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Beruf & Karriere

Wählen will gelernt sein

Gesetzgeber hat Änderungen zur Betriebsratswahl 2022 beschlossen

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Gesetzliche Änderungen haben Auswirkung auf die Betriebsratswahl 2022. So sind zukünftig auch digitale Sitzungen des Wahlvorstandes und die Wahl ohne Stimmzettelumschlag möglich. Foto: djd/AUB/Jacob Lund - stock.adobe.com

Bis zur nächsten turnusgemäßen Betriebsratswahl sind es nur noch wenige Monate. Vom 1. März bis 31. Mai 2022 sind bundesweit die Beschäftigten aufgerufen, wie alle vier Jahre ihre Interessensvertreter zu bestimmen. Doch kurz vor der heißen Phase der Planungen hat der Gesetzgeber noch eine Reihe wichtiger Vorgaben beschlossen. Mit der Änderung des Betriebsverfassungsgesetzes durch den Bundesrat Ende Oktober 2021 gelten unter anderem neue Regeln für die Vorbereitung und den Ablauf der Wahlen.

Neue Regeln zu digitalen Sitzungen und Briefwahl

Zu den wesentlichen gesetzlichen Änderungen gehört, dass in Zukunft teilweise auch digitale Sitzungen des Wahlvorstandes erlaubt sind – vorausgesetzt, dass die Vertraulichkeit gewahrt ist und der Wahlvorstand das Sitzungsformat vorab gesondert beschlossen hat. Präsenzsitzungen sind in jedem Fall Pflicht für Wahlversammlungen, die Prüfung von Vorschlagslisten, die Bearbeitung der Briefwahlunterlagen sowie für die Stimmauszählung. „Auch für alle Personen, die schon mehrfach eine Betriebsratswahl vorbereitet und durchgeführt haben, gibt es gravierende Änderungen im Betriebsverfassungsgesetz und der Wahlordnung, die man kennen sollte“, unterstreicht Mike Bubner von der unabhängigen Arbeitnehmervertretung AUB: „Es ist wichtig, auf dem aktuellen Stand zu sein, damit die Betriebsratswahlen 2022 erfolgreich und rechtlich korrekt erfolgen.“

Seminare informieren über rechtliche Vorgaben

Denn Tücken lauern oft im Detail. Das gilt etwa für das korrekte Aufstellen der Wählerliste. Personen, die nicht selbst kandidieren, dürfen wie Arbeitnehmer unter 18 Jahren und Leiharbeitnehmer hier nur gesondert ausgewiesen werden. Zudem soll in der Wahlausschreibung deutlich ersichtlich sein, dass diese Personen lediglich das aktive Wahlrecht haben. Vorbereitende Seminare, auf die Wahlvorstände einen gesetzlichen Anspruch haben, vermitteln das notwendige Fachwissen, um rechtlich relevante Fehler auszuschließen. Unter www.betriebsrat-2022.de etwa gibt es die nächsten Seminartermine, weitere Informationen und eine Kontaktmöglichkeit für eine individuelle Beratung. Schließlich können auch Details bei der Durchführung des Wahlgangs eine große Bedeutung spielen. Ein Beispiel für die neuen Vorgaben: Wer vor Ort wählt, kann seinen Stimmzettel künftig wie bei Bundestags- oder Landtagswahlen direkt ohne Wahlumschlag in die Urne einwerfen. Dabei muss allerdings das Blatt so gefaltet sein, dass die Stimmabgabe nicht zu erkennen ist.

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Offensive für Berufsausbildung

IHK sieht dramatischen Mangel an Fachkräften

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Für den Umbau zu einer klimagerechten Wirtschaft werden Fachkräfte wie Photovoltaik-Monteure dringend gesucht. (Foto:IHK)

Die regionale Wirtschaft hat im neuen Jahr viel vor sich: Ganz oben auf der Agenda steht der zunehmende Mangel an Fachkräften. „Immer weniger junge Menschen entscheiden sich für eine duale Berufsausbildung. Gerade diese Fachkräfte werden jedoch händeringend gesucht. Wir schaffen den Umbau zu einer klimagerechten Wirtschaft nicht ohne Fachkräfte“, sagte Dr. Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln. Daher setzt die IHK im Jahr 2022 auf niederschwellige und individuelle Angebote, um für eine Berufsausbildung zu werben. „Wir gehen auf die Schulhöfe, informieren die Eltern, unsere Ausbildungsbotschafter sind in den Schulklassen.“

