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Erftstadt | Politik & Wirtschaft

Kiesgrube in Blessem wird stillgelegt

Mahnmal der Hochwasserkatastrophe soll renaturiert werden

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Die Kiesgrube in Blessem nimmt ihren Betrieb nicht wieder auf / Foto: Rhein-Erft-Kreis

Die Kiesgrube in Blessem wird ihre Produktion nicht wiederaufnehmen! Der kommerzielle Betrieb ruht seit der Hochwasserkatastrophe . Stattdessen soll die Wiedernutzbarmachung der Betriebsflächen vorgezogen werden. Das  haben die Stadt Erftstadt und der Rhein-Erft-Kreis in Gesprächen mit Eigentümer  Nowotnik und Betreiber Rheinische Baustoffwerke GmbH erreicht. Daran waren  auch die Bezirksregierungen Arnsberg und Köln sowie der Erftverband beteiligt. 

Auf Basis dieses gemeinsamen Verständnisses kündigte der Betreiber an, einen Abschluss-betriebsplan für die Kiesgrube einzureichen und den Behörden zur Genehmigung vorzulegen. Demnach soll der sogenannte Altbereich, das ist der Blessem zugewandte Betriebsteil mit Absetzbecken nach und nach mit unbelastetem Bodenaushub verfüllt werden. Auf diese Weise wird er Teil der umfangreichen, vom Erftverband konzipierten Sekundäraue welchedie eines Tages als  Überflutungsgebiet dienen soll und Teil des Hochwasserschutzes sein wird. 

Die Böschungen im früheren Abbaugebiet der Kiesgrube sollen ebenfalls mit  Bodenaushub abgeflacht und zu dauerhaft standfesten Seeböschungen geformt werden. In der entstehenden Mulde soll ein Restsee angelegt werden. Mit diesem  Konzept wird der ursprünglich geplante See kleiner und rückt weiter von der Ortschaft weg.

Landrat Frank Rock: „Alle Beteiligten haben hier gemeinsam an einem Strang gezogen, um die beste Lösung für die Bürgerinnen und Bürger in Blessem zu finden. Ich bin froh, dass durch die Maßnahmen wieder Ruhe und Planbarkeit im Ort einkehren kann. Die Menschen dort haben jetzt eine sichere Perspektive für die Zukunft.“ 

„Die Kiesgrube in Blessem ist zum Mahnmal der Hochwasserkatastrophe geworden,  zum Symbol der Zerstörung. Für uns in Erftstadt sind traumatische Erlebnisse und  Ängste mit dem Tagebau und dem Erosionskrater verbunden. Deshalb ist die Entscheidung ein wichtiges Signal für den Schutz und die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt. Die Neugestaltung einer Auenlandschaft mit einem See eröffnet neue Perspektiven“, so Carolin Weitzel Bürgermeisterin der Stadt Erftstadt.

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Campuslandschaft Erftstadt: Mehr als nur ein TH-Standort

Entwurf vorgestellt

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Die Campuslandschaft Erftstadt soll ein Vorzeigeprojekt werden. (Foto: Stadt Erftstadt)

Das beauftragte Büro hat im Ausschuss für Stadtentwicklung den ersten Entwurf für die Campuslandschaft Erftstadt vorgestellt. Es soll mehr entstehen als nur ein Standort der TH Köln. Als neuer Baustein im Stadtgefüge soll die Campuslandschaft Stadt und Land eng miteinander verzahnen. Erftstadt könne Modellregion für nachhaltige Raumordnung werden, gefördert mit Geld des Bundes für den Strukturwandel im rheinischen Revier. Stadtentwicklung, so Bürgermeisterin Carolin Weitzel, müsse großräumig gedacht werden.

Nutzungen stapeln

Für viele Diskussionen dürften die Vorschläge der Planer für Veränderungen in Liblar sorgen. Mit Bezug auf die dicht versiegelten Flächen im Bereich des Erftstadtzentrums forderten sie, Nutzungen zu stapeln. So sollte das Gebäude des Einkaufszentrums um mindestens ein Geschoss erhöht werden. Stapeln würden sie auch die Stellplätze am Bahnhof, also Parkhaus statt Parkplatz.

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Erftstadt ist an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung interessiert

Bürgermeisterin Carolin Weitzel lässt Hauptausschuss am 18.05.21 beraten.

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Symbolbild / Foto: pixabay

In einer Sondersitzung des Haupt- und Personalausschuss, Wirtschaft und Digitalisierung der Stadt Erftstadt stellen Bürgermeisterin Carolin Weitzel und Markus Mertens von der Vermögensverwaltung GmbH ein Konzept zur möglichen Beteiligung am Interessenbekundungsverfahren der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zur erweiterten Unterbringung der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung vor. Die Bewerbungsfrist endet am 31.05.21.

