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Brühl | Freizeit & Kultur

Botschafter des Stadtradelns auf Stippvisite

Rainer Fumpfei vor dem Rathaus in Brühl empfangen

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Stadtradeln-Botschafterbesuch in Brühl: (v.l.) Bernd Weber-Aderhold (ADFC), Vizebürgermeister Robert Saß, Ulrike Aderhold (ADFC), Rainer Fumpfei, dessen Vater Peter Fumpfei, Henning Korte (Stadt Brühl), Wolf Handmann (ADFC) und Robin Nahry (Stadt Brühl). Foto: Stadt Brühl

Der Botschafter der Kampagne Stadtradeln des Klima-Bündnisses, Rainer Fumpfei, hat wieder Station in Brühl gemacht. Auf seiner Abschiedstournee wurde er vor dem Rathaus offiziell begrüßt. Außer in Lockdown-Zeiten war Fumpfei jedes Jahr auf Reisen durch Deutschland, um Werbung für die Umweltkampagne zu machen.

Empfangen wurde er von den örtlichen Vertreter:innen des ADFC und von Brühls Vizebürgermeister Robert Saß

Stadtradeln fester Bestandteil

Vor etwas mehr als zwei Wochen startete Fumpfei in Waldstetten, einer Gemeinde im Ostalbkreis, seine knapp vierwöchige Botschafter-Tour. In dieser Zeit wirbt er ehrenamtlich auf seiner Strecke quer durch Deutschland, die er auf dem Fahrrad zurücklegt, für mehr Radverkehrsförderung und lebenswertere Kommunen. 

Auf Anregung des gebürtigen Hürthers, dessen Eltern in Brühl leben, hatte 2016 zum ersten Mal die Kampagne Stadtradeln in Brühl stattgefunden. Seitdem ist das Stadtradeln ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Schlossstadt und findet dieses Jahr bereits zum siebten Mal statt.  

Ob Brühl auch zukünftig von einem Stadtradeln-Botschafter besucht wird, ist noch unklar. Umso wichtiger war es, eine wichtige Tradition aufrecht zu erhalten: Dem Stadtradeln-Botschafter wurde von Bürgermeister Dieter Freytag eine Grußbotschaft für die Stadt Schwelm, dem nächsten Stop auf seiner Route, übergeben. Eine Geste, die Städte, Gemeinden und Landkreise miteinander verbindet und den Gedanken der Aktion, gemeinsam für die Reduzierung der CO2-Abgase aufs Rad zu steigen, betont. 

Stadtradeln auch 2022 wieder

Im vergangenen Jahr konnte Brühl mit 914 aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmern und erradelten 128.070 km nicht nur das Vorjahresergebnis toppen, sondern darüber hinaus unserem Klima gegenüber der Autonutzung 19 Tonnen des „Treibhausgases“ Kohlendioxid ersparen.

Brühl ist auch in diesem Jahr wieder dabei und ruft alle Radelbegeisterten, die in Brühl leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-) Schule besuchen auf, mitzuradeln. Einfach unter https://www.stadtradeln.de/bruehl registrieren und die geradelten Kilometer in den Online-Radelkalender eintragen.

Zum Auftakt des Stadtradeln am 9. September sind alle eingeladen, gemeinsam mit Bürgermeister Freytag an einer gemütlichen Radtour für jedermann durch das Stadtgebiet teilzunehmen. Auskünfte erteilen die Stadtradeln-Koordinatoren Robin Nahry, Tel. 02232-795320, und Henning Korte, Tel. 02232-795300. Anfragen können per Mail an: stadtradeln@bruehl.de gesendet werden.

