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Umwelt & Nachhaltigkeit

Upcycling für Einweg-Papierbecher

Nachhaltigkeitsprojekt gewinnt Preis der Deutschen Systemgastronomie 2021

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Allein in Deutschland werden laut Umweltbundesamt jährlich rund 1,7 Milliarden kunststoffbeschichtete Einweg-Papierbecher verbraucht. Foto: djd/Bundesverband der Systemgastronomie/Getty Images/benzoix

Allein in Deutschland werden jährlich zig Millionen kunststoffbeschichtete Einweg-Papierbecher verbraucht. Die Beschichtung ist notwendig, damit die Becher nicht undicht werden oder aufweichen. Das Problem: Nach Gebrauch landen sie im Müll, da der Verbundstoff einen Recyclingprozess ausbremst. Ein neues Verfahren macht künftig das nachhaltige Recyceln von jeglichen Arten von Einweg-Papp- und Einweg-Papierbechern für Heiß- und Kaltgetränke im Papieraufbereitungsprozess möglich. Das so gewonnene Papier heißt CoffeeCup Paper. Als wertvoller Branchenbeitrag zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz wurde diese innovative Idee mit dem Preis der Deutschen Systemgastronomie 2021 ausgezeichnet.

Becher sammeln statt entsorgen

Auch für Systemgastronomen waren die Einwegbecher bislang nur zu entsorgender Abfall. Nun kann es für sie heißen: Becher sammeln und rückführen. Denn die Einwegbecher liefern hochwertige Papierfasern zur Herstellung der CoffeeCup Paper. Das grafische Papier besteht zu etwa 25 Prozent aus Einweg-Papierbechern und rund 75 Prozent aus direkt recycelbarem Altpapier. Die Kunststoffanteile in der Beschichtung der Einwegbecher werden mit dem neuen Verfahren zunächst abgelöst, damit die Papierfasern, die ohne diese Trennung im Müll verloren gehen würden, wieder in den Recyclingprozess zurückgeführt werden können. Das Grafikpapier kann von jedem Unternehmen vielseitig für eigene Kommunikationsmittel verwendet werden – etwa für Flyer, Briefumschläge oder Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte. „Die Systemgastronomen können durch einfache Bechersammlung und -rückführung nicht nur Entsorgungskosten sparen, sondern vor allem auch beweisen, dass sie den gesamten Lebenszyklus von Verpackungen im Blick haben und mit daran arbeiten, Kreisläufe zu schließen sowie Rohstoffe zu schonen“, so Torsten Gröger, Ideengeber des Projekts und Prokurist bei der creart Neidhardt Werbe GmbH.

Zehn Jahre Preis der Deutschen Systemgastronomie

Den Preis der Deutschen Systemgastronomie hat der Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS) bereits zum zehnten Mal vergeben. Mit ihm werden Personen, Unternehmen, Projekte, Initiativen oder Einrichtungen in Deutschland geehrt, die sich in besonderer, beispielhafter und zukunftsorientierter Weise um die Branche der Systemgastronomie und deren Herausforderungen verdient gemacht haben. Einen Sonderpreis erhielt die Burger King Deutschland GmbH für ihren solidarischen Social-Media-Appell „Bestellt bei McDonald’s“ in der Corona-Zeit, denn in keiner anderen Branche in Deutschland wurde während der Pandemie diese beispielgebende Solidarität als wettbewerbsübergreifender Zusammenhalt untereinander gelebt.

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Solarpflicht soll den Schub bringen

Studie: Aktuell wird das Solarpotenzial längst nicht ausgereizt

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Foto: djd/LichtBlick SE/Getty Images/Thomas Fluegge

Dächer von Neubauten sind der ideale Ort für neue Photovoltaikanlagen. Sie bieten ein riesiges Potenzial für die Energiewende. Das hat auch die deutsche Politik erkannt, diskutiert wird über eine bundesweite Solarpflicht. Derzeit gleicht das Land allerdings noch einem Flickenteppich. Wer etwa in Baden-Württemberg ein neues Haus bauen will, muss ab dem 1. Mai 2022 eine Solaranlage auf dem Dach installieren lassen. Ab Januar 2023 gilt das dann auch bei einer „grundlegenden“ Dachsanierung von Bestandsgebäuden. Berlin und Hamburg machen Solaranlagen auf Neubauten ab 2023 zur Pflicht, in einigen anderen westdeutschen Bundesländern sind entsprechende Pläne weit gediehen. Das alles ist Zukunftsmusik, aber wie wird das Solarpotenzial auf den Dächern der 14 größten deutschen Städte derzeit ausgeschöpft? Das Ergebnis des LichtBlick Solarchecks 2021 ist ernüchternd: Der Solarfaktor – das Verhältnis der Fläche neu errichteter Solaranlagen zu neu gebauten Dachflächen – liegt in 8 der 14 Metropolen unter 30 Prozent.

