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Beruf & Karriere

Großes Kino an der kleinen Akademie

In Berlin wird die Filmkunst nicht nur gefeiert, sondern auch gelehrt

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Action am Set: Beim Dreh ihrer Kurz- und Langfilme setzen die Studierenden der DFFB das Gelernte in die Praxis um. Foto: djd/www.dffb.de/Jonas Friedrich

Von Marlene Dietrich im „Blauen Engel“ über Wim Wenders‘ „Himmel über Berlin“ bis zum TV-Ereignis „Babylon Berlin“: In der deutschen Hauptstadt hat der Film schon immer eine Hauptrolle gespielt. Kreative aus aller Welt kamen und kommen nach Berlin und bringen das Publikum zum Träumen, Lachen, Weinen, Staunen und Nachdenken. Heute ist die Metropole das Zuhause eines der bekanntesten Filmfestivals der Welt, der Berlinale, dazu Drehort für rund 300 Filmproduktionen im Jahr. Kein Wunder, dass Berlin auch für den filmemachenden Nachwuchs attraktiv ist. Gleich neben der Deutschen Kinemathek, in der Filmschätze aus mehr als einem Jahrhundert gesammelt werden, liegt eine der angesehensten Filmschulen Europas: die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB).

Praxis first im Studium

Das Studium an der kleinen, aber höchst kreativen Hochschule zeichnet sich durch die starke Praxisorientierung und intensive Zusammenarbeit aus. Beim gemeinsamen Entdecken, Ausprobieren, Wagen, Scheitern und Evaluieren lernen die Studierenden die vielfältigen Möglichkeiten des Filmemachens kennen und können so ihre eigene künstlerische Sprache finden. Von Oktober bis Januar läuft die aktuelle Bewerbungsphase – Infos dazu gibt es unter www.dffb.de. Gelehrt werden die grundlegenden Gewerke des Filmemachens mit Spezialisierungen in den Bereichen Regie, Bildgestaltung/Kamera, Produktion, Drehbuch sowie Montage Bild und Ton. Im Hauptstudium entwickeln die jungen Filmschaffenden Kurz- und Langfilme, von denen viele zu nationalen und internationalen Festivals eingeladen werden, zum Beispiel zu den Filmfestspielen in Cannes, Locarno und Toronto und natürlich auf die Berlinale. Zu den bekannten Alumni zählen etwa Raoul Peck, Wolfgang Petersen, Angela Schanelec, Christian Petzold, Helke Sander, Reinhold Vorschneider und Harun Farocki.

Talentschmiede mit Zukunft

Neben dem Studium, auf dem das Hauptaugenmerk liegt, bietet die Akademie das ganze Jahr über Veranstaltungen und Netzwerktreffen rund um Filmkultur und Arthouse-Kino. Am 1. August 2021 hat erstmals eine weibliche Doppelspitze die Leitung übernommen – mit Catherine Ann Berger als kaufmännischer und Marie Wilke als künstlerischer Direktorin: „Wir freuen uns beide sehr. Die DFFB ist eine Filmschule mit einer starken Tradition und Handschrift, die wir würdigen und gleichzeitig mit neuen Akzenten in eine gute Zukunft führen wollen“, erklärt das Duo. Wobei auch neue Akzente in der Filmschule letztlich zur Tradition gehören: Denn Offenheit für kulturelle und künstlerische Einflüsse sowie Techniken aus aller Welt gehört hier zum Selbstverständnis.

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Wählen will gelernt sein

Gesetzgeber hat Änderungen zur Betriebsratswahl 2022 beschlossen

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Gesetzliche Änderungen haben Auswirkung auf die Betriebsratswahl 2022. So sind zukünftig auch digitale Sitzungen des Wahlvorstandes und die Wahl ohne Stimmzettelumschlag möglich. Foto: djd/AUB/Jacob Lund - stock.adobe.com

Bis zur nächsten turnusgemäßen Betriebsratswahl sind es nur noch wenige Monate. Vom 1. März bis 31. Mai 2022 sind bundesweit die Beschäftigten aufgerufen, wie alle vier Jahre ihre Interessensvertreter zu bestimmen. Doch kurz vor der heißen Phase der Planungen hat der Gesetzgeber noch eine Reihe wichtiger Vorgaben beschlossen. Mit der Änderung des Betriebsverfassungsgesetzes durch den Bundesrat Ende Oktober 2021 gelten unter anderem neue Regeln für die Vorbereitung und den Ablauf der Wahlen.