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Ministerin gratulierte zum Jubiläum der Schützen

150 Jahre St. Pantaleon-Schützenbruderschaft Badorf-Eckdorf

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Krönung der neuen Jubiläumsmajestäten: (v.r.) Ehrenbrudermeister und König der Könige Gottfried Schmitz, Inaktivenkönig Sabrina Schüller, König Thomas Schneider mit Gattin sowie Prinz Tobias Schneider mit den geistlichen Würdenträgern und Brudermeister Markus Brock. Foto: Harald Zeyen

Einen außergewöhnlichen Ehrengast begrüßte die Badorf-Eckdorfer St.Pantaleon-Schützenbruderschaft anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens. Landesministerin Ina Scharrenbach gratulierte persönlich zum großen Jubiläum. Mitgebracht hatte sie die NRW-Ehrenplakette, die sie an Brudermeister Markus Brock und Kaiser Josef Pütz überreichte. Mit der Auszeichnung wird besonderes gesellschaftliches Engagement gewürdigt.

Ministerin Ina Scharrenbach überreichte den Badorf-Eckdorfer Schützen die Ehrenplakette des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Bettina Müller

Auch Bürgermeister Dieter Freytag war unter den Gratulanten. Als besondere Ereignisse hob er die Gründung der Jungschützenabteilung im Jahre 1961 und die Förderung der Gleichberechtigung hervor. „Sie waren die erste Bruderschaft im Bund Vorgebirge, die Frauen als gleichwertige Schützen aufgenommen haben“, lobte der erste Bürger. Irmgard Probst war dann 1981 der erste weibliche König.

200 Seiten starke Chronik

Ein bewegender Moment im Rahmen des Festkommers war die Ernennung des langjährigen Brudermeisters Gottfried Schmitz zum Ehrenbrudermeister. Im Vorfeld des Jubiläums hatte er anderthalb Jahre an einer 200 Seiten starken Chronik seiner Schützenbruderschaft gearbeitet. 1872 war sie als Verein von Heimkehrern aus dem deutsch-französischen Krieg gegründet worden. 1918 war das Verbot der englischen Besatzung von Feiern und Waffenbenutzung durch Kriegervereine Anlass der Entstehung der Schützenbruderschaft. Man widersetzte sich den Bestimmungen, indem man einfach den Namen änderte, denn Bruderschaften durften Festivitäten mit Schießaktivitäten durchführen.

Thomas Schneider neuer König

Den Abschluss des Jubiläumsschützenfestes bildete das Schießen um die Königswürde. Nachfolger von Kaiser Josef Pütz, der dank Corona drei Jahre amtieren durfte, wurde unter großen Jubel Thomas Schneider. Er hatte den großen Holzvogel mit dem 82. Schuss aus der Donnerbüchse heruntergeholt. Zuvor hatten Josef Pütz, Peter Szarata, Christoph Pütz und Karl Schneider die Bestecke herab geschossen.

Neuer Prinz wurde Königssohn Tobias Schneider mit dem 21. Schuss. Den Titel eines Inaktivenkönigs sicherte sich Sabrina Schüller. Und im Schießen um den Vereinskönig siegte die KIG De Pappnasen um Präsidentin Iris Immeler.

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Brühl | Freizeit & Kultur

Erster Brühler Fotopreis verliehen

Bilder zeigen den Wandel der Schlossstadt

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Die zehn Gewinnerinnen und Gewinner des ersten Brühler Fotowettbewerbs erhielten ihre Preise aus der Hand von Bürgermeister Dieter Freytag (3.v.r.). Rechts neben ihm der Sieger Kolja Arnold. Foto: Harald Zeyen

Gekonnt und unter vielfältigen Gesichtspunkten haben die Gewinner:innen des neuen Brühler Fotowettbewerbs das Motto „Brühl im Wandel“ in Szene gesetzt. Die zehn Fotografien, die beim Online-Voting die meisten Stimmen erhielten, wurden nun durch den Bürgermeister Dieter Freytag prämiert.

Das Motto hat die Phantasie der Teilnehmer sehr beflügelt“, stellte Freytag bei der Preisverleihung im Clemens-August-Forum fest. Insgesamt 78 Motive wurden zum Wettbewerb eingereicht. Die Beiträge kamen nicht nur aus Brühl, sondern auch aus den Nachbarstädten Köln und Wesseling. Die Fotografien bilden den ersten Grundstock einer Sammlung im Brühler Stadtarchiv. Jedes Jahr sollen nun weitere preisgekrönte Bilder hinzukommen, um den Wandel in Brühl über Jahrzehnte zu dokumentieren.