Große regionale Unterschiede: Essen top, Hamburg flop

Die regionalen Unterschiede in Sachen Solarfaktor sind enorm. In der Ruhrgebietsmetropole Essen liegt er bei knapp 63 Prozent, in Köln bei gut 47 Prozent und in Leipzig bei 46,5 Prozent. Der Berliner Solarfaktor beträgt lediglich etwa 15 Prozent, in Frankfurt sind es knapp 12 und in Hamburg sogar nur gut 10 Prozent. Die Elbmetropole ist damit zum zweiten Mal nach 2020 Schlusslicht des Solarchecks. Das könnte sich jedoch ab 2023 ändern, wenn die besagte Solarpflicht in der Hansestadt in Kraft tritt. „Dächer sind die grünen Kraftwerke der Zukunft. Hier kann Klimaschutz bezahlbar und verbrauchernah realisiert werden“, bestätigt Ralf Schmidt-Pleschka, Koordinator Klima- und Energiepolitik beim Ökostromanbieter LichtBlick. Derweil könnte eine Verpflichtung bei Neubau in der nächsten Legislaturperiode auch im Bund zum Thema werden.

Ausschlaggebend sind im Moment noch große Dachanlagen

Auffällig bei den Ergebnissen des Solarchecks ist auch, dass ein guter Solarfaktor oft auf den Neubau weniger großer Dachanlagen zurückgeht. So machen in Leipzig, Bremen, Dortmund und der Siegerstadt Essen solche Anlagen mit einer Leistung von mindestens 100 Kilowatt über die Hälfte des gesamten Photovoltaik-Neubaus aus. Solarmodule auf neuen Mehrfamilienhäusern oder kleineren Gewerbebauten sind dagegen auch in den gut platzierten Städten eher die Ausnahme.

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Kreise & NRW

Wesseling: Mikroplastik belastet weiterhin den Rhein

Greenpeace schlägt Alarm

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Bei den letzten Wasserproben hat Greenpeace erneut eine hohe Belastung des Rheins mit Mikroplastik festgestellt, auch vor Wesseling und Bornheim. (Foto: Greenpeace)

Nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace wird der Rhein zwischen Bonn und Düsseldorf weiterhin mit Mikroplastik verschmutzt. In sieben Wasserproben seien durchschnittlich 0,63 fabrikneue Mikropartikel pro Kubikmeter Wasser gefunden worden. Diese kämen aus industriellen Produktionsabläufen. Unter der Annahme, dass die Konzentrationen über den Tagesverlauf annähernd gleich bleiben und aufgrund der Durchmischung durch die starke Strömung des Rheins, betrage die tägliche Fracht Richtung Nordsee grob geschätzt 125 Millionen Partikel. Auch vor Wesseling und Bornheim sei die Belastung mit Mikroplastik weiterhin enorm hoch. Die Stichproben, so Greenpeace, bestätigen die umfassende Studie „Nicht sauber, sondern Rhein“ vom März 2021. „Dass sich seit Jahren nichts an der Mikroplastikverschmutzung im Rhein ändert, ist unverantwortlich. Das NRW-Umweltministerium muss endlich feststellen, woher die Mikroplastikartikel im Rhein stammen und die Verschmutzung beenden“, fordert Daniela Herrmann, Umweltwissenschaftlerin von Greenpeace.