Nutzungsmix in den Innenstädten

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Entwicklung der Innenstädte. Die Corona-Pandemie hat die negative Entwicklung in der Innenstadt forciert. In vielen Orten stehen Ladenlokale leer. Einkaufsstraßen verlieren an Attraktivität und Shopping als alleiniger Grund, in die Stadt zu fahren zieht nicht mehr. Vetterlein: „Wir brauchen einen neuen Nutzungsmix, der der geringer werdenden Dominanz des Handels Rechnung trägt.“ Jede Innenstadt sei dabei individuell zu bewerten und brauche eigene Konzepte. Die IHK will dazu mit den Städten gemeinsam ein Zielbild für attraktive Zentren erarbeiten.

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Futter fürs Gehirn

Um sich gut konzentrieren zu können, ist eine ausgewogene Ernährung wichtig

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Um konzentriert arbeiten zu können, muss der Körper ausreichend mit Energie versorgt werden. Foto: djd/Lebensmittelverband Deutschland/iStockphoto/Victoria Gnatiuk

Wer sich lange und dauerhaft konzentrieren muss, verlangt seinem Körper und Geist viel ab. Als Belohnung winkt ein positives Ergebnis der Arbeit. Doch Ablenkung lässt meist nicht lange auf sich warten: Mitten in der Konzentrationsphase ruft jemand an, die Kinder fragen nach Hilfe oder der Postbote klingelt – schon ist die Aufmerksamkeit verschwunden und der Faden muss mühsam neu aufgenommen werden. Was hilft dabei, die Konzentration hochzuhalten?

Richtig pausieren, ausreichend schlafen, gut essen

Zum einen ist es wichtig, auch bei viel Arbeit regelmäßig Pausen zu machen. Wer etwa einmal in der Stunde bewusst aufsteht und kurz an die frische Luft geht, gibt seinem Gehirn die Gelegenheit, die Akkus wieder aufzuladen. Auch ein guter Nachtschlaf gehört zur notwendigen Regeneration. Ein strukturierter Tagesablauf mit festen Essens-, Arbeits- und Freizeitblöcken kann dazu beitragen, Zeit effektiver und produktiver zu nutzen. Zum anderen spielt ausreichend Trinken und die richtige Ernährung für die Konzentration eine große Rolle, denn unsere Nahrung liefert dem Gehirn die notwendige Power. Unter www.nahrungsergaenzungsmittel.org gibt es einen Überblick über die wichtigsten Nährstoffe und deren Funktionen. Komplexe Kohlenhydrate sorgen zum Beispiel für eine gute Versorgung des Gehirns mit Energie. Sie stecken unter anderem in Obst, Gemüse, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten. Proteine, also Eiweiße, enthalten Aminosäuren. Diese wiederum sind notwendige Bausteine für den Zellstoffwechsel und sind daran beteiligt, Informationen von einer Nervenzelle zur anderen zu übertragen und dementsprechend schnell zu denken. Milchprodukte, Eier, Fleisch und Fisch, aber auch Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte enthalten viel Eiweiß.

Vitamine müssen sein

„Ebenfalls wichtig für die ungestörte Funktion von Gehirn und Nervenzellen sind verschiedene Mineralstoffe und Vitamine wie Magnesium und B-Vitamine, aber auch Omega-3-Fettsäuren“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Antje Preußker vom Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel. „Da diese nicht vom Körper hergestellt werden können, gehören sie zu den Nährstoffen, die regelmäßig und in ausreichenden Mengen aufgenommen werden müssen“, fährt Preußker fort. Dabei können als Teil einer ausgewogenen und möglichst abwechslungsreichen Ernährung auch Nahrungsergänzungsmittel helfen, die Versorgung mit den wichtigen Mikronährstoffen sicherzustellen – um erst gar keine Versorgungslücken entstehen zu lassen und konzentriert im Arbeitsfluss zu bleiben.