Durchblick und Schnittpunkte

So sieht der Erstplatzierte Kolja Arnold seine Heimatstadt „In Bewegung“ und thematisiert umweltfreundliche Möglichkeiten der Mobilität. Neben einer Urkunde erhielt er einen Wepag-Einkaufsgutschein über 500,- Euro.

Heike Löhrer zeigt in dem Motiv „Durchblick“, das den zweiten Platz erreichte, die umgestaltete Unterführung in Brühl-Mitte durch eines der neu in Brühl aufgestellten Spielgeräte für Kleinkinder. Der Kölner Fotograf Norbert Krütt-Hüning verbindet in formal ausgewogener Komposition Bauwerke der Vergangenheit und Gegenwart und konnte mit dem „Schnittpunkte“ betitelten Foto den dritten Platz gewinnen. Auch sie erhielten eine Urkunde und einen Wepag-Einkaufsgutschein über 200,- bzw. 100,- Euro.

Ausstellung im Clemens-August-Forum

Die weiteren Plazierten sind Achim Pütz, Ursula Klein, Michael Simon, Stefan Brück, Jürgen Fischer, Bernhard Burkhard und Lisa Eichhoff. Unter allen Teilnehmer des Online-Votings wurde eine Sofortbildkamera verlost. Gewinnerin ist Patricia Banczyk.

Alle Preisgekrönten erhielten neben den Urkunden auch die Publikation „50 Jahre Max Ernst-Stipendium der Stadt Brühl“ von Brigitte Freericks. Die Fotos der Gewinnerinnen und Gewinner können noch bis zum 22. Juni im Clemens August-Forum täglich von 14.00 bis 18.00 Uhr besichtigt werden.

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Altertümchen aus zwei Jahrhunderten

Brühler Antik- und Kunstmarkt am 18. und 19. Juni

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Das Angebot auf dem Brühler Antik- und Kunstmarkt besteht aus Antiquitäten vom späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Foto: Kaus

Der bekannte und beliebte Brühler Antik- und Kunstmarkt der Werbe- und Parkgemeinschaft (Wepag) findet wieder statt. Nach Lockdowns und Corona-Beschränkungen hoffen die Veranstalter auf großen Zulauf aus nah und fern.

Zwei Tage lang können Besucher:innen in der Brühler Innenstadt in Nostalgie schwelgen, stöbern und staunen. Ausgefallene Antiquitäten und Edeltrödel oder kostbare Sammlerstücke und Kunstgegenstände werden an den zahlreichen Ständen angeboten.

Das Angebot besteht aus Kleinantiquitäten vom späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Neben hochwertigen Porzellan, Glas, Uhren und Gemälden stehen Lampen und viel Dekoratives zum Verkauf. 

Von Barock bis Biedermeier und Jugendstil werden neben bezahlbaren Dingen auch hochpreisige Waren angeboten. Auch bäuerliche und sakrale Kunst gehören zur Angebotspalette mancher Händler. Bei etwas Glück findet man sogar ein Altertümchen aus der Brühler Vergangenheit. 

Über 50 Händler aus ganz Deutschland und den Benelux-Staaten und dem benachbarten Ausland kommen in die Schlossstadt, um ihre Ware zu präsentieren. Einheitlich weiße Marktstände geben der Veranstaltung ein besonderes Bild. Der Markt ist Samstag und Sonntag von 10.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Weitere Infos finden Interessierte unter: www.a-v-a.net oder www.wepag.de.

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Um die Städtepartnerschaft verdient gemacht

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Hans Georg Wilhelm und Jack Bonté mit der Ehrenplakette ausgezeichnet

Im Rahmen des Delegationsbesuchs aus Brühls französischer Partnerstadt Sceaux fanden zwei überraschende städtische Ehrungen statt. Die beiden Vorsitzenden der jeweiligen Partnerschaftsvereine, Hans Georg Wilhelm (bis 2014) und Jack Bonté, erhielten die Ehrenplakette der Stadt Brühl.