NRW-Umweltministerium will Verursacher ermitteln

Das Umweltministerium, so Sprecherin Tanja Albrecht auf Anfrage, nehme das Thema Mikroplastik sehr ernst. Es gelte insbesondere die Gewässer vor Verunreinigungen oder Belastungen mit Mikroplastik zu schützen. Das Ministerium habe das Landesumweltamt (LANUV) beauftragt, ein Konzept für die Probenahme und Identifikation der Mikroplastikpartikel zu erarbeiten. „Dabei wurden bereits aufgrund des ersten Greenpeace-Berichtes Untersuchungen zur Quellenermittlung initiiert“, teilte Albrecht mit. Das LANUV habe begonnen, ein aufwendiges Verfahren zur Beprobung industrieller Direkteinleiter zu entwickeln. Albrecht: „Das Verfahren soll eine repräsentative und vergleichbare Beprobung verschiedener Einleiter ermöglichen, um potenzielle Verursacher gleichwertig beurteilen zu können.“

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Solarparks sind besser als ihr Ruf

Großanlagen produzieren umweltfreundliche Energie und fördern die Artenvielfalt

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Solarparks produzieren umweltfreundliche Energie und schaffen gleichzeitig neue Lebensräume für Tier- und Pflanzenwelt. Foto: djd/BELECTRIC Solar & Battery/István - stock.adobe.com

Die Klimabewegung ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und findet weiterhin starken Zulauf. Bis 2045 will Deutschland klimaneutral werden. Mit dem Abschied von fossilen Energieträgern geht der Umstieg auf erneuerbare Quellen wie Wind- und Sonnenkraft einher. Ihr Anteil soll bereits bis 2030 auf gut 60 Prozent des Bruttostromverbrauchs wachsen. Für 2045 strebt die Bundesregierung Klimaneutralität an. Insbesondere Solarkraftwerke dürften in den kommenden Jahren beim Erreichen dieser Ziele eine wichtige Rolle spielen. Allerdings verbindet sich mit der Technologie so manches Vorurteil: Viele denken dabei an große, versiegelte Flächen mit entsprechenden Nachteilen für die Ökologie. Tatsächlich aber zeigen Studien, dass Solarparks sogar die Artenvielfalt fördern können.

Blühwiesen für mehr Biodiversität

Dass Solarparks zur Biodiversität beitragen können, ergab bereits im Jahr 2019 eine Studie im Auftrag des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft. Eine wesentliche Voraussetzung für ein solches positives Ergebnis ist die Gestaltung der Anlagen – etwa indem die Grünstreifen zwischen den Reihen der Solarmodule bewusst selten gemäht werden. So entstehen sogenannte Blühwiesen, welche die Artenvielfalt unterstützen. „Spezielle Saatgutmischungen für niedrig wachsende Blütenpflanzen schaffen Rückzugsorte für Insekten, insbesondere für Wild- und Honigbienen“, erläutert Ingo Alphéus, Geschäftsführer des Solarunternehmens Belectric. Der Anbieter verzichtet zudem bei seinen Anlagen bewusst auf den Einsatz auf Pestiziden. Davon profitieren Landwirte in der Umgebung, da durch die wachsende Bienenpopulation auch ihre Erträge steigern. Unter www.belectric.com gibt es weitere Informationen rund um das Thema Artenvielfalt und dazu, wie Solarparks die konventionelle Stromproduktion durch klimafreundliche Alternativen ersetzen können.

Geringer Flächenverbrauch, effektive Energieproduktion

Bereits bei der Planung einer Solaranlage spielen ökologische Aspekte eine zentrale Rolle. So werden beispielsweise die Fundamente der Solarmodule gerammt und nicht betoniert, um Böden nicht unnötigerweise zu versiegeln. Der Flächenverbrauch ist ohnehin viel geringer, als Laien auf den ersten Blick vermuten könnten: Aufgrund der tischartigen Konstruktion der Solarmodule wird weniger als ein Prozent der genutzten Fläche tatsächlich verbraucht. Der Großteil bleibt der Natur überlassen. Auch auf lange Sicht verursachen moderne, rückbaufähige Solarkraftwerke nahezu keinen biologischen Fußabdruck. Sie sind nach vielen Jahren der effektiven Energiegewinnung vollständig recycelbar.