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Kick für die Karriere

Tipps für eine erfolgreiche berufliche Neuorientierung

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Mit frischer Energie beruflich durchstarten: Wer neue Ziele erreichen will, sollte die eigenen Stärken und Kompetenzen gut kennen. Foto: djd/adeccogroup.de/Bruce Mars

Eine neue Stufe auf der Karriereleiter nehmen, einen anderen Bereich innerhalb des Unternehmens kennenlernen oder sich komplett umorientieren. Wer sich beruflich neue Ziele setzen möchte, sollte genau wissen, was einem wichtig ist und wo die eigenen Stärken liegen. Fähigkeitstests oder Kompetenzanalysen im Internet und bei Institutionen wie der Agentur für Arbeit können helfen, Interessen und Kompetenzen herauszufinden. Gespräche im Freundeskreis oder mit Kolleginnen und Kollegen tragen dazu bei, die eigene Wahrnehmung zu reflektieren und erreichbare Ziele zu definieren.

Schritt für Schritt weiterkommen

Mindestens ebenso wichtig wie ein klares Ziel ist ein detaillierter Plan für den Weg dorthin. Die „Getting things done“-Methode beispielsweise unterstützt in fünf Schritten – erfassen, durcharbeiten, organisieren, durchsehen und handeln – dabei, Teilaufgaben, Termine und Gedanken zu strukturieren und den eigenen Zielen stetig näher zu kommen. Hilfreich ist auch die sogenannte WOOP-Methode. Über die Definition eines Wunsches (Wish), die Vorstellung eines Ergebnisses (Outcome) und die Benennung konkreter Hindernisse (Obstacles) lässt sich ein Plan im „Wenn-Dann-Schema“ formulieren. Bei allen Ansätzen gilt: Kleine Erfolge motivieren und stärken das Durchhaltevermögen, daher sollten auch Zwischenziele eingeplant werden. Eine kleine Notiz zur täglichen Aktivität schafft zusätzliche Verbindlichkeit und verdeutlicht das bisher Erreichte.

Kompetenzen gezielt weiterentwickeln

Das kontinuierliche Erlernen von Fähigkeiten und Kompetenzen wird immer wichtiger. Laut aktueller „Resetting Normal“-Studie der Adecco Group etwa sind zwei von drei Angestellten davon überzeugt, dass sie sich neue Fertigkeiten aneignen müssen, um in den nächsten Jahren erwerbsfähig zu bleiben. Weiterqualifizierungen können die Verhandlungsposition bei Beförderungen oder bei der Suche einer neuen Stelle stärken. Neben unternehmensinternen Angeboten lassen sich über die Suchmaschine des Deutschen Bildungsservers beispielsweise passende externe Kurse finden. Durch die Corona-Pandemie werden viele Veranstaltungen derzeit hauptsächlich in digitaler Form abgehalten – das erleichtert es, die Fortbildung in den Alltag zu integrieren.

Persönliches Netzwerk professionell ausbauen

Hilfreich ist es auch, sich über Plattformen wie LinkedIn oder Xing frühzeitig ein Netzwerk aus ehemaligen Kolleginnen und Kollegen sowie potenziellen Arbeitgebern aufzubauen und diese Kontakte regelmäßig zu pflegen. Unter www.adeccogroup.de gibt es mehr Tipps dazu. Wer sich professionell präsentiert und aktiv am Austausch in der eigenen Branche teilnimmt, kann mögliche Arbeitgeber aufs eigene Profil aufmerksam machen.

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Neustart mit persönlicher Begleitung

AVGS-Angebote unterstützen Arbeitssuchende bei der Rückkehr ins Berufsleben

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Mit dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein kann man sich auf eigene Faust einen zugelassenen Maßnahmeträger suchen, der beim Neustart tatkräftig hilft. Foto: djd/www.ibb.com/fizkes - stock.adobe.com

Der Verlust des Arbeitsplatzes gehört für viele Menschen zu den schlimmsten Erfahrungen, die man im Leben machen kann. Zu den finanziellen Sorgen kommen häufig zunächst einmal Niedergeschlagenheit, Unsicherheit und vor allem Selbstzweifel. Irgendwann aber geht der Blick auch wieder nach vorne. Nun ist es wichtig, die Weichen für den beruflichen Neustart richtigzustellen – und dabei kann man sich von Profis individuell begleiten lassen.