Zuvor hatten Bürgermeister Dieter Freytag und Sceauxs Vizebürgermeisterin Chantal Brault die Städtepartnerschaft als Wurzelwerk der deutsch-französischen Freundschaft gewürdigt. Im Angesicht des russischen Angriffskrieges regten sie eine Partnerschaft mit einer ukrainischen Stadt an.

Städtepartnerschaft gepflegt

Freytag überreichte anschließend die hohen städtischen Auszeichnungen in Würdigung des langjährigen ehrenamtlichen Engagement für die Städtepartnerschaften. Wilhelm und Bonté hatten damit Anfang der 1970er-Jahre zur gleichen Zeit angefangen. 

1973 kam Schorsch Wilhelm, wie seine Freunde ihn nennen, aufgrund dienstlicher Aufenthalte für die Stadt mit dem Thema Städtepartnerschaften in Berührung. Bis 2002 waren internationale Partnerschaften rein städtische Aufgabe. Bis 2002 war Wilhelm Mitglied zahlreicher Delegationen, bei denen persönliche Freundschaften mit positiven Auswirkungen auf die Städtepartnerschaften entstanden sind. Im gleichen Jahr musste die Aufgabe der Förderung und Pflege von Städtepartnerschaften neu organisiert werden. Im hierfür neu gegründeten Förderverein Brühler Städtefreundschaften zählte Wilhelm neben Hans Illger zu den Gründungsmitgliedern. Zunächst seit 2005 als beratendes Mitglied tätig übernahm er 2014 den Vorsitz. 

„Zu seinen besonderen Verdiensten zählen u.a. die aufwendige Gestaltung der 40- bzw. 50-jährigen Partnerschaftsjubiläen mit Leamington und Sceaux“, sagte Freytag. „Dank seiner Initiative erhielten beide Jubiläen jeweils eine Förderung der Europäischen Union.“ Hinzu kam noch, dass das Programm des Leamington-Jubiläums, für das Schorsch Wilhelm federführend verantwortlich war, vom Institut für Europäische Partnerschaften und Internationale Zusammenarbeit (IPZ) als Best Practice-Beispiel für ein Fest der europäischen Vielfalt ausgezeichnet wurde.

Tür steht allen Brühlern offen

Jack Bonté setzt sich seit 45 Jahren für die Förderung und den Ausbau der zwischen Sceaux, Leamington Spa und Brühl ein. Als Pädagoge war er maßgeblich am Aufbau des Schüler- und Jugendaustausches beteiligt. Nach seiner Pensionierung übernahm  er den Vorsitz der Partnerschaftsvereins in Sceaux. „Stets mobilisiert er unsere Freundinnen und Freunde in Sceaux, um am Brühler Karnevalsumzug teilzunehmen. Auch außerhalb der Besuche des Partnerschaftsvereins steht seine Tür allen Brühlerinnen und Brühlern offen, die sich zufällig oder geplant in Sceaux aufhalten“, lobte Freytag.

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Spende für neue Blubberschläuche

Scheckübergabe durch die Kreissparkasse Köln

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Scheckübergabe an die Brühler Chorvereinigung: (mit Blubberschläuchen v.l.) Chorleiterin Kathrin Smith, die 2. Vorsitzende Sabine Hittmeyer-Witzke, Vorsitzende Pia Regh, Stefan Grathwohl und Schatzmeister Michael Engel. Foto: Brühler Chorvereinigung

Mit einer Spende über 1000,- Euro hat die Kreissparkasse Köln die Brühler Chorvereinigung bedacht. Finanziert wird damit die Stimmbildung der Sänger:innen nach der langen Coronapause durch sog. Blubberschläuche.

Dass die Kreissparkasse Köln aus dem PS-Zweckertrag gemeinnützige Vereine unterstützt, ist ein Segen für die vielen Vereine in deren Geschäftsgebiet. In Brühl freuten sich die Sänger:innen der Brühler Chorvereinigung über den Chorprobenbesuch von Stefan Grathwohl von der KSK-Filialdirektion Brühl/Wesseling. 