Neue Regeln zu digitalen Sitzungen und Briefwahl

Zu den wesentlichen gesetzlichen Änderungen gehört, dass in Zukunft teilweise auch digitale Sitzungen des Wahlvorstandes erlaubt sind – vorausgesetzt, dass die Vertraulichkeit gewahrt ist und der Wahlvorstand das Sitzungsformat vorab gesondert beschlossen hat. Präsenzsitzungen sind in jedem Fall Pflicht für Wahlversammlungen, die Prüfung von Vorschlagslisten, die Bearbeitung der Briefwahlunterlagen sowie für die Stimmauszählung. „Auch für alle Personen, die schon mehrfach eine Betriebsratswahl vorbereitet und durchgeführt haben, gibt es gravierende Änderungen im Betriebsverfassungsgesetz und der Wahlordnung, die man kennen sollte“, unterstreicht Mike Bubner von der unabhängigen Arbeitnehmervertretung AUB: „Es ist wichtig, auf dem aktuellen Stand zu sein, damit die Betriebsratswahlen 2022 erfolgreich und rechtlich korrekt erfolgen.“

Seminare informieren über rechtliche Vorgaben

Denn Tücken lauern oft im Detail. Das gilt etwa für das korrekte Aufstellen der Wählerliste. Personen, die nicht selbst kandidieren, dürfen wie Arbeitnehmer unter 18 Jahren und Leiharbeitnehmer hier nur gesondert ausgewiesen werden. Zudem soll in der Wahlausschreibung deutlich ersichtlich sein, dass diese Personen lediglich das aktive Wahlrecht haben. Vorbereitende Seminare, auf die Wahlvorstände einen gesetzlichen Anspruch haben, vermitteln das notwendige Fachwissen, um rechtlich relevante Fehler auszuschließen. Unter www.betriebsrat-2022.de etwa gibt es die nächsten Seminartermine, weitere Informationen und eine Kontaktmöglichkeit für eine individuelle Beratung. Schließlich können auch Details bei der Durchführung des Wahlgangs eine große Bedeutung spielen. Ein Beispiel für die neuen Vorgaben: Wer vor Ort wählt, kann seinen Stimmzettel künftig wie bei Bundestags- oder Landtagswahlen direkt ohne Wahlumschlag in die Urne einwerfen. Dabei muss allerdings das Blatt so gefaltet sein, dass die Stimmabgabe nicht zu erkennen ist.

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Im Ruhestand Gutes tun

Die neu gewonnene Zeit kann man für ein ehrenamtliches Engagement nutzen

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Mit ehrenamtlichem Engagement kann man im Ruhestand andere Menschen unterstützen. Foto: djd/Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe/Getty Images/Halfpoint

Endlich mehr Zeit für sich, die Hobbys und die Familie: Wer in den Ruhestand tritt, freut sich meist, den beruflichen Stress und einen oft engen Terminplan hinter sich gelassen zu haben. Viele genießen die neugewonnene Freiheit, fragen sich allerdings auch, wie sie diesen Spielraum künftig sinnvoll gestalten und ihren Tatendrang einbringen können. Eine Möglichkeit ist es, sich ehrenamtlich zu engagieren, etwa im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz.

Katastrophen- und Bevölkerungsschutz basiert auf ehrenamtlichem Einsatz

Er fußt zu über 90 Prozent auf ehrenamtlichen Helfern. Ältere, die im Ruhestand eine neue Aufgabe suchen, können dort in der Krisenintervention tätig sein, sich um die Verpflegung von Einsatzkräften kümmern, beim Reparieren von Fahrzeugen und Geräten helfen, verletzte Menschen oder Tiere aus Gefahrenzonen retten und vieles mehr. Unter www.mit-dir-fuer-uns-alle.de können Interessierte herausfinden, welches Ehrenamt zu ihnen und ihren Talenten passt. Im kulturellen Bereich und im Umweltschutz herrscht ebenfalls großer Bedarf an Unterstützung. Die Möglichkeiten, sich freiwillig zu engagieren, sind so breit gefächert, dass jeder und jede das Passende finden kann.