Unterstützung durch Arbeitsagentur und Jobcenter per Gutschein

Arbeitssuchende haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf einen sogenannten Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Mit der Förderzusage kann man sich einen zugelassenen Träger suchen, der durch „Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Wiedereingliederung“ beim Neustart tatkräftig hilft. Die Kosten dafür rechnet der Anbieter direkt mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter ab. Passende Angebote für Arbeitssuchende in ganz Deutschland findet man beispielsweise beim Institut für Berufliche Bildung (IBB), mehr Informationen dazu gibt es unter www.ibb.com/avgs. „Wir setzen vor allem auf individuell zugeschnittene Coachings und fachliche Weiterbildungen, bei Bedarf und mit Zustimmung der Arbeitsagentur auch online von zu Hause aus“, erklärt Gaby Holz, Produktentwicklerin beim IBB. Videokonferenzen könnten etwa bei großer Entfernung zum nächstgelegenen Standort, bei körperlichen oder mobilen Einschränkungen sowie bei familiären Verpflichtungen eine sinnvolle Alternative sein.

Coaching: Individueller Fahrplan nach Beratungsgespräch

In einem Erstgespräch machen sich die Beraterinnen und Berater mit dem beruflichen Werdegang des Kunden vertraut. Sie verschaffen sich einen Überblick über die aktuelle Situation, Ziele und Kompetenzen der Person. Danach wird gemeinsam ein individueller Förder- und Vermittlungsplan erstellt. Mit Einzel- oder Gruppencoachings wird an den nächsten Schritten zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt gearbeitet. Diese können auch mit Kursen kombiniert werden, in denen spezielle Fachkenntnisse vermittelt werden – etwa aus dem kaufmännischen, medizinischen oder gewerblichen Bereich. „Entscheidend ist die passgenaue, auf den jeweiligen Menschen zugeschnittene Unterstützung“, berichtet Gaby Holz. „So können wir für jeden Kunden die optimalen Bedingungen für seinen beruflichen Neustart schaffen.

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Offen für Veränderungen

Umfrage: So hat die Pandemie die Einstellung der Menschen zur Arbeit beeinflusst

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Homeoffice und "Work-from-Anywhere": Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland schätzen die neuen Optionen, die sich in der Pandemie entwickelt haben. Foto: djd/Avaya

Die Pandemie hat die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten, auf den Kopf gestellt. Und sie tut es noch immer. Was hat das mit den Menschen gemacht? Wie hat sich die Einstellung zum Homeoffice und zu neuen digitalen Optionen in der Arbeitswelt verändert? Dieser Frage ging das Marktforschungsunternehmen Davies Hickman Partner nach, im Auftrag von Avaya, einem Anbieter von Cloud-Lösungen. Durchgeführt wurde die Studie in weltweit elf Ländern, das Ergebnis gibt es komplett unter www.avaya.com/de/work-life-studie. Eine wichtige Erkenntnis: Frust entsteht bei vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, wenn ihre Chefs an Technologien für effiziente Kommunikation und Zusammenarbeit sparen. 42 Prozent der Befragten beschreiben den Produktivitätsverlust aufgrund unzureichender Technik als Hemmschuh. Hier sind drei weitere Ergebnisse der Studie.

Homeoffice und „Work-from-Anywhere“: 37 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland schätzen die neuen Optionen, die sich in der Pandemie entwickelt haben. Im Durchschnitt aller Länder liegt der Wert mit 46 Prozent sogar noch deutlich höher. Bei zwölf Prozent der Befragten hierzulande konnte während der Pandemie eine Homeoffice-Lösung nicht umgesetzt werden, global gesehen ein vergleichsweise hoher Wert. Zwei Drittel der Befragten in Deutschland fühlen sich glücklicher, wenn sie zumindest auch im Homeoffice arbeiten können, nur 16 Prozent stehen der Arbeit von zu Hause aus grundsätzlich skeptisch gegenüber.