Stimmen sind „eingerostet“

Nach langer Coronapause hat der Chor wieder seine Probenarbeit begonnen. Um die mehr als zwei Jahre „eingerosteten“ Stimmen wieder zu schulen, schaffte der Chor sog. Blubberschläuche an. Mit Hilfe der Lax-Vox-Methode zur Stimmschulung und Atemtechnik werden neue Erfahrungen gemacht und die eigene Stimme neu erlebt. „Unsere versierte und sehr engagierte Chorleiterin Kathrin Smith bringt immer viele neue und spannende Ideen in unsere Chorarbeit ein“, sagt Vorsitzende Pia Regh. 

Der Vorstand freut sich über die großzügige finanzielle Unterstützung für den Neustart nach Corona. Neugierig geworden ließ sich Filialdirektor Stefan Grathwohl in die Arbeit mit den Blubberschläuchen einführen. 

Für alle, die etwas Neues ausprobieren möchten, empfiehlt die Vorsitzende Pia Regh das Singen in Gemeinschaft sehr. Der Chor probt montags um 19.30 Uhr in der Freien Evangelischen Gemeinde Brühl in der Alte Bonnstraße 146. Weitere Informationen zum Chor gibt es unter 02232/35691 (www.bruehler-chorvereinung.de).

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Stadtarchiv erhält Nachlass von Willy Giefer

Offizielle Übergabe durch die Witwe des Brühler Komponisten

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Übergabe des musikalischen Nachlasses von Willy Giefer: (v.l.) Kim Gröner, Elmar Frey, Karin Giefer, Stadtarchivleiter Alexander Entius, Bürgermeister Dieter Freytag und Pia Regh. Foto: Harald Zeyen

Karin Giefer, die Witwe des 2020 verstorbenen Brühler Komponisten, Kirchenmusikers und Chorleiters Willy Giefer, hat den musikalischen Nachlass ihres Mannes offiziell der Stadt Brühl überlassen. Bürgermeister Dieter Freytag würdigte die Lebensleistung Giefers und dankte dem Brühler Stadtarchiv für die Aufarbeitung der Notenwerke. „Seine Werke sind die musikalische Handschrift unserer Stadt geworden“, lobte Freytag.

In rund 30 säurefreien Kartons sind die Werke Giefers nun im Stadtarchiv untergebracht und für die Öffentlichkeit zugänglich. Hierfür hat die Archivmitarbeiterin Kim Gröner das Material archivalisch aufgearbeitet und eine Veröffentlichung dazu geschrieben. Karin Giefer freute sich sehr, dass der Nachlass einen festen Platz im Stadtarchiv bekommen hat. „Das Erbe meines Mannes ist nun über die Zeit bewahrt“ sagte sie.

Komponist und Chorleiter

Willy Giefer kam mit 21 Jahren als Organist an St. Servatius nach Brühl. Seit 1972 lebte er dann in der Schlossstadt. Neben seiner Profession als freischaffender Komponist war er u.a. über 17 Jahre als Chorleiter der Brühler Chorvereinigung tätig. „Für uns hat er seit 1977 jedes Jahr die Musik für unsere Weihnachtskonzerte geschrieben“, erinnert sich die heutige Vorsitzende Pia Regh. 

Darüber hinaus arbeitete er durchgängig für verschiedene namenhafte Musikverlage. Die von ihm erstellten Partituren und Einzelstimmen waren und sind immer noch in der Fachwelt sehr bekannt und beliebt. 

Internationale Beachtung

Vielfalt und ein schier unerschöpflicher Ideenreichtum zeichnen die weit mehr als 100 Kompositionen Willy Giefers aus. Hervorzuheben ist dabei seine Komposition „Täuscht mich das Trommelfell“ in Anlehnung an einen Text von Max Ernst. Diese wurde zur 700-Jahr-Feier der Stadt Brühl uraufgeführt. „Auch seine Komposition ‚Riss im Himmel’ zum 300. Geburtstag von Kurfürst Clemens August im Jahr 2000 fang große Beachtung“, sagt Elmar Frey, der künstlerische Leiter der Kunst- und Musikschule.