Die Erfahrung macht Ältere zu wertvollen Helfern

Von den rund 17 Millionen Menschen, die nach Angaben des Statistikportals Statista in Deutschland ein Ehrenamt ausüben, ist die Mehrheit über 50 Jahre alt – knapp ein Viertel sogar 70 Jahre und älter. Jeder und jede sammelt im Laufe der Zeit viel Lebens- und Berufserfahrung. Das macht Ältere als freiwillige Helfer wichtig und wertvoll, Hilfsorganisationen im sozialen wie technischen Bereich profitieren von ihrem Wissen. Ruheständler können dort ihre Fähigkeiten und Kompetenzen einbringen und dabei anderen Menschen helfen, was laut Glücksforschung auch dem eigenen Wohlbefinden dient. Ein weiterer Vorteil: Wer sich ehrenamtlich engagiert, sammelt noch einmal neue Erfahrungen, knüpft zahlreiche Kontakte und bereichert damit seinen Alltag. Das Gefühl, gebraucht zu werden und eingebunden zu sein, steigert die Lebensqualität – und der Austausch mit anderen Generationen stimuliert zudem die geistige Leistungsfähigkeit.

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Durchstarten im Homeoffice

Tipps für einen gelungenen beruflichen Neuanfang nach der Corona-Zeit

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Arbeiten unter veränderten Rahmenbedingungen: Die neuen Kollegen lernt man oft erst nur per Videokonferenz kennen. Foto: djd/adeccogroup.de/Unsplash

Flexible Arbeitsmodelle sind in vielen Unternehmen während der vergangenen Monate zum Standard geworden. Das Arbeiten im Homeoffice erschwert es allerdings für Jobeinsteiger, sich mit Routinen ihres Arbeitgebers vertraut zu machen und die neuen Kollegen kennenzulernen. Für einen erfolgreichen Start ist daher neben einem guten Einarbeitungsprogramm die eigene Vorbereitung entscheidend.

Auf neue Kollegen aktiv zugehen und sich digital vernetzen

Solange informelle Gespräche an der Kaffeemaschine oder beim Mittagessen ausfallen, sind Verabredungen zu virtuellen Pausen eine Alternative, um schnell Kontakte im neuen Unternehmen zu knüpfen. Zusätzlich eignen sich Karriere-Plattformen im Netz, um ein unternehmensinternes Netzwerk aufzubauen und vom gegenseitigen Wissensaustausch zu profitieren. Neben dem Kontakt zu erfahrenen Mitarbeitenden kann es auch ratsam sein, Verbindungen zu Personen aufzunehmen, die ebenfalls erst kürzlich angefangen haben. Denn sie haben mit ähnlichen Herausforderungen zu tun. „Sogenanntes hybrides Arbeiten ist keine vorübergehende Auswirkung der Pandemie, sondern wird ein fester Bestandteil der neuen Normalität bleiben“, sagt Vera Vogel, Leiterin der Human-Ressources-Abteilung der Adecco Group in Deutschland. „Wichtig ist es, dass Entscheidungsträger und Beschäftigte gemeinsam die Verantwortung für die Gestaltung eines neuen Arbeitsmodells übernehmen.“ Mehr Details dazu bietet die Studie „Resetting Normal“, deren Ergebnisse unter www.adeccogroup.de nachzulesen sind. So ist es gerade zu Beginn einer neuen Tätigkeit wichtig, viele Fragen zu stellen, um sich schnell in das Arbeitsumfeld einzufinden.

„Sichtbarkeit“ im Unternehmen erhöhen

Neue Mitarbeiter laufen in der virtuellen Arbeitswelt schnell Gefahr, übersehen zu werden. Damit andere die eigene Leistung wahrnehmen und einen als Teil des Teams sehen, ist es wichtig, auf sich aufmerksam zu machen. In Meetings beispielsweise sollte man sich proaktiv vorstellen, um nicht zum unsichtbaren Teilnehmer zu werden. Zusätzlich ist es insbesondere in der Anfangszeit hilfreich, regelmäßiges Feedback einzuholen. Das erlaubt zum einen eine bessere Einschätzung der eigenen Leistung und zeigt Engagement. Zum anderen ermöglicht es eine Verbesserung der Zusammenarbeit auf beiden Seiten. Der berufliche Neuanfang in Pandemiezeiten kann herausfordernd sein, bietet aber auch Chancen – wie den Heimvorteil im Homeoffice. Die gewohnte Umgebung mit der persönlichen Einrichtung erzeugt Vertrautheit. Zusätzliche Angebote wie Mentoring- oder Patenprogramme helfen, das Unternehmen besser kennenzulernen und anfängliche Unsicherheiten zu beseitigen.