Mehr „Workaholics“: Die Pandemie hat neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit hervorgebracht, doch viele Beschäftigte wurden und werden aus Angst vor Arbeitsplatzverlust zu Workaholics. In Deutschland bezeichnen sich 28 Prozent so, international sind es sogar 39 Prozent. Vier von zehn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland fühlen sich gefangen in der täglichen Routine, 48 Prozent würden es gerne ein wenig ruhiger angehen lassen – wagen es aber nicht aus Angst vor Arbeitsplatzabbau.

Servicecenter erfüllen die Erwartungen vielfach nicht: Das Servicecenter hat im Laufe der Pandemie oft den persönlichen Kontakt zwischen Anbieter und Kunden ersetzt, allerdings selten zur Zufriedenheit der Kunden. 79 Prozent von ihnen erwarten ein gutes Erlebnis im Servicecenter, aber nur 13 Prozent der Unternehmen wurden dieser Erwartung gerecht. Die gute Nachricht zum Schluss ist, dass immerhin 25 Prozent der Befragten in Deutschland die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Servicecenter im Vergleich zu vor der Pandemie als warmherziger und empathischer empfanden.

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Mental fit bleiben

Drei Tipps zur Unterstützung der psychischen Gesundheit im Homeoffice

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Die ständige Erreichbarkeit auf allen Geräten ist eine hohe Belastung im Homeoffice. Wichtig ist es daher, Beruf und Privates konsequent zu trennen. Foto: djd/adeccogroup.de/Björn Antonissen

Die Corona-Situation bringt große Belastungen mit sich. Durch die Arbeit im Homeoffice verschwimmen die Grenzen von Arbeitszeit und Freizeit und das Abschalten fällt schwerer. Bei Anzeichen von anhaltender Anspannung, Müdigkeit und Erschöpfung können die folgenden Tipps helfen, die mentale Gesundheit zu unterstützen.

Routinen und Tagesstruktur schaffen

Zeitlich festgelegte Aufgaben sorgen für Stabilität und helfen, den Arbeitstag bewusst zu starten und auch wieder zu beenden. Wer neue Routinen wie Sport etablieren möchte, sollte die Aktivitäten konsequent über ein bis zwei Monate verfolgen. Dabei gilt die Regel: „never miss twice“: Schon nach zwei Versäumnissen fällt es schwer, die Gewohnheit beizubehalten. „Was es braucht, damit wir alle gut durch diese Zeit kommen, ist eine Kultur der Offenheit, Sensibilität gegenüber den Bedürfnissen unserer Teammitglieder sowie gegenseitige Wertschätzung und Unterstützung“, sagt Vera Vogel, Human-Ressources-Chefin der Adecco Group in Deutschlanvd. Zudem sorge eine klare räumliche Trennung von Arbeitsplatz und Entspannungsort auch zu Hause für die nötige Abgrenzung von Job und Privatem.

Pausen und Bewegung als Ausgleich etablieren

Gerade wenn sich die Aufgaben auf dem Schreibtisch stapeln und der Stress groß ist, scheuen sich viele, eine Pause einzulegen. Dabei sind diese wichtig für das eigene Wohlbefinden und die Produktivität, wie Studien zeigen. Schon ein kurzer Blick aus dem Fenster oder zwei bis drei bewusste Atemzüge sorgen für Erholung. Idealerweise plant man alle ein bis zwei Stunden Kurzpausen von etwa zwei bis fünf Minuten ein, die man zum Strecken und Aufstehen nutzt. Aber auch ein kurzes Nickerchen, ein sogenannter Powernap, von einer Viertelstunde kann das Stresslevel senken.

Die eigenen Bedürfnisse kennen und kommunizieren

In stressigen Phasen können Schlafmangel, ein hohes Stresslevel und Anspannung vorkommen. Diese Symptome sollten nach einer gewissen Zeit wieder verschwinden. Doch viele gestehen sich nur ungern ein, unzufrieden oder überarbeitet zu sein. Dabei ist man mit diesen Problemen nicht allein: In der aktuellen Adecco-Studie „Resetting Normal“ etwa gab jeder vierte Befragte an, in den vergangenen zwölf Monaten unter einer zu hohen Arbeitsbelastung oder sogar einem Burn-out gelitten zu haben. Unter www.adeccogroup.de finden sich mehr Details zu der Untersuchung. Ein weiteres Resultat: Über die Hälfte der Führungskräfte fühlt sich nicht in der Lage, die mentale Gesundheit ihrer Mitarbeiter richtig einzuschätzen. Umso wichtiger ist es, die eigene Belastung frühzeitig und offen zu kommunizieren. Nur so kann ein Arbeitsumfeld entstehen, in dem man mental fit und glücklich ist.