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Mehr Kapazitäten, weniger CO2

Paketboom: So stellen sich Logistikdienstleister auf das Weihnachtsgeschäft ein

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Logistikdienstleister setzen aus ökologischen Gründen verstärkt auf alternative Zustellfahrzeuge wie diese Lastenräder. Foto: djd/www.hermesworld.com

Die Corona-Pandemie hat dem Onlineshopping einen weiteren Schub gegeben. Zu spüren war dies vor allem im Weihnachtsgeschäft 2020, als stationäre Einkäufe und Treffen von Familien und Freunden im Lockdown schwierig bis unmöglich waren. Die Menschen bestellten Geschenke im Internet und versendeten sie durch Logistikdienstleister. Die Pandemielage entspannt sich zusehends – aber werden deshalb jetzt auch weniger Pakete verschickt?

Alternative Zustellkonzepte verkleinern ökologischen Fußabdruck

Das Gegenteil scheint der Fall zu sein: „Wir erwarten im Weihnachtsgeschäft von Oktober bis Dezember rund 137 Millionen Sendungen, das wären noch einmal neun Prozent mehr als im Rekordquartal 2020“, berichtet Olaf Schabirosky, CEO von Hermes Germany. Vor einem Jahr hat allein dieser Anbieter in der stärksten Kalenderwoche 51 fast zwölf Millionen Sendungen zugestellt, auch dieser Rekord könnte in diesem Jahr gebrochen werden. „Um das Volumen bewältigen zu können, sind bei uns rund 3.500 zusätzliche Arbeitskräfte und täglich 3.900 zusätzliche Fahrzeuge bundesweit im Einsatz“, erklärt Schabirosky. Mit steigenden Paketmengen rücken auch die Maßnahmen in den Fokus, mit denen der Anbieter seinen ökologischen Fußabdruck verkleinert. „Wir setzen verstärkt auf E-Mobilität und Ökostrom, eine moderne Lkw-Flotte, alternative Zustellkonzepte wie Lastenräder, den Ausbau des Paketshop-Netzwerks sowie intelligente Transport- und Tourensoftware für eine hohe Transporteffizienz“, fasst Olaf Schabirosky einige der Maßnahmen zusammen.

Stichtag: 20. Dezember

Weihnachtspäckchen und -pakete sollten bis spätestens 20. Dezember mittags im Paketshop abgegeben worden sein. Dann erfolgt ein erster Zustellversuch auf jeden Fall noch bis Heiligabend. Für internationale Sendungen innerhalb der EU ist der 14. Dezember ein Richtwert. Länderspezifische Informationen finden sich unter www.myhermes.de. „Wie immer gilt: Weihnachtsbestellungen besser frühzeitig tätigen und auch private Sendungen nicht erst auf den letzten Drücker abschicken. So ist eine pünktliche Lieferung meist dann noch gesichert, wenn die Zusteller und Zustellerinnen vom Winterwetter ausgebremst werden sollten“, rät Olaf Schabirosky.

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Auch Bio braucht Düngung

Mineraldünger erhalten in der ökologischen Landwirtschaft die Bodenfruchtbarkeit

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Bio boomt. Nicht nur die großen Discounter haben ein breites Bio-Angebot in ihrem Sortiment. Laut Online-Portal Statista stieg der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln in Deutschland in den letzten 20 Jahren von etwa 2 auf rund 15 Milliarden Euro. Erklärtes Ziel der Bundesregierung: Bis 2030 soll der ökologische Landbau einen Gesamtanteil von 20 Prozent ausmachen. Doch was heißt das für die Biobauern? Wie können sie ihre Erträge auf einem qualitativ hohen Niveau halten? Die Düngung spielt da eine entscheidende Rolle.

Den Pflanzen neue Nährstoffe zuführen

Darf ein Biobauer denn überhaupt düngen? Klare Antwort: Ja, und zwar mit dem richtigen Dünger. Der Hintergrund ist rasch erklärt: Pflanzen brauchen zum Wachstum Nährstoffe wie Kalium, Stickstoff und Phosphor, aber auch Magnesium und Schwefel. Diese werden überwiegend über die Wurzeln aufgenommen. Weil aber die Pflanzen geerntet und damit auch die darin enthaltenen Nährstoffe abtransportiert werden, kommt es über kurz oder lang zu einem Nährstoffmangel im Boden. Das heißt, der Biobauer muss nach einer genauen Bodenanalyse neue Nährstoffe in Form von Dünger zuführen, damit der Boden fruchtbar bleibt.