Sein besonderes Interesse galt später auch der Neuen Musik. Zahlreiche Werke fanden international Beachtung und wurden unter anderem in Köln, Wien, Rom oder Melbourne aufgeführt bzw. produziert.

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Heimathäppchen wieder aufgetischt

Erfolgreiche Wiederauflage des Brühler Straßen-Genussfestivals

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Sonnenschein und viel Besuch: Die Wiederauflage der „Brühler Heimathäppchen“ war erneut eine Erfolgsgeschichte. Foto: Harald Zeyen

Im Rahmen der „Brühler GenussWochen“ feierte das Straßen-Genussfestival „Brühler Heimthäppchen“ eine erfolgreiche Wiederauflage. Dabei richtete sich wie bereits 2019 der Blick auf lokal Angebautes und Wiederentdecktes. Rund um das Museum für Alltagsgeschichte in der Kempishofstraße wurden handwerklich hergestellte Produkte, vielfach mit Zutaten aus der Region, liebevoll und kreativ präsentiert. Im Museum zeigte Direktorin Marie-Luise Sobczak eine Ausstellung mit Küchengeräten und Geschirr aus Uromas Zeiten.

Braukunst gleich zweifach

Wer über die historische Brühler Straße flanierte, konnte den frischen Kräuterduft am Stand von Bettina Kempe atmen. Sie bot besondere Kräuter und Gemüsepflanzen aus der Region an. Braukunst-Vorgebirge begeistert mit Brot-Bier, das vor Ort aus nicht verkauften Backwaren von Bioläden gebraut wird. Parallel dazu kredenzte die Kat18-Brauerei aus Hürth regionales handgebrautes Bier wie Wiess oder Mai-Bock. Andreas und Annika Arndt freuen sich nun auf interessierte Kundschaft in ihrer Biermanufaktur in Knapsack in der Halle 16 an der Elisabethstraße 3-9.

Liebevoll handwerklich hergestellte Bio-Brote, die keine künstlichen Zusätze beinhalten, gab es von Milena Drefke vom Brühler Brotbäckchen an. Verköstigt werden durften zudem Monschauer Senf, biologische Öle, Essige und Gewürzmischungen. Bei „Ellis Kölsche Küche“ standen kölsche Tapas, Pulled Pork, Eintöpfe und natürlich ein leckeres Kölsch zur Auswahl. Die Genuss-Schule Alfter stellte Feinkost-Produkte von kleinen Familienbetrieben vor.

Fünf Euro von der Hiero Brühl-App

Eine ganz besondere Abkühlung bot die Kaffeenote Brühl neben einer heißen Tasse Kaffee mit selbst hergestelltem Eis, produziert aus Zutaten der Region, an. Die Brühler Museumsgesellschaft lud zu Maibowle mit Erdbeeren und Waldmeister aus der Region an. Am Stand von Kitteh’s Kitchen Club gibt es Manufaktur-Speisen aus bester Bio-Qualität und Ayni-Coffee aus eigener Rösterei. Thomas Klose (TK’s Catering) bereitete kleine frische Speisen zu. 

Ein besonderes „Schmankerl“ hatte die Hiero Brühl-App vorbereitet. An ihrem Stand konnte man einen Online-Coupon in einen Fünf-Euro-Gutschein für das Festival umwandeln. Wie schon vor Corona leitete Moderator Ingo Burbach durch den Tag. Neben Bürgermeister Dieter Freytag stattete auch die diesjährige Bornheimer Spargelkönigin Kerstin Oldendorf der gelungenen Veranstaltung einen Besuch ab.

