftsführenden Gesellschafter Manuel Nadenau, Dietmar Thelen und Dominik Kratz stellten den Bau eines Mobau-Baustoffhandels hinter dem Baumarkt Hellweg im Kommerner Gewerbegebiet Monzenbend dem Stadtrat vor. Im Vordergrund (v.l.) Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Erster Beigeordneter Thomas Hambach. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Acht bis 16 Arbeitsplätze in der Startphase, nach fünf Jahren bis zu 40 Beschäftigte insgesamt versprechen sich die Firmen Mobau Baustoff-Union und Mobau Dörr/Reiff von einer Neuansiedlung im Stadtgebiet Mechernich und zwar im Kommerner Gewerbegebiet Monzenbend hinter dem Baumarkt Hellweg.

Die geschäftsführenden Gesellschafter Manuel Nadenau, Dietmar Thelen und Dominik Kratz stellten das Vorhaben dem Mechernicher Stadtrat in einer Sitzung in der Kommerner Bürgerhalle vor. Der Rat nahm die Ausführungen zur Kenntnis – allerdings mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass der bestehende Baumarkt Hellweg nicht unter Konkurrenzdruck geraten soll. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick sagte, die Stadt müsse „Hellweg schützen“ – man habe der Kette viel zu verdanken, da sie sich an dieser Stelle angesiedelt und eine Bedarfslücke im Einkaufsangebot der Kommune geschlossen habe.

„Baustoffhandel, kein Baumarkt“

Vize-Bürgermeister Günter Kornell fasste das, was Nadenau, Thelen und Kratz dem Rat vorstellten, mit den Worten zusammen: „Also handelt es sich bei Ihrem Vorhaben um einen Baustoffhandel, nicht um einen Baumarkt?!“ Tatsächlich haben die Unternehmer nach eigenem Bekunden in erster Linie Handwerker als Kundschaft im Visier. Privatleute sollen aber selbstverständlich nicht abgewiesen werden.

Mobau Baustoff-Union und Mobau Dörr/Reiff betreiben in Aachen, Düren, Eschweiler, Stolberg und Schleiden bereits Filialen für den Baustoffgroßhandel. Da die Unternehmen einen großen Kundenstamm im Bereich Mechernich/Euskirchen/Zülpich besitzen, ist ein in der Mitte des Euskirchener Kreisgebiets mit Nähe auch zum Dürener Umland liegender Standort für sie sehr erstrebenswert. Deshalb wolle man im Gewerbegebiet Kommern, Monzenbend, bauen.

Das Grundstück ist etwa 17.000 Quadratmeter groß und liegt direkt hinter dem Hellweg-Baumarkt Siehe auch die diesem Artikel beigestellte Grafik. Die Firmenvertreter sagten in der Ratssitzung, man sei sich darüber im Klaren, dass man mit dem Vorhaben Monzenbend Umsätze von der eigenen Schleidener Niederlassung nach Mechernich verlagere.

Weiterlesen

Mechernich | Politik & Wirtschaft

Innovationspreis RHEINLAND GENIAL

HoDforming GmbH aus Mechernich wurde ausgezeichnet.

Veröffentlicht vor

am

v.l.n.r.: Iris Poth (Struktur- und Wirtschaftsförderung Kreis Euskirchen), Ulla Thönnissen (Metropolregion Rheinland e.V.), Markus Ramers (Landrat Kreis Euskirchen), Dr.-Ing. Peter Amborn (HoDforming GmbH), Markus Bau (Region Aachen), Dr.-Ing. Harald Cremer (NMWP NRW). / Foto: Kreisverwaltung Euskirchen

Die HoDforming GmbH aus Mechernich wurde am 22.06.2021 für ihre patentierte „Hot Die Forming“-Technologie mit dem Innovationspreis Rheinland Genial des Metropolregion Rheinland e.V. (MRR) ausgezeichnet. Markus Bau, Bereichsleiter “Wirtschaft, Raum und Strukturwandel” der Region Aachen, und Ulla Thönnissen, Co-Geschäftsführerin der MRR, überreichten den Award gemeinsam mit Markus Ramers, Landrat des Kreises Euskirchen, an die HoDforming GmbH.

Unter dem Dach der Kampagne „Wir erfinden Deutschland neu. Metropolregion Rheinland“ initiierte die MRR gemeinsam mit ihren Mitgliedern und Partner*innen – zu denen auch der Region Aachen Zweckverband gehört – den Innovationspreis Rheinland Genial. Ausgezeichnet werden Unternehmen, Institutionen oder Projekte, die spannende Innovationen entwickelt haben, mit denen die gesamte Bandbreite der Innovationen in der Wirtschaftsregion Rheinland deutlich wird. Über die Preisträger entschied die Geschäftsführung der Metropolregion anhand eines Kriterienkatalogs.