Dünger aus Kalirohsalzen

„Neben dem Einsatz von organischen Düngern sind in der ökologischen Landwirtschaft auch mineralische Dünger zugelassen. Zu diesen gehören zum Beispiel Kaliumsulfat, Magnesiumsulfat und verschiedene natürlich vorkommende Mineralien wie das Kalirohsalz Kainit“, erklärt ein Sprecher der landwirtschaftlichen Anwendungsberatung bei einem großen Düngemittelhersteller. Entscheidend ist, dass natürliche Mineraldünger verwendet werden. Kali beispielsweise ist ein Mineraldünger, der aus der Erde für die Erde gewonnen wird, und zwar in deutschen Kalibergwerken. Die Rohsalze werden bergmännisch in Tiefen von 300 bis 1.400 Metern abgebaut, in Einzelkomponenten getrennt und ohne chemische Prozesse zu Düngern aufbereitet. Sie entsprechen damit den Anforderungen, die der Ökolandbau an zugelassene Einsatzmittel stellt.

Die Nachfrage nach Nahrungsmitteln steigt

Auch vor dem Hintergrund, dass die Weltbevölkerung ständig wächst, wird das Thema Düngung immer wichtiger – detaillierte Informationen dazu bietet die Broschüre „Düngen, ernten und ernähren“, die unter www.vks-kalisalz.de kostenlos heruntergeladen werden kann. Um künftig alle Menschen ausreichend ernähren zu können, muss die globale Getreideproduktion um 46 Prozent erhöht werden. Da die Anbauflächen aber begrenzt sind, ist es notwendig, dass auf den bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen deutlich mehr geerntet wird. Das wiederum erfordert einen höheren Einsatz von Nährstoffen für die Pflanzen in Form von Mineraldüngern.

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Papier statt Schachtel

Ideen aus der Systemgastronomie für weniger Verpackungsmüll

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Mehrweg statt Einweg, Papier statt Burgerschachteln: Führende Anbieter der Systemgastronomie wollen dazu beitragen, das Aufkommen von Plastik- und Verpackungsmüll in den Restaurants deutlich und kontinuierlich zu reduzieren. Foto: djd/McDonald's Deutschland

Die Top-100-Unternehmen der deutschen Systemgastronomie konnten ihre Umsätze zwischen 2010 und 2019 laut einer auf Statista veröffentlichten Food-Service-Studie von 10,6 auf 15,3 Milliarden Euro steigern. Im vergangenen Jahr gab es aufgrund des lang anhaltenden Lockdowns zwar einen Umsatzeinbruch auf 10,7 Milliarden Euro. Nach Überwindung der Pandemie dürften allerdings die Umsätze sowie die Zahl der Filialen weiter deutlich steigen. Wachstum in der Systemgastronomie bedeutet aber auch: Für den Verzehr der Gerichte fällt potenziell immer mehr Verpackungsmüll an, der die Umwelt belastet. Führende Anbieter wollen dem Müllaufkommen mit verschiedenen Maßnahmen entgegensteuern.

Papier aus zertifiziert nachhaltigen Quellen

Mehrweg statt Einweg, Papier statt Burgerschachteln: So soll der Plastik- und Verpackungsmüll in den Restaurants deutlich und kontinuierlich reduziert werden. McDonald’s Deutschland beispielsweise will nach Firmenangaben allein durch die Umstellung von Karton- auf Einwickelpapier bis zu 70 Prozent Verpackungsmaterial einsparen. Außerdem setzt das Unternehmen bei der Materialherkunft an. So besteht der Großteil der Verpackungen inzwischen aus Papier, welches komplett aus zertifiziert nachhaltigen Quellen stammt. Alle Abfälle, die in den Restaurants anfallen, werden zudem getrennt und die Wertstoffe dem Recycling zugeführt: Gebrauchte Getränkebecher beispielsweise werden zu Hygienepapier oder Rigipsplatten weiterverwertet.

