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Hochwasser

Land: „Brücken in Rekordzeit“

Mehr Tempo durch innovative Technik

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Verkehrsministerin Ina Brandes (2.v.r.) gab den Verkehr über den Houverather Bach in Bad Münstereifel wieder frei. (Foto: Straßen.NRW)

Nach der Unwetterkatastrophe im Juli 2021 hat das Land NRW nach eigener Darstellung alles daran gesetzt, den Wiederaufbau der Straßen so schnell wie möglich abzuschließen. So seien mehrere Brückenbauwerke innerhalb weniger Monate wieder errichtet worden. Dabei geholfen hätten innovative Schnellbauweisen verschiedener Firmen. Verkehrsministerin Ina Brandes konnte nun die Erftbrücke an der L181 in Weilerswist-Lommersum und die Brücke an der L497 über dem Houverather Bach in Bad Münstereifel wieder für den Verkehr freigeben.

Mehr Fertigbauweise

Wie die Erftbrücke wurde auch das Brückenwerk über dem Houverather Bach in Fertigbauweise und mit direkt befahrbaren Betonoberflächen errichtet. Ministerin Ina Brandes: „Die neuen Brücken zeigen vorbildhaft: Mehr Beschleunigung bei Planung und Bau ist möglich, wenn wir noch stärker auf innovative Technik und ressourcensparende Fertigbauweise setzen.“

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Hochwasser

Besserer Hochwasserschutz dringend nötig

Erftverband bereits mit vielen Ideen und Maßnahmen

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Hochwasser
Foto: Symbolbild (pixabay)

Auch nach fast einem Jahr zählen der Starkregen und die Flutkatastrophe des letzten Sommers zu einer der größten Aufgaben des Erftverbands. Denn während fast 90% der Hochwasserschäden in den betroffenen Gebieten beseitigt sind, geht es aktuell besonders darum, Maßnahmen zu finden, die einer erneuten Katastrophe entgegenwirken und schwere Folgen vermeiden sollen.

Schutzwall und Renaturierung

Neben einem bereits gebauten Wall entlang der Erft hat der Verband mit Städten wie Erftstadt und Kerpen eine Hochwasserkooperation gegründet. Des Weiteren ist eine Renaturierung der Erft geplant, wobei besonders der Hochwasserschutz berücksichtig wird. Hier sollen beispielsweise Überschwemmungsgebiete renaturiert werden, wodurch für bis zu 85.000 Kubikmeter Wasser im Raum Bergheim-Glesch wieder ausreichend Platz geschaffen werden soll. Darüber hinaus befindet sich der Wiederaufbau von zerstörten Anlagen, wie der Kläranlage in Erftstadt-Köttingen in der Planung. Hier wird besonders darauf geachtet die Anlage nicht einfach wieder aufzubauen, sondern sie zu verbessern und Schwachstellen auszubessern. Dazu zählt das Erhöhen der Hochwassersicherheit, die Verbesserung der Energieeffizienz sowie das Schaffen besserer Arbeitsplätze.

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Hochwasser

Training für den Ernstfall

Troisdorf rüstet gegen Hochwasser auf

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Feuerwehr und Bauhof bei der Einweisung in das neue "Beaver" System / Foto: Stadt Troisdorf

Der Hochwasserschutz bleibt ganz oben auf der Agenda in Troisdorf. Der Bauhof und die Feuerwehr haben daher mit dem neuen Hochwasserschutz-System „Beaver“ ein Training für den Ernstfall durchgeführt. Bürgermeister Alexander Biber hatte sich vergangenes Jahr nach den Hochwasserkatastrophen in Deutschland das schon in anderen Kommunen erprobte Hochwasser-Schutzsystem zeigen lassen. 

Der Vorteil dieses Systems: Es müssen keine Sandsäcke mehr gefüllt und geschleppt werden. Stattdessen gibt es Schlauchdämme zwischen 10 und 20 Metern Länge, die 50 oder 80 Zentimeter hoch werden können. Sie können auch zu langen Reihen kombiniert werden. Insgesamt verfügt die Stadt nun über rund 1,3 Kilometer dieses Systems. Die Schläuche werden zunächst mit Luft gefüllt, auf dem Deich platziert und schließlich mit Wasser gefüllt. Durch das Gewicht des Wassers entsteht eine Barriere, die die vorhandene Deichbefestigung erhöht. Das System wird im Bedarfsfall auf dem Damm zum Einsatz kommen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass das neue System eine gute Anschaffung ist, da es schnell, einfach und effektiv zu nutzen ist.