Die Hochschule des Bundes beabsichtigt, ihre Kapazitäten auszubauen. Dazu benötigt sie Kurs- und Verwaltungsräume sowie Wohnraum für Studierende. Das Bundesinnenministerium hat bereits den zusätzlichen Raumbedarf anerkannt. Bedingung für eine Bewerbung ist eine gute ÖPNV-Anbindung.

„Wir sind sehr daran interessiert, die Erweiterung der Hochschule des Bundes für Erftstadt zu erhalten. Zusammen mit dem Campus der TH Köln könnte sich Erftstadt als Bildungs- und Wissenschaftsstandort etablieren. Das hätte positive Auswirkungen auf unsere städtische und wirtschaftliche Entwicklung“ so Bürgermeisterin Carolin Weitzel in einer ersten Stellungnahme wörtlich.

Für dieses Vorhaben käme eine Freifläche in der Nähe des DB-Bahnhofs Erftstadt westlich und nördlich der Freien Walddorfschule in Betracht. Sowohl der Regional- als auch der Flächennutzungsplan lassen dies grundsätzlich zu.

Erste positive Gespräche mit den Eigentümern des Geländes wurden bereits geführt.

„Wir sind verhalten optimistisch und hoffen auf eine erfolgreiche Bewerbung der Stadt“ sagte die Bürgermeisterin abschließend.

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Enge Zusammenarbeit vereinbart

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Carolin Weitzel beim Antrittsbesuch mit Gisela Walsken / Quelle: Bezirksregierung Köln

Nach den Worten von Carolin Weitzel standen in dem intensiven Gedankenaustausch mit Gisela Walsken die wichtigsten Zukunftsprojekte der Stadt Erftstadt im Mittelpunkt.  Angesichts des rasant fortschreitenden Strukturwandels gerade in NRW waren die Zukunftsperspektiven des Campus Rhein-Erft, die Erweiterung der Wirtschaftsparks, das interkommunale Gewerbegebiet Barbarahof von besonderer Bedeutung.

„Der enorme Strukturwandel mit KI, Digitalisierung, Robotik und vielem mehr betrifft auch den Regierungsbezirk Köln und wird unsere Gesellschaft und Arbeitswelt nachhaltig verändern. Darauf müssen sich alle Beteiligten in Wissenschaft, Wirtschaft, Kommunen vorbereiten und gemeinsam die Herausforderungen zu den Chancen für die Menschen in der Region machen“ betonte Carolin Weitzel nach dem Gespräch mit der Regierungspräsidentin.

Neue Möglichkeiten durch Veränderungen

Eine Veränderung der Gesellschaft biete auch Frauen in Führungspositionen neue Möglichkeiten. Diese müssten entsprechend gefördert werden, denn es zeige sich in den Ländern, in denen vermehrt Frauen in entsprechenden Führungspositionen sind, dass dies grundsätzlich ein großer Gewinn sei. In Deutschland ist der Anteil der Frauen in der Bevölkerung bei über 50 Prozent, deshalb sei es ein Antagonismus aus vergangener Zeit, dass sich dies nicht entsprechend in den Führungsetagen von Politik und Wirtschaft widerspiegele – darin waren sich beide Politikerinnen einig. Regierungspräsidentin Walsken und Bürgermeisterin Weitzel vereinbarten eine enge, vertrauensvolle und abgestimmte Zusammenarbeit im Interesse der Bürgerinnen und Bürger und der Region.

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Planungen für Technische Hochschule

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Im Liblarer Süden soll der Campus der TH Köln entstehen (Foto: Stadt Erftstadt)

In Erftstadt entsteht ein Modellraum für nachhaltige Stadt- und Raumentwicklung. Der Campus Rhein-Erft der Technischen Hochschule soll hierbei das Herzstück bilden. Die ersten Schritte sind getan. Nun werden die perspektivischen Planungen für den Campus weiterentwickelt. Die TH Köln will im Liblarer Süden anwendungsorientiert, kooperativ lehren und forschen. Ziele des ambitionierten Projektes sind zukunftssichere Studien- und Arbeitsplätze und die Förderung von Existenzgründungen. „Der Campus soll kein Solitär oder eine Insel des Wissens sein, sondern im Austausch und Zusammenwirken mit Bürgerschaft, Wirtschaft und Gesellschaft seinen Sinn und Nutzen entfalten“, betont Professor Stefan Herzig, Präsident der TH Köln.

Weitzel: „Oberste Priorität

Für Erftstadts Bürgermeisterin Caroline Weitzel hat das Projekt im gegenwärtigen Strukturwandel „oberste Priorität“. Erftstadt soll zu einem zukunftsfähigen Wohn-, Wirtschafts- und Wissensstandort entwickelt werden. Die Campuslandschaft mit einer zukunftsweisenden Hochschule des 21. Jahrhunderts im naturnahen Raum soll zukünftig ein Pilot-Projekt mit regionalem Vorbild-Charakter sein.

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