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Die Stimme des Sports

Neue Weiterbildung Sportkommunikation

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Reporter und Journalisten sind ganz nah dran an den wichtigen Leuten des Sportbusiness. Hier ist die richtige Kommunikation ausschlaggebend. Foto: djd/IST-Hochschule für Management

Die Sportkommunikation gehört zu den spannendsten Berufsfeldern des Sportbusiness. Viele junge Menschen wollen nah am Spielgeschehen sein und Reporter, Kommentator, Social-Media-Experte oder Videojournalist im Fußball werden. Allerdings: Nur wer das Geflecht aus Sport, Medien und Wirtschaft durchschaut, kann durch gelungene Kommunikation über die geeigneten Kanäle Positives für sich, seinen Verein, seinen Verband oder seine Marke erreichen. Das IST-Studieninstitut bietet jetzt eine neue Weiterbildung an, in der sich Interessenten berufsbegleitend zum Kommunikationsprofi weiterbilden können.

Praktische Einblicke

„Die Sportkommunikation ist so bunt wie der Sport selbst. Dabei sorgen die Medien zu einem großen Anteil mit dafür, dass Sport in der Gesellschaft ankommt und konsumiert werden kann. In dem Prozess der Berichterstattung spielt die Kommunikation eine enorm wichtige Rolle und ist entscheidend für das Endprodukt“, weiß Felix Görner, leitender Sportreporter bei RTL. „Hier bietet die IST-Weiterbildung Sportkommunikation notwendige praktische Einblicke in den Bereich der Medienkommunikation, um die Arbeit mit den Medien professionell gestalten zu können und so auch die Außenwirkung des Vereins oder Sportunternehmens zu verbessern.“

Berufsbegleitend weiterbilden

Wer in dem Bereich der Sportkommunikation Fuß fassen möchte oder sich als Mitarbeiter der Sportbranche entsprechendes Know-how aneignen will, lernt mit dieser Weiterbildung flexibel und berufsbegleitend in zwölf Monaten, wie er durch gelungene Kommunikation die Zufriedenheit von Partnern, Medien, Mitarbeitern und Sponsoren spür- und messbar erhöhen kann. Mit dem Abschluss qualifizieren sich Vereinsmitarbeiter, Pressesprecher, Leistungssportler, Funktionäre und Mitarbeiter der Unternehmenskommunikation für anspruchsvolle Aufgaben in der internen und externen Sportkommunikation. Das Wissen vermitteln dabei Experten aus der Sport- und Medienbranche. Dazu zählen Ralph Durry vom Sport-Informations-Dienst, David Görges, ehemaliger Digitalchef des BVB, Michael Röhrig, Leiter Kommunikation bei Sport1 und Eurosport-Kommentator Guido Heuber.

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Eine spannende Zukunft dank dualer Ausbildung

Langfristige Perspektiven für den erfolgreichen Aufstieg im Beruf

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Mit Abschluss der dualen Berufsausbildung fängt die Karriere erst richtig an. Den Fachkräften stehen attraktive Perspektiven offen. Foto: djd/www.BMBF.de/standret - stock.adobe.com

Den Zahlen des Berufsbildungsberichts 2021 zufolge beendeten 383.292 Frauen und Männer allein im Jahr 2019 erfolgreich eine duale Ausbildung. 77 Prozent der Absolventinnen und Absolventen wurden von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen. Dabei ist der erste Schritt ins Arbeitsleben nur der Anfang – mit Abschluss der dualen Berufsausbildung fängt die Karriere erst richtig an. Am Arbeitsplatz durchstarten, einen Job im Ausland annehmen, eine Fortbildung aufsatteln und anschließend einen Betrieb übernehmen oder ein Unternehmen gründen: Dual ausgebildeten Fachkräften stehen attraktive Karriereperspektiven offen. Beim Wunsch sich fortzubilden, bietet die berufliche Bildung zudem viele Möglichkeiten.