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Hochwasser

Besserer Hochwasserschutz

Interkommunale Hochwasserschutzkooperation vereinbart

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Hochwasserschutz endet nicht an Stadt-, Gemeinde- oder Kreisgrenzen: In Zülpich fiel jetzt der Startschuss für eine Hochwasserschutzkooperation im Einzugsgebiet der Erft, die mehrere Kreise, zahlreiche Kommunen und den Erftverband umfasst. Foto: W. Andres / Kreisverwaltung Euskirchen

Die Flutkatastrophe vom Juli 2021 hat gezeigt, dass das Hochwasserrisikomanagement verbessert werden muss. „Dabei müssen wir großräumig denken“, sagt Achim Blindert, der Allgemeine Vertreter des Euskirchener Landrats Markus Ramers. „Hochwasser endet nicht an Stadt-, Gemeinde- oder Kreisgrenzen. Um mögliche Überflutungen zu verhindern bzw. deren Auswirkungen so gering wie möglich zu halten, müssen wir das gesamte Einzugsgebiet eines Flusses wie der Erft in den Blick nehmen.“ Daher hat der Kreis Euskirchen in den vergangenen Monaten alle Akteure des „Erft-Reviers“ von der Quelle bei Nettersheim-Holzmülheim bis nach Kerpen an einen Tisch gebracht und ein gemeinsames Vorgehen koordiniert. In Zülpich wurde jetzt der Startschuss für eine Kooperation gegeben, die die betroffenen Kommunen, mehrere Kreise sowie den Erftverband umfasst. Bis zum Sommer soll die interkommunale Hochwasserschutzkooperation auch formal unter Dach und Fach sein.

Im Januar 2022 hatte das NRW-Umweltministerium bereits einen 10-Punkte-Arbeitsplan zur Verbesserung des Hochwasserschutzes veröffentlicht. Um den technischen Hochwasserschutz im Einzugsgebiet der Erft und seinen Nebengewässern nachhaltig zu verbessern, müssen entsprechende Schutzkonzepte aber sowohl lokale Gegebenheiten, als auch regionale Gebietseigenschaften berücksichtigen.

Interkommunale Hochwasserschutzkooperation

Auf dieser Grundlage haben die von der Hochwasserkatastrophe stark betroffenen Kommunen im südlichen und mittleren Erft-Einzugsgebiet gemeinsam mit den Kreisen und dem Erftverband eine Kooperationsvereinbarung zum Interkommunalen Hochwasserschutz initiiert. Ziel dieser Kooperation ist es, das Hochwasserrisiko durch die interkommunale Abstimmung und Entwicklung von Schutzmaßnahmen in allen Kommunen zu reduzieren. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Kooperation ist die unmittelbare Einbindung der Bürgerschaft.

Derzeit laufen die ersten gemeinsamen Arbeitstermine innerhalb der Teilprojekte der Hochwasserschutzkooperation, die nach den Gewässern im Einzugsgebiet der Erft bis Kerpen gegliedert sind.

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Erftstadt | Politik & Wirtschaft

Kiesgrube in Blessem wird stillgelegt

Mahnmal der Hochwasserkatastrophe soll renaturiert werden

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Die Kiesgrube in Blessem nimmt ihren Betrieb nicht wieder auf / Foto: Rhein-Erft-Kreis

Die Kiesgrube in Blessem wird ihre Produktion nicht wiederaufnehmen! Der kommerzielle Betrieb ruht seit der Hochwasserkatastrophe . Stattdessen soll die Wiedernutzbarmachung der Betriebsflächen vorgezogen werden. Das  haben die Stadt Erftstadt und der Rhein-Erft-Kreis in Gesprächen mit Eigentümer  Nowotnik und Betreiber Rheinische Baustoffwerke GmbH erreicht. Daran waren  auch die Bezirksregierungen Arnsberg und Köln sowie der Erftverband beteiligt. 