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Frauen in der Teilzeitfalle

Experte: Auch im Falle einer Berufsunfähigkeit drohen Konsequenzen

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Kinderbetreuung ist in Deutschland noch immer überwiegend Frauensache. Wer deshalb nur in Teilzeit arbeiten kann, sollte sich auch in Sachen Berufsunfähigkeitsversicherung Gedanken machen. Foto: djd/Worksurance.de/Getty Images/Radomir Jovanovic

Bei allen Fortschritten, die es bereits gegeben hat: Von echter Gleichberechtigung in der Berufswelt kann in Deutschland noch keine Rede sein. Das Statistische Bundesamt untersuchte 2018, wer in Haushalten mit minderjährigen Kindern in Teilzeit arbeitet. Das Ergebnis: 5,8 Prozent der Männer und 66,2 Prozent der Frauen. Die Corona-Krise dürfte dieses Ungleichgewicht noch einmal verstärkt haben. In Beziehungen, in denen der Mann deutlich mehr verdient als die Frau, sollte die private Altersvorsorge deshalb auf ihren Namen laufen, um diese Ungerechtigkeit auszugleichen.

Teilzeit kann Auswirkungen auf die Berufsunfähigkeit haben

Was viele nicht wissen: Die Aufteilung der Arbeitszeit kann auch darüber entscheiden, ob eine private Berufsunfähigkeitsversicherung im Falle eines Falles zahlt oder nicht. Denn „berufsunfähig“ bedeutet, den Job, den man zuletzt ausgeübt hat, nur noch zur Hälfte erfüllen zu können. Wer vorher acht Stunden täglich gearbeitet hat, ist also berufsunfähig, wenn er oder sie maximal vier Stunden arbeiten kann. Wer zuvor in Teilzeit gearbeitet hat, muss entsprechend stärker eingeschränkt sein, um sein Geld zu bekommen. Ein Beispiel verdeutlicht dies: Einer Frau, die wegen Brustkrebs eine Chemotherapie absolviert, kann vielleicht eine Arbeitszeit von elf Stunden pro Woche zugemutet werden. Bei einer Regelarbeitszeit von 40 Stunden läge hier eine Berufsunfähigkeit vor, bei 20 Stunden nicht.

Mit dem Arbeitsergebnis statt mit der Arbeitszeit argumentieren

„Trotz dieses Problems zahlen Teilzeitbeschäftigte denselben monatlichen Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung“, weist Philip Wenzel, Chefredakteur des Informationsportals Worksurance.de, auf eine Ungerechtigkeit hin. Um diese zu beseitigen, gibt es mittlerweile in einzelnen Tarifen Teilzeitklauseln. Einige rechnen die Arbeitszeit auf Vollzeit hoch, andere bewerten die Tätigkeit als Hausfrau anteilig als Beruf. Solche Teilzeitklauseln seien aber oftmals eher gut gemeint als gut gemacht, meint Philip Wenzel. Bis sich effektiv etwas ändere, sollte man im Falle einer Berufsunfähigkeit gegenüber dem Versicherer über das Arbeitsergebnis argumentieren und nicht über die Arbeitszeit. Als Beispiel nennt Wenzel einen Bäcker, der das Mehl nicht mehr in die Mischmaschine schütten kann. Doch dies ist Grundlage für alle weiteren Aufgaben. „Er ist berufsunfähig, weil kein sinnvolles Arbeiten mehr möglich ist“, erklärt Wenzel. „Der Versicherer müsste hier eigentlich zahlen.“ Damit Frauen bei der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht in die Teilzeitfalle tappen, sollten sie sich vor Vertragsabschluss und vor allem vor Beantragung der Leistung gut informieren.

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Jede und jeder kann helfen

Für das Ausüben eines Ehrenamtes sprechen viele Gründe

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Bei Flutkatastrophen helfen Ehrenamtliche bei der Versorgung der Einwohnerinnen und Einwohner und der Wiederherstellung der Infrastruktur. Foto: djd/BBK/Getty Images/Alena Paulus

Sie waren sofort zur Stelle, packten an und unterstützten die Menschen vor Ort. Zahllose ehrenamtliche Helferinnen und Helfer rückten bei der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern aus, um bei der Versorgung der Einwohner und der Wiederherstellung der Infrastruktur zu helfen. In Deutschland fußt der Katastrophen- und Bevölkerungsschutz zu über 90 Prozent auf ehrenamtlichen Helfern. Die aktuellen Hochwasserkatastrophen und auch die in Zukunft in größerer Anzahl zu erwartenden Extremwetterereignisse machen deutlich, wie wichtig freiwilliges Engagement ist.