Gegen das achtlose Wegwerfen von Müll sensibilisieren

Die Restaurantkette geht noch weiter und will beim sogenannten „Littering“ ansetzen. So wird die Unsitte bezeichnet, Abfälle im öffentlichen Raum achtlos wegzuwerfen oder liegenzulassen, ohne die dafür vorgesehenen Mülleimer oder Papierkörbe zu benutzen. Die Sauberhaltung des Umfelds ist bereits ein fester Bestandteil des Restaurantbetriebs. Die Anstrengungen bei McDonald’s für mehr Achtsamkeit bei der Müllentsorgung sollen nun weiter verstärkt werden, etwa durch Aufkleber für Abfallbehälter und Tablettwagen sowie Hinweise auf den Kassenbons. Darüber hinaus testet das Unternehmen an ausgewählten McDrive-Standorten spezielle Abfall-Fangkörbe. Für eine möglichst große Aufmerksamkeit nutzt man auch seine Reichweite auf den eigenen Social-Media-Kanälen.

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Der Müll gehört in den Korb

Systemgastronomie will gegen das achtlose Wegwerfen von Abfall sensibilisieren

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Abfälle wegzuwerfen kann auch Spaß machen - umso mehr mit den neuen speziellen Müllbehältern. Foto: djd/McDonald's Deutschland

Als „Littering“ wird die Unsitte bezeichnet, Abfälle im öffentlichen Raum achtlos wegzuwerfen oder liegenzulassen, ohne die dafür vorgesehenen Mülleimer oder Papierkörbe zu benutzen. Verschmutzte Plätze und Grünanlagen sind vor allem während der Pandemie zu einem zunehmenden Problem für die Kommunen und Ärgernis für die Bürger geworden. Auswärts essen war lange Zeit nur „to go“ möglich und eine Lawine von Take-away-Verpackungen die Folge. Feiern konnte und kann man vorwiegend nur draußen – das sorgte für eine Verschärfung des Problems mit Unmengen an Abfall im Freien.

Restaurantumfeld soll sauber gehalten werden

In der Systemgastronomie sind Verpackungen notwendig, um einen schnellen, hygienischen und unkomplizierten Service zu bieten. McDonald’s will nun zum einen das Müllaufkommen in seinen Restaurants deutlich reduzieren und vor allem auch seine Gäste gegen das achtlose Wegwerfen von Müll sensibilisieren. 94 Prozent der rund 1.450 Restaurants in Deutschland werden von 204 mittelständischen Franchisepartnern geführt. Als Bürger der jeweiligen Kommune haben diese ein ureigenes Interesse an Abfallvermeidung und Umweltschutz.

Die Sauberhaltung des Umfelds ist deshalb ein fester Bestandteil des Restaurantbetriebs, etwa durch die Bereitstellung von Abfallbehältern im Außenbereich sowie regelmäßigen Außenrundgängen durch Mitarbeiter, um weggeworfene Verpackungen einzusammeln. Hierbei gibt es vielerorts Kooperationen mit den kommunalen Entsorgungsbetrieben oder anderen Gewerbetreibenden, um Synergien zu nutzen. Einige Franchisepartner unterstützen zudem lokale Abfallsammelaktionen, etwa mit Manpower aus dem Kreis der Mitarbeiter, der Bereitstellung von Sammelequipment oder einer Verköstigung der Helfer. Mit der Kampagne „Gib Müll ’nen Korb“ rückt etwa McDonald’s den richtigen Umgang mit Verpackungen in den Fokus. Dazu stattet man alle Restaurants mit Aktionsmaterialien wie Aufklebern mit dem Aktionslogo für die Abfallbehälter im Außenbereich aus. An ausgewählten McDrive-Restaurants werden spezielle Abfall-Fangkörbe installiert, die zum zielgenauen Einwerfen ermuntern. Eine breite Social-Media-Kampagne begleitet die Aktionen.

Plastik- und Verpackungsmüll reduzieren

Im Rahmen eines sogenannten Verpackungsfahrplans soll zudem Plastik- und Verpackungsmüll kontinuierlich reduziert werden. So wurden die Dessertverpackungen im letzten Jahr auf nahezu plastikfreie Alternativen umgestellt, wodurch 2020 bereits 904 Tonnen Kunststoff eingespart werden konnten. Darüber hinaus werden alle anfallenden Abfälle von Mitarbeitern in den Restaurants getrennt und die Wertstoffe dem Recycling zugeführt.