Auf Basis dieses gemeinsamen Verständnisses kündigte der Betreiber an, einen Abschluss-betriebsplan für die Kiesgrube einzureichen und den Behörden zur Genehmigung vorzulegen. Demnach soll der sogenannte Altbereich, das ist der Blessem zugewandte Betriebsteil mit Absetzbecken nach und nach mit unbelastetem Bodenaushub verfüllt werden. Auf diese Weise wird er Teil der umfangreichen, vom Erftverband konzipierten Sekundäraue welchedie eines Tages als  Überflutungsgebiet dienen soll und Teil des Hochwasserschutzes sein wird. 

Die Böschungen im früheren Abbaugebiet der Kiesgrube sollen ebenfalls mit  Bodenaushub abgeflacht und zu dauerhaft standfesten Seeböschungen geformt werden. In der entstehenden Mulde soll ein Restsee angelegt werden. Mit diesem  Konzept wird der ursprünglich geplante See kleiner und rückt weiter von der Ortschaft weg.

Landrat Frank Rock: „Alle Beteiligten haben hier gemeinsam an einem Strang gezogen, um die beste Lösung für die Bürgerinnen und Bürger in Blessem zu finden. Ich bin froh, dass durch die Maßnahmen wieder Ruhe und Planbarkeit im Ort einkehren kann. Die Menschen dort haben jetzt eine sichere Perspektive für die Zukunft.“ 

„Die Kiesgrube in Blessem ist zum Mahnmal der Hochwasserkatastrophe geworden,  zum Symbol der Zerstörung. Für uns in Erftstadt sind traumatische Erlebnisse und  Ängste mit dem Tagebau und dem Erosionskrater verbunden. Deshalb ist die Entscheidung ein wichtiges Signal für den Schutz und die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt. Die Neugestaltung einer Auenlandschaft mit einem See eröffnet neue Perspektiven“, so Carolin Weitzel Bürgermeisterin der Stadt Erftstadt.

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Bad Münstereifel | Politik & Wirtschaft

Bad Münstereifel: 177 Mio. Euro Flutschäden

Stadt beschließt neuen Wiederaufbauplan

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Foto: Christiane Vogel

Auf über 177 Millionen Euro belaufen sich die Schäden, die Starkregen und Flut im Juli 2021 an der öffentlichen Infrastruktur im gesamten Stadtgebiet von Bad Münstereifel verursacht haben. Betroffen sind u.a. 29 städtische Gebäude wie Rathaus, Stadtarchiv, Feuerwehrhäuser, Schulen und KITAs, mehr als 100 Straßen inkl. Straßenbeleuchtung sowie 81 Wirtschaftswege, 45 Brücken, fast 3.900 Gewässerstellen und viele der insgesamt 380 Denkmäler im Stadtgebiet.

So steht es im Wiederaufbauplan, den der Rat Dienstagabend einstimmig beschlossen hat. Der Plan ist die Grundlage, um bei der Bezirksregierung Köln die Fördergelder für die Beseitigung der Schäden an städtischem Eigentum beantragen zu können. Die Summe der Gesamtschäden wurde wegen der Preissteigerungen der vergangenen Wochen nochmal angepasst – im Januar war sie noch auf 135 Millionen Euro geschätzt worden. 

Wiederaufbau der Straßen in Bad Münstereifel am teuersten

Der größte Posten sind die Straßenbaumaßnahmen mit 21,7 Millionen Euro, allein für die Kölner Straße sind 2,4 Millionen Euro veranschlagt. Der Wiederaufbau des Stadtarchivs schlägt mit 17,5 Millionen Euro zu Buche, das Feuerwehrgerätehaus in Bad Münstereifel mit 10,3 Millionen Euro. Insgesamt haben Experten mehr als 1000
kommunale Schäden erfasst.

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Bad Münstereifel | Leben & Menschen

Bundeskanzler Scholz in Bad Münstereifel

Ein Zeichen der Ermutigung

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Herzlicher Empfang in Bad Münstereifel für Bundeskanzler Olaf Scholz (Mitte) – hier mit (v.r.) Landrat Markus Ramers, Innenministerin Nancy Faeser, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian. Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen

Nur wenige Wochen nach der Flutkatastrophe hatte der damalige Vize-Kanzler und Finanzminister Olaf Scholz die Stadt Schleiden besucht und versprochen, dass er wiederkommt, wenn er Kanzler wird. Und er hat Wort gehalten. „Gerade jetzt ist sein Besuch ein wichtiges Zeichen. Trotz Krieg in der Ukraine und neuer Krisen sind die Flutkatastrophe und die vielen betroffenen Menschen im Kreis Euskirchen nicht vergessen“, so Landrat Markus Ramers. „An vielen Stellen im Kreisgebiet zeigt sich, dass es vorangeht. Was die Menschen mitsamt den vielen Unterstützern geleistet haben, ist bemerkenswert. Aber es gibt immer noch eine Menge zu tun und das sieht man auch hier in Bad Münstereifel“, so Landrat Ramers.