Verantwortung übernehmen und sich persönlich weiterentwickeln

„Ehrenamtliche Einsatzkräfte sind die tragende Säule des Bevölkerungsschutzes“, betont auch Armin Schuster, Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Engagieren kann sich jeder. Und es gibt viele Gründe, warum man ein Ehrenamt ausüben sollte. Mit seinem Engagement kann man andere Menschen in Notlagen unterstützen, man kann Verantwortung übernehmen und sich persönlich weiterentwickeln. Ein Ehrenamt bereitet vielen aber auch oft schlichtweg Freude. Sie empfinden ihren Einsatz – etwa, wenn sie sich um alte Menschen, Tiere oder die Umwelt kümmern – als sinnstiftend, und sie schöpfen Kraft aus der Anerkennung, die sie für ihre Tätigkeit finden. Dankbarkeit und anerkennendes Lob der Mitmenschen geben ein gutes Gefühl und motivieren zum Weitermachen. Manche finden im Ehrenamt eine Berufung neben dem Job. Sie können damit ihren Alltag erweitern, sich selbst verwirklichen und eigene Kenntnisse beisteuern.

Im Ehrenamt ist jede und jeder willkommen

„Egal was du kannst, du kannst helfen“, lautet denn auch der Leitspruch der Kampagne „Mit dir für uns alle“. Jede und jeder ist willkommen und kann sich mit seinen Fähigkeiten einbringen. Die einen löschen Feuer und bergen verletzte Menschen oder Tiere aus Gefahrenzonen, andere helfen in der Krisenintervention bei belastenden Ereignissen dabei, das Erlebte zu verarbeiten, oder setzen sich als Dolmetscher ein. Wiederum andere Ehrenamtliche planen technische Hilfe, reparieren Fahrzeuge und Geräte oder kümmern sich um die Verpflegung von Einsatzkräften. Unter www.mit-dir-fuer-uns-alle.de können Interessierte herausfinden, welches Ehrenamt zu ihnen und ihren Talenten passt.

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Arbeitssicherheit ist Chefsache

Vorbeugung und regelmäßige Kommunikation schützen vor Unfallrisiken

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Vorbeugung ist der beste Schutz: Regelmäßige Mitarbeiterschulungen tragen zu mehr Arbeitssicherheit bei. Foto: djd/www.BGETEM.de/Getty Images/Abel Mitja Varela

„Bei uns im Betrieb ist seit Jahren kein Unfall mehr passiert – was soll schon schiefgehen?“ Wenn sich unter Mitarbeitern solch ein Denken verbreitet, ist es bis zur Unachtsamkeit und zum Leichtsinn oft nicht mehr weit. Zwar sind Arbeitsunfälle stark rückläufig, laut Zahlen von Statista von knapp 1,4 Millionen Fällen im Jahr 2000 auf gut 760.000 Unfälle in 2020. Doch das Hantieren mit Maschinen und Werkzeugen birgt jeden Tag ein latentes Risiko. Umso wichtiger ist es, aufmerksam zu bleiben, die persönliche Schutzausrüstung von Helm über Augen- bis Gehörschutz konsequent zu nutzen und auf sich selbst sowie die Kollegen acht zu geben. Entscheidenden Anteil an sicheren Arbeitsbedingungen haben Chefs und Führungskräfte.

Vorbildfunktion wahrnehmen

Unternehmen stehen gesetzlich in der Pflicht, Rahmenbedingungen für ein sicheres Arbeiten zu schaffen und unter anderem die Mitarbeiter regelmäßig zu schulen. Mindestens ebenso wichtig ist die Vorbildfunktion der Vorgesetzten, schildert etwa die Arbeitspsychologin Jella Heptner von der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM): „Neben den technischen und organisatorischen Maßnahmen kommt es darauf an, Sicherheit und Gesundheit zum Thema der Unternehmenskultur zu machen.“ Fast wie ein regelmäßiges Training ist es wichtig, die Belegschaft immer wieder für das Thema Arbeitsschutz zu sensibilisieren. Das betrifft nicht nur akute Unfälle, sondern auch langfristige gesundheitliche Folgen. Berufsbedingte Schwerhörigkeit zum Beispiel entsteht erst über viele Jahre – lässt sich aber vergleichsweise einfach vermeiden, wenn Mitarbeiter jedes Mal beim Bedienen lauter Maschinen zum Gehörschutz greifen. Um Betriebe bei vorbeugenden Maßnahmen zu unterstützen, gibt es etwa unter www.bgetem.de zahlreiche Informationsmaterialien und Anregungen für Inhaber und Führungskräfte. Seminare und eine persönliche Beratung vor Ort runden das Angebot der Berufsgenossenschaft ab.