Das ist „Hot Die Forming“

„Mit der „Hot Die Forming“ (HDF)-Technologie – der Warmumformung von Metallen zur Herstellung von extrem leichten Bauteilen – leistet HoDforming einen wichtigen Beitrag zur CO2-Reduktion”, begründet Prof. Dr. Christiane Vaeßen, Geschäftsführerin der Region Aachen, die Nominierung. Denn Leichtbaulösungen, die kostengünstig und in großem, industriellem Maßstab nutzbar sind, seien wesentliche Enabler für die umweltschonende, CO2-arme Mobilität der Zukunft, so Vaeßen.

Leichtbau ermöglicht z.B. im Bereich Automotive – für Elektrofahrzeuge, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor oder mit alternativen Antriebskonzepten wie z.B. Wasserstoff – ein maßgeblich reduziertes Fahrzeuggewicht. Dieses trägt zur deutlichen Emissionsreduzierung, Reichweitenerhöhung aber auch zur Verbesserung der Fahrdynamik bei. Die Umformtechnologie wird angewendet bei Metallen und Metalllegierungen, bei denen der Schmelzpunkt höher als 350° C ist und eine Kaltumformung versagt und ist sehr kostengünstig. Sie garantiert nicht nur eine immense CO2-Einsparung während der Nutzung der Bauteile, sondern durch die hohe Energieeffizienz des HDF-Prozesses bereits während der Bauteilherstellung sowie durch Materialeinsparung. Die Realisierung des extremen Leichtbaus mit metallischen Werkstoffen bietet – im Gegensatz zu vielen Verbundwerkstoffen – hervorragende Recyclingmöglichkeiten. Neben der Automobilindustrie bietet die patentierte HDF-Technologie auch deutliche Vorteile in der Luft- und Raumfahrt, der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie im Bereich Freizeit und Interior und Design.

„Die weltweit patentierten Technologien des Unternehmens stellen im Rheinland und international ein Alleinstellungsmerkmal dar. Die HoDforming GmbH ist als Technologieschmiede ein Aushängeschild für den Kreis Euskirchen. Nicht zuletzt deshalb, weil der metallische Leichtbau hohe wirtschaftliche Potentiale mit Ressourcenschutz verbindet und einen großen Mehrwert für die Metallbranche der gesamten Region darstellt, unterstützen wir als Kreisverwaltung das Unternehmen im Rahmen unserer Möglichkeiten“, freut sich Landrat Markus Ramers über die Auszeichnung eines Unternehmens aus dem Kreis Euskirchen. Ulla Thönnissen, Geschäftsführerin des Metropolregion Rheinland e.V.: „Es ist uns wichtig, durch die Verleihung der Awards die Innovationskraft des Rheinlands deutlich zu machen und zu zeigen, dass wir in einem exzellenten Wissenschafts- und Wirtschaftsraum über extrem viel Potenzial in Unternehmen, Hochschulen und Verwaltungen verfügen, das es zu heben gilt. Die heute ausgezeichnete HoDforming GmbH ist Teil dieses kraftvollen Gesamtbildes und wir gratulieren herzlich“.

Weiterlesen

Mechernich | Politik & Wirtschaft

Neues Gerätehaus für Feuerwehr Weyer

Veröffentlicht vor

am

Das Gerätehaus der Feuerwehr Weyer wird mit Fördermitteln des Landes NRW erweitert. Foto: Feuerwehr/pp/Agentur ProfiPress

Mit 113.000 Euro unterstützt das Programm „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2021“ des Heimat- und Kommunalministeriums NRW die Erweiterung des Gerätehauses der Feuerwehr Weyer.

„Die geschlechterspezifische Bereitstellung von Toiletten- und Umkleideräumen, aber vor allem die sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung machen umfangreiche Umbaumaßnahmen in vielen Feuerwehrgerätehäusern, so auch in Weyer, erforderlich“, teilt Ortsbürgermeister Björn Wassong mit. Mit der Schwarz-Weiß-Trennung ist gemeint, die Privatkleidung hygienisch von der Arbeitskleidung getrennt aufzubewahren, da letztere bei Einsätzen mit gefährlichen Stoffen kontaminiert werden könnte.

„In Weyer kommt erschwerend hinzu, dass sich die Kameradinnen und Kameraden stets in der Halle direkt neben dem Feuerwehrfahrzeug umgezogen haben. Durch die Bereitstellung des neuen und größeren Fahrzeuges im Jahr 2019 wurde die Umkleidesituation noch angespannter und somit auch gefährlicher. Diese Situation soll durch einen Umbau verbessert werden“, so Wassong weiter.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW bewilligt in diesem Jahr erstmalig nach dem Motto „Dörfer stärken – Brandschutz verbessern“ insgesamt 22,9 Millionen Euro für Feuerwehrhäuser in 104 Dörfern, Gemeinden und Städten. Ebenfalls werden 119 lokale Projekte zur Verbesserung des Brandschutzes unterstützt. Der Kreis Euskirchen erhält davon rund 1,44 Millionen Euro für neun Gerätehäuser. Im nächsten Jahr ist von Seiten des Ministeriums wieder ein solcher Aufruf geplant.

Weiterlesen

Beliebte Artikel