Gesamtschaden mehr als 1 Millarde Euro

Die Gesamtschäden werden auf über 1 Milliarde Euro geschätzt, allein Kreis und Kommunen beziffern die Schäden an der öffentlichen Infrastruktur in den bisher vorliegenden Wiederaufbauplänen auf mehr als 570 Millionen. Was die Schäden an den Privathaushalten betrifft, sind bisher insgesamt 3.955 Wiederaufbau-Anträge gestellt wurden, von denen sich 3.814 bei der Bezirksregierung im Bewilligungsprozess befinden. 120 Millionen Euro wurden bislang an betroffene Haushalte im Kreis Euskirchen ausgezahlt.

Mit Bezug zur aktuellen Haushaltsdebatte im Bundestag und dem Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr, machte der Landrat gegenüber Innenministerin Nancy Faeser deutlich, dass auch die Stärkung des Bevölkerungsschutzes dringend einen höheren Stellenwert einnehmen müsse. „Die Stärkung unserer Bundeswehr ist wichtig. Doch genau so wichtig ist es, dass wir den Bevölkerungsschutz stärken. Für den Kreis Euskirchen haben wir das Jahr 2022 zum „Jahr des Bevölkerungsschutzes“erklärt und setzen bereits erste Maßnahmen um. Alle diese Maßnahmen sind sehr kostenintensiv“, so Landrat Ramers.

Flut und Schäden sind nicht vergessen

„Es war eine sehr herzliche Atmosphäre“, so der Landrat abschließend zum Besuch des Kanzlers in Bad Münstereifel. „Olaf Scholz war bei den Gesprächen mit den Menschen sehr zugewandt und sehr interessiert. Er hat ihnen Mut gemacht und gezeigt, dass die Flut mit den immensen Schäden nicht in Vergessenheit geraten ist.“

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Hochwasser

Star Link im Kreis Euskirchen

Satellitensystem jetzt dauerhaft im Einsatz

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Sie stellten das Starlink-Satellitensystem im Kreishaus vor: (v.l.) Thomas Smarsly, Markus Neuburg, Yannick Haas, Alfred Jaax, Markus Ramers und Martin Fehrmann. Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen

Die Fluthilfe kam aus dem Weltall: Mit dem Satellitensystem „Starlink“ hat die Firma „SpaceX“ von Elon Musk unmittelbar nach der Flutkatastrophe im Kreis Euskirchen dafür gesorgt, dass ein Minimum an Kommunikation möglich war. „Das hat uns damals sehr geholfen“, sagt Landrat Markus Ramers rückblickend. „So wie es aktuell auch den Menschen in der Ukraine hilft, die seit wenigen Tagen ebenfalls auf dieses System zurückgreifen können.“

Gemeinsam mit Vertretern der Stadt Euskirchen stellte er jetzt das Starlink-System vor, das Kreis und Stadt dauerhaft nutzen wollen. Und er wirbt dafür, dass weitere Kommunen im Kreis Euskirchen dieses „Backup-System“ ebenfalls erwerben. Bei der Stadt Euskirchen ist er damit bereits auf offene Ohren gestoßen.

Star Link als große Hilfe beim Hochwasser

Als das katastrophale Hochwasser im vergangenen Juli weite Teile des Kreises Euskirchen überflutete, bedeutete das vielerorts das Aus für Telefonie und Internet, da beispielsweise Vermittlungsstellen der Telekom durch das Wasser zerstört worden waren. Betroffen waren nicht nur Privathaushalte, sondern auch Rettungsdienst, Einsatzkräfte und Hilfsorganisationen. Eine koordinierte Arbeit war unter diesen – ohnehin schwierigen – Bedingungen kaum noch möglich. „Über die Berufsfeuerwehr Aachen haben wir dann erfahren, dass uns die Firma SpaceX kurzfristig aus den USA Starlink-Systeme zur Verfügung stellen kann“, sagt Martin Fehrmann, der Leiter der Abteilung Gefahrenabwehr beim Kreis Euskirchen. „Und wir haben natürlich keine Sekunde gezögert. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion haben wir 19 dieser Systeme bekommen und in wenigen Stunden installiert.“