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Gemeinsam gegen Plastikmüll

Clean-up-Events: 1.000 Aufräumaktionen in ganz Deutschland

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Gemeinsam für mehr Umweltschutz: Beim Aufsammeln von Plastikmüll kann man mit persönlichem Engagement viel erreichen. Foto: djd/Paul Ambrusch

Kunststoffabfälle belasten die Umwelt über Jahrzehnte. Das gilt vor allem, wenn sie in Meere, Flüsse und andere Gewässer gelangen. Die Bilder von Plastikstrudeln vor vielen Küsten sowie von Tieren, die sich darin verheddern, sind nur allzu gut bekannt. Lösungen für diese ökologische Krise sind längst vorhanden, doch gemeinschaftliches Engagement ist notwendig – und jeder Einzelne kann sich einsetzen. Zum einen durch den Verzicht auf Kunststoffverpackungen und der Entscheidung für umweltfreundliche Alternativen wie Mehrwegglas. Zum anderen durch Müllsammelaktionen – dabei kann jeder sogar einen solchen Clean-up in seinem Ort organisieren oder sich daran beteiligen.

Weg mit dem Plastikmüll

Um Strände, Seen und Gewässer von Plastikmüll zu befreien, sind viele helfende Hände notwendig. So will die gemeinnützige Surfrider Foundation Europe in Kooperation mit fritz-kola 1.000 Clean-ups in ganz Europa ermöglichen. Vereine, Freunde, Familien und Bürokollegen können eigene Aufräumaktionen veranstalten. „Jede helfende Hand bringt uns weiter in Richtung unseres Ziels. Daher rufen wir alle auf, aus Glas zu trinken, aufzuräumen und sich dem Kampf gegen Plastik anzuschließen“, erklärt Mirco Wolf Wiegert, Gründer und Geschäftsführer des Getränkeherstellers, der von Anfang an für seine Produkte auf Glasmehrwegflaschen gesetzt hat.

Clean-up-Termine finden oder eine eigene Aktion planen

Alles, was für den Clean-up benötigt wird, senden die Organisatoren kostenfrei zu. Das sogenannte Ocean-Initiative-Kit enthält Handschuhe, Müllbeutel und Infobroschüren, um den Teilnehmenden die Problematik der Meeresabfälle näherzubringen. Unter www.trink-aus-glas.de gibt es eine Übersicht aller geplanten Termine und detaillierte Informationen dazu, wie sich eine eigene Müllsammelaktion organisieren lässt. Ein zusätzlicher Bonus für alle, die sich gegen das Problem des Plastikmülls engagieren möchten: Wer über die sozialen Medien eine „Clean-up-Story“ einreicht, hat die Chance, für sich und sein Team einen Jahresvorrat an Getränken zu gewinnen. Geliefert wird die Verköstigung selbstverständlich in Glasmehrwegflaschen.

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Packen wir’s an

Vier Tipps, mit denen jeder etwas für den Klimaschutz tun kann

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Für jeden Einzelnen gibt es Möglichkeiten, im Alltag durch Verhaltensänderungen CO2 zu sparen und damit einen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten. Foto: djd/LichtBlick SE/Getty Images/alvarez

Rekordhitze mit bis zu 50 Grad Celsius in Kanada und Südeuropa. Starkregen und Flutkatastrophe in Deutschland und weltweit die zunehmende Gefahr durch Tornados: Immer mehr Menschen bekommen den Klimawandel hautnah zu spüren. Der Ökostromanbieter Lichtblick beispielsweise zeigt unter www.lichtblick.de/klimaneutral-leben, wie es gelingen kann, bis 2035 in fünf Schritten zur Klimaneutralität zu kommen. Für jeden Einzelnen gibt es auf dem Weg dahin noch weitere Möglichkeiten, im Alltag durch Verhaltensänderungen CO2 zu sparen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das Gute daran: Die meisten Maßnahmen sind einfach umzusetzen und bedeuten keinen Verzicht auf Lebensqualität. Hier sind vier Tipps:

1. Den persönlichen CO2-Fußabdruck ermitteln

In Deutschland verbraucht jede Person im Durchschnitt etwa 11,2 Tonnen CO2 pro Jahr. Von diesem Durchschnittswert gibt es je nach Lebensstil teilweise große Abweichungen nach oben oder unten. Den eigenen C02-Fußabdruck kann man heute im Internet leicht ermitteln: Einen C02-Rechner bietet etwa das Umweltbundesamt unter www.uba.co2-rechner.de an. Mit dem „CO2-Szenario“ kann man dabei auch in die Zukunft schauen und sehen, was Verhaltensänderungen bringen.