Handgemachte regionale Biere hatte Annika Arndt am Stand der KAt18-Brauerei vorbereitet. Foto: Harald Zeyen
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Wildwürstchen und Bienenleben

Zoom-Kino präsentiert im Juni neue „Natur“-Reihe

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Szene aus dem Dokumentarfilm „Der Bär in mir“ über den Bärenforscher David Bittner in Alaska. Foto: Entertainment Kombinat

Das Zoom-Kino startet im Juni gemeinsam mit dem Brühler Imkerverein und dem Hegering Brühl eine neue „Natur“-Filmreihe, die auch im Juli fortgesetzt werden soll.

Immer mehr Filmemacher:innen nehmen in ihren Werken Bezug auf Umwelt und Natur. Auch setzen sie sich mit der Nachhaltigkeit bildgewaltig auseinander. Mit ihrem Gespür für starke Geschichten und neue Entwicklungen wollen sie die Menschen zum Nachdenken anregen und auch zum Staunen bringen.

Atemstockende Schönheit

So heißt es am Mittwoch, 8. Juni um 18.00 und 20.15 Uhr „Der Bär in mir“. Der Schweizer Dokumentarfilmer Roman Droux begleitet den bekannten Bärenforscher David Bittner nach Alaska, wo sie den arktischen Sommer unter Grizzlybären verbringen. Kino pur mit großen Gefühlen und unvergesslichen Bildern von atemstockender Schönheit.

Am Mittwoch, 15. Juni um 18.00 und 20.15 Uhr lautet der Titel „Wild – Jäger & Sammler“. Der Film von Mario Theus stellt eine der ältesten Kulturtechniken der Welt zur Debatte: das Jagen. Der Regisseur berücksichtigt in seiner dokumentarfilmischen Betrachtung kulturgeschichtliche Aspekte ebenso wie ganz praktische, indem er Jäger und Wildhüter bei ihrer Arbeit begleitet. Vor und nach der Vorstellung steht der Brühler Hegering um Vorsitzenden Robert Heim für Fragen zur Verfügung und grillt Wildbratwürste aus heimischer Produktion für die Kinogäste.

Aufregende Bilder

Am Mittwoch, 22. Juni geht es um 18.00 und 20.15 Uhr um das Tagebuch einer Biene. Wie sieht ein Leben aus, das nur sieben Wochen lang ist? Wie ist das Leben einer Biene von ihrem Schlupf bis zu ihrem letzten Tag? Davon erzählt Dennis Wells mit aufregenden Bildern, mit einem einfühlsamen, von Anna und Nellie Thalbach gesprochenem Text. Der Brühler Imkerverein stellt dabei seine Arbeit vor und steht für Fragen zur Verfügung.Karten für alle Filme sind unter 02232-792170 zu bestellen. Weitere Infos unter: www.zoomkino.de.

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Großer Andrang beim 1. Stadtteilfest

In Brühl-Ost wurde fast rund um die Uhr gefeiert

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Dicht umlagert war ein Clown, der lustige Ballongebilde an die Kinder verteilte. Foto: Harald Zeyen

Mit einem großen Erfolg ging das von der Ortsgemeinschaft Brühl-Ost (OBO) organisierte erste Stadtteilfest in Brühl-Ost zu Ende. Mit an Bord hatte sie die Vereine Kahramanlar – Die Brühler Helden und die Karnevalsgesellschaften De Zuckerknöllche und Helms-Klamm ihr erstes Stadtteilfest in Brühl-Ost.

Auf dem Sportplatz an der Schildgesstraße war so viel los, dass es die Organisatoren kaum fassen konnten. Über Stunden wurden die einzelnen Stände und Angebote dicht belagert. Auch an der Bühne war jeder Platz besetzt. 

Nachholen nach Corona

Drumherum drängten sich die Menschen, um keine der Vorführungen zu verpassen. „Man merkt, dass Corona den Leuten viel von ihren Lebensaktivitäten und Kontakten genommen hat. Jetzt soll alles nachgeholt werden. Und da hat unser Fest genau hineingepasst“, freute sich die 2. OBO-Vorsitzende Bea Reusch.