Die Technik besteht nur aus einer kleinen Satellitenschüssel, die einfach aufzubauen ist und sich selbsttätig ausrichtet. Dahinter steht aber ein gigantisches Satellitennetz, das den Internetempfang aus dem All sichert. „Das hat hervorragend funktioniert“, betont Markus Neuburg, der Leiter der Leitstelle. In der prekären Situation wenige Tage nach der Flut sei es wichtig gewesen, dieses flexible und einfache System nutzen zu können, um die Kommunikation zwischen Kreis, Kommunen, Einsatzleitungen und Rettungskräften aufzunehmen und zu sichern. „Nur so konnten die Hilfsmaßnahmen koordiniert werden“, ergänzt Markus Neuburg.

„Starlink“ hat aber nicht nur den Einsatzkräften gute Dienste erwiesen, sondern auch der Bevölkerung in den Flutgebieten. Denn in mehreren Orten konnten die Menschen an öffentlichen Hotspots jetzt telefonieren und ins Internet. Sie mussten sich dazu nur im Umkreis der „Schüssel“ einloggen. „Das führte auch dazu, dass die Vermisstenzahlen in kurzer Zeit ganz deutlich heruntergingen“, erklärt Yannick Haas von der Abteilung Gefahrenabwehr.

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Hellentahl | Leben & Menschen

Neue RTWs im Kreis Euskirchen

Große Solidarität in der Blaulicht-Familie

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Am Kreishaus in Euskirchen wurde der neue RTW an das DRK übergeben. Foto: C. Lawlor / Kreis Euskirchen

Dass der Kreis einen neuen Rettungstransportwagen (RTW) an eine Hilfsorganisation übergibt und damit in den Einsatz bringt, ist nicht so ungewöhnlich. Die aktuelle Übergabe an das Deutsche Rote Kreuz war dennoch etwas Besonderes. Denn eigentlich hätten die DRK-Kollegen noch deutlich länger warten müssen – wenn nicht die Flutkatastrophe des vergangenen Jahres alles geändert hätte.

Das RTW der Rettungswache in Hellenthal-Rescheid sollte nach einigen treuen Dienstjahren turnusmäßig in den verdienten Ruhestand gehen. Also wurde im Frühjahr der Auftrag für das Nachfolge-Fahrzeug erteilt wurde. Das war vorausschauend, denn bis zur Auslieferung vergeht oft deutlich mehr als ein Jahr. Dann kam die Flut – und der Totalschaden. Es zeigte sich wieder einmal, dass man in der Not auf die Solidarität der Rettungsdienste bauen kann.

Feuerwehr aus Leverkusen schenkt RTWs

Zum einen meldete sich die Feuerwehr aus Leverkusen, die dem Rettungsdienst des Kreises Euskirchen spontan zwei RTWs schenkte. „Die Fahrzeuge hatten zwar schon einige Kilometer absolviert, waren aber ansonsten top in Schuss“, so Martin Fehrmann, der Leiter der Abteilung Gefahrenabwehr beim Kreis. „Und sie haben uns in den Wochen nach der Flut beste Dienste geleistet, unter anderem auch am Standort der Rettungswache in Rescheid.“ Hier war die Einsatzfähigkeit also wiederhergestellt – dank des Rettungsdienstes in Leverkusen.

Gleichzeitig meldete sich aber auch der Maltester Hilfsdienst aus Magdeburg. Die Kollegen dort hatten ebenfalls einen neuen RTW bestellt und warteten auf die Auslieferung. Als sie von der Notlage im Kreis Euskirchen hörten, stellten sie ihre Bestellung zurück und ließen die Euskirchener vor.

Durch den Verzicht der Magdeburger hat der Rettungsdienst nun deutlich früher als erwartet den neuen RTW für die Rettungswache in Rescheid erhalten. Da diese Rettungswache im Auftrag des Kreises vom DRK betrieben wird, wurde das nagelneue Fahrzeug an das Deutsche Rote Kreuz übergeben.

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Hochwasser

Brücke für Brücke wird saniert

Wiederaufbau in der Stadt Mechernich schreitet voran.