Beim Strom kann man auf Ökostrom umsteigen, der Wechsel ist einfach und bringt viel fürs Klima. Foto: djd/LichtBlick SE/PantherMedia/Andriy Popov

2. Ökostrom und Wäscheleine

Der größte Teil der Treibhausgas-Emissionen entfällt auf das Thema Heizen und Strom. Hier können Haushalte ganz leicht ansetzen und dabei auch noch Geld sparen. Beim Strom kann man beispielsweise auf Ökostrom umsteigen, der Wechsel ist einfach und bringt mehrere Tonnen CO2-Ersparnis fürs Klima, Infos gibt es etwa unter www.lichtblick.de. Strom sparen lässt sich derweil bei Waschmaschine und Geschirrspüler. Sie sind am sparsamsten, wenn sie voll beladen laufen. Kleine Helfer wie Toaster und Wasserkocher verbrauchen weniger Strom als Herd und Backofen. Und am günstigsten und umweltfreundlichsten ist es, wenn Wäsche zum Trocknen auf der Leine flattert.

3. Lohnt sich Solarstrom für mich?

Photovoltaikanlagen sind eine lohnende Investition, wenn möglichst viel des erzeugten Stroms selbst genutzt wird. Solarstromanlagen kann man kaufen oder mieten, vom Staat gibt es dafür teilweise attraktive Förderungen.

4. Bahn statt Flugzeug

Zwischen den Verkehrsmitteln gibt es riesige Unterschiede im Hinblick auf den CO2-Ausstoß. So verursacht eine Reise mit der Bahn im Vergleich mit einem Inlandsflug nach Daten des Bundesumweltbundesamtes bis zu zehn Mal weniger Emissionen pro Reisendem.

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Wenn die Natur das Grab schmückt

Wie Angehörige und Freunde im Bestattungswald trauern und gedenken

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Wildblumen dekorieren die Baumgräber in einem Bestattungswald und locken natürliche Gäste an. Foto: djd/FriedWald GmbH

Ein Grab im Wald braucht keine Gestecke oder Kerzen – das Schmücken und die Pflege übernimmt allein die Natur. Das bedeutet: Wildblumen, Pilze, Moose und Farne wachsen, wie es ihnen bestimmt ist. Sie verändern den Bestattungsort im Wechsel der Jahreszeiten immer wieder, und das bunte Laub trägt im Herbst seinen Teil dazu bei. Beim Naturbestattungsanbieter FriedWald hat die Erfahrung gezeigt: Wer seine letzte Ruhe in einem Bestattungswald anstatt auf einem Friedhof finden möchte, der wünscht sich, dass Angehörige und Freunde diesen natürlichen Kreislauf erleben. So können sie in ihrem eigenen Rhythmus trauern, statt zum Setzen von Pflanzen oder zum Gießen vorbeizukommen.

Spazieren gehen und sich erinnern

Ein Waldspaziergang hilft dabei, zu entspannen und den Erinnerungen freien Lauf zu lassen. Viele Menschen wählen diese Möglichkeit des Gedenkens und legen dabei eine kleine Pause am Andachtsort ein. Zu besonderen Anlässen wie Jubiläen oder Geburtstagen wird schon einmal ein Glas Sekt am Baum des Verstorbenen getrunken oder ein kleines Picknick gemacht. Wer die Atmosphäre in einem FriedWald erleben möchte, kann sich unter www.friedwald.de über Standorte und die Möglichkeit von Führungen informieren. Bei der Rückkehr nach Hause nehmen Hinterbliebene vielfach ein Blatt, einen Zweig oder eine Frucht des Waldes wie eine Eichel oder Buchecker als Erinnerungsstück mit – und dekorieren damit zum Beispiel ein Bild des geliebten Menschen, der nicht mehr lebt. Auf diese Weise entsteht ein kleiner Ort des Gedenkens.

Eine Umarmung durch den Baum schicken

Manche nutzen den Baum im Bestattungswald auch als stummen Gesprächspartner, berühren und umarmen ihn oder lesen ihm einen selbst verfassten Brief an den Verstorbenen vor. Kinder finden die Idee, diesem Menschen eine Umarmung durch den Baum zu schicken, oft sehr nachvollziehbar.

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