Psychische Beeinträchtigungen erkennen

Zunehmend rückt auch die psychische Gesundheit von Mitarbeitern in den Blickpunkt. Mit regelmäßigen Gefährdungsbeurteilungen können Betriebe mögliche Risiken erkennen, wichtig sei zudem stets das persönliche Gespräch, so Jella Heptner weiter: „Wenn sich eine Person verstärkt zurückzieht, weniger Freude auf der Arbeit zeigt, häufiger aufgebracht reagiert oder weniger leistungsfähig ist, sind das Anhaltspunkte für eine psychische Beeinträchtigung.“ Kollegen und Chefs sollten sich dann nicht scheuen, den Kontakt zu suchen und Hilfe anzubieten. Häufig kann bereits ein Gespräch mit der Vertrauensperson im Betrieb entlastend wirken, zudem sind Hausärzte eine geeignete erste Anlaufstelle.

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Pflegen heißt auch Schützen

Wer alte und kranke Menschen versorgt, sollte sich gegen Grippe impfen lassen

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Eine jährliche Grippeimpfung sollte in Pflegeberufen selbstverständlich sein. Foto: djd/Sanofi/Getty Images/Drazen Zigic

Die vergangenen Monate haben es noch einmal besonders deutlich gezeigt: Pflegen heißt auch Schützen. Wer in der Behandlung und Pflege von alten, schwachen und kranken Menschen arbeitet, trägt eine riesige Verantwortung. Nicht nur bei den täglichen Aufgaben von der Körperpflege bis zur Medikamentengabe sind trotz Zeitdruck Sorgfalt und Einfühlungsvermögen gefragt. Auch der Schutz pflegebedürftiger Menschen, die durch Krankheitserreger besonders gefährdet und anfällig für Infektionen sind, hat eine große Bedeutung. Sie erleiden bei Erkrankungen wie Covid-19 und Grippe mit höherer Wahrscheinlichkeit schwerere Verläufe als junge und gesunde Menschen.

Pflegende und Pflegebedürftige profitieren von der Impfung

Um Pflegebedürftige nicht anzustecken, ist es für Menschen in Pflegeberufen besonders wichtig, sich gegen vermeidbare Krankheiten impfen zu lassen. Nach der Covid-19-Impfung steht im Herbst wieder die Grippeimpfung auf dem Programm. Der beste Zeitpunkt für den Impftermin ist im Oktober oder November. Aber auch jede spätere Impfung bis in den Februar ist wichtig und sinnvoll. Sie nützt Pflegenden und Pflegebedürftigen gleichermaßen. Denn Erstere sind durch die vielen Kontakte im Beruf ebenfalls stärker gefährdet für eine Infektion. Und bei Letzteren kann die Wirksamkeit einer Grippeimpfung geringer sein. Deshalb sind Hochdosis-Impfstoffe für Menschen ab 60 Jahren entwickelt worden. Die STIKO empfiehlt daher allen Personen ab 60 Jahren einen Hochdosis-Grippe-Impfstoff.

Pflegen und Impfen gehören zusammen

Die Impfquote bei Menschen über 60 Jahren ist leider noch zu niedrig. Nur jeder Dritte über 60 lässt sich laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegen Grippe impfen. Ebenso in den Pflegeberufen: Laut Robert Koch-Institut ließen sich in der Saison 2019/20 nur 46 Prozent der Pflegekräfte in Krankenhäusern gegen Grippe impfen. Dabei gehören Pflegen und Impfen zusammen. Auch für alle anderen Menschen, die in medizinischen Berufen arbeiten oder sich privat um hilfsbedürftige Angehörige kümmern, sollte der Schutz gegen erwartbare Infektionen selbstverständlich sein.

STIKO-Empfehlung für medizinisches Personal

Die STIKO empfiehlt die Grippeimpfung sowohl für die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen als auch für medizinisches Personal. Die Empfehlung gilt außerdem für alle, die viel Kontakt zu Personen mit erhöhtem Risiko haben. Wird die Impfung empfohlen, tragen die Krankenkassen die Kosten. Wer die Impfung bei Betriebsarzt und -ärztin bekommen kann, sollte das Angebot wahrnehmen oder andernfalls einen Termin bei der hausärztlichen Praxis vereinbaren.

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Vom Fan zum Verkaufsprofi

Direktvertrieb bietet zahlreiche Chancen für den Berufseinstieg und Nebenerwerb

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Gut beraten, auch mit Abstand: Digitale Technik gewinnt auch im Direktvertrieb stark an Bedeutung. Foto: djd/Direktvertrieb.de/Getty Images/Kondoros Eva Katalin

Wer von einem Produkt selbst rundum überzeugt ist, kann es umso erfolgreicher auch anderen anbieten. Der Weg vom Fan zum aktiven Vertriebspartner ist oft nicht weit. Die Begeisterung für das Produkt, Sympathie für das Unternehmen und attraktive Verdienstmöglichkeiten sind die drei wichtigsten Gründe für einen Einstieg in den Direktvertrieb. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Marktstudie der Universität Mannheim. Weitere Erkenntnisse: Der Direktvertrieb hat sich als krisenfest erwiesen, schreitet bei der Digitalisierung voran und bietet somit attraktive Einstiegschancen gerade auch für Branchenneulinge.