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Komplett vom Bleibach fortgespült wurde die Brücke Virnicher Straße in Firmenich beim Sommerhochwasser 2021. Der Neubau wurde bereits für rund 220.000 Euro fertiggestellt. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Beim verheerenden Julihochwasser 2021 wurden eine ganze Reihe von Brücken in der Stadt Mechernich in Mitleidenschaft gezogen oder sogar komplett von der Flut mitgerissen.

Prominente „Opfer“ der reißenden Wassermassen waren auch die Brücke der Landesstraße 11 in Satzvey sowie die nebenliegende Fußgängerbrücke über den Veybach in Satzvey.

Thomas Hambach erstattete dem Mechernicher Stadtrat in seiner Februarsitzung einen umfangreichen Bericht über alle im Zusammenhang mit der Flut ergriffenen Maßnahmen. Unter anderem auch im Hinblick auf insgesamt 30 städtische Immobilien, die beschädigt wurden. Die Feuerwehrgerätehäuser in Bleibuir und Kommern müssen durch Neubauten ersetzt werden.

„Was den Tiefbau angeht, waren wir glücklicherweise nicht so betroffen wie andere Kommunen“, sagte der Erste Beigeordnete. Die meisten Straßen seien bereits wieder hergestellt. Um Schwachpunkte und Engstellen in der Ver- und Entsorgung ausfindig zu machen, hat die Stadt zur Unterstützung ein Fachbüro eingeschaltet.

Leitungsnetze wieder wie vorher

Die Netze der Stadtwerke sind bereits wieder annährend in dem Zustand, in dem sie vor der Flut waren, so Hambach. Noch immer sind aber einige Durchlässe bzw. Regeneinläufe verstopft. Das sei nach den starken Regenfällen am Wochenende 5./6. Februar festgestellt worden.

Bei allen erfreulichen Baufortschritten im Tiefbau einschließlich der voranschreitenden Brückensanierungen bleibt allerdings festzuhalten, dass weiterhin Probleme in der Verfügbarkeit von Personal, Firmen und Material auftreten, so Thomas Hambach.

Die alte Brücke in der Ackergasse ist abgerissen, jetzt müssen die Voraussetzungen für eine neue Überquerung des Bleibachs im am 14. Juli stark überschwemmten Viertel geschaffen werden. Die Sanierungsmaßnahme schlägt mit 300.000 Euro zu Buche. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Verstopfte Durchlässe melden

Die alte Brücke über den Bleibach in der Ackergasse ist ebenfalls komplett abgerissen. Zwei Bagger waren im Einsatz. Das neue Brückenbauwerk soll nach vier Monaten Bauzeit bis Mitte 2022 für rund 300.000 Euro fertiggestellt werden, so der städtische Fachbereichsleiter Mario Dittmann.

Genau wie die Brücke „In der Eule“ – bis auf kleinere Restarbeiten fertiggestellt – ist die Brücke über den Bleibach an der Virnicher Straße in Firmenich.

Zurzeit laufen Verabredungen zwischen Ortsbürgermeister/innen und Planungsbüro zur Ermittlung von Engstellen und Schwachstellen in Gräben und Durchlässen. Thomas Hambach: „Straßenabläufe werden zweimal jährlich von einer Firma gereinigt. Wenn aufmerksamen Bürgerinnen und Bürgern aber zwischendurch verstopfte Stellen auffallen, können sie sich gerne bei der Stadtverwaltung melden“.

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Bornheim | Aktuelles

Schuldwald in Waldorf wird instand gesetzt

Fachfirma beseitigt Schäden

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Schulwald Waldorf
Der Schulwald ist bald wieder sicher begehbar. / Foto: Stadt Bornheim

Der Schulwald in Waldorf, der wegen Unfallgefahr seit dem Hochwasser 2021 gesperrt ist, wird ab 28. Februar 2022 instand gesetzt. Eine Fachfirma wird die umgestürzten Bäume beseitigen und die beschädigten Wege wiederherstellen. Die Arbeiten dauern etwa zwei Wochen. Danach kann der Wald wieder betreten werden. Die Stadt Bornheim bitte eindringlich, die Sperrung zu beachten da bei der Instandsetzung schweres Gerät zum Einsatz kommt. So sollen mögliche Unfälle vermieden und eine reibungslose Arbeit der Firma sichergestellt sein.

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