Fortbilden bis auf „Master-Niveau“

Der Abschluss einer dualen Berufsausbildung ist meist erst der Anfang einer spannenden Berufskarriere: Um den beruflichen Aufstieg anzukurbeln, lohnt sich eine Fortbildung. Meister, Fachwirt, Betriebswirtin und Co.: Die Vielzahl der Abschlussbezeichnungen in der höherqualifizierenden Berufsbildung wurden 2020 mithilfe der neuen aufeinander aufbauenden Fortbildungsstufen „Geprüfte/r Berufsspezialist/in“, „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ übersichtlicher und vor allem einheitlich gestaltet. In Abstimmung mit Gewerkschaften und Arbeitgebervertretern werden die Fortbildungsordnungen nach und nach an die neuen Abschlussbezeichnungen angepasst. Insbesondere die Abschlüsse „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ senden dabei ein wichtiges Signal: Die international verständlichen Begriffe erleichtern die Jobsuche im Ausland und verdeutlichen zugleich die Gleichwertigkeit der beiden Fortbildungsabschlüsse zu den akademischen Bachelor- und Master-Abschlüssen.

Wie finanziere ich meine Fortbildung oder Selbstständigkeit?

Um beruflich den nächsten Schritt zu gehen, muss oft Zeit und Geld in die Karriere investiert werden. Eine Vielzahl an Fördermöglichkeiten gewährleistet jedoch finanzielle Unterstützung. Mit dem Aufstiegs-BAföG fördern Bund und Länder die Vorbereitung auf mehr als 700 Fortbildungsabschlüsse für den beruflichen Aufstieg. Besonders leistungsstarke Berufseinsteigende können sich für das Weiterbildungsstipendium bewerben, das von der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) koordiniert wird. Wer sich lieber selbstständig machen möchte, kann sich bei der örtlichen Industrie- und Handelskammer beziehungsweise Handwerkskammer zu den zahlreichen Förderprogrammen zur Existenzgründung von Bund, Ländern und EU beraten lassen. Weitere Informationen zu Perspektiven mit dualer Berufsausbildung gibt es auf www.die-duale.de.

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Großes Kino an der kleinen Akademie

In Berlin wird die Filmkunst nicht nur gefeiert, sondern auch gelehrt

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Action am Set: Beim Dreh ihrer Kurz- und Langfilme setzen die Studierenden der DFFB das Gelernte in die Praxis um. Foto: djd/www.dffb.de/Jonas Friedrich

Von Marlene Dietrich im „Blauen Engel“ über Wim Wenders‘ „Himmel über Berlin“ bis zum TV-Ereignis „Babylon Berlin“: In der deutschen Hauptstadt hat der Film schon immer eine Hauptrolle gespielt. Kreative aus aller Welt kamen und kommen nach Berlin und bringen das Publikum zum Träumen, Lachen, Weinen, Staunen und Nachdenken. Heute ist die Metropole das Zuhause eines der bekanntesten Filmfestivals der Welt, der Berlinale, dazu Drehort für rund 300 Filmproduktionen im Jahr. Kein Wunder, dass Berlin auch für den filmemachenden Nachwuchs attraktiv ist. Gleich neben der Deutschen Kinemathek, in der Filmschätze aus mehr als einem Jahrhundert gesammelt werden, liegt eine der angesehensten Filmschulen Europas: die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB).

Praxis first im Studium

Das Studium an der kleinen, aber höchst kreativen Hochschule zeichnet sich durch die starke Praxisorientierung und intensive Zusammenarbeit aus. Beim gemeinsamen Entdecken, Ausprobieren, Wagen, Scheitern und Evaluieren lernen die Studierenden die vielfältigen Möglichkeiten des Filmemachens kennen und können so ihre eigene künstlerische Sprache finden. Von Oktober bis Januar läuft die aktuelle Bewerbungsphase – Infos dazu gibt es unter www.dffb.de. Gelehrt werden die grundlegenden Gewerke des Filmemachens mit Spezialisierungen in den Bereichen Regie, Bildgestaltung/Kamera, Produktion, Drehbuch sowie Montage Bild und Ton. Im Hauptstudium entwickeln die jungen Filmschaffenden Kurz- und Langfilme, von denen viele zu nationalen und internationalen Festivals eingeladen werden, zum Beispiel zu den Filmfestspielen in Cannes, Locarno und Toronto und natürlich auf die Berlinale. Zu den bekannten Alumni zählen etwa Raoul Peck, Wolfgang Petersen, Angela Schanelec, Christian Petzold, Helke Sander, Reinhold Vorschneider und Harun Farocki.