Für die Kinder fand es ein vielfältiges Programm mit einer großen Hüpfburgen-Landschaft, einem Clown, einem Schminkstand und vielem mehr statt. Auch die Jugendfeuerwehr mit Zielspritzen und der ASB-Wünschewagen waren vor Ort. Außerdem gibt es weitere Stände zu den verschiedensten Themen wie erneuerbare Energien, Carsharing oder Lebensmittelverschwendung.

Kein Platz blieb mehr vor der Bühne frei, auf der es sportliche Vorführungen, Chorgesang und Tanzaufführungen und natürlich viel Musik gab. Foto: Harald Zeyen

Musik und eine Tasse Tee

Nachmittags gab es zudem ein buntes Bühnenprogramm für Klein und Groß. Höhepunkte waren u.a. Vorführungen des Kahramanlar-Programms, der Besuch der kommenden Tollitäten sowie die Auftritte der Rheinauer und von Celtic Fire.

Wer Lust hatte, konnte sich auch ein wenig Zeit nehmen, um sich einen Tee am Stand des türkisch-deutschen Kulturvereins und des Islamischen Gemeindezentrums zu gönnen. Auch ein Besuch in der Kita des städtischen Tagesstättenverbundes Ost lohnte sich sehr.

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Elemente der Transzendenz

Ausstellung von Astrid Lowack im Brühler Kunstverein

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International aufstrebende Künstlerin: Astrid Lowack widmet sich seit zwölf Jahren der Fotografie. Foto: Harald Zeyen

Im Brühler Kunstverein ist derzeit eine Ausstellung mit Werken von Astrid Lowack zu sehen. Zur Eröffnung führte Galerist Alexander Baumgarte (krankheitsbedingt per Telefonschalte) in die Arbeiten seiner Künstlerin ein. Die Ausstellung in der Alten Schlosserei des Marienhospitals trägt den Titel „Astrid Lowack – Elements of Transcendence“.

Die Öffnungszeiten sind mittwochs bis sonntags, jeweils von 15 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Finissage in Anwesenheit der Künstlerin findet am Sonntag, 12. Juni um 15 Uhr statt.

Betörende poetische Präsenz

Die Werke der international aufstrebenden Künstlerin lassen Gefühle und Stimmungen in den Schwingungen und Bewegungen der Farben entstehen. Ihr Element ist das Licht, das ihre Fotografien mit einer betörenden poetischen Präsenz erscheinen lässt. Ihre Fotografien haben jene seltene Strahlkraft, wie sie in barocken Kirchengewölben zu finden ist. Dennoch geht es der Künstlerin nicht um das getreue Abbilden oder Nachahmen eines (traditionellen) Vorbildes, sondern um den subjektiven Blick auf verschiedene psychische Zustände. 

Konzentration auf Details

Astrid Lowack wurde 1969 in Bamberg geboren. Seit zwölf Jahren widmet sie sich der Fotografie. Die studierte Industriedesignerin ist fotografische Autodidaktin. Ihre Arbeiten beschäftigen sich, der Tradition des Impressionismus folgend, mit dem Spiel von Licht, Schatten, Wasser und Bewegung. Durch die Konzentration auf Details und deren Entfremdung tritt die realistisch fotografische Darstellung zugunsten einer vielgestaltigen Interpretation in den Hintergrund. 

Großes Publikumsinteresse bei der Eröffnung der Ausstellung von Astrid Lowack im Brühler Kunstverein. Foto: Harald Zeyen

Sie begreift ihre Arbeiten als Spiegel der Seele und als Mittel zur Selbstreflexion, das ihr erlaubt, sich ganz bewusst mit ihrem Unterbewusstsein auseinanderzusetzen. Dies erklärt auch die oftmals psychedelischen Farben ihrer Fotografien. Das Visualisieren von Bewusstsein und Unbewusstem inspiriert Astrid Lowack zu immer neuen Blickwinkeln. Und entführt die Betrachter in eigene Erinnerungs- und Traumwelten. Die Künstlerin hatte u.a. erfolgreiche Ausstellungen im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte, im Passauer Museum für Moderne Kunst Wörlen und im Herforder Kunstverein. Weitere Informationen zu Astrid Lowack finden Interessierte unter: astrid-lowack.com.

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