Attraktiv als Nebenerwerb

Während die Zahl der Vertriebspartner von 932.000 in Vorjahr auf 911.000 in 2020 leicht zurückging, ist im selben Zeitraum der Umsatz mit Kosmetik, Mode, Haushaltsgeräten und mehr von 18,55 auf 18,72 Milliarden Euro gestiegen. „Gerade in diesen Zeiten wissen Verbraucher eine persönliche Beratung besonders zu schätzen“, erläutert Prof. Dr. Florian Kraus, der Leiter der Studie. „Somit erhöhten sich auch die Einnahmen der zumeist nebenberuflich Tätigen.“ Als Zusatzverdienst oder auch zum Wiedereinstieg nach einer Kinderpause eignen sich die Tätigkeiten im Direktvertrieb besonders. Schließlich können die Vertriebsprofis ihre Zeit vollkommen frei und flexibel einteilen – gute Voraussetzungen, um Beruf und Familie miteinander in Einklang zu bringen. In einer Selbstverpflichtung bekennen sich etwa die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland e. V. zu einheitlichen Standards. Dazu zählt unter anderem, dass sie nicht verkaufte Waren zurücknehmen. Für Einsteiger bieten die Unternehmen umfassende Schulungen, finanzielle Risiken gehen sie trotz der Selbstständigkeit nicht ein.

Digitales Verkaufen im Trend

Aus der Anforderung des Abstandhaltens hat die Branche eine Tugend gemacht, berichten die Autoren der Marktstudie weiter. Wenn persönliche Kontakte reduziert werden, sind Produktpräsentationen zum Beispiel per Webcam eine erfolgreiche Alternative. Die eigene Küche oder das Wohnzimmer werden zur Verkaufsbühne, die Vertriebspartner können ihre Tätigkeit somit noch flexibler ausüben. Unter www.direktvertrieb.de gibt es mehr Details und die Möglichkeit, sich über die verschiedenen Einstiegschancen zu informieren. Auch bei der Gewinnung von Mitarbeitern sowie deren Schulung hat die virtuelle Welt an Bedeutung gewonnen. Ein weiterer Trend: Nachhaltigkeit wird immer wichtiger für die Branche. In der aktuellen Marktstudie geben 91 Prozent der befragten Unternehmen an, sich bereits mit diesem Thema zu beschäftigen, von den Produkten selbst bis hin zur nachhaltigen Optimierung von Verpackungen.

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Praktische Tipps für das erste Bewerbungsgespräch

Bei der Vorstellung für den Ausbildungsplatz ist gute Vorbereitung wichtig

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Selina Schröter gibt im Internet Bewerbungstipps. Foto: djd/Siemens Professional Education

Das letzte Schuljahr ist angebrochen oder gar vorbei? Dann liegt in vielen Fällen erstmals das Thema Bewerbung auf dem Tisch – ob für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium. Wenn dabei alles gut geht, folgen Einladungen zu Vorstellungsgesprächen. Im Vorfeld sollten sich die Anwärter auf diese ungewohnte Situation gut vorbereiten, nur so lassen sich Unsicherheiten ablegen und die Chancen steigern. Doch was alles gehört zu einer ordentlichen Vorbereitung?

Üben und ruhig bleiben

Wichtig ist das passende Sachwissen. Was genau macht die Firma, bei der man sich bewirbt, was passiert an dem Standort, an dem die Ausbildung angeboten wird? Beliebte Fragen sind unter anderem, warum der Bewerbende den gewählten Beruf erlernen möchte und warum er oder sie die beste Besetzung für die angebotene Ausbildungsstelle ist. Dazu sollte man eine überzeugende Antwort parat haben, die besonders die eigene Motivation widerspiegelt. Klar ist: Etwas Nervosität ist bei einem Bewerbungsgespräch fast immer dabei. Selina Schröter arbeitet in der Personalabteilung von Siemens Deutschland und hat eine Youtube-Serie namens „Bewerbungstipps mit Selina“ erstellt. Unter www.ausbildung.siemens.com findet man den Link dorthin. Schröter rät dazu, das anstehende Gespräch frühzeitig mit Eltern oder Freunden zu üben. „Dann bekommt man Routine, kann die Nerven beruhigen und kriegt auch gratis ein direktes Feedback“, so die Bewerbungsexpertin.