Talentschmiede mit Zukunft

Neben dem Studium, auf dem das Hauptaugenmerk liegt, bietet die Akademie das ganze Jahr über Veranstaltungen und Netzwerktreffen rund um Filmkultur und Arthouse-Kino. Am 1. August 2021 hat erstmals eine weibliche Doppelspitze die Leitung übernommen – mit Catherine Ann Berger als kaufmännischer und Marie Wilke als künstlerischer Direktorin: „Wir freuen uns beide sehr. Die DFFB ist eine Filmschule mit einer starken Tradition und Handschrift, die wir würdigen und gleichzeitig mit neuen Akzenten in eine gute Zukunft führen wollen“, erklärt das Duo. Wobei auch neue Akzente in der Filmschule letztlich zur Tradition gehören: Denn Offenheit für kulturelle und künstlerische Einflüsse sowie Techniken aus aller Welt gehört hier zum Selbstverständnis.

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Im Ruhestand Gutes tun

Die neu gewonnene Zeit kann man für ein ehrenamtliches Engagement nutzen

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Mit ehrenamtlichem Engagement kann man im Ruhestand andere Menschen unterstützen. Foto: djd/Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe/Getty Images/Halfpoint

Endlich mehr Zeit für sich, die Hobbys und die Familie: Wer in den Ruhestand tritt, freut sich meist, den beruflichen Stress und einen oft engen Terminplan hinter sich gelassen zu haben. Viele genießen die neugewonnene Freiheit, fragen sich allerdings auch, wie sie diesen Spielraum künftig sinnvoll gestalten und ihren Tatendrang einbringen können. Eine Möglichkeit ist es, sich ehrenamtlich zu engagieren, etwa im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz.

Katastrophen- und Bevölkerungsschutz basiert auf ehrenamtlichem Einsatz

Er fußt zu über 90 Prozent auf ehrenamtlichen Helfern. Ältere, die im Ruhestand eine neue Aufgabe suchen, können dort in der Krisenintervention tätig sein, sich um die Verpflegung von Einsatzkräften kümmern, beim Reparieren von Fahrzeugen und Geräten helfen, verletzte Menschen oder Tiere aus Gefahrenzonen retten und vieles mehr. Unter www.mit-dir-fuer-uns-alle.de können Interessierte herausfinden, welches Ehrenamt zu ihnen und ihren Talenten passt. Im kulturellen Bereich und im Umweltschutz herrscht ebenfalls großer Bedarf an Unterstützung. Die Möglichkeiten, sich freiwillig zu engagieren, sind so breit gefächert, dass jeder und jede das Passende finden kann.

Die Erfahrung macht Ältere zu wertvollen Helfern

Von den rund 17 Millionen Menschen, die nach Angaben des Statistikportals Statista in Deutschland ein Ehrenamt ausüben, ist die Mehrheit über 50 Jahre alt – knapp ein Viertel sogar 70 Jahre und älter. Jeder und jede sammelt im Laufe der Zeit viel Lebens- und Berufserfahrung. Das macht Ältere als freiwillige Helfer wichtig und wertvoll, Hilfsorganisationen im sozialen wie technischen Bereich profitieren von ihrem Wissen. Ruheständler können dort ihre Fähigkeiten und Kompetenzen einbringen und dabei anderen Menschen helfen, was laut Glücksforschung auch dem eigenen Wohlbefinden dient. Ein weiterer Vorteil: Wer sich ehrenamtlich engagiert, sammelt noch einmal neue Erfahrungen, knüpft zahlreiche Kontakte und bereichert damit seinen Alltag. Das Gefühl, gebraucht zu werden und eingebunden zu sein, steigert die Lebensqualität – und der Austausch mit anderen Generationen stimuliert zudem die geistige Leistungsfähigkeit.

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