Sich auf Online-Gespräche einrichten

Früher war es üblich, für ein erstes Gespräch zum Unternehmen zu fahren und sich dort vor Ort mit den Ausbildungsverantwortlichen zu treffen. Heutzutage finden jedoch immer mehr Vorstellungsgespräche online statt. So gilt es auch, auf eine passende Umgebung zu achten. „Wenn man zu einer Videokonferenz eingeladen wurde, sollte man sich vorher überlegen, was man im Hintergrund zeigen möchte oder was eher nicht“, rät Schröter. Das eigene Zimmer sagt viel über den Bewerbenden aus, doch die Gesprächspartnerinnen und -partner erkennen zum Beispiel auch, ob im Bildhintergrund Pokale oder doch dreckige Socken zu sehen sind. Der wohl wichtigste Tipp aber gilt der Authentizität. „Bleibt unverstellt“, ermuntert Selina Schröter. „Die Recruiterinnen und Recruiter wollen keine Maske kennenlernen, sondern die echte Persönlichkeit des Bewerbenden. Nur so können sie entscheiden, ob man zusammen den neuen Weg gehen kann.“

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Boombranche „Wellness“

In Bädern, Spas und Saunen haben Quereinsteiger viele Möglichkeiten

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Der Saunameister kümmert sich fachkundig um das Wohlbefinden der schwitzwilligen Gäste. Foto: djd/IST-Studieninstitut

Der Besuch einer Sauna- und Wellnessanlage ist eine erholsame Auszeit vom Alltag. Allein in Deutschland gibt es mehr als 6.000 Bäder, über 200 Thermalbäder und mehr als 2.000 Saunabetriebe mit einem zum Ende des Jahres prognostizierten Gesamtumsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. „Der Bäder- und Wellnessmarkt hat sich seit den 90ern massiv entwickelt“, erklärt Dr. Klaus Batz, Geschäftsführer der European Waterpark Association, der Interessenvertretung der europäischen Freizeitbäder, Thermen und Wasserparks. „Dadurch sind neue Berufsbilder und Anforderungsprofile entstanden, denen klassische Ausbildungen wie ‚Fachkraft für Bäderbetriebe‘ alleine nicht nachkommen können.“

Personalmangel auf allen Ebenen

Tatsächlich ist die Bandbreite an Einsatzgebieten enorm, längst sind dort die altbekannten Bademeister nicht mehr allein. Je nach Größe und Ausrichtung der Anlage ergänzen beispielsweise Sauna-Meister, Masseure und Aqua-Fitnesstrainer das Wohlfühlangebot. Im Hintergrund sorgen Bäderbetriebsmanager sowie Wellness- und Spa-Manager für einen reibungslosen betrieblichen Ablauf und halten übergeordnet die Fäden in der Hand. Über Weiterbildungen nähert man sich den neuen Aufgaben am einfachsten. Sie bedeuten neben dem Aufwand, den man berufsbegleitend treiben muss, nicht nur eine Wissenserneuerung, sondern vor allem persönliche Entwicklungsmöglichkeiten und finanzielle Belohnung. Unter www.ist.de findet man eine Auswahl an möglichen Kursen. Doch trotz dieser Aussichten und Chancen ist der Personalmangel auf allen Ebenen spürbar. „Wir haben Probleme, offene Stellen mit qualifizierten Mitarbeitern zu besetzen“, so Dr. Klaus Batz von der EWA. „Das reicht von der Beckenaufsicht bis zur Geschäftsführung.“

Gute Chancen für Quereinsteiger

Das birgt sehr gute berufliche Perspektiven für diejenigen, die in diesen Arbeitsmarkt ein- und aufsteigen wollen. Dabei sind die Unternehmen in dieser Branche offen für Quereinsteiger. Dass sich hier eine gezielte Weiterbildung lohnt, belegt die Gehaltsstudie der IST-Hochschule für Management. Sie zeigt, dass Mitarbeiter mit einer entsprechenden Qualifikation aufsteigen und damit ihre Gehaltsaussichten deutlich verbessern können. Grundsätzlich sind laut Studie die Verdienstmöglichkeiten in der Wellness- und Spa-Branche gut – unabhängig vom Bildungsabschluss. Über branchenspezifische Weiterbildungen können Jahresgehälter von bis zu 70.000 Euro erzielt werden.

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